DE39160C - Verschlufsvorrichtung für Wasserpfosten und Strafsenbrunnen - Google Patents

Verschlufsvorrichtung für Wasserpfosten und Strafsenbrunnen

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DE39160C
DE39160C DENDAT39160D DE39160DA DE39160C DE 39160 C DE39160 C DE 39160C DE NDAT39160 D DENDAT39160 D DE NDAT39160D DE 39160D A DE39160D A DE 39160DA DE 39160 C DE39160 C DE 39160C
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DE
Germany
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piston
cylinder
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pipe
outflow
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DENDAT39160D
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Original Assignee
C. G. SCHMIDT in Wien
Publication of DE39160C publication Critical patent/DE39160C/de
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B9/00Methods or installations for drawing-off water
    • E03B9/02Hydrants; Arrangements of valves therein; Keys for hydrants
    • E03B9/14Draining devices for hydrants

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Special Spraying Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. W
KLASSE 85: Wasserleitung.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung für Auslauf brunnen, Hydranten und ähnliche Aus- oder Durchflufsvorrichtungen, besonders für Wasserleitungen. In beiliegenden Zeichnungen ist eine derartige Einrichtung auf einen Auslaufbrunnen und auf Hydranten angewendet gezeigt.
Fig. ι zeigt einen- Vertkalschnitt durch den unteren Theil des Brunnenrohres, wenn geöffnet,
Fig. 2 denselben Schnitt mit dem Brunnen in geschlossenem Zustande;
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch den Verschlufskolben und dessen Führung;
Fig. 4 zeigt die Anwendung dieses Systems auf einen Hydranten;
Fig. 5 ist ein Querschnitt nach Linie w-x der Fig. 4,
Fig. 6 ein Querschnitt nach Linie y-\ der Fig. 4.
Das unter dem Frostniveau in der Erde stehende Rohr α ist unten oder seitlich mit dem Wasserleitungsrohr b verbunden. Oberhalb oder gegenüber dieser Verbindung ist in das Rohr α ein Sieb c eingesetzt, durch welches das Wasser in eine seitliche Kammer oder einen Kanal d des Rohres α gelangt, um bei e durch eine im Kolben g befindliche Düse m hindurch in das e gegenüber ausmündende Ausflufsrohr / nach oben in den Brunnen auszüfliefsen.
Dieser Ausflufs wird durch folgende Vorrichtung nach Wunsch gestattet oder unterbrochen. Ein in das ausgebohrte Innere des Rohres a passender hohler Cylinder oder Kolben G, dessen oberer kubischer Inhalt mindestens dem des Auslaufrohres f- gleich ist, ist oben mit einer durch das ganze Brunnenrohr nach oben führenden Stange/? versehen, welche an ihrem oberen Ende mit einem Trittbrett oder einer beliebigen Hebel- oder Druckvorrichtung versehen ist, mittelst welcher der Cylinder G im Rohr α niedergeschoben werden kann. Oben und unten ist Cylinder G bei g' und g" auf die· gezeigte oder auf beliebige andere Weise im Rohr α abgedichtet. Unten oberhalb der Abdichtung befindet sich in dem Cylinder G ein denselben horizontal kreuzender anderer kleiner Cylinder i, durch welchen zwei gegenüberliegende Oeffnungen im Cylinder h geschaffen werden, während im Innern dieses Cylinders i ein in demselben abgedichteter Kolben k sitzt. Oberhalb dieses Cylinders i und parallel zu demselben ist in den Cylinder G eine Düse m eingesetzt, wodurch letzterer zwei weitere gegenüberstehende Oeffnungen m' m" erhält. .
Vom Ausflufsrohr / führt gegenüber der Kammer d oberhalb des ersteren ein Kanal oder eine Kammer 0 zurück in das Rohr a. Das in der unteren Kammer a' des Rohres a befindliche Wasser erhält durch seinen Druck den Cylinder G stets in der in Fig. 2 gezeigten höchsten, also geschlossenen Stellung. Wird nun Cylinder G mittelst Stange h nieder-
gedrückt, so passirt der die Communication zwischen Kanal oder Kammer d und Ausflufsrohr .f verhindernde Kolben k die Mündung dieser beiden Rohre im Rohr α und an Stelle dieses Kolbens k tritt Düse pt, wie in Fig. ι gezeigt. Das durch Sieb c und Kanal d strömende Wasser fliefst nun durch Düse m in das Ausflufsrohr / und hinauf zum Brunnenausflufs.
Düse m ist mit kleinen ,Oeffnungen oder Löchern «... versehen, und es wird durch diese Löcher die im oberen Theile des Cylinders G befindliche Luft durch das die Düse passirende Wasser abgesaugt und so in G ein luftleerer Raum geschaffen. Hört man nun auf, auf Stange h einen Druck auszuüben, so hebt der Druck des Wassers den Cylinder G in die Höhe, und Cylinder i kommt wieder vor die Mündung von Kanal d und Rohr f zu stehen.
