DE594489C - Einrichtung zum Kuppeln von Eisenbahnfahrzeugen - Google Patents
Einrichtung zum Kuppeln von EisenbahnfahrzeugenInfo
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-
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- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
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Description
DEUTSCHES-REICH
AUSGEGEBEN AM
17. MÄRZ 1934
17. MÄRZ 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M594489 KLASSE 2Oe GRUPPE
Aktiengesellschaft vormals Skodawerke in Pilsen in Prag, Tschechoslowakische Republik*)
Einrichtung zum Kuppeln von Eisenbahnfahrzeugen
Zusatz zum Patent 580
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. September 1932 ab
Das Hauptpatent hat angefangen am 9. Juli 1931.
ist in Anspruch genommen.
Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung der Einrichtung zum Kuppeln
von Eisenbahnfahrzeugen mit selbsttätiger Kupplung mit Fahrzeugen, die mit einer
Schraubenkupplung versehen sind, gemäß dem Patent 580 717.
Das Patent 580 717 betrifft eine Einrichtung
zum Kuppeln von Eisenbahnfahrzeugen, bei der außer einer selbsttätigen Kupplung am Fahrzeug eine in die Gebrauchslage vor
diese Kupplung schwenkbare Hilfskupplung zum Kuppeln von mit einer Schraubenkupplung
versehenen Fahrzeugen vorgesehen ist. Das Patent 580717 schützt die Ausbildung
.der selbsttätigen Hilfskupplung, die derart ist, daß sich die Hilfskupplung beim Gegenfahren
gegen ein mit einer gewöhnlichen Schraubenkupplung versehenes Fahrzeug mit dem Haken dieser Kupplung selbsttätig ver-
ao bindet. Ferner ist die Hilfskupplung an dem selbsttätigen Kuppelkopf angelenkt und stützt
sich in der Gebrauchslage gegen diesen durch ein an der Rückseite gelenkig angebrachtes
Stützglied ab.
Gemäß der Erfindung ist nun die Hilfskupplung an der endgültigen selbsttätigen
Kupplung mittels eines besonderen, schwenkbaren Gliedes angelenkt, wobei dieses derart
ausgebildet ist, daß es sich beim Schwenken der Hilfskupplung in die Gebrauchslage mit
dem Kopf der endgültigen selbsttätigen Kupplung in derselben Weise verbindet wie
der Kopf der endgültigen Gegenkupplung. Weitere Merkmale der Erfindung werden noch in der besonderen Ausbildung des Kopfes
der Hilfskupplung und des Stützgliedes gesehen.
Diese Ausbildung der Hilfskupplung ermöglicht, daß diese rasch in die jeweils gewünschte
Lage geschwenkt werden kann, was auf gänzlich gefahrlose Weise geschieht. Das Kuppeln mit dem Haken einer Schrauben-
*„) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Bohdan Cervinka in Brunn, Tschechoslowakische Republik.
kupplung geht in durchaus sicherer und zuverlässiger Weise vor sich, weil sämtliche bewegliehen
Teile die einfachste Form aufweisen und daher während eines langen Betriebsabschnittes
keinerlei besonderer Wartung bedürfen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Beispielen konstruktiver Lösungen
dargestellt.
ίο Die Abb. ι zeigt
unter a) einen endgültigen selbsttätigen Kupplungskopf beliebiger Bauart im waagerechten,
teilweisen Querschnitt,
unter b) das schwenkbare Glied in Gebrauchsstellung und in Nichtgebrauchsstellung
und
unter c) den eigentlichen zusätzlichen Kuppelkopf., welcher an dem schwenkbaren Glied
angelenkt ist.
Die Abb. 2 veranschaulicht eine Seitenansicht der Kupplungseinrichtung gemäß
Abb. i, wobei der in Abb. ic abgenommene Deckel der Hilfskupplung aufgesetzt gezeichnet
ist.
Die Abb. 3 stellt eine abgeänderte Ausführungsform der Einrichtung gemäß der Erfindung
dar.
In Abb. ι ist 1 der endgültige Kuppelkopf
und 2 das schwenkbare Glied, an dem der selbsttätige Hilfskuppelkopf 3 mittels eines
Zapfens 5 angelenkt ist. Die Kuppelglieder 12
der Hilfskupplung 3 umgreifen den iß teilweisem
Schnitt dargestellten Haken 4 einer gebräuchlichen Schraubenkupplung. Der Kuppelkopf
3 stützt sich mit einem unter der Wirkung einer Feder 6 stehenden Bolzen 7 (Abb. 2)
nachgiebig gegen die Kupplungsklaue 8 (Abb. 1) der selbsttätigen Kupplung 1. Die
Kupplungsklaue 8 wird durch einen Sperrriegel 17 an einer Drehung verhindert. Eine
Klaue 11 des schwenkbaren Gliedes 2 greift hinter die Kupplungsklaue 8.
Die sich mit dem Haken 4 kuppelnden Glieder der Hilfskupplung sind in bekannter
Weise zwei um Zapfen 14 drehbare Zungen 12 mit nasenförmigen Vorsprüngen 16 an den
angelenkten Enden. Die Zungen werden in der Kuppellage durch sich nach unten verjüngende
Einfallklinken 13 gesichert, die durch Ziehen an einer Kette 9, Drahtseil
o. dgl. angehoben werden können.
