DE51318C - Regler für Webstühle - Google Patents
Regler für WebstühleInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen · Webstuhl, dessen Waarenbaum und
Kettbaum mit einander in Verbindung stehen, und sie bezweckt eine absolute Gleich mäfsigkeit
in den relativen Bewegungen des Waarenbaumes und des Kettbaumes, ein gleichmäfsiges
Zurückdrehen des Garn- und Waarenbaumes beim Zurückweben und Herausnehmen falscher
oder fehlerhafter Schufsfäden, sowie ein leichtes Wechseln in der Umdrehungsgeschwindigkeit
des Waaren- und Garnbaumes, je nachdem der Charakter des zu webenden Stoffes dies
erfordert.
Bei dem vorliegenden Regler geschieht sowohl das Einziehen der Waare als auch ι die Herausgabe
der Kette positiv. Zu diesem Zwecke sind der Waarenbaum und der Streichbaum derartig
mit einander verbunden, dafs sie in ihrer Bewegung gegenseitig von einander abhängig sind.
Da nun infolge des Einwebens der Waare der Waarenbaum sich mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit
bewegen mufs als der Streichbaum, so ist eine Einrichtung getroffen, welche gestattet, die Differenz der Umdrehungsgeschwindigkeit
des Waarenbaumes und des Streichbaumes genau zu regeln. Zu diesem Zwecke ist in dem den Streichbaum antreibenden
Räderwerk ein Wechselraä angebracht, welchem ein Wechselrad in dem den Waarenbaum
antreibenden Getriebe entspricht. Das Getriebe ist dabei so eingerichtet, dafs das
Wechselrad stets so viel Zähne enthalten mufs, wie Procent Waare aus der Kette hergestellt
werden, um ein gleichmäfsiges Abgeben der Kette und Abziehen der Waare zu erzielen.
Wenn das Gewebe z. B. 20 pCt. einwebt,
d. h. wenn aus 100 m Kette 80 m Waare hergestellt werden, so mufs das Wechselrad
80 Zähne haben. Werden 10 pCt. eingewebt, so hat das Wechselrad 90 Zähne u. s. w. Die
Kette wird also stets in genau derselben Spannung sich befinden und können deshalb
auch im Gewebe keine ungleichen Stellen vorkommen. Auch beim Zurückweben wird bei
der vorliegenden Einrichtung genau so viel Kette abgenommen, wie durch das Herausnehmen
der Schufsfäden freigegeben wird, so dafs die Kette auch hierdurch ihre gleichmäfsige
Spannung nicht verliert.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die Vorrichtung in verschiedenen Ansichten und
Einzeltheilen dargestellt.
In dem Rahmen des Gestelles, welches. in
Fig. ι mit punktirten Linien dargestellt ist, ist
die Hauptwelle 2 gelagert, welche durch die Stirnräder 3 und 4 und die konischen Räder 5
und 6 ihre Bewegung auf die verticale Welle 7 überträgt. Diese Welle ist mit einer verschiebbaren
Kupplung 8 versehen, welche, wenn sie gehoben wird, die Welle 7 aufser Eingriff mit
dem Kegelrad 6 bringt.
Das Heben der Kupplung wird durch die Schwingung eines Armes 10 bewirkt, wie in
Fig. ι in punktirten Linien dargestellt ist. Dieser Arm 10 ist mittelst der Stange 11, des
Winkelhebels 12 und der Stange 13 mit dem
die Kupplung bethätigenden Hebel 14 verbunden, welcher bei 1 5 an der Seite des Webstuhles
drehbar gelagert ist und mit einem Stift versehen ist, welcher in die Nuth der Nabe 9 der Kupplung eingreift.
Die Kegelräder 16 und 17 sitzen lose auf
der Welle 7 und greifen in die Kegelräder 18
und ig, die auf den Wellen .20 und 21 angebracht sind, welche in geeigneten Lagern an
dem Rahmen des Webstuhles gelagert sind. Die Welle 7 ist mit einer Nuth 23 versehen,
. welche sich durch die beiden Kegelräder 16 und 17 bis in die Nabe 9 der Kupplung 8
erstreckt. In der Nuth 23 der Welle 7 ist, wie Fig. 6 zeigt, ein beweglicher Keil 22 angeordnet,
der an seinem einen Ende mittelst der Schraube 24 in der Nabe 9 der Kupplung befestigt, ist, so dafs er in der Nuth verschoben
wird, sobald die Nabe 9 gehoben oder gesenkt wird.
