DE567065C - Verfahren zur Erhoehung des Dextrosegehaltes des Ablaufs von Dextrosefuellmassen - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung des Dextrosegehaltes des Ablaufs von Dextrosefuellmassen

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DE567065C
DE567065C DEI35811D DEI0035811D DE567065C DE 567065 C DE567065 C DE 567065C DE I35811 D DEI35811 D DE I35811D DE I0035811 D DEI0035811 D DE I0035811D DE 567065 C DE567065 C DE 567065C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K1/00Glucose; Glucose-containing syrups
    • C13K1/02Glucose; Glucose-containing syrups obtained by saccharification of cellulosic materials
    • C13K1/04Purifying

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Description

  • Verfahren zur Erhöhung des Dextrosegehaltes des Ablaufs von Dextrosefüllmassen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Dextrose aus Stärke und bezweckt die Erhöhung des Dextrosegehalts der durch Hydrolyse der Stärke gewonnenen Dextroselösungen (-Hydrolej, und zwar insbesondere der beim Ausschleudern oder Abpressen der Dextrosefüllmassen anfallenden Abläufe. Durch die Erhöhung des Dextrosegelialts derartiger Zuckersäfte, die bisher nur geringen Marktwert hatten, wird es möglich, sie beispielsweise auf kristallinische Dextroseerzeugnisse weiter zu verarbeiten und sie dadurch vorteilhaft verwertbar zu machen.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Hydrole zwecks Erhöhung des Dextr osegehalts einer zweiten Hydrolyse zu unterwerfen, und zwar nach vorheriger Ausscheidung der normalerweise in ihnen enthaltenen aus bei der ersten Konvertierung mehr oder weniger abgebauten Eiweißstoffen, Fetten, Kolloidkörpern und Metallsalzen bestehenden Verunreinigungen, die die Tendenz haben, bei der zweiten Hydrolyse die Umwandlung der Dextrose in unerwünschte Pol_vsaccharide zu begünstigen.
  • Zur Abscheidung dieser Verunreinigungen muß das nach dem älteren Verfahren zu behandelnde Hydrol neutralisiert werden, worauf die dadurch zum Koagulieren gebrachten Verunreinigungen abfiltriert werden. Ferner ist es zur Gewinnung eines möglichst hochprozentigen Erzeugnisses erwünscht, die zweite Konvertierung in einem Gefäß durchzuführen, dessen Wandungen katalytisch neutral sind, sowie in Gegenwart von absorbierenden Agenzien, da sonst gleichfalls die Bildung von Polysacchariden@bei der zweiten Hydrolyse zu befürchten ist.
  • ' Es ist nun festgestellt worden, daß es auch mit Hilfe eines erheblich einfacheren und wirtschaftlicheren Verfahrens als des vorerwähnten. möglich ist, den Dextrosegehalt von Hydrolen sehr erheblich zu erhöhen. Bei diesem neuen Verfahren wird das als Ausgangserzeugnis dienende Hydrol ohne vorherige Neutralisierung sowie Abscheidung der Verunreinigungen einer zweiten Konvertierung ' unter Verwendung einer größeren Menge an Hydr olisierungssäure unterworfen. Es findet dann keine Umsetzung der Dextrose in Polysaccharide statt. Diese Wirkung ist so zu erklären, daß die überschüssige Hvdrolisierungssäure den katalytischen Einfluß der im Hydrol vorhandenen Verunreinigungen ausgleicht. Die Behandlung braucht auch nicht in emaillierten Konvertern zu erfolgen. Sie kann vielmehr in üblichen kupfernen Konvertierungsgefäßen, und zwar auch ohne Benutzung absorbierender Mittel, durchgeführt werden.
  • Bei Ausführung des neuen Verfahrens geht man zweckmäßig wie folgt vor.
  • Das Hydrol, beispielsweise ein Hydrol, das 70 % Dextrose, ungefähr q. % Asche (herrührend von der Neutralisierung der zur Konvertierung der Stärke benutzten Säure) und im übrigen Polysaccharide enthält, die offenbar durch -die Kondensation von Dextrose während der Konvertierung der Stärke entstehen, wird zunächst mit'Wasser verdünnt, so daß es eine Dichte von nicht erheblich über 13 bis i4° Be besitzt. Der Saft kann gewünschtenfalls auch leichter sein.
