DE533751C - Ballschlaeger fuer Sportspiele - Google Patents
Ballschlaeger fuer SportspieleInfo
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Description
Hölzerne Tennisschläger u. dgl. werden wie bekannt dadurch hergestellt, daß ein Band
aus Eschenholz o. dgl. kreisförmig oder eliptisch zusammengebogen und dessen Enden
mehr oder weniger parallel zueinander weitergeführt werden, um den Griff oder einen Teil
desselben zu bilden. Der Rahmen wird gewöhnlich dadurch vervollständigt, daß ein
Keil zwischen den gegen den Griff ausmündenden Teilen des Rahmens als Herzstück befestigt wird.
Um die Beanspruchung des Baustoffs, aus dem der Rahmen hergestellt ist, einigermaßen
zu verringern, werden Rahmen mitunter aus mehreren gebogenen, entlang ihrer Bugflächen
aneinandergefügten und zusammengeleimten Streifen hergestellt. Die Biegungsbeanspruchung
wird hierdurch zwar beträchtlich verringert, doch bleibt noch die Schwierigkeit,
geleimte Verbindungen von der notwendigen Haltbarkeit herzustellen, da sich in der
Praxis zwischen durch Biegung gekrümmten Flächen keine gleichförmige Druckübertragung
erzielen läßt; zudem kann das Bestreben der Bughölzer, in die ursprüngliche Gestalt
zurückzukehren, selbst bei sehr langem Lagern nicht ganz zum Verschwinden gebracht
werden.
Diese Schwierigkeit bei geleimten, gekrümmten Verbindungen macht sich auch bei
der Befestigung des als Herzstück dienenden Keilgliedes geltend, welches die gegenüberliegenden
Seiten des Rahmens verbinden soll. Eine der gewöhnlichen Ursachen des Versagens von Tennis- und ähnlichen Schlägern, die
nach diesem Verfahren hergestellt sind; ist das Werfen dieser Verbindungen. Außerdem
erhöhen sich die Kosten dadurch bedeutend, daß für einen Schläger hochwertiges Holz,
dessen Faser nur nach der Längsrichtung des Brettes verläuft, genommen werden muß.
Das Holzstück muß auch so lang sein, daß aus ihm sowohl der Rahmen wie der Griff
gebildet werden kann.
Der Gegenstand der Erfindung bedeutet eine Ersparnis an dem zur Herstellung verwendeten
zu biegenden Holz, eine Verminderung der durch das Biegen verursachten Beanspruchung
an den Rahmenschenkelansätzen und am Griff und eine Verbesserung der Verbindungen
zwischen dem Rahmen und dem Griffe.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den größten Teil der Rahmenschenkelansätze
mit dem Griff aus mehreren Stücken so zusammenzusetzen, daß die Holzfaser in der
günstigsten Richtung verläuft, um gegen die Beanspruchung, der der Rahmen beim Gebrauch
ausgesetzt ist, Widerstand zu leisten und zu bewerkstelligen, daß die geleimten Verbindungen zwischen den Bestandteilen
immer aus glatten geraden Flächen bestehen.
Der Erfindung gemäß sind die einander gegenüberliegenden Seiten des Rahmenansatzes
und des Griffes schräg abgehobelt, um glatte, gerade Flächen zu erhalten. Zwei keilförmige Überfangstücke sind an dem
Rahmen und dem Griffe befestigt, welche auf
den abgeschrägten Seiten beider Teile aufliegen und sie zusammenhalten. Erfindungsgemäß
können auch auf den abgeschrägten Teilen der Rahmenansätze noch Ansatzüberfange befestigt werden, die, mit den Rahmenansätzen
schräg abgehobelt, die keilförmigen Überfangstücke zwischen Rahmen und Griff aufnehmen.
In den Zeichnungen ist Abb. ι ein Vorder- und Seitenaufriß eines bogenförmigen Rahmens
samt eingefügtem Keil als erster Bestandteil der Erfindung. Abb. 2 zeigt den Überfang des Rahmenansatzes in gleichenAnsichten,
Abb. 3 in gleicher Weise den Keilüberfang, der die Einfalzung des Griffes bildet,
Abb. 4 den Griff samt daran befestigtem Keilüberfang. Abb. 5 zeigt den Griff samt
Keilüberfang, abgefräst, um mit den anderen Bestandteilen zusammengesetzt werden zu
können. Die Abb. 6 bis 13 zeigen die einzelnen Arbeitsstufen der weiteren Herstellung,
die Abb. 14 bis 16 andere Ausgestaltungen des Rahmens bzw. Änderungen an ihm.
Der Rahmen α ist im Wesen in der üblichen
Weise aus einem Streifen Eschenholz hergestellt, dessen Querschnitt rechtwinklig ist, und
in dessen Hohlkehle nach dem Zusammenbiegen ein Holz b als Herzstück eingeleimt
ist. ' Innen am unteren Teile des Rahmenbügels wird mit Vorteil ein U-förmiger Streifen
c angeleimt. Wie die Abb. 1 zeigt, ist der zum Rahmen α zusammengebogene Streifen
nicht so lang, um auch den ganzen Griffteil mitzubilden, sondern er endet bereits kurz
nach dem Herzstücke. Entsprechend der Abb. 6 wird der Rahmen α an einer Flächenseite
oberhalb des Rahmenansatzes, an dem Keile b und dem Halse schräg abgehobelt, um
eine glatte, ebene und geneigte Fläche zu bilden.
