AT218931B - Voluminöses Garn - Google Patents

Voluminöses Garn

Info

Publication number
AT218931B
AT218931B AT2259A AT2259A AT218931B AT 218931 B AT218931 B AT 218931B AT 2259 A AT2259 A AT 2259A AT 2259 A AT2259 A AT 2259A AT 218931 B AT218931 B AT 218931B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
yarn
fibers
cotton
crimped
fully synthetic
Prior art date
Application number
AT2259A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Heberlein & Co Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heberlein & Co Ag filed Critical Heberlein & Co Ag
Priority to AT2259A priority Critical patent/AT218931B/de
Priority to BE585857A priority patent/BE585857A/fr
Application granted granted Critical
Publication of AT218931B publication Critical patent/AT218931B/de

Links

Landscapes

  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Voluminöses Garn 
Die Erfindung bezieht sich auf ein voluminöses Garn, das aus Baumwollfasern und Fasern aus anderem Material besteht und einer chemischen Behandlung zum Schrumpfen der Fasern der einen Art unterworfen worden ist und kennzeichnet sich dadurch, dass es neben Baumwollfasern, -vorgespinsten oder -fäden, Fäden aus auf mechanische Weise gekräuselten endlosen Fasern aus vollsynthetischem Material oder Stapelfasern aus vollsynthetischem Material bzw. daraus hergestellte Fäden enthält, wobei infolge der bei der Schrumpfbehandlung hervorgerufenen Schrumpfung der Baumwolle eingetretenen Verstärkung der inhärenten Kräuselung der vollsynthetischen Fasern eine Erhöhung der Voluminosität des Garnes eintritt. 



   Es ist bekannt, Zwirne aus Einzelgarnen aus Zellulosederivatfasern, insbesondere Acetatseide, einerseits und Einzelgarnen aus andern Zellulosederivaten, regenerierter Zellulose oder natürlichen Fasern, wie Baumwolle oder Seide, anderseits herzustellen und unter Verwendung entsprechender chemischer Schrumpfmittel die eine oder andere Zwirnkomponente einer Schrumpfung zu unterwerfen. Es werden hiebei aber-im Gegensatz zum vorliegenden Erfindungsgegenstand - keine Kräuselgarne aus vollsynthetischem Material verwendet und die bekannten Zwirne weisen deshalb die ausserordentlich günstigen textilen Eigenschaften des erfindungsgemässen Garnes, die hauptsächlich in einer sehr hohen Voluminosität, gepaart mit einer namhaften Elastizität, bestehen, nicht auf. 



   Während ferner vollständig aus vollsynthetischen   organischen Kräuself asern bestehende Garne   oft eine etwas zu hohe, die Verarbeitung erschwerende Dehnbarkeit aufweisen, zeigt das neue Textilgarn eine gute Elastizität bei nicht allzu grosser Dehnbarkeit. Es lässt sich somit sowohl auf Maschinen als auch von Hand sehr gut verarbeiten. Das neue Garn weist ausserdem eine relativ hohe Saugfähigkeit auf. Es ist ferner wesentlich weniger empfindlich gegenüber chemischen Waschmitteln als Wolle und ist mottensicher. Alle diese Eigenschaften des erfindungsgemäss hergestellten Garnes sind überraschend und es war für den Fachmann nicht zu erwarten, dass aus den beiden Garnkomponenten ein von denselben so völlig verschiedenes neues Textilgarn erhalten werden kann. 



   Die Kräuselfasern können entweder aus Bündeln gekräuselte endloser Fasern oder aus gekräuselten Stapelfasern bestehen. Letztere werden vorteilhaft in der Weise hergestellt, dass Bündel endloser Fasern aus vollsynthetischem Material einem der bekannten mechanischen Kräuselungsverfahren unterworfen und darauf zu Stapelfasern zerschnitten werden. Die Kräuselung kann z. B. durch starkes Drehen, Fixieren in diesem Zustand und Zurückdrehen erfolgen, wobei das Material nach dem Zurückdrehen zur Verminderung der Kontraktionstendenz noch in gestrecktem Zustand der Fasern einer Heissbehandlung unterworfen werden kann. Ferner können die Faserbündel z. B. mit Hilfe ineinandergreifender Zahnwalzen oder durch Einführung in einen Stauchkanal gekräuselt werden. Ausserdem ist eine Kräuselung durch Abziehen der. endlosen Fäden über eine Kante möglich.