Die Naben der Kegelräder 16 und 17 sind
ebenfalls mit Nuthen versehen, um die breiteren Enden 25 und 26 des Keiles 22 aufzunehmen,
dessen Länge derartig bemessen ist, dafs, wenn das Ende 25 des Keiles in die Nabe des Kegel-'
rades 16 eingreift, das Ende 26 von der Nabe des Kegelrades 17 frei ist, wie dies in- Fig. 6 dargestellt
ist. Auf diese Weise werden die Kegelräder 18 und 19 von der Welle 7 mittelst
des Kegelrades 16 angetrieben, während das Kegelrad 17 in entgegengesetzter Richtung
lose auf der Welle rotirt. Die zum Ausrücken der Kupplung 8 erforderliche Bewegung der
Nabe 9 ist derartig, dafs, wenn sie gehoben wird, das Ende 25 des Keiles 22 frei von der
Nabe des Kegelrades 16 geht, während das Ende 26 des Keiles mit der Nabe des Kegelrades
17 in Eingriff steht, in welcher Stellung die Kegelräder 18 und 19 durch das Kegelrad
17 angetrieben werden, während das Kegelrad 16 in entgegengesetzter Richtung lose
auf der Welle rotirt.
Auf dem äufseren Ende der Welle 20 ist eine Hülse 27 angeordnet, die sich lose auf
der Welle 20 dreht und mit einer Schnecke 28 und einer Kurbel 29 versehen ist. Auf der
Kurbel ist eine Sperrfeder 30 drehhar angeordnet, welche gewöhnlich in eine Vertiefung
des auf dem Ende der Welle 20 angebrachten Bundes 31 greift. Diese Sperrfeder ist so angeordnet',
dafs sie mit dem Finger leicht zurückgeschoben werden kann, wenn man die Schnecke 28 drehen will, ohne dafs sich die
Welle 20 dreht.
Man kann auch eine andere Kupplung wählen, durch welche die Schriecke 28 mit
der Welle 20 verbunden oder von derselben frei gemacht wird.
Die Schnecke 28 greift in ein Schneckenrad 32 ein, welches auf dem einen Ende einer
Welle 33, Fig. 2, befestigt ist, welche sich frei in einem Schlitz bewegt. Auf der Welle 33
ist ein Zahnrad 34, Fig. 2 und 3, befestigt, welches in ein Zahnrad 35 eingreift, auf dessen
Nabe ein anderes Zahnrad 36 befestigt ist, dessen Nabe sich lose in einem Arm 37 dreht,
der auf der Welle 38 des Streichbaumes 40 drehbar angeordnet ist.
Das Zahnrad 36 greift in ein Zahnrad 39, welches auf der Welle 38 des Streichbaumes 40
befestigt ist.
Auf dem anderen Ende der Welle 38 des Streichbaumes 40 ist ein Zahnrad 51, Fig. 3
und 4, befestigt, welches in ein Zahnrad 52 eingreift, das lose auf einem Zapfen des
Armes 53 angeordnet ist. Dieser Arm 53 sitzt drehbar auf der Welle 54, welche durch
ein Zahnrad 56 mit dem Zahnrad 52 in Verbindung steht und einen zweiten Streichbaum 57
trägt
Die Garnbäume 59 und 60 sind von der üblichen Form und sind in gewohnter Weise
in Ständern auf der Seite des Webstuhles gelagert. An den Enden sind die Garnbäume
mit Bremsscheiben 61 versehen, um welche sich Bremsbänder 62 legen, von denen jedoch
nur das auf den Garnbaum 59 wirkende dargestellt ist. Das Bremsband schlingt sich ein
oder mehrere Male um die Bremsscheibe und ist an seinen Enden mit Gewichten 63 und 64
versehen, von denen das auf der Rückseite des Baumes befindliche Gewicht schwerer ist, als
das auf der Vorderseite desselben. Das Bremsband 62 geht durch einen Ansatz 65 des
Ständers 66. Dreht sich nun der Garnbaum in der Weise, dafs er Kette freigiebt, so wird
das Gewicht 64 in die Höhe mitgenommen, bis es gegen den Ansatz .65 stöfst, Fig. 1, welcher
eine weitere Bewegung des Gewichtes 64 verhindert. Beide Gewichte belasten dann das
Bremsband 62 und bewirken, dafs dasselbe eine bremsende Wirkung auf den Garnbaum
ausübt. Wenn jedoch durch Rückwärtsdrehen der Streichbäume die Kette zurückgegeben
wird, wird das Gewicht 64 herabsinken, den Garnbaum drehen und so die zurückgegebene
Kette auf den Garnbaum aufwinden.