Der Kolben k empfängt nun den Wasserdruck und schliefst die Ein- und Ausströmungsöffnungen im Rohr α gegen einander ab, Fig. 2. Düse m ist nun auf der einen .Seite bei m' geschlossen, ihre andere Mündung m" jedoch liegt jetzt gegenüber der Mündung des Kanals 0, und der im Cylinder G geschaffene luftleere Raum bewirkt nun ein Zurückströmen des im Ausflufsrohr stehen gebliebenen Wassers in den ,Cylinder G durch die Oeffnungen η . . . der Düse m und durch den um das Ende m" der Düse befindlichen freien Raum n\ wodurch alles überflüssige Wasser unter das Frostniveau gebracht wird. Beim Wiederöffnen wird das im Cylinder G enthaltene Wasser von dem die Düse durchströmenden Druckwasser wieder mitgenommen und dann der luftleere Raum von neuem geschaffen. Der auf den Cylinder G von unten wirkende Wasserdruck kann durch auf Stange h aufgesetzte Gewichte oder durch Anbringung von' geeigneten Hebeln, Federn, ,Schrauben, oder aber durch den oben auf Cylinder oder Kolben G geleiteten Wasserdruck ausbaiancirt werden, so dafs die Handhabung des Brunnens eine äufserst leichte wird. Da der Kopf k' des Kolbens k auf die Innenääch'e des Rohres a, Fig. 5, dicht, aufsitzen mufs und eine Verdrehung dieses Kolbens' die betreffenden Dichtungsnächen ihrer halbrunden Form halber stellenweise aufser Berührung bringen und so diese Dichtung auf hören würde, ist besagter Kolben mittelst eines in einer seiner Rippen /, Fig. 3, oder in einer anderen Führung V laufenden Stiftes oder Zapfens s, welcher in der Wand des Cylinders i angebracht ist, gerade geführt. Vorzugsweise kann dieser Stift s, wie in Fig. 3 gezeigt, die Verlängerung oder einen Ansatz der Kolbenschraube r bilden und durch die Wand des Cylinders i in der Führung '/' vorstehen.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist das beschriebene Kolbensystem für Auslauf brunnen auch für Hydranten zu verwenden, und bedarf es zu diesem Zwecke nur weniger Modificationen. Der Cylinder oder Kolben, welcher im Rohr α beweglich ist, ist, wie ersichtlich, derselbe wie jener des Brunnens mit Wegfall des oberen Hohlraumes für das Rückströmuhgswasser. Das Leitungswasser strömt durch Leitungsrohr b . bei e direct durch -Kolben g hindurch in den Ausflufskanal f, welcher .es oberhalb des Kolbens in das Rohr α führt, durch welches es direct nach oben zur Ausfiufsmündung strömt. Kolben g ist aufser mit dem bereits beschriebenen, in einem Cylinder i sitzenden Kolben k noch mit dem oberhalb des Cylinders i parallel zu letzterem im Kolben g befindlichen Durchlafs m versehen, welcher die in Fig. 1 und 2 gezeigte Düse m ersetzt, deren Anbringung in Ermangelung des zu entleerenden Hohlraumes von g hier entfällt.
Steht Kolben g in der in Fig. 4 gezeigten Lage, so ist der Hydrant geöffnet und das Wasser strömt, wie vorerwähnt,, aus Rohr b durch den Durchlafs m und Kanal f in das Rohr a. Wird der Kolben gehoben, so tritt Cylinder i an Stelle von m und Kolben k schliefst auf die eingangs beschriebene Weise die Mündung e von Rohr b gegen die Mündung β des Ausströmungsrohresy'ab, und der Hydrant ist geschlossen. Das im Hydranten zurückgebliebene Wasser fliefst nun statt wie beim Auslaufbrunnen in den Hohlraum des Kolbens g, hier durch ein bei geschlossenem Hydranten offenes Fufsventil ν in die Erde ab.
Bei offenem Hydranten, Fig. 4, ist Fufsventil ν geschlossen, und es wird durch den verlängerten, nach unten führenden Kanal f eine Entlastung des Kolbens g bewirkt, indem derselbe, wie ersichtlich, den Wasserdruck sowohl von oben als auch von unten empfängt.
Wie aus vorhergehender Beschreibung und Zeichnung ersichtlich, läfst sich diese Kolbenconstructiön nicht nur an Hydranten, sondern an verschliefsbaren Aus- oder Durchflufsvorrichtungen (Ventilen) überhaupt anwenden. Bei letzteren oder überhaupt nach Bedarf kann das Fufsventil ν natürlich entfallen und die Form und Anbringung des Kanals f entsprechend variirt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. An Verschlufsvorrichtungen für Wasserpfosten, Strafsenbrunnen und ähnlichen Aus- und Durchflufsvorrichtungen ein Ver-
    schlufskolben g, in welchem ein mit dem VerschlufsstUck versehener kleiner Kolben k und die Durchflufsöffnung angebracht ist, so dafs je nach der Stellung des Verschlufskolbens g der Abflufs geöffnet oder durch den Druck der betreffenden Flüssigkeit auf den kleinen Kolben k gesperrt ist.
  2. 2. Die Verbindung der unter i. bezeichneten Vorrichtung:
    a) mit dem Entleerungsventil ν (Fig. 4) für Wasserpfosten;
    b) mit dem hohlen Kolben G und dem Ejector m, Fig. 1 und 2, für Strafsenbrunnen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT39160D Verschlufsvorrichtung für Wasserpfosten und Strafsenbrunnen Active DE39160C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US12006657B2 (en) 2020-04-28 2024-06-11 Michael S. Yilit Pipe laying plow

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