   Schliesslich können auch die bereits geschnittenen Stapelfasern durch vorübergehendes Hochdrehen in Form eines Gespinstes oder durch Behandlung in einem Stauchkanal usw. gekräuselt werden. 



   Unter vollsynthetischem, organischem Fasermaterial werden vorzugsweise Polyamide, z. B. Polyhexamethylenadipamid oder Polykondensate aus Epsilpn-Caprolactam oder 11-Aminoundecansäure verstanden. Ferner eignet sich Fasermaterial auf Polyvinylbasis (Polyacrylnitril) oder solches aus Polyestern   (Polyäthylenglykol-Terephthalat).   



   Zur Herstellung des erfindungsgemässen Garnes können ein oder mehrere Bündel endloser, gekräuselter Fasern mit einem oder mehreren Baumwollgarnen verzwirnt werden oder es können ein oder mehrere Bündel gekräuselter Fasern mit einem Baumwollvorgespinst zu einem Garn verarbeitet werden. Ferner 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 können gekräuselte Stapelfasern mit Baumwolle zu einem Garn versponnen werden. Die so erhaltenen Garne werden zwecks Schrumpfung der Baumwolle vorzugsweise mit Natronlauge, deren Konzentration zwischen 22 und 380 Be liegt, behandelt. 



   Das erfindungsgemäss hergestellte Garn eignet sich zur Verwendung als Maschinen- und als Handstrickgarn. Ferner ist es auch als Webgarn sehr geeignet, wobei es für sich allein oder zusammen mit andern Garnen verwebt werden kann. 



   Die Erfindung wird nachfolgend an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert. 



   Beispiel 1 Ein Zwirn 70/2 den, hergestellt aus zwei Polyhexamethylenadipamid-Garnen 70 den, welche durch Hochdrehen, Fixieren und Zurückdrehen gekräuselt wurden-wobei je ein Garn in s-und   einGarninz-Richtunghochgedrehtwurde-wird mit eineminz-Richtungweich gesponnenen   Baumwollgarn No. 40 engl. mit 100 T/m S verzwirnt. Der so erhaltene Zwirn wird nun bei 60 - 700 C in einem Bade, enthaltend pro Liter 2 g Soda + 1 g eines nicht ionogenen Waschmittels, während 30 min gebrüht, dann mit warmem und kaltem Wasser gespült, geschleudert und anschliessend während 5 min mit Natronlauge von   30  Be   behandelt, wobei man den Mischzwirn soweit als möglich schrumpfen lässt. Anschliessend wird mit heissem Wasser entlaugt, mit verdünnter Essigsäure neutralisiert, kalt nachgespült und anschlie- ssend gebleicht und/oder gefärbt.

   Das Garn wird zum Schluss unter leichter Spannung getrocknet. Man erhält so einen voluminösen Zwirn von wollartigem Charakter. 



   Das Zustandekommen der hohen Voluminosität des neuen Textilgarnes ist in der Zeichnung schematisch dargestellt, wobei die   brim verzwirnten   erteilte Drehung der Einfachheit halber nicht berücksichtigt ist. Die Fig. 1 und 2 zeigen das erfindungsgemässe Garn vor und nach der Schrumpfbehandlung im Längsschnitt. 



