DE62078C - Gasretorten-Vorlage, bei welcher das Eintauchen der Absperröhren in die Sperrflüssigkeit während der Destillationsperiode überflüssig gemacht wird - Google Patents

Gasretorten-Vorlage, bei welcher das Eintauchen der Absperröhren in die Sperrflüssigkeit während der Destillationsperiode überflüssig gemacht wird

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DE62078C
DE62078C DENDAT62078D DE62078DA DE62078C DE 62078 C DE62078 C DE 62078C DE NDAT62078 D DENDAT62078 D DE NDAT62078D DE 62078D A DE62078D A DE 62078DA DE 62078 C DE62078 C DE 62078C
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U. ANDRE in Barcelona, Spanien
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases
    • C10B27/06Conduit details, e.g. valves

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bekannten Gasretorten - Vorlagen taucht der untere Theil der sogen. Absperrröhren in die Sperrflüssigkeit der Vorlage ein, infolge dessen mufs das aus der Retorte ausströmende Gas bei seinem Eintritt in die Vorlage den Widerstand dieser Sperrflüssigkeit überwinden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, dieses Eintauchen der Röhren in die Sperrflüssigkeit auch während der Periode der Destillation überflüssig zu machen.
Die Vorlage (Fig. 1) ist in ihrer ganzen Länge in zwei Abtheilungen von gleicher Breite getheilt, und zwar durch eine Scheidewand c, die ungefähr 1 50 mm von dem Boden absteht.
In der Abtheilung α befinden sich die Absperrröhren t. Durch weitere Scheidewände, welche quer zwischen zwei auf einander folgenden Absperrröhren liegen, werden die beiden Längsräume der Vorlage in ebenso viele Kammern getheilt, als es Absperrröhren giebt.
Die Querscheidewände in der Abtheilung a befinden sich in der Höhe von a1, lassen also eineti genügenden Zwischenraum zwischen sich und dem Deckel für das Durchströmen des Gases von einer Kammer in die andere bis zum Ableitungsrohr. Aus einem gewissen, später zu erörternden Grunde liegen die Oberkanten dieser Scheidewände alle in einem und demselben Niveau.
. Ein Rohr d führt Gas von einem bestimmten Druck (d. h. von dem Druck des Gases in der Vertheilungsleitung) von einem kleinen Regulator, in den es durch einen Exhaustor gebracht wird, oder von einem eigens dazu bestimmten kleinen Gasometer aus zu.
Auch bei Gasanstalten, welche mit Exhaustor arbeiten, ist die Aufstellung eines besonderen Gasometers zu dem genannten Zwecke sehr zu empfehlen. Es tritt nämlich nicht selten der Fall ein, dafs der Exhaustor versagt; unbedingt nöthig aber ist ein solcher Gasometer für Gasanstalten ohne Exhaustor.
Ein zweites Rohr e steht in Verbindung mit dem Theil der Vorlage, in welchen das Gas von der Destillation her einströmt; jede Kammer der Abtheilung b kann mittelst der Abzweigung b1 mit der Leitung d oder mit der Leitung e in Verbindung gesetzt werden. Zu dem Zwecke ist in die Leitungen e d bx ein Zweiweghahn r eingeschaltet, der je nach seiner Stellung die Verbindung mit einer der Abtheilungen α b herstellt. Das Rohr e läuft ebenso wie das Rohr d über die ganze Länge der Vorlage, mit der es durch eine Abzweigung verbunden ist. Die Hähne sind in Verbindung mit den Längsröhren d und e und mit jeder der Kammern b, aber nicht mit jeder der Kammern a. Jeder Hahn r 'wird durch eine Kette/ bethätigt, die an ihrem einen Ende mit einem Gegengewicht f1 versehen ist und an ihrem anderen Ende (Fig. 2) mit der Sperrklinke χ des Verschlufshebels der entsprechenden Retorte X in Verbindung steht, so dafs, wenn die letztere geöffnet wird, das Gegengewicht fl heruntersinkt, dabei der Hahn gedreht und dadurch die Verbindung der Leitung d mit der Abzweigung b1 und der Abtheilung b hergestellt wird. Andererseits verschwindet bei offener Retorte jeder Druck auf die Absperrröhren t. Infolge dessen wirkt das aus d strömende, unter Druck befindliche Gas auf den Flüssigkeitsspiegel in b ein und treibt diese Flüssigkeit in die Abtheilung a\ die Flüssigkeit steigt dort auf, tritt in die Absperrröhre t ein
und sperrt damit jede Verbindung der Retorte X mit der Vorlage α ab (Fig. ib).
Ist im Gegentheil während der Destillationsperiode die Retorte geschlossen, so steigt das Gegengewicht /' in die Höhe, und die Kette bethätigt den Hahn r in der Weise, dafs jetzt die Leitung e mit der Abzweigung b1 und der Abtheilung b communicirt. Infolge dessen wird der Druck in α und b der gleiche und die Flüssigkeit stellt sich in beiden Abtheilungen auf dasselbe Niveau, die Röhre t taucht nicht mehr in die Flüssigkeit ein, infolge dessen Retorte und Vorlage mit einander communiciren (Fig. ia).
