DE942974C - Rutsche fuer Stueckgueter, insbesondere Sackrutsche - Google Patents
Rutsche fuer Stueckgueter, insbesondere SackrutscheInfo
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Description
- Rutsche für Stückguter, insbesondere Sackrutsche Zusatz zum Patent 907 516 Die Erfindung betrifft eine Rutsche für Stückgut, und zwar insbesondere eine Sackrutsche, und stellt eine Weiterbildung der durch das Patent 907 5I6 geschützten Rutsche dar.
- Hiervon und von den bisher bekannten Rutschen unterscheidet sich die Erfindung vor allen Dingen dadurch, daß über dem aus der Rutschenbahn waagerecht herausklappbaren Fangtisch ein oder mehrere Fangarme drehbar gelagert und derart über eine Übersetzung mit dem Fangtisch gekuppelt sind, daß sie bei in der Ebene der Rutschenbahn eingeklapptem Fangtisch sperrend von oben vor dem Stückgut liegt.
- Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der mit dem Fangtisch verbundene Stückguthalter, der bei eingeklapptem Fangtisch aus der Rutschenbahn hervorsteht und das Herabrutschen des Stückgutes verhindert, über die Übersetzung derart mit den drehbar über dem Fangtisch sitzenden Fangarmen gekuppelt, daß diese bei ausgefahrenem Stückguthalter sperrend vor dem oberen Stückgutteil liegen, der dadurch zwischen den Fangarmen und dem Stückguthalter zangenartig gehalten wird.
- Vorteilhaft ist die Übersetzung als Hebelübersetzung ausgebildet, die die Drehwelle des Stück- guthalters mit derjenigen der Fangarme verbindet.
- Diese Hebelübersetzung hat in weiterer Ausbildung der Erfindung einen Totgang und steht unter der Wirkung einer ihn ausgleichenden und dadurch die Fangarme in Fangstellung haltenden Feder.
- Ferner ist eine Ver- und Entriegelungsvorrichtung vorgesehen, die aus einem fest auf einer Welle sitzenden Sperrarmpaar und zwei auf derselben Welle befindlichen Gewichtshebeln besteht, von denen der eine lose drehbar auf der Welle sitzt und über einen Seilzug mit am Rutschenfuß drehbar gelagerten Kippfingern in Verbindung steht, während der andere fiest auf der Welle angeordnet ist und einen Sperrzahn aufweist, der mit einer an dem lose drehbar auf der Welle gelagerten Gewichtshebel sitzenden, abgefederten Sperrklinke zum Kuppeln beider" Hebel miteinander dient.
- Diese Sperrklinke besitzt einen seitlich vorstehenden, vorzugsweise als Rolle ausgebildeten Anschlag, der mit einer feststehenden Kurvenbahn zusammenarbeitet, wodurch die Sperrklinke betätigt wird, wenn die Welle, die die Gewichtshebel trägt, entsprechend gedreht wird.
- Nähere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung des schematisch in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels.
- Wie die Zeichnung erkennen läßt, ist die Rutsche I mit einem waagerecht aus ihrer Bahn heraus schwenkbaren Fangtisch 2 versehen, über dem nahe seinem freien Ende ein federnder Puffer 4 angeordnet ist, dessen Drehachse in dem Kopfgehäuse 3 sitzt. Ureter der Rutschenbahn liegt eine Welle 5, die sowohl mit dem an dem Fangtisch 2 sitzenden Stückguthalter 6 als auch über das Hebelgestänge 7, 8, IO mit der Drehwelle II in Verbindung steht, die die Fangarme 12 trägt. Vorteilhaft sind zwei derartige Fangarme 12 vorgesehen, die durch einen Querstab oder eine Querwalze I3 miteinander verbunden sind. Der Hebel IO ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet. An seinem freien Ende greift eine Feder I5 an, die an einer Spannschraube I6 sitzt. Im Hebelgestänge ist ein Totgang vorgesehen, der durch einen in dem Hebel 8 befindlichen Längsschlitz gegeben ist, in den der an dem Hebel IO sitzende Stift g geführt ist. Dieser Totgang wird normalerweise durch den Zug der -Feder I5 aufgehoben, da dadurch der Stift g gegen das obere Ende des Schlitzes gedrückt wird.
