DE509422C - Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE509422C
DE509422C DEI37096D DEI0037096D DE509422C DE 509422 C DE509422 C DE 509422C DE I37096 D DEI37096 D DE I37096D DE I0037096 D DEI0037096 D DE I0037096D DE 509422 C DE509422 C DE 509422C
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DE
Germany
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benzanthronyl
dye
aminoanthraquinone
vat
dyes
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Expired
Application number
DEI37096D
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English (en)
Inventor
Dr Heinrich Neresheimer
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Publication of DE509422C publication Critical patent/DE509422C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/34Anthraquinone acridones or thioxanthrones
    • C09B5/40Condensation products of benzanthronyl-amino-anthraquinones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen Zusatz zum Patent 5o4 ox6* *) **) Früheres Zusatzpatent 507344. In dem Hauptpatent Sod. oi6 und dem Zusatzpatent 507 344 ist gezeigt worden, daB man neue wertvolle Küpenfarbstoffe erhält, welchen das Ringsystem I gemeinsam ist, wenn man saure Kondensationsmittel auf Acylaminoderivate des (2-Benzanthronyl)-i-aminoanthrachinons (II) einwirken läßt und gegebenenfalls die Acylaminogruppen oder die Acylreste durch andere Substituenten oder durch Wasserstoff ersetzt.
  • Der einfachste Vertreter dieser Rdi.he, der Farbstoff der Formel I, färbt Baumwolle aus rotstichigblauer Küpe dunkelgrün und löst sich in konzentrierter Schwefelsäure rötlichblau; er ist also chemisch und färberisch vollkommen verschieden von dem nach Beispiel i der Patentschrift 461 381 durch Behandlung des (2-Benzanthronyl)-i-aminoanthrachinons (Formel II) mit sauren Kondensationsmitteln erhältlichen, aus braunroter Küpe orangerot färbenden Küpenfarbstoff, der sich in konzentrierter Schwefelsäure rotbraun löst.
  • Es wurde nun gefunden, daB nicht nur die Acylaminoverbindungen des (2-Benzanthronyl)-i-aminoanthrachinons (II) durch Behandlung mit sauren Kondensationsmitteln in Abkömmlinge des Farbstoffes i übergehen, sondern daB man Farbstoffe, denen nach Analyse, Färbung und Reaktionen das gleiche Ringsystem 1 zugrunde liegen dürfte, auch dann erhält, wenn man die Halogenierungsprodukte des (2-Benzanthronyl)-i-amuioanthrachinons oder seiner Substitutionsprodükte mit sauren Kondensationsmitteln behandelt, wobei die Farbstoffe unter Umständen noch weiter verändert werden können.
  • Die Halogenierungsprodukte des (2-Benzanthronyl)-i-aminoanthrachinons gehen vielfach auch durch Behandlung mit gelinde wirkenden Dehydrierungsmitteln in Abwesenheit saurer Kondensationsmittel in die genannten Farbstoffe über.
  • Beispiel i 2oTeileTribrom-(2-benzanthronyl-) i-aminoanthrachinon (dargestellt durch Behandlung von (2-Benzanthronyl)-i-.aminoanthrachinon mit überschüssigem Brom ohne Verdünnungsmittel, orange Nadeln aus Nitrobenzol) werden mit i2o Teilen Chlorsulfonsäure etwa 3 Stunden lang auf 7o bis 75' erwärmt. Man verdünnt sodann vorsichtig mit 6o °/onger Schwefelsäure so weit, bis das dunkelblaue, metallisch glänzende Sulfat des neuen Farbstoffes ausgefällt ist, filtriert dieses ab und zerlegt es durch Behandlung mit Wasser. Der so erhaltene Farbstoff bildet ein dunkelgrünes Pulver, aus m-Kresol kristallisiert, smaragdgrüne Nadeln. Er löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbgrüner Farbe und färbt Baumwolle aus blauer Küpe in echten grünen Tönen.
  • Ein vielleicht mit ihm identischer Farbstoff entsteht, wenn man das (2-Benzanthronyl)-i-aminoanthrachinon mit einer Lösung von Brom in Chlorsulfonsäure allmählich auf 7o bis 75' erwärmt.
  • Verwendet man an Stelle des Tribrom-(2-benzanthronyl-)i-.aminoanthrachinons das durch Bromieren von (2-Benzanthronyl)-iaminoanthrachinon in Nitrobenzol erhältliche, aus Nitrobenzol in scharlachroten Prismen kristallisierende Dibromprodukt, so erhält man einen blaustichiggrün färbenden Küpenfarbstoff.
  • Ein noch blaustichigerer Farbstoff entsteht, wenn das Dichlor-(2-benzanthronyl-) i-aminoanthrachinon, das aus dem (2-Benzanthron31)-i-aminoanthrachinon durch Behandeln mit Chlor in Dichloressigsäure entsteht, mit Chlorsulfonsäure erwärmt wird. j Beispiel e Man trägt io Teile Dibrommonochlor-(2-ben7anthronyl-) i-aminoanthrachinon (erhältlich durch Brornieren des Kondensationsproduktes aus i Mol. 2-6-Ddchlorbenzanthron und i Mol. i-Aminoanthrachinon mit überschüssigem Brom in Abwesenheit von Verdünnungsmitteln, aus Nitrobenzol in orangefarbenen Nadeln kristallisierend) bei 8o bis 85' unter Rühren in ioo Teile Chlorsulfonsäure ein und rührt bei dieser Temperatur bis zur Beendigung der Farbstoffbildung. Der durch Eingießen der Lösung in Wasser in annähernd quantitativer Ausbeute erhältliche Farbstoff ist dem nach Beispiel i, Absatz i, dargestellten sehr ähnlich.
  • Verwendet man an Stelle der Chlorsulfonsäure rauchende Schwefelsäure von i o %, so erhält man eine Baumwolle aus blauer Küpe blaugrau färbenden Küpenfarbstoff. Beispiel 3 Man rührt ein Gemisch von 2o Teilen Mono -(2-benzanthronyl-) i - ¢ - diaminoanthrachinon der Formel Zoo Teilen Benzoylchlorid und 3o Teilen Brom 21/2 Stunden lang bei -.o bis 5o° und dann 2 Stunden lang bei igo bis 2oo°, verdünnt nach dem Erkalten mit d.oo Teilen Nitrobenzol, filtriert den grauvioletten kristallinen Niederschlag ab und wäscht ihn mit Alkohol aus. Kocht man das so erhaltene Produkt, das aus dem Ausgangsmaterial durch Eintritt eines Benzoylrestes und zweier Bromatome entstanden ist, sich kaum verküpen läßt und keine Affinität zur pflanzlichen Faser hat, mit Nitrobenzol kurze Zeit, so erhält man eine gelbgrüne Lösung, die beim Erkalten zu einem grünen Kristallbrei erstarrt. Der neue Farbstoff, der der Analvse nach 2 Atome Brom und eine Benzovlaminogruppe im Molekül enthält und aus dem Ausgangsmaterial durch Verlust zweier Wasserstoffatome entstanden sein muß, löst sich in konzentrierter Schwefelsäure rotviolett und färbt Baumwolle aus blauvioletter Küpe in sehr echten gelbgrünen Tönen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weiterbildung des Verfahrens des Hauptpatents Sod. o16 und des Zusatzpatents 507 344, dadurch gekennzeichnet, daß man die Halogenierungsprodukte des (a - Benzanthronyl) - z -.aminoanthrachions. oder seiner Substitutionsprodukte mit sauren Kondensationsmitteln oder mit gelinde wirkenden Dehydrierungsmitteln behandelt.
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