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Klosettspülventil mit regelbarem Durchgangsquerschnitt Gegenstand
des Hauptpatents ist eine Spülklosettanlage, bestehend aus Spülventil, Spülrohr
und Auswaschklosettbecken. Bei einer solchen Anlage ist unter anderem geschützt,
daß der freie engste Durchgangsquerschnitt des Spülventils in und hinter seiner
Abschlußstelle bei einem Bestwert von 0,45 qcm nicht unter 0,25 qcm und nicht
über o.8 qcm beträgt.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung an Klosettspülventilen,
die gestattet, den Durchgangsquerschnitt des Klosettspülventils an der genannten
Stelle einzustellen. Demgemäß ist Gegenstand der Erfindung ein Klosettspülventil
mit regelbarem Durchgangsquerschnitt, bei dem die Regelvorrichtung hinter dem Ventilsitz
atigeordnet ist.
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Klosettspüiventile mit Regelvorrichtung vor dein @"ersrlsit sind bekannt.
Derartig ai@gt_@r_I:ac:,@ .@@?#.;rriehtungen haben den Nachteil, daß sie nicht gestatten,
den Staudruck vor dem Ventil vollständig in Austrittsgeschwindigkeit umzusetzen.
Gemäß dem Hauptpatent ist es aber gerade vorteilhaft. diesen Staudruck soweit wie
möglich in Geschwindigkeit zu verwandeln, um die sekundliche Wassermenge für die
Spülung herabzusetzen und dadurch mit kleineren Zuleitungen auskommen zu können.
Ein weiterer Vorteil der Anordnung nach dem Hauptpatent ist die geringere Rückwirkung
der Wasserentnahme an einer Spülstelle auf das Leitungssystem.
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Ordnet man die Regelvorrichtung hinter dem Ventilsitz an, so wird
nur derjenige Querschnitt eingestellt. der für die Geschwindigkeit und die Menge
des Spülwassers maßgebend ist. Durch diesen Querschnitt tritt das Wasser unter dem
höchsten, überhaupt möglichen Staudruck hindurch; es wird also bei Anordnung der
Regelvorrichtung hinter dein Ventilsitz die dem zur Verfügung stehenden Staudruck
entsprechende Höchstgeschtvindigkeit erreicht.
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Erfindungsgemäß ist die Regelvorrichtung ferner in dem an die Sitzbohrung
anschließenden Ausflußkanal des Ventilgehäuses von außen bedienbar eingebaut. Dabei
ist entweder die Bedienungsöffnung der Regelvorrichtung im Ventilgehäuse durch eine
Verschlußkappe nach außen abgedichtet, oder die Regelvorrichtung ist durch eine
freie öffnung in der Gehäusewand von außen bedienbar, und es ist ein Abfluß für
das Sickerwasser im Gehäuse angeordnet.
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Wenn auch die Regelvorrichtung nach der Erfindung zunächst eine Weiterbildung
der Erfindung nach dem Hauptpatent ist, so ist sie doch auch unabhängig vom Hauptpatent
für
beliebige Spülerbauarten mit Vorteil verwendbar, weil selbst dann, wenn die Ausnutzung
des Staudrucks nicht durch bestimmte Bemessung des freien engsten Durchgangsquerschnitts
des Spülventils erhöht ist, sich immer noch ein Vorteil durch Vermeidung einer Verdrosselung
ergibt. Mit anderen Worten, die Spülung wird in jedem Fall verbessert.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Klosettspülventils
mit einer Regelvorrichtung nach der Erfindung in Fig. i teilweise in Seitenansicht,
teilweise in senkrechtem Schnitt dargestellt.
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Fig.2 zeigt eine zweite Ausführungsform in gleicher Darstellung.
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Fig. 3 und 4 zeigen im Aufriß, teilweise in Ansicht, teilweise in
lotrechtem Schnitt und in waagrechtem Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 3
eine der Ausführungsform nach Fig. i gleiche Regelvorrichtung, jedoch zusammen mit
einem anders gebauten Ventil.
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Bei sämtlichen Ausführungsformen bezeichnet i das Ventilgehäuse, 2
.die Ventilgehäusekappe, 3 das Abschlußventil und 4 den Ventilsitz. 5 ist der Wassereinlaufstutzen,
6 der Anschlußstutzen für das Spülrohr 7, das zum Klosettbecken führt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i und 2 ist das Oberteil 2a der
Kappe 2 beweglich und dient in nicht näher dargestellter Weise zum Öffnen eines
Hilfsventils. Das Hauptventil 3 ist mit der Gegendruckkammer durch eine Membran
8 verbunden, die sich nach Öffnen des Hilfsventils einstülpt.
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In Fig. i dient als Regelvorrichtung eine Schraube 9, die von außen
her in den Wasser-' ausflußkanal io eingesetzt ist. Der Durchgangsquerschnitt wird
in an sich bekannter Weise durch Hinein- oder Herausschrauben der Schraube 9 geregelt.
Damit kein Sickerwasser durch das Gewinde der Regelschraube nach außen dringt, ist
die Öffnung im Gehäuse i, in die die Schraube 9 eingesetzt ist, mittels einer Kappe
i i wasserdicht abgeschlossen.
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Bei der Ausführungsform nach Fig.2 ist wiederum eine Schraube 9 von
außen her eingesetzt; sie reicht durch eine freie Öffnung 12 in der Gehäusewand
bis in den Wasserausflußkanal io. Bei dieser Ausführungsform ist die Schutzkappe
i i der Ausführungsform nach Fig. i entbehrlich, weil das Sickerwasser in den freien
Ringraum 13 zwischen Kanal io und Stutzen 6 gefangen wird, so daß es, statt nach
außen zu dringen, durch diesen Ringraum abläuft.
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Bei der Form nach Fig.3 und 4 ist die Anordnung der Regelschraube
9 und der Verschlußkappe ii ebenso wie in Fig. i. Zum Öffnen des Hilfsventils dient
jedoch ein Handhebel 14, dessen Arm 15 ein Gleitstück 16 anheben kann. Das Gleitstück
16 wiederum ist durch eine Stange 17 mit dem Hilfsventil verbunden.
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Außer den dargestellten Ventilformen können, wie gesagt, beliebige
andere Ventilformen mit der Regelvorrichtung nach der Erfindung verbunden werden.
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Statt der Drosselschraube 9 kann auch ein anderer Regelkörper benutzt
werden.