DE575840C - Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen o-Oxyazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen o-Oxyazofarbstoffen

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DE575840C
DE575840C DE1930575840D DE575840DD DE575840C DE 575840 C DE575840 C DE 575840C DE 1930575840 D DE1930575840 D DE 1930575840D DE 575840D D DE575840D D DE 575840DD DE 575840 C DE575840 C DE 575840C
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DE
Germany
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copper
dyes
water
dye
pyridine
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Expired
Application number
DE1930575840D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Stuesser
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/01Complex metal compounds of azo dyes characterised by the method of metallisation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen o-Oxyazofarbstoffen In der Patentschrift 474997 ist ein Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen beschrieben. Es besteht darin, daß man Azofarbstoffe, die in o-Stellung zur Azogruppe Alkyloxygruppen enthalten, unter Bedingungen, bei denen eine Abspaltung des Alkylrestes erfolgt, mit zur Bildung von komplexen Metallverbindungen von Farbstoffen befähigten Metallverbindungen behandelt. Das Verfahren wird im allgemeinen in der Weise ausgeführt, daß die Farbstoffe mit den Metallverbindungen in Gegenwart von Wasser unter Druck auf Temperaturen über I oo° C erhitzt werden. In vielen Fällen genügt ein längeres Kochen des Reaktionsgemisches bei gewöhnlichem Druck am Rückflußkühler.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Kupferverbindungen von ö-Oxyazofarbstoffen aus solchen Azofarbstoffen, die in o-Stellung zu wenigstens einer Azogruppe wenigstens eine substituierte oder unsubstituierte Alkyloxygruppeenthalten , in bequemer Weise dadurch erhalten kann, daß man die Darstellung dieser Kupferverbindungen bei Gegenwart von organischen Basen, z. B. Pyridin, Hexahydroäthylanilin, Dimethylamin usw., vornimmt. Durch die Anwesenheit der Basen wird die Herstellung der Kupferverbindungen ganz allgemein durch Erwärmen unter gewöhnlichem Druck, also unter weitgehendster Schonung der Farbstoffe, ermöglicht. Als Kupferungsmittel kommen einwertige und zweiwertige Kupferverbindungen in Betracht sowie auch metallisches Kupfer in Gegenwart von zweiwertigen Kupferverbindungen. Beispiel I 2o g des Monoazofarbstofes aus I Mol diazotiertem 4 - Nitro-2-amino-I-methoxybenzol und I Mol 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure werden in Il Wasser mit I5 g Kupfersulfat und 5o ccm Pyridin kurz aufgekocht. Die ausgeschiedene Kupferverbindung wird abfiltriert und getrocknet. Auf diese Weise erhält man ein dunkles Pulver, das Wolle bordorot färbt. Beispiel 2 2o g des Disazofarbstoffes aus 2 Mol diazotierter 2-Amino-I-methoxybenzol-4-sulfonsäure und I Mol 5 ₧ 5'-Dioxy-2 ₧ 2'-dinaphthylamin-7 ₧ 7-disulfonsäure werden in Il Wasser mit 8 g Kupferchlorür und 4o ccm Pyridin 2 Stunden unter Rückfluß gekocht. Die anfangs blaurote Lösung wird immer violetter, bis nach zweistündigem Kochen der Farbton sich nicht mehr -verändert. Durch Aussalzen und Abfiltrieren erhält man nach dem Trocknen eine Kupferverbindung, die sich in Wasser mit violetter Farbe löst und Baumwolle, Seide und Kunstseide aus regenerierter Cellulose violett färbt. Die Färbungen sind alkaliecht und sehr lichtecht. Beispiel 3 Ersetzt man in Beispiel 2 das Pyridin durch Dimethylamin, so erhält man ebenfalls einen Farbstoff, der Baumwolle, Seide und Kunstseide aus regenerierter Cellulose violett färbt. Beispiel 4 Ersetzt man in Beispiel 2 das Pyridin durch Hexahydroäthylanilin, so erhält man durch längeres Kochen einen rotvioletten Farbstoff, der Baumwolle, Seide und Viskose rotviolett färbt. Beispiel 5 3o g des Azofarbstoffes aus I Mol diazotiertem 2-Amino-I-methoxybenzol-4-sulfonsäuremethyla,id, I Mol 5 ₧ 5'-Dioxy-2 ₧ 2'-dinaphthylamin-7 ₧ 7'-disulfonsäure und I Mol diazotierter 2-Amino-I-methoxybenzol-4-sulfonsäure werden in Il Wasser mit 15 g Kupfersulfat und 5o ccm Pyridin am Rückflußkühler gekocht, bis keine Farbveränderung mehr eintritt. Man filtriert die Kupferverbindung des Farbstoffes ab, löst sie in heißem Wasser mit Natronlauge, filtriert und salzt aus dem Filtrat den kupferhaltigen Farbstoff aus. Nach dem Abfiltrieren und Trocknen erhält man ein dunkles Pulver, das sich mit violetter Farbe in Wasser löst und Baumwolle lichtecht violett färbt. Beispiel 6 2o g des Disazofarbstoffes aus 2 Mol diazotierter 2 - Amino-I-methoxybenzol-4-sulfonsäure und I Mol 5 ₧ 5'-Dioxy-2 ₧ 2'-dinaphthylharnstoff-7 ₧ 7'-sulfonsäure werden in I 1 Wasser mit I6g Kupfersulfat und 4o ccm Pyridin am Rückflußkühler gekocht, bis sich der Farbton nicht mehr verändert. Die Kupferverbindung des Farbstoffes hat sich ausgeschieden und wird abfiltriert und getrocknet. Sie stellt ein dunkles Pulver dar, das Baumwolle, Seide und Kunstseide aus regenerierter Cellulose alkaliecht und lichtecht in blauroten Tönen färbt.
