DE607760C - Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in FernmeldeanlagenInfo
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-
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04Q1/18—Electrical details
- H04Q1/30—Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
7. JANUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 607760 KLASSE 21a3 GRUPPE 673o
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1932 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Übertragung von
Stromstößen über induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen, in
denen Stromstöße auf in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais übertragen werden.
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art sind besondere Batterien für die Lieferung
der Vorspannung der Glimmlampen vorgesehen, und die Glimmlampenkreise sind über einen besonderen Übertrager mit der
Leitung gekoppelt.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese besonderen Einrichtungen, und zwar wird
dies dadurch erreicht, daß der Symmetriemittelpunkt des die Leitung koppelnden Übertragers auf der Amtsseite geerdet und
das Stromstoßempfangsrelais einerseits über Glimmlampen mit einer oder beiden Adern
so der Leitung und andererseits mit der Amtsbatterie verbunden ist.
In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt, und zwar ist
in Fig. ι eine Anordnung zur Übertragung von Gleichstromstößen und in den Fig. 2, 3
und 4 je eine Einrichtung zur Übertragung von Wechselstromstößen dargestellt. Das
Empfangsrelais J1 ist als polarisiertes Relais, d. h. als solches, welches nur auf einen Strom
bestimmter Richtung anspricht, ausgebildet. Die Empfangs relais J2, /s und J4 sind
normale Gleichstromrelais.
Die Stromstoßübertragung erfolgt bei der in Fig. ι gezeigten Anordnung in folgender
Weise:
Wird das Relais A1 in bekannter Weise,
z. B. durch Bedienung eines Nummern- ' schalters, wiederholt erregt, so schließt es
jedesmal vorübergehend seine Kontakte ^a1
und 4C1 und öffnet Kontakt ζαν Dadurch
wird in der Primärwicklung des Übertragers Ue1 ein Stromstoß hervorgerufen, welcher in
der Sekundärwicklung dieses Übertragers einen Induktionsstoß bewirkt. Dieser gelangt
über die Verbindungsleitung VL1 und den Übertrager Ue2 auf die Glimmlampe G1. Da
diese unter einer von der Amtsbatterie über das Relais J1 gelieferten Vorspannung steht,
wird sie durch den über die Verbindungsleitung ankommenden zusätzlichen Stromstoß
zum Zünden gebracht. Dadurch entsteht ein Stromfluß für das Relais J1 über: Erde,
Batterie, Relais J1, Glimmlampe G1, obere
Sekundärwicklung des Übertragers Ues,
Von detn Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Herbert Töpfer in Berlin-Charlottenburg und Dr. Johannes Boysen in Berlin-Sietnensstadi.
Erde, und das Relais spricht an. Es schließt seinen Kontakt Oi1 und gibt auf diese Weise
den aufgenommenen Stromstoß an die abgehende Leitung weiter. Werden beim Abfallen
des Relais A1 die Kontakte 3^1 und
4C1 geöffnet, so wird durch diese Unterbrechung
des über die Primärwicklung des Übertragers Ue1 verlaufenden Stromes zwar
auch ein Induktionsstoß in der Sekundärwicklung des Übertragers erzeugt und über
die Verbindungsleitung und den Übertrager Ue2 auf die Glimmlampe G1 übertragen, die
dadurch jedoch nicht zum Zünden gebracht wird. Es erfolgt in diesem Falle kein Ansprechen
des Relais T1, da die Richtung des auf die soeben beschriebene Weise erzeugten
Induktionsstoßes derjenigen des beim Ansprechen des Relais A1 hervorgerufenen entgegengesetzt
ist.
Die in der Fig. 2 gezeigte Anordnung arbeitet in folgender Weise:
Wird das Relais A2 wiederholt erregt, so
schließt es dabei jedesmal seine Kontakte 9O2
und 10a<>
und öffnet den Kontakt τΐα2. Hierdurch
wird die Wechselstromquelle W1 mit dem Übertrager Ue3 verbunden, so daß entsprechend
der Erregung des Relais A2 Wechselstromstöße über die Leitung VL2
ausgesandt werden und über den Übertrager Ue^ auf die Glimmlampen G2 und G3 gelangen.