  • Dieser Saft wird in einen Autoklaven oder Konverter eingebracht, wie sie für die Konvertierung von Stärke benutzt werden, und zwar zusammen mit einer hinreichend großen Menge Säure, beispielsweise Salzsäure oder irgendeiner anderen als Hydrolisierungsmittel bei der Konvertierung von Stärke zu Dextrose in Frage kommenden Säure, so daß sich in der Lösung eine verhältnismäßig große Menge Säure in freiem wirksamem Zustande außer der durch die Gegenwart von Salzen neutralisierten oder unwirksam gemachten befindet. Hat beispielsweise das Hydrol ursprünglich eine Azidität von pH = 4 bis PH - 4,5, so sind einer Saftmenge von io 1 52 bis 54 g Handelssalzsäure von einer Konzentration von 28 °/o zuzuführen. Finden andere Säuren Anwendung oder wird Salzsäure von anderer Konzentration benutzt oder ist der ursprüngliche Säuregrad der Lösung ein anderer als angegeben, so soll die zuzusetzende Säuremenge eine solche sein, daß sie eine Azidität ergibt, die äquivalent der durch den obenerwähnten'Zu.satz von Salzsäure der angeführten Konzentration erzeugten ist, d. h. eine Azidität, die, gemessen nach der Wasserstoff-Ion-Skala unter p. ---- 2,o liegt. Die bevorzugte Azidität ist p"- i,8.
  • Wird die Säure in der angegebenen Menge zugefügt, so scheint sie, wenigstens in gewissem Grade, die vermutlich katalytische Wirkung der metallischen oder organischen Unreinigkeiten - im Übermaß auszugleichen, die die Neigung haben, die Kondensation der Dextrose zu Polysacchariden herbeizuführen. Es hat sich wenigstens als möglich herausgestellt, bei Befolgung des oben angegebenen Verfahrens, wenn die Konvertierung bei 3 Atm., dem bei der Konvertierung von Stärke üblichen Drucke, durchgeführt wird, den Dextrosegehalt des Hydrols von 7o auf annähernd 9o % zu erhöhen. Hydrol von einer Reinheit zwischen 65 bis 75 °/o konnte in derselben Weise mit im wesentlichen demselben Ergebnis behandelt werden. Tatsächlich ist das Verfahren auf beliebige Dextroselösungen anwendbar, die durch die Kondensation von Dextrose gebildete Polysaccharide enthalten.
  • Das bei diesem Verfahren sich ergebende konvertierte Hydrol ist von ziemlich dunkler Farbe, so daß es zweckmäßig nicht für die Herstellung von Blockzucker oder von gepreßtem Zucker benutzt wird. Es kann aber zur Herstellung von körnigem oder kristallinischem Zucker verwendet werden, der eine Reinheit von 95 °/o und darüber besitzt, so daß das Erzeugnis in jeder Beziehung den besten gepreßten Zuckern zu vergleichen ist.
  • Solche kristallinischen Erzeugnisse können wie folgt hergestellt werden.
  • Das konvertierte Hydrol wird mit Natriumcarbo.nat oder einem anderen geeigneten Neutralisierungsmittel je nach der benutzten Hydrolisierungssäure auf eine Azidität von PH == 4,2- neutralisiert. Dann wird es über Knochenkohle filtriert oder einer gleichwertigen Adsorptionsbehandlung unterworfen, um die Verfärbung herabzusetzen. Die Lösung wird dann auf annähernd 30° Be eingedämpft und wieder über Knochenkohle filtriert, worauf eine nochmalige Eindämpfung auf ungefähr 39° B6 erfolgt. Der eingedickte Saft wird dann in die Kristallisatoren eingebracht, und es wird durch Temperaturermäßigung Übersättigung herbeigeführt und aufrechterhalten, wobei der Kristallbrei beispielsweise nach dem in den Patenten 513 570 und 468 75 i oder nach anderen bekannten Kristallisierungsverfahren vorsichtig gerührt wird. Haben sich genügend Kristalle gebildet, so wird der Brei, während er sich noch in flÜssigern Zustande befindet, zentrifugiert, um den Muttersaft auszuscheiden. Die zentrifugierte Kristallmasse kann dann nötigenfalls mit frischem Wasser gewaschen werden, um die erforderliche Reinheit zu erzielen. Die sich ergebende kristallinische Masse kann eine Reinheit von annähernd 95 °l, und eine leicht gelbe bis weiße Farbe haben, die nicht unähnlich der Farbe von dem unter dem Namen Argo-Zucker bekannten gepreßten Zucker ist. Eine höhere Reinheit kann man durch weiteres Waschen erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung des Dextrosegehalts des Ablaufs von Dextro@sefüllmassen (Hydrol) durch wiederholte Behandlung mit einer Hydrolisierungssäure, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Konvertierung ohne vorhergehende Neutralisation und Filtrierung, zweckmäßig nach Verdünnung auf eine nicht wesentlich über i4° B6 liegende Dichte, in Gegenwart einer so großen Säuremenge, z. B. 65 bis 67 kg a8°1oige Salzsäure auf j e io ooo 1 Hydrol, erfolgt, daß die Wirkung der Verunreinigungen, die die Tendenz haben, die Dextrose zu Polysacchariden zu katalysieren, ausgeglichen wird.
DEI35811D 1927-12-30 1928-10-16 Verfahren zur Erhoehung des Dextrosegehaltes des Ablaufs von Dextrosefuellmassen Expired DE567065C (de)

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