Die Welle 21 steht durch Zahnräder 70 und 71 mit einer Welle 72 in Verbindung,
die in geeigneten Lagern an der Seite des Webstuhles ruht und mit einer Hülse 68 versehen
ist, die ein Schneckenrad 73 und eine Kurbel 74 trägt. Diese Kurbel ist mit einer
Sperrklinke 30 versehen und ist von derselben Construction wie die Kurbel 29!
Die Schnecke 73 greift in ein Schneckenrad 75, das auf der Welle eines Zahnrades 76
befestigt ist, welches sich lose auf einem am Webstuhlrahmen angebrachten Zapfen dreht.
Das Zahnrad 76 greift in ein Zahnrad γγ, das
auf der Welle eines Zahnrades 78 befestigt ist. Dieses Zahnrad dreht sich lose auf einem
Zapfen des Armes 79, der auf der Welle 80 des Abziehbaumes 82 drehbar angeordnet ist.
Dieser erstreckt sich über die Breite des Webstuhles und gleicht den üblichen Abziehbäumen.
Die Walze wird durch ein Zahn-
rad 81 angetrieben, welches in das Zahnrad 78
eingreift.
Bei Webstühlen, deren Kettenabgabe- und Waareneinzugsmechanismen mit einander in
Verbindung stehen, ist es natürlich nöthwendig, das Verhältnifs zwischen der Abgabe der Kette
und dem Aufwickeln der Waare genau zu berechnen, gemäfs den Anforderungen des Webens,
der Stärke und Elasticität des Garnes etc. und die relativen Bewegungen der Kettenabgabe-
und Waareneinzugsmechanismen müssen genau nach diesen Bedingungen geregelt werden.
Bei den bisher üblichen Einrichtungen war dies eine sehr complicirte und schwierige
Operation für den Webmeister, bei der vorliegenden Einrichtung dagegen gestaltet sich
diese Berechnung sehr . einfach.
Das Schneckenrad 75 hat 100 Zähne und wird durch die eingängige Schnecke 73 angetrieben.
Bei jeder Umdrehung der Welle 72 wird also das Schneckenrad 75 um einen Zahn gedreht werden, d. h. wenn die Welle 72, wie
auf der Zeichnung dargestellt, angetrieben wird, bei jedem Ladenspiel um einen Zahn. Ist die
Anzahl der Zähne des Zahnrades 81 bekannt, welche nöthig ist, um auf den Baum 82 einen
Zoll Waare aufzuwickeln, und sind die Zahnräder 78 und 76 entsprechend dimensionirt,
so wird die Zähnezahl des Wechselrades yj^
welche nöthig ist, um auf einen Zoll eine bestimmte Anzahl Schufsfäden zu bringen, durch
eine einfache Proportion leicht gefunden. Der bewegliche Arm 79 wird durch einen in dem
Schlitz 83 angeordneten Bolzen festgestellt, wenn das Wechselrad jy regelrecht in das
Zahnrad 76 eingreift.