Jede Kammer der Abtheilung b ist mit einem nach dem Princip der communicirenden Röhren wirkenden Ueberlaufrohr mit Wasserversch.lufs si's2 versehen. Es wird mittelst desselben stets ein und dasselbe Niveau in der Abtheilung b erhalten und dadurch die Regelmäfsigkeit in der soeben beschriebenen Wirkung des Zweiweghahnes gesichert. . Es ist ja bekannt, dafs das Destillationsproduct der Retorte Bestandtheile mit sich führt, die sich in der Vorlage verdichten und dadurch selbstverständlich das Volumen der darin befindlichen Flüssigkeit vermehren. Um diesen Zuwachs zu verhüten, ist der Apparat der communicirenden Röhren s s1 s2 eingeschaltet, der von b aus das dortige Uebermafs in s1 aufnimmt und, da der Flüssigkeitsspiegel in s1 höher steht als in s2, nach s2 abführt. Der Flüssigkeitsspiegel in b kann also nie über das Niveau in s1 steigen. Infolge dessen ist die Einwirkung des Gases von der Gasometerleitung d auf b stets die gleiche, sobald die Retorte offen ist. Die Höhe des Spiegels wird derart gehalten, dafs die Flüssigkeit, wenn sich eine der Kammern b unter Druck befindet, in α über die Querscheidewände strömt und sich in den Nachbarkammern verbreitet.
Infolge dieser neuen Anordnung kann niemals Flüssigkeitsmangel entstehen, der so häufig durch Verdunstung in den Kammern veranlafst wird, wenn die entsprechenden Retorten aus irgend einem Grunde aufser Betrieb stehen.
In den Gasanstalten, die mit Exhaustor arbeiten, mufs bei der Bestimmung der Höhe der Flüssigkeitsspiegel darauf Rücksicht genommen werden, dafs dieser Apparat unter- Umständen versagen kann.
Im allgemeinen kann jede bis jetzt bestehende Vorlage in eine solche der neuen Anordnung umgewandelt werden (Fig. i). Bei Neueinrichtungen wird man jedoch am billigsten bauen, wenn man sich nach dem Muster der vorliegenden Fig. 3, 4, 5 und 6 richtet, von denen Fig. 3 einen Querschnitt nach 1-2 von Fig. 5, Fig 4 einen Durchschnitt, Fig. 5 eine Seitenansicht und Fig. 6 einen Horizontalschnitt nach der gebrochenen Linie 3-4-5-6-7-8 darstellen. Die Hauptvorlage besteht aus einem Gehäuse von rechteckigem Querschnitt, an dessen Enden sich andere Gehäuse zur Bildung einer Batterie anschliefsen können. Dieses Gehäuse enthält ebenso viele U-förmige Einzelvorlagen, als es Retorten giebt, die an die Hauptvorlage angekuppelt sind. Jede dieser Einzelvorlagen ist durch eine Scheidewand c, die in gleicher Entfernung von den Wangen des U und parallel zu demselben angebracht ist, in zwei Abtheilungen α b getheilt. Die beiden Wangen sind von ungleicher Länge, in die längere <z führt die Absperrröhre t hinein. Die Abmessungen müssen so gewählt werden, dafs der Zwischenraum zwischen der Röhre und den Wänden der Einzelvorlage für den Austritt des Gases aus der Absperrröhre genügt. Die kürzere Wange b hat oben eine gasdicht geschlossene Oeffnung O, welche zur Reinigung dient. Die Oeffnung O ist kreisrund und hat den allgemein bekannten Verschlufs eines Papinianischen Topfes. Die Scheidewand c geht nicht ganz bis zum Boden der Vorlage, die durch sie hergestellten Abtheilungen α b communiciren also mit einander.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorlage für Apparate zur Erzeugung von Leuchtgas und anderen Destillationsproducten, welche durch eine verticale Scheidewand (c) in zwei Längsräume (a und b) getrennt ist, die unten mit einander in Verbindung stehen, aber ihrerseits wieder durch Querscheidewände in einzelne Kammern getheilt sind, von denen in die zu a gehörigen die Absperrröhren (t) und die Gasleitung (e e1) einmünden, während die anderen (b) mit einer Gasometerleitung (d) in Verbindung stehen, und welche beide durch ein Röhrensystem mit den Retorten (X) derart zusammenhängen, dafs ein Zweiweghahn fr) bei geschlossener Retorte die Verbindung zwischen α und b unter Gleichgewichtsdruck herstellt, so dafs die Absperrröhre ft) offen bleibt, bei offener Retorte hingegen die Verbindung zwischen der Gasometerleitung d und der Kammer b öffnet, infolge dessen die Sperrflüssigkeit in die Absperrröhre ft) eindringt und die Vorlage von der Retorte abschliefst.
  2. 2. In Verbindung mit der durch Anspruch 1. geschützten Vorlage die Anwendung eines an die Kammer b angeschlossenen Ueberlaufrohres mit Wasserverschlufs, um stets eine gleiche Flüssigkeitsmenge in der Vorlage zu erhalten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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