DE606201C - Verfahren zur Herstellung von Alkylchloriden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AlkylchloridenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
Bibliotfieek
Bit '~'! gendom
Π DEC. 1934
AUSGEGEBEN AM
27. NO VEMBER1934
27. NO VEMBER1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 606 201
KLASSE 12p. .GRUPPE 2oi
KLASSE 12p. .GRUPPE 2oi
O P 2pp. 30
Verfahren zur Herstellung von Alkylchloriden
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1930 ab
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1930 ab
Es ist bekannt, Alkylchloride durch Erhitzen von verdünnter Schwefelsäure mit Chlornatrium
und einem Alkohol herzustellen. Bei diesem bekannten Verfahren muß man jedoch den
Alkohol langsam zuführen und das Reaktionsgefäß mit einem Rückflußkühler ausstatten,
um zu verhüten, daß noch unveränderter Alkohol aus dem Reaktionsgefäß entweicht. Die
Herstellung einer bestimmten Menge von bei-
spielsweise Äthylchlorid erfordert auf diesem Wege 40 bis 50 Stunden, und es war bisher kein
Mittel bekannt, um die^e Reaktion zu beschleunigen.
Es wurde nun gefunden, daß man die Herstellung von Alkylchloriden aus Alkoholen mit
weniger als drei Kohlenstoffatomen in erheblich kürzerer Zeit, und zwar in einem Viertel bis
einem Fünftel der bisher dafür erforderlichen Zeit durchführen und dadurch die Produktion
derselben in der gleichen Zeit um das Vier- bis Fünffache steigern kann.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren besteht darin, daß man Chlorwasserstoff
und einen Alkohol mit weniger als drei Kohlenstoffatomen im Molekül in Mengen von
mindestens 1 Mol. Chlorwasserstoff auf 1 Mol. Alkohol enthaltendes gas- bzw. dampfförmiges
Gemisch in Berührung mit einer wässerigen Lösung eines als Katalysator wirkenden Metallchlorids,
z. B. einer wässerigen Lösung von Zinkchlorid, Eisenchlorid, \Yismutchlorid oder
Antimonchlorid, bei einer Temperatur von etwa 100 bis 150° bringt und kontinuierlich das sich
bei der Reaktion bildende Wasser abtreibt, so daß der Wassergehalt der Lösung dauernd
konstant und die Lösung bei gewöhnlicher Temperatur flüssig bleibt.
Stellt man hierbei den Chlorwasserstoff aus Alkalimetallchloriden und Schwefelsäure her, so
steigert man die Temperatur des Reaktionsgemisches nach beendeter Zugabe des Alkohols
und der Schwefelsäure allmählich, bis das gebildete Alkylchlorid ausgetrieben ist.
Bei dem alten eingangs beschriebenen Verfahren zur Herstellung von Alkylchloriden enthält
die aus dem Reaktionsgefäß austretende Dampfmischung Alkylchlorid, Alkohol, Salzsäure
und Wasser, und diese Dämpfe fließen irr. Rückflußkühler zurück, um den Alkohol sowie
etwaiges dampfförmiges Alkylchlorid wiederzugewinnen. Anstatt die Dämpfe zurückfließen
zu lassen, werden sie jetzt in einen zweiter Reaktionskessel geleitet, der eine als Katalysatoi
wirkende Metallchloridlösung enthält. Di( Metallchloridlösung in dem zweiten Kessel ab
sorbiert Alkohol und Chlorwasserstoff unc begünstigt das weitere Aufeinandereinwirkei
dieser Stoffe bei einer höheren Temperatur al: im ersten Kessel, wobei nur darauf zu achten ist
daß die aus dem ersten Kessel entweichendei Dämpfe auf je ein molekulares Äquivalen
Alkohol ständig wenigstens ein molekulare Äquivalent Chlorwasserstoff enthalten. Die
kann unschwer dadurch erreicht werden, dal man die Temperatur und die Menge der Zufuh
von Schwefelsäure in den ersten Kessel ent sprechend regelt. Die den zweiten Kessel ver
lassenden Dämpfe enthalten dann nur noci
eine unbeachtliche Menge Alkohol. Sie werden nacheinander mit Wasser und konzentrierter
Schwefelsäure gewaschen und dadurch von Salzsäure und Äther befreit und hierauf kondensiert.