- Wird beim Einschwenken des Fangtisches 2 in die Rutschenebene der Stückguthalter 6 aus der Öffnung 14 in die Rutschenbahn geschwenkt, dann wird bei dieser Bewegung gleichzeitig die Welle 5 gedreht, auf der der Stückguthalter 6 sitzt, der außerdem mit dem Fangtisch 2 verbunden ist.
- Durch diese Bewegung wird der Hebel 7 im Uhrzeigersinn gedreht und hebt den Hebel 8. Die Feder I5 zieht dabei den Hebel IO entsprechend der Hubbewegung des Hebels 8 nach lunten, so daß dadurch die Fangarme 12 sich von oben vor den Sack oder das Stückgut legen, das durch den Stückguthalter6, der in die Rutschenbahn hineinragt, schon gehalten wird. Das Stückgut oder der Sack wird jetzt zangenartig erfaßt, nämlich von unten von dem Stückguthalter 6 und von oben von den Fangarmen 12. Die Fangarme I2 halten. also den Sack durch die Wirkung der Feder 15. Der Totgang, der durch den Schlitz im Hebel 8 gebildet wird, ist dazu be: stimmt, einen Bewegungsausgleich zwischen der Bewegung der Hebel 7, 8 und derjenigen des Hebels 10 zu bewirken. Wenn nämlich die Fangarme I2 durch den Federzug der Feder 15 gegen das Stückgut oder den Sack liegen, dann kann der Hebel 8 sich frei um eine Strecke aufwärts bewegen, ohne daß er dadurch auf den Hebel 10 und die Fangarme 12 einwirkt, da ja der Schlitz einen gewissen Hub nach oben zuläßt.
- Ferner ist eine Ver- und Entriegelungsvorrichtung für den Fangtisch 2 vorgesehen, durch die zwei Sperrarme I7 freigegeben werden, welche den Fangtisch so lange in seiner eingeklappten Lage halten, bis der vorher von ihm freigebene Sack oder das Stückgut von dem Fangfuß I8 abgenommen wird. Diese Ver- und Entriegelungsvorrichtung steht,über ein Seil 19 mit einem Gewichtsarm 20 in Verbindung, der auf der Welle 2I sitzt, welche zwei Kippfinger 22 trägt Das andere Ende des Seiles ist an einem zu der Ver- und Entriegelungsvorrichtung gehörenden Gewichtshebel 23 befestigt, der lose auf der Sperrarmwelle 24 drehbar ist. Der Gewichtsarm 20 ist derart auf der Kippfingerwelle 2I angeordnet, daß er, wenn ein Sack od. dgl. von dem Fangfuß I8 abgenommen wird und dadurch die Kippfinger 22 freigibt, herabfällt und über das Seil 19 den Gewichtshebel 23 um die Sperrarmwelle 24 dreht, auf der ferner ein zweiter Gewichtshebel 25 fest angeordnet ist, der einen Sperrzahn 26 hat, welcher mit einer am Gewichtshebel 23 befindlichen abgefederten Sperrklinke 27 zusammenarbeitet. An der einen Seite dieser Sperrklinke 27 sitzt frei drehbar eine Rolle, die derart angeordnet ist, daß sie zusammen mit einer feststehenden Kurvenbahn 28 die Sperrklinke 27 aus dem Sperrzahn 26 ausklinkt, wenn die beiden Gewichtshebel 23, 25, die durch die Sperrklinke 27 und den Sperrzahn 26 miteinander gekuppelt sind und durch das Seil 19 bewegt werden, die Sperrarmwelle 24 um ein bestimmtes Maß gedreht haben, das ausreicht, um die Sperrarme I7 aus dem Fangtisch 2 auszurasten, so daß dieser nach unten klappt und der darauf befindliche Sack die Rutsche herunterrutscht, bis er auf den Fangfuß I8 und damit die Kippfinger 22 trifft Wenn die Sperrklinke 27 durch die Rolle und die Kurvenbahn 28 gelüftet wird, so daß sie nicht mehr gegen den Sperrzahn 26 liegt, dann dreht sich der Gewichtshebel 25, bedingt durch sein Gegengewicht, in eine Lage, in der die Sperrarme 27 zusammen mit dem Anschlag 29 den in die waagerechte Lage ausgeschwenkten Fangtisch 2 verriegeln.
