DE607760C - Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen

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Publication number
DE607760C
DE607760C DES103993D DES0103993D DE607760C DE 607760 C DE607760 C DE 607760C DE S103993 D DES103993 D DE S103993D DE S0103993 D DES0103993 D DE S0103993D DE 607760 C DE607760 C DE 607760C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
line
circuit arrangement
current
transformer
transmission
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Expired
Application number
DES103993D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Johannes Boysen
Herbert Toepfer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES103993D priority Critical patent/DE607760C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE607760C publication Critical patent/DE607760C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q1/00Details of selecting apparatus or arrangements
    • H04Q1/18Electrical details
    • H04Q1/30Signalling arrangements; Manipulation of signalling currents
    • H04Q1/48Induced-current signalling arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 7. JANUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 607760 KLASSE 21a3 GRUPPE 673o
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1932 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstößen über induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen, in denen Stromstöße auf in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais übertragen werden.
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art sind besondere Batterien für die Lieferung der Vorspannung der Glimmlampen vorgesehen, und die Glimmlampenkreise sind über einen besonderen Übertrager mit der Leitung gekoppelt.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese besonderen Einrichtungen, und zwar wird dies dadurch erreicht, daß der Symmetriemittelpunkt des die Leitung koppelnden Übertragers auf der Amtsseite geerdet und das Stromstoßempfangsrelais einerseits über Glimmlampen mit einer oder beiden Adern
so der Leitung und andererseits mit der Amtsbatterie verbunden ist.
In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt, und zwar ist in Fig. ι eine Anordnung zur Übertragung von Gleichstromstößen und in den Fig. 2, 3 und 4 je eine Einrichtung zur Übertragung von Wechselstromstößen dargestellt. Das Empfangsrelais J1 ist als polarisiertes Relais, d. h. als solches, welches nur auf einen Strom bestimmter Richtung anspricht, ausgebildet. Die Empfangs relais J2, /s und J4 sind normale Gleichstromrelais.
Die Stromstoßübertragung erfolgt bei der in Fig. ι gezeigten Anordnung in folgender Weise:
Wird das Relais A1 in bekannter Weise, z. B. durch Bedienung eines Nummern- ' schalters, wiederholt erregt, so schließt es jedesmal vorübergehend seine Kontakte ^a1 und 4C1 und öffnet Kontakt ζαν Dadurch wird in der Primärwicklung des Übertragers Ue1 ein Stromstoß hervorgerufen, welcher in der Sekundärwicklung dieses Übertragers einen Induktionsstoß bewirkt. Dieser gelangt über die Verbindungsleitung VL1 und den Übertrager Ue2 auf die Glimmlampe G1. Da diese unter einer von der Amtsbatterie über das Relais J1 gelieferten Vorspannung steht, wird sie durch den über die Verbindungsleitung ankommenden zusätzlichen Stromstoß zum Zünden gebracht. Dadurch entsteht ein Stromfluß für das Relais J1 über: Erde, Batterie, Relais J1, Glimmlampe G1, obere Sekundärwicklung des Übertragers Ues,
Von detn Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Herbert Töpfer in Berlin-Charlottenburg und Dr. Johannes Boysen in Berlin-Sietnensstadi.
Erde, und das Relais spricht an. Es schließt seinen Kontakt Oi1 und gibt auf diese Weise den aufgenommenen Stromstoß an die abgehende Leitung weiter. Werden beim Abfallen des Relais A1 die Kontakte 3^1 und 4C1 geöffnet, so wird durch diese Unterbrechung des über die Primärwicklung des Übertragers Ue1 verlaufenden Stromes zwar auch ein Induktionsstoß in der Sekundärwicklung des Übertragers erzeugt und über die Verbindungsleitung und den Übertrager Ue2 auf die Glimmlampe G1 übertragen, die dadurch jedoch nicht zum Zünden gebracht wird. Es erfolgt in diesem Falle kein Ansprechen des Relais T1, da die Richtung des auf die soeben beschriebene Weise erzeugten Induktionsstoßes derjenigen des beim Ansprechen des Relais A1 hervorgerufenen entgegengesetzt ist.
Die in der Fig. 2 gezeigte Anordnung arbeitet in folgender Weise:
