DE429268C - Gewebe mit kammgarnartigem Aussehen - Google Patents

Gewebe mit kammgarnartigem Aussehen

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DE429268C
DE429268C DED45829D DED0045829D DE429268C DE 429268 C DE429268 C DE 429268C DE D45829 D DED45829 D DE D45829D DE D0045829 D DED0045829 D DE D0045829D DE 429268 C DE429268 C DE 429268C
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    • D03D15/20Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the material of the fibres or filaments constituting the yarns or threads
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

  • Gewebe mit kammgarnartigem Aussehen. Die Herstellung von Kammgarn erfordert bekanntlich erstens eine Wolle von einer gewissen Länge des Stapels und zweitens eine äußerst intensive Bearbeitung der Wollfaser durch die für diesen Zweck herausgearbeiteten Maschinen. Jedes Wollhaar hat eine sehr große Anzahl dieser Maschinen zu durchlaufen, ehe es im Garn endgültig festgelegt wird. Diese Bearbeitung ist naturgemäß kostspielig und verteuert das Endprodukt, das Gewebe, erheblich. Zwar sind bereits Spinnverfahren 'bekannt, die diese Kosten etwas herabsetzen, beispielsweise das sogenannte Halbkammgarnverfahren; aber auch in diesem Falle ist das Spinnen immer noch erheblich teurer als nach dein Streichgarnverfahren, da die Anzahl der Bearbeitungsmaschinen immer noch nicht auf die für Streichgarn übliche kleine Zahl herabgedrückt werden kann und die zu benutzende Wolle eine bestimmte Länge aufweisen muß. Auch ist bekannt, Kunstfäden als Beitnischung für minderwertiges Spinnmaterial, insbesondere als Spinnträger für kurze Kunstwollfasern zu verwenden, um die Spinnfähigkeit zu erhöhen.
  • Die Erfindung betrifft nun die Herstellung von kammgarnartigen Geweben, ohne daß es nötig ist, langstapelige Wolle, die nach dem Kammgarnverfahren versponnen werden muß, zu benutzen. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß als Kette ein nach dem Streichgarnspinnverfahren hergestellter Faden aus in Stücke geschnittenen Kunstfäden allein oder in Verbindung mit anderen Materialien und als Schuß Streichgarn verwendet. Bei Herstellung des Kettengarnes ist es hierbei zweckmäßig, für möglichst parallele Lagerung der Kunstfäden im Garn durch geeignete Einstellung der Streicbgarnkrempel sowie auch dafür zu sorgen, daß der Stapel der Kunstfäden so bemessen ist, daß letztere für den Streichgarnprozeß geeignet sind, beispielsweise 8 bis io cm. Das Kettengarn kann einfach oder auch gezwirnt sein und wird nach irgendeinem der für Kammgarngewebe bekannten Bindungen verwebt.
  • Der eigenartige Charakter des Gewebes tritt, wie erfindungsgemäß festgestellt wurde, besonders dann und in erhöhtem Maße in Erscheinung, wenn vor der Nachbehandlung der Gewebe, wie z. B. Bürsten, Scheren, Pressen usw., die Lagerung der Kunstfäden durch Einwirkung von Feuchtigkeit und nachfolgendes Trocknen gesichert wird.
  • Des weiteren kann endlich das kammgarnartige Aussehen des Gewebes noch dadurch gesteigert werden, daß man in an sich bekannter Weise beim Färben dem Kunstfädenmaterial im Kettengarn hellere Töne als dem Schußmater ial gibt.
  • Beispiel: Man schneidet in einer geeigneten Maschine aus Zellulose hergestellte Kunstfäden auf etwa io cm Länge. Durch Vermeidung von Operationen, die Faserkreuzung zur Folge haben, hält man beim Spinnen nach dem Streichgarnverfahren die ursprüngliche parallele hagerung der Kunstfäden aufrecht. Man krempelt bei genügend weiter Einstellung von Arbeiter, Wender und Tambour und spinnt z. B. ein Garn der metrischen N r. 15, zwirnt darauf zu einem Garn der Nr. 7'12 und verwebt dieses unter Benutzung einer für Kammgarnstoffe üblichen Bindung, z. B. der Spitzköperbindung mit einem gewöhnlichen Streichgarnschuß. Im Gewebe wird die beim Spinnen sorgfältig erhaltene parallele Lagerung der Kunstfäden darauf fixiert, indem Wasser von etwa 8o bis 9o° oder Wasserdampf von 1000 '/2 bis i Stunde zur Einwirkung gebracht und darauf bei etwa 5o° langsam das Gewebe in ausgearbeitetem Zustand getrocknet wird. Die Kunstfäden besitzen nämlich die Eigenschaft, daß sie die ihnen im feuchten Zustand erteilte Lagerung und Form auch nach dem Trocknen beibehalten; sie sind im feuchten Zustande plastisch und nehmen jede ihnen erteilte Form an, ohne sie nach dem Trocknen zu verlieren. Die Kunstfäden geben damit dem Garn und Gewebe, in dem sie sich befinden, ein geschlossenes typisches Bild, das mit gewachsenen Fasern, infolge deren Elastizität, nur bei Anwendung des umständlichen Kammgarnverfahrens erreicht werden kann. Die so erhaltenen und in üblicher Weise fertig appretierten Gewebe zeigen den gewünschten Kammgarneffekt. Statt die Kettengarne miteinander zu zwirnen, kann man sie auch z. B. mit Baumwolle Nr. 40 englisch, weiß oder gefärbt, verzwirnen. Man kann die Kettengarne auch mit Woll- oder Kunstwollbeimengung, z. B. 30 Prozent, herstellen. Als Schuß lassen sich ebenfalls kunstwollhaltige Garne verwenden.
  • Die Erzeugung von Melangen gelingt nach obigem Verfahren, indem man einen Teil, z. B. die Hälfte der verwendeten Kunstfäden vor dem Spinnen in- üblicher Weise färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gewebe mit kammgarnartigem Aussehen, dadurch gekennzeichnet, daß als Kette ein nach dem Streichgarnspinnverfahren hergestellter Faden aus in Stücke geschnittenen Kunstfäden allein oder in Verbindung mit anderen Materialien und als Schuß Streichgarn verwendet wird. a. Verfahren zur Erhöhung des kamrngärnartigen Aussehens von Geweben nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Nachbehandlung der Gewebe, wie z. B. Bürsten, Scheren, Pressen usw., die Lagerung der Kunstfäden durch Einwirkung von Feuchtigkeit und nachfolgendes Trocknen gesichert wird.
DED45829D 1924-07-15 1924-07-15 Gewebe mit kammgarnartigem Aussehen Expired DE429268C (de)

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