DE52159C - Ketten-Spann- und Regulir-Vorrichtung für mechanische Webstühle - Google Patents

Ketten-Spann- und Regulir-Vorrichtung für mechanische Webstühle

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DE52159C
DE52159C DENDAT52159D DE52159DA DE52159C DE 52159 C DE52159 C DE 52159C DE NDAT52159 D DENDAT52159 D DE NDAT52159D DE 52159D A DE52159D A DE 52159DA DE 52159 C DE52159 C DE 52159C
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DENDAT52159D
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ACTIEN-GESELLSCHAFT NEUVVALZWERK in Neuwalzwerk bei Bösperde i. Westf
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/04Control of the tension in warp or cloth
    • D03D49/06Warp let-off mechanisms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
bei BÖSPERDE (Westfalen).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. October 1889 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die übliche Kettenbaumbremse (Seil-, Band- oder Kettenbremse), welche das Anspannen der vom Ketten baum ablaufenden Fäden bewirkt, durch eine andere Einrichtung zu ersetzen, die eine gleichmäfsigere Spannung jener Fäden erzeugt, als sie mit Reibungsbremsen erzielt werden kann.
Den Kern der neuen Einrichtung erläutern , am einfachsten die schematischen Skizzen Fig. 1 und 2.
Die wirkliche Ausführung stellt Fig. 3 in der Seitenansicht, Fig. 4 in der Oberansicht dar.
Es deutet — Fig. 1 und 2 — A den Kettenbaum, T1 den Streichbaum des Webstuhles an.
Auf dem Zapfen des Kettenbaumes A ist ein Zahnrad B befestigt, welches die Drehung von .4 auf ein Zahnrad C und mittelst dieses Rades und der Welle S auf das Zahnrad D überträgt. C und D sind daher fest auf der Welle S. Lose auf der Welle S sitzt der Hebel Y, der bei X ein Belastungsgewicht, bei I, II den Drehzapfen eines Zahnrades P trägt, das in das Rad D eingreift.
Die Spannung in den Kettenfäden sucht also, dem beschriebenen Zusammenhang der Theile entsprechend, mittelst BCSD das Rad P rechtsum zu drehen. So lange nun die Drehung des Rades P durch den auf P befestigten Zapfen Q und den am Stuhlgestell angebrachten Anschlag ν gehindert wird, ist durch Rad P und Rad D der Hebel Y fest mit Welle S verbunden; Gewicht X am Hebel Y sucht dann den Baum A mittelst der Räder C und B aufwindend zu drehen, spannt also die Kettenfäden an. Oder umgekehrt, das Abziehen der Kette von A bewirkt mittelst B und C Hebung des jetzt durch P und D fest mit -S und C verbundenen Hebels Y und des Gewichtes X, Fig. 1.
Sobald jedoch bei dieser Hebung von Y, I, II, P und X der Zapfen Q aus dem Bereiche des Anschlages ν kommt, Fig. 2, kann sich P frei drehen, die feste Verbindung von S mit Y (mittelst P und D) ist dadurch gelöst, Hebel Y sinkt, sich lose auf 5 drehend, mit P und X nieder, bis Q. wieder in den Bereich des Anschlages ν gekommen, die weitere Drehung von P verhindert und dadurch mittelst P und D den Hebel Y wieder mit der Welle 51 verkuppelt, worauf sich das beschriebene Spiel wiederholt.
Beim Niedergange des Hebels Y dreht sich das Rad P als Planetenrad mit der Summe zweier Geschwindigkeiten, von denen die eine der durch die Kettenabwickelung hervorgerufenen Geschwindigkeit des Rades D, die andere der durch das Niedersinken des Hebels Y bezw. der Achse I, II veranlafsten entspricht.
Bei der wirklichen Ausführung der neuen Einrichtung, Fig. 3 und 4, in denen die Buchstaben dieselbe Bedeutung wie in Fig. 1 und 2 haben, ist die Wirkungsweise genau die oben beschriebene.
Es ist in Fig. 3 und 4 noch bei T2 der Brustbaum, bei W der Waarenbaum eines

Claims (1)

  1. Webstuhles (Drahtwebstuhles), bei U die Hauptwelle desselben gezeichnet.
    In constructiver Hinsicht ist noch Folgendes zu bemerken:
    Die Welle S mit den Rädern C und D ist in einem am Stuhlgestell angeschraubten Stelleisen IV gelagert. Der lose auf 5 aufgesteckte Hebel F ist rahmenartig construirt. Das Rad D treibt nicht, wie in Fig. ι und 2 dargestellt, das Rad P direct, sondern mittelst eines fünffachen, im Rahmen YY1Y* des Hebels Y untergebrachten Rädervorgeleges E F, G H, JK, LM, NO. Je zwei dieser Vorgelege drehen sich lose auf den im Rahmen Y Y1 F2 befestigten Achsen I und II.
    Die Welle III des Vorgeleges JK ruht in entsprechenden Lagern in den Rahmentheilen Y und F2. Rad P ist lose auf die Achse II gesteckt, seine Nabe reicht durch F2 hindurch und trägt aufsen eine Art Windflügel Q Q, welcher an Stelle des Zapfens Q., Fig. 1 und 2, sich gegen den federnden Anschlag ν stützend, die Hemmung des Räderwerkes EF, G H, J K, L M, N O, P vermittelt. Der Anschlag ν ist auf dem Arm V des Stelleisens IV befestigt.
    X ist das aus'einzelnen Scheiben zusammengestellte Belastungsgewicht für den Hebel Y, dessen Wirkung durch die Schwere des im Hebelrahmen angeordneten Räderwerkes unterstützt wird. Um nöthigenfalls die Schwere des letzteren ganz oder theilweise auszubalanciren, kann ein' Gewicht X1, Fig. 3, auf F angebracht werden.
    Der starke Widerstand, den das Räderwerk E bis P einer Drehung entgegensetzt, bewirkt einerseits eine gewisse Bremsung des Rades D, so dafs eine plötzliche Verminderung der Kettenspannung, daher eine ruckweise Kettenabwickelung nicht eintreten kann; andererseits veranlafst jener Widerstand einen langsamen Niedergang des Hebels F. Damit auch dieser Niedergang nicht plötzlich durch den Anschlag ν unterbrochen werde, ist ν als Feder construirt. Es kann dann der Flügel Q nach der ersten Berührung mit ν noch eine Anzahl Umdrehungen mit verzögerter Bewegung machen, bevor er, somit auch das ganze Räderwerk E bis P, zur Ruhe kommt.
    Patenτ-Anspruch:
    Eine Ketten-Spann-Vorrichtung für Webstühle, bei welcher — unter Vermeidung von Reibungsbremsen — die! Anspannung der Kettenfäden durch einen Gewichtshebel mit deren absetzender Abwickelung dadurch vereinigt ist, dafs der Kettenbaum mit dem Gewichtshebel durch ein Planetenräderwerk in Verbindung steht, dessen innere Drehbarkeit erst beim Üeberschreiten der waagrechten Lage des Spannhebels durch Lösen einer Sperrung (QvJ möglich gemacht wird.
DENDAT52159D Ketten-Spann- und Regulir-Vorrichtung für mechanische Webstühle Expired - Lifetime DE52159C (de)

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DE (1) DE52159C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4819317A (en) * 1986-11-18 1989-04-11 Agfa-Gevaert Ag Arrangement for unloading and loading of x-ray film cassettes

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