Ein säurefester Kessel wird mit Kochsalz und verdünnter Schwefelsäure von z. B. 40 bis 5o°/0
beschickt und dann auf 90 ~ erhitzt, wobei die Säure genügend verdünnt ist, um das Salz zu
befeuchten und das Erhitzen desselben zu erleichtern. Zu dieser Mischung läßt man langsam
ein Gemisch von starker Schwefelsäure und Alkohol zufließen. Die entweichenden Dämpfe
werden in eine auf 135' erhitzte Zinkchloridlösung
eingeleitet, die sich in einem zweiten Reaktionskessel befindet, und diese Temperatur
wird während des ganzen Reaktionsprozesses aufrechterhalten. Wenn das gesamte Schwefelsäurealkoholgemisch
eingebracht worden ist, steigert man die Temperatur in dem ersten Kessel allmählich, bis die Entwicklung von
Äthylchlorid beendet ist. ;
Das den zweiten Reaktionskessel verlassende Äthylchlorid ist von Wasser, Salzsäure und
Spuren von Alkohol und Äther begleitet, von denen es durch aufeinanderfolgendes Waschen
mit Wasser und konzentrierter Schwefelsäure befreit wird. Die Ausbeute beträgt 90 bis 94°/0
der theoretischen.
Bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren soll die Gesamtmenge der verwendeten Schwefelsäure
der verwendeten Kochsalzmenge molekular entsprechen, während die Menge der verwendeten
Schwefelsäure die molekulare, äquivalente Alkoholmenge um etwa 15 bis 20 °0 übersteigen
soll. Die in Mischung mit Alkohol zugeführte Schwefelsäure soll eine starke, z. B, 90 bis
100 "/„ige, zweckmäßig O30,oige Säure sein.
Die wässerige Chlorzinklösung, die zweckmäßig annähernd gesättigt sein soll, wird vorteilhaft
auf eine Temperatur von etwa 110 bis 150 °,
bei der Herstellung von Äthylchlorid am besten auf 135° und bei der Herstellung von Methylchlorid
auf 120 ° erhitzt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Alkyl-Chloriden
aus Alkoholen mit weniger als drei Kohlenstoffatomen im Molekül und Chlorwasserstoff
in Gegenwart eines Metallchloridkatalysators bei höheren Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Chlorwasserstoff
und Alkohol in Mengen von mindestens 1 MoL Chlorwasserstoff auf 1 Mol.
Alkohol enthaltendes gas- bzw.- dampfförmiges Gemisch in Berührung mit einer wässerigen Lösung eines Metallchloridkatalysators
bei einer Temperatur von 100 bis 150 ° bringt und kontinuierlich das sich bei der
Reaktion bildende Wasser abtreibt, so daß der Wassergehalt der Lösung dauernd im
wesentlichen konstant und die Lösung bei £5 gewöhnlichen Temperaturen dauernd flüssig
bleibt.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Äthylalkohol und
Chlorwasserstoff enthaltende gasförmige Gemisch in eine wässerige, auf einer Temperatur
von etwa 135 ° gehaltene Zinkchloridlösung eingeleitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der
Herstellung eines gemäß dem·Verfahren nach Anspruch 1 zu verwendenden Alkohol-Chlorwasserstoff-Gemischs
aus Alkalichloriden, Schwefelsäure und Alkohol die Temperatur des Reaktionsgemische allmählich steigert,
bis das gebildete Äthylchlorid ausgetrieben ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1930606201D Expired DE606201C (de) | 1930-03-21 | 1930-04-02 | Verfahren zur Herstellung von Alkylchloriden |
Country Status (2)
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| GB (1) | GB357528A (de) |
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1930
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB357528A (en) | 1931-09-21 |
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