  • Beispiel 7 2o g des Disazofarbstoffes aus I Mol tetrazotiertem 3₧3'-Dimethoxy-4₧4'-diaminodiphenyl und 2 Mol I-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon werden mit 3o g Kupfersulfat und Ioo ccm Pyridin in I l Wasser am Rückflußkühler gekocht, bis eine Probe beim Versetzen mit Natronlauge eine blaurote Färbung gibt, die sich bei längerem Kochen nicht mehr verändert.
  • Der ursprünglich gelbe Farbstoff ist dann in eine blaurote Kupferverbindung übergegangen, die Baumwolle, Seide und Kunstseide aus regenerierter Cellulose alkali- und lichtecht blaurot färbt. Beispiel 8 2o g des Disazofarbstoffes aus tetrazotiertem 3 ₧ 3' - Dimethoxy-4 ₧ 4'-diaminodiphenylharnstoff und 2 Mol 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure werden in I l Wasser mit I49 Kupfersulfat und 5o ccm Pyridin am Rückflußkühler gekocht, bis der Farbton sich nicht mehr verändert. Nach dem Aufarbeiten erhält man ein dunkles Pulver, das sich in Wasser mit rotvioletter Farbe löst. Beispiel 9 2o g des Azofarbstöffes, den man aus I Mol diazotierter I-Aminobenzol-2-sulfonsäure und I Mol I-Amino-2-äthoxynaphthalin-6-sulfonsäure durch weiteres Diazotieren und Kuppeln mit I Mol 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure erhält, werden ungefähr 3 Stunden lang in I l Wasser unter Zusatz von 2oo ccm Pyridin und 2o g Kupfersulfat am Rückflußkühler gekocht. Die Kupferverbindung des Farbstoffes, die sich teilweise ausgeschieden hat, wird durch Zusatz von Kochsalz vollkommen gefällt, filtriert, in heißem Wasser wieder gelöst, ausgesalzen und getrocknet. Das Alkalisalz ist ein dunkles, wasserlösliches Pulver von blauer Farbe und färbt Pflanzenfasern in blauen Tönen von großer Echtheit. Beispiel Io 2o g des Azofarbstoffes, den man durch Kuppeln von diazotierter I ₧ 3-Dimethyl-4-aminobenzol-5-sulfonsäure mit I-Methyl-4-methoxy-3-aminobenzol, Weiterdiazotieren und Kuppeln von 2 Mol dieser Diazoazoverbindung mit I Mol 5 ₧ 5'-Dioxy-2 ₧ 2'-dinaphthylamin-7 ₧ 7'-disulfonsäure erhält, werden in Il heißem Wasser gelöst und etwa 2 Stunden lang unter Zusatz von 5o ccm Pyridin und I5 g Kupfersulfat am Rückflußkühler gekocht. Die Farbe der Lösung schlägt dabei nach Grünblau um. Der Farbstoff wird filtriert, in heißem Wasser wieder aufgelöst, nach dem Abkühlen nochmals filtriert und getrocknet. Das Alkalisalz ist ein schwarzes Pulver, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und Pflanzenfasern in blauen Tönen von großer Licht- und Bügelechtheit färbt.
  • Beispiel II 3o g des Disazofarbstoffes aus I Mol tetrazotiertem 3₧3'-Dimethoxy-4₧4.'-diaminodiphenyl und 2 Mol i - 8-Dioxynaphthalin-3 - 6-di<-sulfonsäure werden längere Zeit in 11 Wasser mit Zoo ccm Pyridin und 4.o g Kupfersulfat am Rückflußkühler- gekocht. Es scheidet sich eine blaue Kupferverbindung aus. Diese wird abfiltriert und mit Natronlauge und heißem Wasser gelöst, die Lösung filtriert, die Kupferverbindung aus dem .Filtrat ausgesalzen und abfiltriert. Auf diese Weise erhält man nach dem Trocknen ein dunkles Pulver, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und Baumwolle lichtecht blau färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen o-Oxyazofarbstoffen durch Erwärmen von Azofarbstoffen, die in o-Stellung zu wenigstens einer Azogruppe wenigstens eine substituierte oder unsubstituierte Alkyloxygruppe enthalten, mit ein- oder zweiwertigen Kupferverbindungen bzw. mit metallischem Kupfer in Gegenwart von zweiwertigen Kupferverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von organischen Basen arbeitet.
DE1930575840D 1930-10-16 1930-10-16 Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen o-Oxyazofarbstoffen Expired DE575840C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE938500C (de) * 1952-06-14 1956-02-02 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE938500C (de) * 1952-06-14 1956-02-02 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe

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