AT54612B - Geschirrwächter für mechanische Webstühle. - Google Patents

Geschirrwächter für mechanische Webstühle.

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AT54612B
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rods
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Josef Schaefer
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Josef Schaefer
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Geechirrwächter für   mechanische   Webstühle. 



   Der den Gegenstand der Erfindung bildende   Geachirrwäcl. ter   hat den Zweck, den Webstuhl selbsttätig abzustellen, wenn einer der Schäfte in eine unrichtige Stellung gelangt. Geschirr-   wächter,   bei denen quer zu den Schäften angeordnete Fangstäbe für die Schaftstäbe verwendet werden, sind bekannt ; doch ist bei diesen die richtige Abstellung des   Webstuhles   nicht in allen
Fällen. gewährleistet.

   Der neue   Geschirrw5. chter   vermeidet diesen Übelstand und kennzeichnet sich dadurch, dass an beiden Enden der Schäfte oberhalb der oberen und der unteren Schaftstäbe je ein Fangstab mittels drehbarer Lenker in solcher Höhe angeordnet ist, dass diese Fang-   stäbe   bei normalem Gange des Webstuhles von den auf und ab gehenden Schaftstäben gerade noch oder fast berührt werden.

   Wenn jedoch auf einer Seite eines Schaftes einer der beiden oberen oder unteren Riemen, mittels der jeder Schaft geführt wird, reisst, so wird das eine Ende des betreffenden oberen oder unteren Schaftstabes von den Kettenfäden herab-bzw. hinaufgezogen, so dass der nunmehr bloss von einem Riemen gehaltene Schaftstab sich um seinen Be-   festigungspunkt   dreht und sein anderes Ende sich nach oben bzw. nach unten bewegt, hiebei auf den vorerwähnten, in der Nähe der Schaftenden angeordneten Fangstab trifft und diesen mit den Lenkern hebt bzw.   herabdrück-t.   Durch die Bewegung der Fangstäbe oder der Lenker wird mittels geeigneter Übertragungsorgane entweder der Webstuhl abgestellt oder die Schlag-   vorrichtung ausser Tätigkeit gesetzt, in welch letzteremFalleder Schusswächterden Webstuhl abstellt.   



   Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar stellt Fig. 1 die Vorderansicht eines Webstuhlgeschirres dar, welches mit dem der Erfindung gemäss ausgebildeten Geschirrwächter versehen ist. Fig. 2 zeigt einen Schnitt   nach   der   Linie A-A   der Fig. 1 in der Richtung des Pfeiles B in Fig. 1 gesehen, wobei die in Fig. 1 gezeichnete Webstuhllade nicht dargestellt ist. Fig. 3 zeigt in grösserem Massstabe eine Einzelheit des Geschirrwächters. 



   Die Schaftstäbe 1 und 2 sind in ihren Endstellungen dargestellt, welche sie einnehmen, wenn die Schäfte ins Oberfach bzw. ins Unterfach gezogen werden. Um gleichzeitig die oberen   Schafttstäbe-f In   ihrer oberen und die unteren Schaftstäbe 2 in ihrer unteren Endstellung zu   veranschaulichen,   sind die Litzenschnüre 3 durchschnitten gedacht. Mittels über Rollen 4 geführter Riemen oder Ketten 5 werden die Schäfte ins   Obcr- oder Unterfach   gezogen. 



   Der Erfindung gemäss ist nun oberhalb der   Schaftstäbe   1 und quer zu denselben nahe deren
Enden je ein wagerechter Fangstab 6 angeordnet, der an Lenkern 7 befestigt ist. Die Lenker 7 sind mittels Bolzen 8 drehbar an dem Webst uhlgestelle 9 befestigt und bestehen aus zwei Teilen, von denen der eine mit einem Schlitze 10 versehen ist, in dem eine die beiden Teile verbindende
Schraube verschiebbar ist, so dass die Länge der Lenker 7 verändert werden kann. Die Fang- stäbe 6 werden so eingestellt, dass sie von den ins Oberfach gezogenen   Schaftstäben jf gerade   noch oder fast berührt werden. Mit jedem der Lenker 7 ist   ein Stützhebel 11   und ein Arm 12 verbunden, an welch letzterem ein Riemen oder eine Schnur   13   befestigt ist, welche den Arm 12 mit der Falle 14 der Schlagvorrichtung verbindet.

   Wenn nun einer der Riemen   5,   beispielsweise der linke, reisst, so fällt der linke Teil des oberen   Schaftstabea     1   infolge seines Gewichtes und des Zuges der Kettenfäden herab und der   Stab 1   wird um den Angriffspunkt des rechten Riemens m die   Lage   gedreht.

   Der hiebei gehobene rechte Teil des   8chaftstabes   hebt den rechts angeordneten Fangstab 6'mit dessen Lenker 7, wodurch der   Stützhebel   11 zUm Einschnappen   lu   die Kerbe eines am Webstuhlgestelle 9 angeordneten festen Stützarmes 111 gebracht und 
 EMI1.1 
 
Unterhalb der unteren   Schaftstäbe : 2   ist nahe deren Enden in der Querrichtung je ein Fangstab 16 angeordnet, der vorne an einem zweiarmigen Hebel 17 und hinten an einem   (in   der Zeichnung verdeckten) einarmigen Hebel befestigt ist. Diese beiden Hebel sitzen an einer zum Fangstab 16 parallelen Welle 18, die in den an dem Webstuhlgestelle 9 befestigten Trägern 19 drehbar gelagert ist.