Das Verhältnifs zwischen dem Durchmesser des Streichbaumes 40 und der Zahnräder 34,
36 und 39 ist derartig, dafs, wenn das Schneckenrad 32 ebenfalls 100 Zähne hat, und
die mit ihm im Eingriff stehende Schnecke 28 eingängig ist, und das Wechselrad 35 dieselbe
Zähnezahl hat wie das Wechselrad jj beim Waareneinziehmechanismus, dafs dann ebenso
viel Kette abgegeben wird, als der Waareneinziehbaum 82 Waare abzieht.
Um das richtige Verhältnifs zwischen der Abgabe der Kette und dem Abziehen der
Waare herzustellen, hat der Webmeister, welcher das Procentverhältnifs der Länge der
fertigen Waare zu der Länge der Kette kennt, nur-nöthig, das Schneckenrad 32 durch ein
Schneckenrad zu ersetzen, welches so viel Zähne hat, als die Waarenlänge Procente der
Kettenlänge beträgt. Beträgt z. B. die Länge der Waare 90 pCt. von der Länge der Kette,
so mufs das an die Stelle des Rades 32 zu setzende Schneckenrad 90 Zähne haben.
Der Arm 37, welcher das Wechselrad 35
trägt, wird mittelst eines in dem Schlitz 84 angeordneten Bolzens in derselben Weise festgestellt,
wie der Arm 79 des Waarenabziehmechanismus.
Das Lager, welches das Schneekenrad 32 trägt, mufs auf dem Webstuhlrahmen verstellbar
sein, damit Räder von verschiedenem Durchmesser mit der Schnecke 28 in Eingriff gebracht werden können. Wenn die Stellung
des Lagers für eine bestimmte Zähnezahl eingestellt ist, läfst man den Arm 37 um seinen
Drehpunkt schwingen, um die Räder 34 und 3 5 mit einander in Eingriff zu bringen, und stellt
denselben dann fest.
Das Verhältnifs der Zahnräder 51 und 56,
durch welche die beiden Streichbäume 40 und 57 mit einander in Verbindung stehen, ist
derartig, dafs, wenn das Zahnrad 51 mit
100 Zähnen versehen ist, die beiden Streichbäume sich mit derselben Umfangsgeschwindigkeit
drehen. Wenn aus dem Charakter des Gewebes das Procentverhältnifs der Umfangsgeschwindigkeit des Streichbaumes 57 zu der
des Streichbaumes 40 bekannt ist, so kann' man das Räderwerk ohne Berechnung leicht
reguliren, indem man das Zahnrad 51 durch
ein Rad ersetzt, dessen Zähnezahl mit der Procentzahl correspondirt. Wenn z. B-. die
Umfangsgeschwindigkeit des Streichbaumes 57 genau 90 pCt. von der Umfangsgeschwindigkeit
des Streichbaümes 40 beträgt, so mufs das Zahnrad 51 mit 90 Zähnen versehen sein,
während es 110 Zähne haben mufs, wenn die
Umfangsgeschwindigkeit des Baumes 57 in einem anderen Falle 11 ο pCt. von der Umfangsgeschwindigkeit
des Baumes 40 beträgt. Anstatt die ersten Antriebsräder mit den 100 Zähnen zu versehen, kann man auch
andere Räder zu diesem Zwecke wählen. Man kann z. B. beim Waareneinziehmechanismus
das Rad 78 oder das Rad 81 mit den 100 Zähnen versehen und beim Kettenabgabemechanismus
kann das Rad 36 oder 39 das hundertzähnige sein, in welchem Falle dann
die ersten Antriebräder 32 und 75 gleich sind.
Will man eine neue Kette verweben, so werden die Kettfaden auf dem Waarenabzugsbaum
befestigt und dadurch richtig angespannt, dafs man die Sperrklinke 30, welche das Schneckenrad 73 mit der Welle 72 verbindet,
ausrückt und den Waarenabziehmechanismus von Hand in Thätigkeit setzt, oder indem
man die Kettenabgabevorrichtung für sich rückwärts arbeiten läfst.
Während des Webens ist die Bewegungsrichtung, welche den Wellen 20 und 72
durch die Räder 16, 18 und 19 ertheilt wird,
und welche von den genannten Wellen auf die Kettenabgabe- und. Waarenabzugsvorrichtungen,
übertragen wird, derartig, dafs die Waare im richtigen Verhältnifs abgezogen und
die Kette in einem dem Charakter des Gewebes entsprechenden Verhältnifs abgegeben
wird, wie dies oben näher erörtert worden ist..
