DE576388C - Verfahren zur Darstellung von Camphen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Camphen

Info

Publication number
DE576388C
DE576388C DE1930576388D DE576388DD DE576388C DE 576388 C DE576388 C DE 576388C DE 1930576388 D DE1930576388 D DE 1930576388D DE 576388D D DE576388D D DE 576388DD DE 576388 C DE576388 C DE 576388C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloride
camphene
bornyl
hydrochloric acid
heavy metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930576388D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Hentschel
Dr Erwin Schwenk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schering Kahlbaum AG
Original Assignee
Schering Kahlbaum AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Kahlbaum AG filed Critical Schering Kahlbaum AG
Application granted granted Critical
Publication of DE576388C publication Critical patent/DE576388C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C1/00Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon
    • C07C1/26Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only halogen atoms as hetero-atoms
    • C07C1/30Preparation of hydrocarbons from one or more compounds, none of them being a hydrocarbon starting from organic compounds containing only halogen atoms as hetero-atoms by splitting-off the elements of hydrogen halide from a single molecule
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2602/00Systems containing two condensed rings
    • C07C2602/36Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common
    • C07C2602/42Systems containing two condensed rings the rings having more than two atoms in common the bicyclo ring system containing seven carbon atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Camphen Das Patent 550325 betrifft einVerfahren zur Herstellung von Camphen, das darin besteht, daß Bornylchlorid in Dampfform, gegebenenfalls bei Gegenwart von anderen Dämpfen, wie z: B. Wasserdampf oder Xyloldampf, über Katalysatoren geleitet wird. Bei Verwendung von Wasserdampf erhält man den im Bornylchlorid enthaltenen Chlorwasserstoff in Form einer wäBrigen Salzsäure, deren Konzentration von der Menge des verwendeten Wasserdampfes abhängt.
  • Es wurde gefunden, daß man die überführung des Bornylchlorids in Camphen unter der Einwirkung von Katalysatoren vorteilhaft so ausführen kann, daß man die Katalysatoren dem geschmolzenen Bornylchlorid zusetzt und das Gemenge erhitzt. Dabei entweicht Chlorwasserstoffgas, und im Reaktionsgefäß bleibt das nur mit dem Katalysator verunreinigte Rohcamphen zurück. Es kann durch eine einfache Fraktionierung völlig gereinigt werden.
  • AlsKatalysatoren haben sich Schwermetallsalze, die durch Salzsäure nicht zerlegt werden, insbesondere die Chloride des Eisens, Nickels und Kobalts, als geeignet erwiesen. Man hat bereits bestimmte Schwermetallsalze, wie Silberpikrat, oder Schwermetallsalze der Fettsäuren zur Abspaltung von Chlorwasserstoff aus Bornylchlorid zwecks Darstellung von Camphen angewandt. Bei diesen Umsetzungen wirken die Schwermetallsalze nicht als Katalysatoren, sondern nehmen an der Reaktion teil, es bildet sich das Chlorid des Schwermetalls, während die entsprechende Menge Fettsäure bzw. Pikrinsäure in Freiheit gesetzt wird. Im Gegensatz dazu wirken bei dem. vorliegenden Verfahren die Schwermetallsalze, die durch Salzsäure nicht zersetzt werden, als Katalysatoren; sie müssen nicht in stöchiometrischen Mengen verwendet werden, , es genügen vielmehr Mengen von etwa r °/a des Bornylchlorids. Außerdem wird bei dem vorliegenden Verfahren der Chlorwasserstoff als solcher wiedergewonnen und kann als solcher zur Gewinnung von neuem Bornylchlorid ohne weiteres wieder verwendet werden, während er bei den bereits bekannten Verfahren als Schwermetallchlorid verlorengeht.
  • Daß Bornylchlorid beim Erhitzen mit Katalysatoren unter Abspaltung von Salzsäure Camphen liefern kann, ist bekannt. Man hat jedoch hierzu bis jetzt nur Oberflächenkatalysatoren wie Tierkohle, Kieselgur, Kaolin, Korkmehl, Glaspulver usw. benutzt. Diese Oberflächenkatalysatoren zeigen jedoch eine erheblich geringere Wirkung als die obengenannten Schwermetallsalze. Dies ergibt sich aus folgenden Vergleichsversuchen. 2o g Bornylchlorid wurden mit je 45 % der Katalysatoren zum Kochen erhitzt; nach 4stündigem Kochen wurde die abgespaltene Salzsäuremenge bestimmt.
  • Es wurden abgespalten durch: Eisenchlorid 3,1 g Salzsäure -73,3 °% der Theorie, Kieselgur 1,6 g Salzsäure - 37,9 °/o der Theorie, Tierkohle 0,2g Salzsäure -4,7°/o der Theorie. Man kann die Abspaltung der Salzsäuren auch so ausführen, daß man das Bornylchlorid in einem Lösungsmittel auflöst und die Lösung nach Zusatz des Katalysators erhitzt.
  • Die abgespaltene Salzsäure wird zweckmäßig durch einen inerten Gas- oder Dampfstrom, z. B. Luft- oder Wasserdampf, aus dem Reaktionsgefäß entfernt, dadurch wird die Verharzung des bei der Reaktion gebildeten Cämphens verhindert. Beispiel i ioo kg Bornylchlorid, die man mit i kg wasserfreiem Eisenchlorid versetzt hat, werden durch 8 Stunden unterm Rückflußkühler zum Sieden erhitzt. Es entweichen etwa 2o kg Chlorwasserstoff, welcher ohne weiteres wieder zur Herstellung neuer Mengen Bornylchlorids Verwendung findet. Der schwach braun gefärbte Rückstand wird fraktioniert destilliert. Man erhält eine praktisch quantitative Ausbeute an Camphen, das fast völlig bei etwa 42 bis 5o° erstarrt. Beispiel z ioo kg Bornylchlorid und i kg wasserfreies Eisenchlorid werden unterm Rücldiußkühler zum Sieden erhitzt, wobei gleichzeitig ein trockener Luftstrom durch das Reaktionsgemisch geleitet wird. Dieser entführt den abgespaltenen Chlorwasserstoff, der für die Darstellung von Dornylchlorid aus Pinen unmittelbar verwendbar ist. Beispiel 3 ioo kg. Bornylchlorid und i kg wasserfreies Nickelchlorid werden am Rückflußkühler zum Sieden erhitzt. Nach einiger Zeit wird Luft durch die Schmelze geleitet. Die weitere Verarbeitung geschieht wie in Beispiel i. Beispie14 i oo kg Bornylchlorid werden mit i oo kg Eisessig und i kg Kobaltchlorid mehrere Stunden zum Sieden erhitzt. Es entweichen etwa 2o kg Chlorwasserstoff. Der schwach braun gefärbte Rückstand liefert beim Aufarbeiten neben dem Eisessig etwa 78 kg Camphen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Abänderung des Verfahrens zur katalytischen Herstellung von Camphen nach dem Verfahren- des Patents 550 325, dadurch gekennzeichnet, daß man Bornylchlorid mit Schwermetallsalzen, die durch Salzsäure nicht - zerlegt werden, im geschmolzenen oder gelösten Zustand erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den entbundenen Chlorwasserstoff mit Hilfe eines durch die Flüssigkeit geleiteten Gas- oder Dampfstromes fortführt:
DE1930576388D 1930-04-26 1930-04-26 Verfahren zur Darstellung von Camphen Expired DE576388C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE576388T 1930-04-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE576388C true DE576388C (de) 1933-05-12