   Die äusseren Enden 20 der rechts und links angeordneten zweiarmigen Hebel 17 dienen als Stützen für Stifte 21 und verhindern, dass die Federn 22 diese Stifte   gbgen   die Webstuhlmitte hin verschieben. Ein über eine Rolle 23 laufender Riemen oder eine Schnur 24 verbindet jeden der Stifte 21 mit dem einen Ende eines zweiarmigen Hebels 2. 5, der an dem Webstuhlgestelle 9 drehbar gelagert ist und dessen anderes Ende mittels einer Stange 26 mit der oberen Welle 6 verbunden ist. Um eine einseitige Wirkung auf den Fangstab 6 zu vermeiden, 
 EMI1.2 
 getroffen   sem. dass zwei   die Enden   des Fangstabes 6 fassende Stangen   von der Schnur 24 betätigt werden. 

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   Wenn nun einer der beiden unteren Riemen 5 reisst, so wird das eine Ende des betreffenden unteren Schaftstabes 2 von den Kettenfäden nach oben gezogen, der Schaftstab dreht sich um den Befestigungspunkt des'zweiten Riemens, so dass das andere Ende dieses Schaftes gesenkt wird und hiebei den Fangstab 16 herabdrückt und den zweiarmigen Hebel 17 dreht. Das äussere Ende 20 des Hebels 17 gibt nun den Stift 21 frei, der sich dann unter Wirkung der Feder 22 gegen die Webstuhlmitte verschiebt und hiebei mittels der Schnur 24 den Hebel 25 dreht. 



  Dadurch wird mittels der Stange 26 der Fangstab 6 und in der Folge ebenso wie beim Reissen eines oberen Riemens 5 die Falle   14   gehoben. 



   Die Bewegung der Fangstäbe 6 und 16 könnte anstatt zum Ausrücken der Schlagvorrichtung auch unmittelbar durch entsprechende Verbindungsorgane zum Abstellen des Webstuhles dienen. 



   Ferner kann der Stift 21 und die Feder 22 durch einen an der Welle 18 oder an dem Hebel 17 angeordneten, durch ein Fallgewicht 27 belasteten Hebel 28 ersetzt werden (Fig. 3), der bei normalem Gange des   Webstuhles   von einer Klinke 29 in gehobener Stellung festgehalten, dagegen durch eine Bewegung des   Fangstabes 16 ausgelöst wird, worauf   er herabfällt und mittels einer
Schnur 24 oder dgl. die Falle 14 aushebt oder den Webstuhl abstellt. Der beschriebene Geschirr- wächter tritt auch in Wirksamkeit, wenn eine andere Ursache als das Reissen eines Schaftriemens einen der Schäfte aus seiner richtigen Stellung herausbringt, beispielsweise das Lockern eines der Befestigungshaken für die   Schaftriemen,   der Bruch eines Schafthebers oder wenn eine Niete der Schaftmaschine durchgearbeitet ist. 



   Als Vorteil dieses   Geschirrwächters   ist noch zu erwähnen, dass der aus irgend einem Grunde hinter dem Webstuhl beschäftigte Arbeiter, wenn er den Webstuhl rasch abstellen will, nicht erst zu der am Brustbaum angeordneten Ausrückstange zurückeilen muss, sondern bloss den Geschirr- wächter von Hand aus zu betätigen braucht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geschirrwächter für mechanische Webstühle mit quer zu den Schäften angeordneten   Fangstäben   für die Schaftstäbe, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Enden der   Schäfte   oberhalb der oberen und unterhalb der unteren Schaftstäbe je ein Fangstab   (6   bzw. 16) in solcher Höhe angeordnet ist, dass diese Fangstäbe bei normalem Gange des   Webstuhles   von den in ihre Endsteliung gelangten oberen bzw. unteren   RchaftstÅaben   gerade noch oder fast berührt werden, dagegen bei   unrichtiger Stellung   eines oberen oder unteren   SelLaftstabes   von diesem 
 EMI2.1 
 schalten der Schlagvorrichtung oder zum Abstellen des Webstuhies dient.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Geschirrwächters nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die die oberen Fangstäbe (6) tragenden, am Webstuhlgestelle drehbar befestigten Lenker (7) eine einstellbare Lä- : ge haben und mit einem Stützhebel (11) sowie mit einem Arme (12) versehen sind, welch letzterer mittels eines Riemens oder einer Schnur (J. 3) mit der Falle (14) der Sehlagvorrichtung verbunden ist, so dass beim Heben eines oberen Fangstabes (6) der StützLebel (11) durch Einfallen in die Kerbe eines am Webstuhlgestelle befestigten Stützarmes (111) diesen Fangstab in seiner gehobenen Stellung festhält und der Arno) mittels der Schnur (1. 3) die Schlagvorrichtung ausschaltet.
    3. Ausführungsform des Geschirrwächters nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Fangstäbe (16) von zwei an einer Welle (18) drehbar befestigten EMI2.2 bei einer unrichtigen Stellung eines unteren Schaftstabes (2) durch die Bewegung des unteren Fangstabes (16) und des zweiarmigen Hebels (17) freigegeben wird, so dass er sich unter der Wirkung der Feder (22) verschiebt und hiebei mittels der erwähnten Ubertmgungs- EMI2.3 gehobener Stellung fest gehaiten, dagegen bei unrichtiger Stellung eines unteren Schaftstabes durch die Bewegung des Fangstabes (16) ausgelöst wird.
    worauf er herabfällt und mittels einer Schnur oder dgl, die Falle (14) der Schlagvorrichtung auslöst oder den Webstuhl unmittelbar abstellt.
AT54612D 1911-01-17 1911-01-17 Geschirrwächter für mechanische Webstühle. AT54612B (de)

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