   In Fig. 1 ist ein Garnabschnitt von der Länge a des nach dem Verspinnen einer Baumwollkomponente 1 und einer   Kräuselfaserkomponente   2 erhaltenen Garnes dargestellt. Der Garndurchmesser ist mit b bezeichnet. In der Fig. 2 ist der Zustand des Garnes nach der Behandlung mit Alkalilauge dargestellt. Infolge der Schrumpfung der Baumwollkomponente 1 ist die Länge a des Garnabschnittes um das Ausmass c verkürzt worden. Da die Kräuselfaserkomponente 2 gestreckt (nicht geschrumpft) ist, also ihre ursprüngliche Länge beibehalten hat, wurde ihre inhärente Kräuselung noch weiter erhöht und sie drückt deshalb das ganze Garn in Querrichtung auseinander, so dass dasselbe einen wesentlich grösseren Durchmesser d aufweist. 



   Beispiel 2 : Ein   Kräuselgarn, hergestellt   durch Stauchkräuselung eines 100 den Polyhexamethylen-   adipamidgarnes,   wird zusammen mit einem Baumwollvorgespinst der engLNummer 20 mit 200 T/m versponnen. Das so erhaltene Mischgarn wird nun noch, wie in Beispiel 1 beschrieben, gebrüht und mit Lauge geschrumpft. Man erhält so ein voluminöses Garn mit wollähnlichem Charakter. 



   Beispiel 3 : Zwei Kräuselgarne, hergestellt durch Hochdrehen, Fixieren und Zurückdrehen von Bündeln aus Polyäthylenterephthalat-Fasern werden mit einem Baumwollvorgespinst zusammengedreht. 



  Verwendet wird je ein Kräuselgarn von 45 den, vorübergehend hochgedreht in s-Richtung, und ein Kräuselgarn von 100 den,   vorübergehend   hochgedreht in z-Richtung sowie ein Baumwollvorgespinst der engl. 



  Nummer 36. Die drei Komponenten werden mit 250 T/m in s-Richtung zusammengedreht. Der so erhaltene Zwirn wird nun   bei 10 - 150   C während 8 min mit Natronlauge von 340 Bê, welcher pro Liter 
 EMI2.1 
 auf Kresolbasis) zugesetzt wurden. geschrumpft,anschliessend mit Wasser von 600 C entlaugt, mit stark verdünnter Schwefelsäure nachbehandelt und mit kaltem Wasser   neutralgewaschen.   Hierauf wird das Garn bei 600 C in einem Bade, enthaltend pro Liter 2 g Fettalkoholsulfat und 1 g Soda, gebrüht und anschliessend unter Verwendung von Natriumchlorit gebleicht. Abschliessend wird das Garn in praktisch spannungslosem Zustand getrocknet. Man erhält so einen relativ weichen, voluminösen Zwirn von   wollähnlichem   Charakter. 



   Beispiel 4 : Durch vorübergehendes Hochdrehen   und Fixieren im hochgedrehten Zustand gekräu-   seltes Hexamethylenadipamidgarn wird zur Verminderung der Kontraktionstendenz in gestrecktem Zustand einer Heissbehandlung unterzogen,   anschliessend   durch Schneiden in Stapelfasern übergeführt und zusammen mit Baumwolle im Mischungsverhältnis   l s l zu   einem Mischgespinst der   engl. Nummer   30 versponnen. Fünf solche Garne werden nun miteinander verzwirnt und dieser mehrfache Zwirn dann, wie in Beispiel 1 beschrieben, gebrüht, mit Lauge geschrumpft, gebleicht und/oder gefärbt. Man erhält so einen Zwirn mit wollähnlichem Charakter, der sich für Handstrickzwecke eignet. 