Der in Abb. 2 dargestellte Bestandteil besteht aus einem Y-förmigen flachen Stücke d,
welches den Ansatzüberfang bildet. Es kann aus zwei Teilen, welche in der Stielmitte
des Y vereinigt werden, bestehen oder auch aus Teilen, wie dies in der punktierten Linie
der Fig. 2 gezeigt ist. Die Äste dieses Überfanges entsprechen in ihrer Form derjenigen
der Rahmenenden. Zur Verwendung gelangen zwei solche Überfänge, einer an jeder Rahmenseite.
Nach Abb. 7 wird ein Überfang d an die geneigte Fläche des Ansatzes des Rahmens
α angeleimt. Die Gegenfläche des Rahmens wird sodann zusammen mit dem inneren
Ende des Ansatzüberfanges d übereinstimmend abgehobelt und auf der so gebildeten
ebenen, geneigten Fläche der zweite Ansatzüberfang d befestigt, wie dies Abb. 8 zeigt.
Nun wird nach Abb. 9 die Außenseite eines der Ansatzüberfänge d abgefräst, bis am unteren
Rande eine Schneide entsteht (Abb. 9), und an dieser Fläche der Keilüberfang e mit
der Keilfläche f (Abb. 3, 4) angeleimt, wie dies Abb. 10 darstellt. Dieser Keilüberfang e
ist etwa 8 cm lang und so breit, daß er einen Teile des Griffes bilden kann.
Die nächste Arbeitsstufe besteht im Abhobeln der dem Keilüberfang entgegengesetzten
Seite des Werkstückes (Abb. 11), um einen zweiten gleichen Keilüberfang e und
den Griff h aufzunehmen.
Es ist zweckmäßig, jedoch nicht unbedingt notwendig, den zweiten Keilüberfang zuerst
an dem Griff h zu befestigen, wie dies die Abb. 4 und 5 darstellen. Hierzu wird der
Griffteil h zunächst an einem Ende an einer Seite zugespitzt, an die geneigte Fläche der
zweite Überfang mit seiner Keilfläche g angeleimt, der Griffteil sodann in der Verlängerung
der andern Keilfläche f des Keilüberfanges e glatt abgehobelt und der so entstandene
Griffteil an das Werkstück nach Abb. 11 geleimt. Die Abb. 12 zeigt das -Ergebnis.
Die letzte Arbeitsstufe betrifft die Bearbeitung des nun vollständig zusammengebauten
rohen Schlägerrahmens bis zur Vollendung. Die Ansätze auf jeder Seite des Schlägers
werden abgehobelt,. um ungefähr mit der Ebene des Rahmens übereinzustimmen, und die Griffseiten werden etwa von der Mitte
der keilförmigen Überfänge an zugespitzt, wie in Abb. 13 dargestellt. Die Vervollständigung
des Griffes durch die üblichen Griffauflagen und die endgültige Bearbeitung des Schlägers erfolgt in bekannter Weise.
Die Abb. 14, 15 zeigen andere Formen des
Rahmens, bei denen dessen Schenkelenden nicht zurückgebogen sind, um die Folgen des
Biegens beim Zusammenfügen zu vermeiden. In der Abb. 14 sind die Rahmenenden so aneinandergefügt,
daß sie ungefähr einen rechten Winkel bilden, in den ein dreieckiger Teil
eingepaßt ist. In der Abb. 15 vervollständigen die Rahmenenden das Oval; statt eines
Keils sind zwei U-förmige Verstärkungsleisten c verwendet.
In Abb. 16 ist eine gewöhnliche Rahmenbiegung
verwendet, bei der jedoch der als Herzstück dienende Keil innen ein mit ihm ein Ganzes bildendes, gekrümmtes Verstärkungsstück
besitzt, so daß die Teile b und c von Abb. 1 vereinigt sind.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Ballschläger für Sportspiele mit einem die Schlagfläche tragenden Rahmen aus gebogenem Holze, dessen Endschenkel zu einem Griffe vereinigt "sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorder- -and Rückseite des Rahmens (α) beim Griffende je als schiefe, ebene Flächen ausge-bildet sind und daß der Griff (h) mittels zweier keilförmiger Überfangteile (e) daran befestigt ist, welche je eine geneigte Fläche (f} g) zum Anschluß an die genannten Flächen des Rahmens und an entsprechende schiefe, ebene Flächen des Griffes aufweisen.
- 2. Schläger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den schiefen, ebenen Flächen des Rahmenendes (α) Ansatzüberfänge (d) vorgesehen sind, welche zur Aufnahme der keilförmigen Überfangteile (e) entsprechende Schrägfiächen bieten und vom Griff und Rahmen gesondert hergestellt sind.
- 3. Verfahren zur Erzeugung von Schlägern nach Ansprüchen 1 und 2, -dadurch gekennzeichnet, daß der eine Keilüberfang (e) an einer der hierzu vorbereiteten Flächen des Rahmens (α) und der andere Keilüberfang zunächst an dem Griffteile befestigt wird, worauf die entgegengesetzte Fläche des Rahmens und zugleich ein Teil des daran befestigten Keilüberfanges abgeschrägt werden, mm sodann die Abschrägung der dem anderen Keilüberfang entgegengesetzten Griffseite vorzunehmen, den Griff mit dem Rahmen zu vereinigen und sie aneinander zu befestigen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE533751T | 1930-03-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE533751C true DE533751C (de) | 1931-09-18 |
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ID=6556184
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930533751D Expired DE533751C (de) | 1930-03-11 | 1930-03-11 | Ballschlaeger fuer Sportspiele |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE533751C (de) |
-
1930
- 1930-03-11 DE DE1930533751D patent/DE533751C/de not_active Expired
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