Wenn der Stuhl zurückweben soll, wird, wie in Fig. ι in punktirten Linien dargestellt
ist, der Hebel io herumgeworfen, wodurch die Welle 7, welche den Harnisch oder die
Schäfte bethätigt, mit dem übrigen Theil des Webstuhles aufser Verbindung gesetzt wird.
Die Bewegungsrichtung der Musterkette wird dann umgekehrt, während die Drehungsrichtung
■ der Welle 7 ungeändert bleibt, so dafs während des Zurückwebens die Welle 7 in derselben
Richtung rotirt wie beim gewöhnlichen Weben.
Um beim Zurückweben die Kette zurückzugeben, mufs die Bewegungsrichtung der
Wellen 20 und 72 geändert werden. Dies wird durch dieselbe Bewegung des Hebels 10
bewirkt, welche die Welle 7 aufser Thätigkeit setzt, denn diese Bewegung hebt den Keil 22,
so dafs sein Ende 25 aufser Eingriff mit dem Kegelrad 16 kommt und sein Ende 26 mit
dem Rad 17 in Eingriff kommt. Dabei ist es nöthig, dafs die beiden Nuthen der Kegelräder
16 und 17, in welche 'die Enden des
Keiles 22 eingreifen, genau über einander liegen, bevor der Hebel 10 in Thätigkeit gesetzt
wird. Dies wird dadurch bewerkstelligt, dafs man nach dem Ausrücken des Webstuhles
den Ausschnitt 85 einer auf der Welle 2 befestigten Scheibe 86 mit einem Haken 87
in Eingriff bringt, welcher an einem die Kupplung bethätigenden Hebel 14 angeordnet
ist. Die Scheibe ist auf der Welle 2 in einer derartigen Stellung befestigt, dafs die Lade
und die übrigen Theile des Webstuhles in der richtigen Lage sind, um den Schufsfaden herausnehmen
zu können, wenn der Haken 87 in Eingriff mit dem Ausschnitt 85 der
Scheibe 86 steht.
Wenn die Waarenabzieh- und Kettenabgabevorrichtung rückwärts arbeiten, wird die Kette
in dem Mafse von der Kettenabgabevorrichtung zurückgenommen, in welchem sie von dem
Gewebe freigegeben wird, indem y die Gewichte
64 den Garnbaum rückwärts drehen und die Kette aufwinden, sowie sie -von den
Streichbäumen zurückgegeben wird.
Wenn es in einem Falle nöthig sein sollte, mehr Kette zurückzunehmen, als bei dem einmaligen Herabsinken des Gewichtes 64 auf
den Garnbaum aufgewickelt wird, so kann man das Gewicht 64 von Hand aufheben, bis
es gegen den Ansatz 65 stöfst, worauf es seine Wirkung aufs Neue ausübt.
Wenn die Welle 7 von Hand angetrieben werden soll, kann der Weber gewünschtenfalls
die Handkurbel der Schnecke 73 benutzen, welche ihm in bequemerer Lage ist, als die
auf der Welle 7 selbst vorgesehene Kurbel, die auf der Zeichnung nicht dargestellt ist.
Wegen des Zusammenhanges zwischen der Kettenabgabe- und der Waarenabzugsvorrichtungf
mit der Hauptantriebswelle 7 müssen diese Vorrichtungen bei dem Zurückweben zu der Schaftbewegung in derselben Beziehung
stehen wie beim Weben, als die,Schüsse eingetragen wurden. Mit anderen Worten, beim
Zurückweben des Webstuhles, um eine gewisse Anzahl Schufsfaden aus dem Gewebe herauszunehmen,
vollzieht zieh die Bewegung der Schäfte bezw. der Litzen und der Kettenabgabe-
und Waarenabzugsvorrichtungen genau in der entgegengesetzten Weise, wie beim Weben dieser Schufsfaden. Da überdies die
Kettenabgabe- und die Waarenabzugsvorrichtung niemals aufser Eingriff mit einander ge-,
kommen sind, und da die Kette beim Heraus-, nehmen der Schufsfaden nichlt schlaff werden
kann, da die Spannung in der Kette immer dieselbe bleibt, so mufs ein absolut gleichmäfsiges
Gewebe erzeugt werden, welches keine loseren und dichteren Stellen enthält, wie dies
bei den gewöhnlichen Webstühlen so oft der Fall ist, weil die Bremsung des Garnbaumes
nicht gleichmäfsig ist und'Verschiedenheiten in der Temperatur oder der Feuchtigkeit der Luft
in dem Webesaal auf diese Bremsvorrichtungen grofsen Einflufs haben, während die vorliegende
Bremsvorrichtung von diesen Factoren gänzlich unabhängig ist.