   Beispiel 5 : Ein Mischgespinst der   engl. Nummer   30, hergestellt aus   gekräuselten   PolyacrylnitrilStapelfasern und Baumwolle, wird 6-fach verzwirnt und anschliessend, wie in Beispiel 1 beschrieben, ge- 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Voluminöses Garn, das aus Baumwollfasern und Fasern aus anderem Material besteht und einer chemischen Behandlung zum Schrumpfen der Fasern der einen Art unterworfen worden ist, dadurch gekennzeichnet, dass es neben Baumwollfasern, -vorgespinsten oder -fäden, Fäden aus auf mechanische Weise gekräuselten endlosen Fasern aus vollsynthetischem Material oder Stapelfasern aus vollsynthetischem Material bzw. daraus hergestellte Fäden enthält, wobei infolge der bei der Schrumpfbehandlung hervorgerufenen Schrumpfung der Baumwolle eingetretenen Verstärkung der inhärenten Kräuselung der vollsynthetischen Fasern eine Erhöhung der Voluminosität des Garnes eintritt.
AT2259A 1959-01-02 1959-01-02 Voluminöses Garn AT218931B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT2259A AT218931B (de) 1959-01-02 1959-01-02 Voluminöses Garn
BE585857A BE585857A (fr) 1959-01-02 1959-12-21 Procédé d'obtention de fils volumineux à partir de coton et de fibres frisées en matière organique entièrement synthétique.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT2259A AT218931B (de) 1959-01-02 1959-01-02 Voluminöses Garn

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT218931B true AT218931B (de) 1961-12-27

Family

ID=3479457

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT2259A AT218931B (de) 1959-01-02 1959-01-02 Voluminöses Garn

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT218931B (de)
BE (1) BE585857A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE585857A (fr) 1960-06-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE542713C (de) Verfahren zur Erhoehung der Dehnbarkeit kuenstlicher Faeden hoher Trockenfestigkeit aus regenerierter Cellulose
DE1785349A1 (de) Textilstoff
AT218931B (de) Voluminöses Garn
DE1234916B (de) Verfahren zur Herstellung von aus regenerierter Cellulose bestehenden Faeden, Fasernoder Folien
DE974749C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden od. dgl. aus Polymerisaten des Acrylnitrils
DE731902C (de) Garn aus kuenstlichen Faeden oder Fasern
DE512637C (de) Verfahren zum Mattieren und Wollaehnlichmachen von Fasern oder Geweben aus Celluloseacetatseide durch Behandeln mit waessrigen Saeuren
AT245155B (de) Verfahren zur Erzeugung permanent gekräuselter Textilgarne
AT160368B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfasern.
AT232952B (de) Verfahren zur Schrumpfbehandlung von Textilstoffen
AT265201B (de) Verfahren zur Verbesserung der textilen Eigenschaften von cellulosehaltigem Textilgut
DE429268C (de) Gewebe mit kammgarnartigem Aussehen
DE1904876A1 (de) Zweikomponentenfaden
CH503817A (de) Verfahren zur Herstellung eines in Schussrichtung elastischen Gewebes
DE2627220A1 (de) Texturiertes kontinuierliches filamentgarn
DE1510649A1 (de) Verfahren zur Erzeugung permanent gekraeuselter Textilgarne
AT277441B (de) Verfahren zum Texturieren von Garnen
AT166442B (de) Verfahren zur Herstellung von nicht rollenden, beständig chemisch versteiften Geweben aus cellulosehaltigem Textilfasergut
DE750267C (de) Verfahren zur Herstellung von Verstaerkungseinlagen aus Cordgarn aus endlosen Cellulosehydratfaeden fuer Kautschukgegenstaende
DE753718C (de) Verfahren zur Kraeuselung von Kunstfasern
AT123395B (de) Verfahren zur Herstellung von Kreppeffekten auf Geweben.
DE342097C (de)
AT214568B (de) Verfahren zur Herstellung von Fadenbündeln aus regenerierter Cellulose mit einer latenten durch Befeuchten mit Wasser aktivierbaren Kräuselfähigkeit
CH386386A (de) Verfahren zur Erzeugung glatter, wollähnlicher, textiler Flächengebilde mit weichem, warmem Griff aus Baumwolle und Kunstfasern
AT201771B (de) Verfahren zum Herstellen gekräuselter Zellwolle aus Viscose