Gemäß Abb. 3 ist der dachartige Oberteil des selbsttätigen Kuppelkopfes 3 flach ausgebildet,
so daß dieser Teil in der strichpunktiert gezeichneten, unwirksamen Lage eine Stoßfläche 15 abgibt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Es sei angenommen, daß sich das Glied 2
in der aus Abb. 1 durch volle Linien ersichtlich gemachten Lage befindet und die Hilfskupplung
3 für die Aufnahme des Hakens 4 bereit ist. In diesem Fall ist das Zugorgan 9
gespannt, d.h. die Einfallklinken 13 sind gehoben und die beiden Zungen 12 unter dem
Einfluß nicht gezeichneter elastischer Hilfsmittel, z. B. einer Feder, gespreizt.
Der Bedienungsmann hat nun zunächst festzustellen, was für eine Kupplung das herankommende
Fahrzeug aufweist. Ist das sich nähernde Fahrzeug mit einer Schraubenkupplung ausgerüstet, so stößt der Haken 4 gegen
die Nasen 1.6 der Zungen 12, wodurch diese gegeneinanderbewegt werden; die Klinken 13
fallen ein und legen die Zungen fest, wie es aus der Zeichnung ersichtlich ist. Da mit
einer Abnutzung des Hakens 4 gerechnet werden muß, kann an jener Stelle der Nasen 16,
an welcher der Haken 4 aufschlägt, eine elastische, nicht gezeichnete Auflage angeordnet
werden.
Zwecks Lösens der Kupplung zieht der Bedienungsmann an der Kette 9, wodurch die
Einfallklinken 13 gehoben werden und sich die Zungen 12 unter dem Einfluß der zwischengelagerten
Feder spreizen.
Falls das herankommende Fahrzeug eine selbsttätige Kupplung aufweist, die der des
stehenden Fahrzeuges entspricht, muß der Bedienungsmann das Glied 2 in die in Abb. 1
gestrichelt dargestellte Nichtgebrauchslage schwenken. Dies geschieht auf folgende
Weise:
Durch Anheben des Sperriegels 17 wird der Kupplungsklaue 8 die Freigabe der Klaue
11 und damit des Gliedes 2 ermöglicht. Die Teile 2 und 3 können durch ein nicht gezeichnetes
Gestänge um die Achse ro in die Nichtgebrauchslage geschwenkt werden. Der Bolzen 7 verliert dadurch seine Unterstützung,
und die Hilfskupplung 3 dreht sich infolgedessen um den Zapfen 5 nach abwärts. Der
Kuppelkopf 1 ist sodann zum Kuppeln mit dem selbsttätigen Kuppelkopf des Gegenfahrzeuges
bereit.
In dem Falle, daß das sich nähernde Fahrzeug eine Schraubenkupplung aufweist und
die Glieder 2 und 3 sich gerade in der Nichtgebrauchslage
befinden, ist es erforderlich, diese Glieder in die Arbeitslage anzuheben, was durch Gestänge oder Zugorgane oder
auch durch beides geschehen kann.
Der Sperriegel 17, die Einfallklinken 13,
ferner das Gestänge zum Ausschwenken des ' Gliedes 2 und das Zugorgan zum Anheben des
Kopfes 3 werden zweckmäßig von der Seite des Fahrzeuges aus mittels geeigneter Einrichtungen bedient.
In dem Beispiel gemäß Abb. 3 ist zum Anheben des Kopfes 3 und zum Anheben der
Klinken 13 ein gemeinsames Zugglied 9 vorgesehen.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι . Einrichtung zum Kuppeln von Eisenbahnfahrzeugen, bei der außer einer selbsttätigen Kupplung am Fahrzeug eine in die Gebrauchslage vor diese Kupplung schwenkbare Hilfskupplung zum Kuppeln von mit einer Schraubenkupplung versehenen Fahrzeugen vorgesehen ist nachίο Patent 580 717, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskupplung (3) an der endgültigen selbsttätigen Kupplung (1) mittels eines besonderen, schwenkbaren Gliedes (2) angelenkt und dieses entsprechend ausgebildet ist, so daß es sich beim Schwenken in die Arbeitslage mit dem Kopf (1) der endgültigen selbsttätigen Kupplung in derselben selbsttätigen Weise verbindet wie der Köpf der endgültigenao Gegenkupplung.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1 mit einem die Hilfskupplung in der Arbeitslage abstützenden Arme, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm aus einem Bolzen (7) besteht, der federnd in einer an der Hilfskupplung sitzenden Hülse geführt ist und in der Arbeitsstellung der Hilfskupplung mit seinem freien Ende in eine Rast des Kopfes (1) der selbsttätigen Kupplung eingreift.
- 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskupplung (3) mit dem schwenkbaren Gliede (2) durch ein Gelenk (5) verbunden ist, welches in den unwirksamen Lagen der Hilfskupplung ein Herunterhängen derselben gestattet, und an der Hilfskupplung ein Zugglied (9) eingreift, mittels dessen diese angehoben werden kann.
- 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 4<> bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskupplung (3) an der bei ihrem Herunterhängen nach vorn gerichteten Seite eine Stoßfläche (15) aufweist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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