In Fig. 7 ist die Vorrichtung an einem Webstuhl dargestellt, in welchem die der
Welle 7 entsprechende verticale Welle, anstatt continuirlich zu rotiren und den ganzen Harnisch
zu bethätigen, nur eine intermittirende theilweise Drehung hat und nur die Musterkarte
antreibt, wobei die intermittirende Bewegung durch einen Daumen 110 hervorgerufen
wird, der auf einer der Wellen des Webstuhles angeordnet ist. Dieser Daumen
greift in die Zähne eines Steigrades 111, welches
auf' einer kurzen Welle 112 befestigt ist, die mit einem Kegelrad 11 3 versehen ist, welches
in die beiden Kegelräder 114 und 115 eingreift, welche beide lose auf der Welle 7
sitzen. Zwischen diesen beiden Kegelrädern ist auf der Welle 7 eine gezahnte Kupplung 116
angeordnet, welche auf einem Keil der Welle gleitet und mittelst der Stange 117 gehoben
oder gesenkt werden kann, so dafs sie in eine der beiden Verzahnungen 118 greift, die auf
den Kegelrädern 114 und 115 angebracht
sind, je nachdem die Welle 7 in der einen oder der anderen Richtung rotiren soll.
Wendet man die vorliegende Erfindung bei einem derartigen Webstuhl an, so ist es
zweckmäfsig, die die Kettenabgabe - und die Waarenabzugsvorrichtung bethätigenden
Wellen 20 und 21 mit einem Zahnrad 16 in
Eingriff zu bringen, welches auf der intermittirend bewegten Welle angeordnet ist. Die
Zahnräder der Schneckengetriebe sind in diesem Falle so eingerichtet, dafs jede theilweise
Drehung der Welle 7 den Schnecken eine ganze Umdrehung ertheilt, so dafs dieselbe
■Wirkung erzielt wird, wie bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung.
Im allgemeinen für irgend einen Webstuhl ist es nur nöthig, die Schneckenwellen so miteinander
zu verbinden, dafs sie bei jedem Ladenspiel eine ganze "oder theilweise Umdrehung
machen, und sie mit den treibenden Mechanismen des Webstuhles in der Weise zu verbinden, dafs mittelst eines Kehrgetriebes die
Bewegung der Kettenabgabe- und der Waarenabzugsvorrichtung beim Rückwärtsweben genau
die umgekehrte ist als beim Weben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Regler für Webstühle, welcher den Waarenbaum und Streichbaum derart bewegt, dafs eine absolute Gleichmäfsigkeit in den relativen Bewegungen der beiden. Bäume und ein gleichmäfsiges Zurückdrehen des Waaren- und Streichbaumes beim Zurückweben erzielt wird, wobei eines der Räder des Waarenabzugsgetriebes mit . 100 Zähnen versehen ist und ein ähnliches Rad des Kettenabgabegetriebes eine Anzahl Zähne besitzt, welche den Procenten entspricht, welche die gewebte Waare von der Kette giebt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51318C true DE51318C (de) |
Family
ID=326099
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51318D Expired - Lifetime DE51318C (de) | Regler für Webstühle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51318C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2208016A1 (de) * | 1972-11-24 | 1974-06-21 | Incotex Sa |
-
0
- DE DENDAT51318D patent/DE51318C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2208016A1 (de) * | 1972-11-24 | 1974-06-21 | Incotex Sa |
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