Diese Glimmlampen, welche ebenfalls unter der von der Amtsbatterie gelieferten Vorspannung stehen, sind derart geschaltet,
daß einerseits die Lampe G2 dadurch zum Zünden gebracht wird, daß sich die eine
Halbwelle der Wechselspannung der Vorspannung überlagert und andererseits die Lampe G3 dadurch gezündet wird, daß sich
die andere Halbwelle der Wechselspannung der Vorspannung überlagert. Da durch das
jedesmalige Zünden der Lampen ein Stromkreis für das Relais J2 hergestellt wird, ist
erreicht, daß dasselbe während jeden Stromstoßes, d. h. während der Erregung des Relais
A2, dauernd erregt ist. Es gibt dann durch Schließen seines Kontaktes 12i2 den
aufgenommenen Stromstoß weiter.
Die in den Fig. 3 und 4 gezeigten Anordnungen arbeiten im Prinzip in derselben
Weise wie die soeben beschriebene. Ein Unterschied besteht nur darin, daß die
Wechselstromquelle am abgehenden Ende der Leitung nicht an die gesamte Primärwicklung
des Übertragers, sondern nur an die eine Hälfte derselben bei jedesmaliger Stromstoßübertragung
angeschaltet wird.
Wie die Figuren erkennen lassen, würde bei einer Ausbildung der Übertrager mit
einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 nur die halbe Empfangsspannung der Glimmlampenvorspannung
überlagert werden. Es ist daher zweckmäßig, den Übertragern am ankommenden Ende der Leitung ein Übersetzungsverhältnis
von 1:2 zu geben.
Um bei den in den Fig. 3 und 4 dargestellten Übertragungseinrichtungen nicht
eine zu hohe Sendespannung über die Verbindungsleitung zu übertragen, ist es empfehlenswert, die Übertrager Ue5 und Ue7
mit einem Übersetzungsverhältnis von 2:1 auszubilden.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstößen über induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen, in denen Stromstöße auf in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Symmetriemittelpunkt des die Leitung koppelnden Übertragers auf der Amtsseite geerdet und das Stromstoßempfangsrelais einerseits über Glimmlampen mit einer oder beiden Adern der Leitung und andererseits mit der Amtsbatterie verbunden ist.
- 2. Schaltungsanordnung nach An-• .Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Symmetriemittelpunkt des Übertragers am ankommenden Ende der Leitung dauernd geerdet ist, während der des Übertragers am abgehenden Ende der Leitung bei jedesmaliger Stromstoßaussendung durch das Anschalten der Sendestromquelle an den Übertrager von diesem abgeschaltet wird.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das über eine Glimmlampe mit einer der ion Leitungsadern verbundene Stromstoßempfangsrelais durch über die Leitung gesandte Induktionsstöße beeinflußt wird.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromstoßempfangsrelais als Gleichstromrelais ausgebildet ist und von über die Leitung gesandtem Wechselstrom derart beeinflußt wird, daß es durch die eine Halbwelle des Stromes über die eine der no zwischen den Leitungsadern und dem einen Relaisanschluß angeordneten Glimmlampen und durch die andere Halbwelle über die andere Glimmlampe erregt wird.
- 5. Schaltungsanordnung nach An-Spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendestromquelle an die gesamte Primärwicklung des Übertragers am abgehenden Ende der Leitung oder an einen Teil dieser Wicklung angeschaltet wird. -
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß deram abgehenden Ende der Leitung angeordnete Übertrager mit einem derartigen Übersetzungsverhältnis ausgebildet ist, daß auch bei Anschaltung der Sendestromquelle an nur einen Teil seiner Primärwicklung die auf die Leitung übertragene Energie annähernd gleich der an die Primärwicklung angeschalteten ist.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der am ankommenden Ende der Leitung angeordnete Übertrager mit einem derartigen Übersetzungsverhältnis ausgebildet ist, daß die von ihm auf die Empfangseinrichtungen übertragene Energie annähernd gleich der von ihm aufgenommenen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103993D DE607760C (de) | 1932-04-02 | 1932-04-02 | Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103993D DE607760C (de) | 1932-04-02 | 1932-04-02 | Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607760C true DE607760C (de) | 1935-01-07 |
Family
ID=7525568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES103993D Expired DE607760C (de) | 1932-04-02 | 1932-04-02 | Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607760C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765916C (de) * | 1938-12-06 | 1953-12-07 | Siemens & Halske A G | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung und Aufhebung von Rueckfrageumschaltungen |
-
1932
- 1932-04-02 DE DES103993D patent/DE607760C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765916C (de) * | 1938-12-06 | 1953-12-07 | Siemens & Halske A G | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung und Aufhebung von Rueckfrageumschaltungen |
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