Family

ID=6569947

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930576388D Expired DE576388C (de) 1930-04-26 1930-04-26 Verfahren zur Darstellung von Camphen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE576388C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2490973A (en) * 1946-10-10 1949-12-13 Standard Oil Co Dehydrohalogenation

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2490973A (en) * 1946-10-10 1949-12-13 Standard Oil Co Dehydrohalogenation

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3545196A1 (de) Verfahren zur aufarbeitung von abfallschwefelsaeure
DE1271115C2 (de) Verfahren zum destillativen Reinigen von reduzierbaren, cyclischen, organischen Verbindungen
DE576388C (de) Verfahren zur Darstellung von Camphen
DE625994C (de) Verfahren zur Herstellung von Cymol und gegebenenfalls Toluol aus Terpenen oder terpenhaltigen Stoffen
DE298944C (de)
DE234912C (de)
DE1037464B (de) Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer Dialkylhydrazine durch katalytische Reduktion von Dialkylnitrosaminen
DE875653C (de) Verfahren zur Herstellung von Diaminodicyclohexylmethanen und ihren Homologen
DE523273C (de) Verfahren zur Darstellung m- oder p-aminosubstituierter aromatischer Carbonsaeurenitrile
DE504830C (de) Verfahren zur Herstellung von Dihydromorphin
DE910410C (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid
DE733298C (de) Verfahren zum oxydativen Abbau der Pyridinhomologen
DE920789C (de) Verfahren zur Reinigung von Adipinsaeuredinitril
DE495449C (de) Verfahren zur Darstellung von Camphen aus Pinenhydrochlorid oder -bromid
DE875805C (de) Verfahren zur Herstellung des Pentaerythrit-dichlorhydrin-monoschwefligsaeureesters
DE480848C (de) Verfahren zur Herstellung von 2íñ3-Diaminoanthrachinon
DE818945C (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Dehydrosterinestern aus 7-Halogensterinestern
DE198483C (de)
DE1002339C2 (de) Verfahren zur Aufarbeitung des bei der Oxydation von technischem trans-Dekahydronaphthalin gebildeten Reaktionsgemisches
DE939809C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Benzolvorlaeufen unter gleichzeitiger Gewinnung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln
DE494433C (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinon und seinen Abkoemmlingen
DE875808C (de) Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Olefinen
DE1445918C (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls durch eine oder mehrere niedermolekulare Alkylgruppen substituierten Bipyridylen
DE1139841B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureestern
AT218001B (de) Verfahren zur Herstellung von Adipodinitril