Wird das Relais A2 wiederholt erregt, so schließt es dabei jedesmal seine Kontakte 9O2 und 10a<> und öffnet den Kontakt τΐα2. Hierdurch wird die Wechselstromquelle W1 mit dem Übertrager Ue3 verbunden, so daß entsprechend der Erregung des Relais A2 Wechselstromstöße über die Leitung VL2 ausgesandt werden und über den Übertrager Ue^ auf die Glimmlampen G2 und G3 gelangen. Diese Glimmlampen, welche ebenfalls unter der von der Amtsbatterie gelieferten Vorspannung stehen, sind derart geschaltet, daß einerseits die Lampe G2 dadurch zum Zünden gebracht wird, daß sich die eine Halbwelle der Wechselspannung der Vorspannung überlagert und andererseits die Lampe G3 dadurch gezündet wird, daß sich die andere Halbwelle der Wechselspannung der Vorspannung überlagert. Da durch das jedesmalige Zünden der Lampen ein Stromkreis für das Relais J2 hergestellt wird, ist erreicht, daß dasselbe während jeden Stromstoßes, d. h. während der Erregung des Relais A2, dauernd erregt ist. Es gibt dann durch Schließen seines Kontaktes 12i2 den aufgenommenen Stromstoß weiter.
Die in den Fig. 3 und 4 gezeigten Anordnungen arbeiten im Prinzip in derselben Weise wie die soeben beschriebene. Ein Unterschied besteht nur darin, daß die Wechselstromquelle am abgehenden Ende der Leitung nicht an die gesamte Primärwicklung des Übertragers, sondern nur an die eine Hälfte derselben bei jedesmaliger Stromstoßübertragung angeschaltet wird.
Wie die Figuren erkennen lassen, würde bei einer Ausbildung der Übertrager mit einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 nur die halbe Empfangsspannung der Glimmlampenvorspannung überlagert werden. Es ist daher zweckmäßig, den Übertragern am ankommenden Ende der Leitung ein Übersetzungsverhältnis von 1:2 zu geben.
Um bei den in den Fig. 3 und 4 dargestellten Übertragungseinrichtungen nicht eine zu hohe Sendespannung über die Verbindungsleitung zu übertragen, ist es empfehlenswert, die Übertrager Ue5 und Ue7 mit einem Übersetzungsverhältnis von 2:1 auszubilden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung zur Übertragung von Stromstößen über induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen, in denen Stromstöße auf in Reihe mit Glimmlampen liegende Relais übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Symmetriemittelpunkt des die Leitung koppelnden Übertragers auf der Amtsseite geerdet und das Stromstoßempfangsrelais einerseits über Glimmlampen mit einer oder beiden Adern der Leitung und andererseits mit der Amtsbatterie verbunden ist.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach An-• .Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Symmetriemittelpunkt des Übertragers am ankommenden Ende der Leitung dauernd geerdet ist, während der des Übertragers am abgehenden Ende der Leitung bei jedesmaliger Stromstoßaussendung durch das Anschalten der Sendestromquelle an den Übertrager von diesem abgeschaltet wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das über eine Glimmlampe mit einer der ion Leitungsadern verbundene Stromstoßempfangsrelais durch über die Leitung gesandte Induktionsstöße beeinflußt wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromstoßempfangsrelais als Gleichstromrelais ausgebildet ist und von über die Leitung gesandtem Wechselstrom derart beeinflußt wird, daß es durch die eine Halbwelle des Stromes über die eine der no zwischen den Leitungsadern und dem einen Relaisanschluß angeordneten Glimmlampen und durch die andere Halbwelle über die andere Glimmlampe erregt wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach An-Spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendestromquelle an die gesamte Primärwicklung des Übertragers am abgehenden Ende der Leitung oder an einen Teil dieser Wicklung angeschaltet wird. -
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
    am abgehenden Ende der Leitung angeordnete Übertrager mit einem derartigen Übersetzungsverhältnis ausgebildet ist, daß auch bei Anschaltung der Sendestromquelle an nur einen Teil seiner Primärwicklung die auf die Leitung übertragene Energie annähernd gleich der an die Primärwicklung angeschalteten ist.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der am ankommenden Ende der Leitung angeordnete Übertrager mit einem derartigen Übersetzungsverhältnis ausgebildet ist, daß die von ihm auf die Empfangseinrichtungen übertragene Energie annähernd gleich der von ihm aufgenommenen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES103993D 1932-04-02 1932-04-02 Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen ueber induktiv gekoppelte Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen Expired DE607760C (de)

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DE (1) DE607760C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE765916C (de) * 1938-12-06 1953-12-07 Siemens & Halske A G Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Einleitung und Aufhebung von Rueckfrageumschaltungen

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