- Der beschriebene Ver- und Entriegelungsvorgang rist also durch das Auftreffen des Sackes oder Stückgutes auf die Kippfinger 22 und das Abheben davon bedingt.
- Zwecks Feststellung der Anzahl der durch die Rutsche beförderten Säcke od. dgl. ist ein Zähler 30 vorgesehen, der über ein Hebelgestänge 3I mit dem Fangtisch 2 verbunden ist und daher beim Herunterklappen desselben jeweils um eine Ziffer weitergestellt wird, so daß auf diese Weise die Stückzahl der die Rutsche passierenden Säcke od. dgl. festgestellt wird.
Claims (7)
- PATENTANsPRÜcHE: I. Rutsche für Stückgüter, insbesondere Sackrutsche, mit Zähler und zwei miteinander in Wechselwirkung stehenden Fangvorrichtungen, von denen die eine als aus der Ebene der Rutschenbahn waagerecht herausschwenkbarer Fangtisch ausgebildet ist und die andere als Fangfuß am Fuß der Rutsche sitzt nach Patent 907 5 I6, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Fangtisch (2) ein oder mehrere Fangarme (I2) od. dgl. drehbar gelagert und derart über eine Übersetzung mit dem Fangtisch (2) gekuppelt sind, daß sie bei in der Ebene der Rutschenbahn liegendem Fangtisch (2) sperrend von oben vor dem Stückgut liegen.
- 2. Rutsche nach Anspruch I mit einem am Fangtisch sitzenden Stückguthalter, der bei in der Ebene der Rutschenbahn liegendem Fangtisch sperrend in die Rutschenbahn hineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß der Stückguthalter (6) über eine Übersetzung derart mit dem drehbar über dem Fangtisch (2) sitzenden Fangarm (I2) gekuppelt ist, daß sie bei ausgefahrenem Stückguthalter (6) sperrend vor dem oberen Stückgutteil liegen.
- 3. Rutsche nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersetzung als Hebelübersetzung ausgebildet ist, die die Drehwelle (5) des Stückguthalters (6) mit der Drehwelle (II) der Fangarme (I2) verbindet.
- 4. Rutsche nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelübersetzung einen Totgang hat und unter der Wirkung einer ihn ausgleichenden und dabei die Fangarme (I2) in Fangstellung haltenden Feder (I5) steht.
- 5. Rutsche nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fangtisch mit einer Ver- und Entriegelungsvorrichtung versehen ist, die aus einem fest auf einer Welle (24) sitzenden Sperrarmpaar (I7) und zwei auf derselben Welle befindlichen Gewichtshebeln (23, 25) besteht, von denen der eine (23) lose drehbar auf der Welle (24) sitzt und über einen Seilzug (I9) mit am Rutschenfuß drehbar gelagerten Kippfingern (22) in Verbindung steht, während der andere (25) fest auf der Welle (24) angeordnet ist und einen Sperrzahn (26) aufweist, der mit einer am Gewichtshebel (23) sitzenden abgefederten Sperrklinke (27) zum Kuppeln der beiden Hebel (23, 25) miteinander dient.
- 6. Rutsche nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (27) einen seitlichen Anschlag aufweist und ferner eine feststehende Kurvenbahn (28) vorgesehen ist zum Verschwenken der Sperrklinke (27) durch Auflaufen des Anschlages auf die Kurvenbahn und damit Freigabe des Sperrzahnes (26) durch die Sperrklinke (27) bei der Drehung der Sperrarmwelle (24) in Richtung einer Aufhebung der Sperrung des Fangtisches (2) durch die Sperrarme (I7) und den Anschlag (29).
- 7. Rutsche nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Fangtisch (2) mechanisch, insbesondere überein Hebelgestänge(3I), mit der Zählvorrichtung (30) gekuppelt ist.
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