DE46076C - Repetirwerk für Taschenuhren - Google Patents

Repetirwerk für Taschenuhren

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DE46076C
DE46076C DENDAT46076D DE46076DA DE46076C DE 46076 C DE46076 C DE 46076C DE NDAT46076 D DENDAT46076 D DE NDAT46076D DE 46076D A DE46076D A DE 46076DA DE 46076 C DE46076 C DE 46076C
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DENDAT46076D
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MERMOD FRERES in Ste. Croix, Schweiz; Vertreter : M. M. ROTTEN in Berlin NW., Schiffbauerdamm 29 a
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/12Reiterating watches or clocks

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83: Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1888 ab.
Die vorliegende Erfindung besteht in einem Repetirmechanismus ο der Schlagwerk für Taschenuhren, in welchem die Stunden und Viertelstunden oder die Stunden und Zwölftelstunden mit Hülfe eines einzigen Schlaghammers und einer einzigen Tonfeder geschlagen werden. Der Mechanismus ist ferner dadurch gekennzeichnet, dafs die Ingangsetzung des Schlagwerkes durch einfaches Eindrücken eines am Umfange der Uhr befindlichen Drückers geschieht, und dafs das Schlagwerk von der gleichen Triebfeder getrieben wird wie das Uhrwerk selbst. Endlich ist der Antrieb so angeordnet, dafs nur eine bestimmte Anzahl Windungen der Triebfeder für das Schlagwerk verbraucht werden können, damit die Uhr nicht durch unnöthig oftes Schlagenlassen zum Stehen gebracht werden kann. Hat man jene Windungen verbraucht (bezw. durch häufiges Schlagenlassen losgewunden), so versagt das Schlagwerk, nicht aber das Uhrwerk selbst, bis die Triebfeder wieder aufgewunden wird, was vom Gehänge aus geschieht.
In der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 das Schlagwerk dar, wie dasselbe nach Wegnahme des Zifferblattes sichtbar ist, und bei eingestofsenem Drücker. Fig. 2 zeigt denselben Mechanismus mit in Ruhe stehendem Drücker. Fig. 3 ist eine in gröfserem Mafsstabe dargestellte perspectivische Ansicht der Hauptbestandtheile des Schlagwerkes. In allen Figuren bezeichnen dieselben Buchstaben dieselben Bestandtheile.
Auf der Federhausachse A sitzt ein stählernes Rad B fest, welches gleichzeitig zum Aufziehen der Triebfeder und zum Antrieb des Schlagwerkes dient.
Das Aufziehen der Triebfeder erfolgt vom Kronenstift C aus vermittelst des Kolbens D und der drei vom schwingenden Steg E getragenen Rädchen α b und c.
Letzteres greift in B ein, sobald der Kronenstift von rechts nach links gedreht wird. Der in α eingreifende federnde Schalthaken d dient hierbei dem Rädchen a als Stützpunkt, bringt aber den schwingenden Steg E wieder in diejenige Lage, in welcher c nicht in B eingreift, sobald der 'Kronenstift von links nach rechts gedreht wird. Es spielt daher der schwingende Steg E hier die Rolle der gewöhnlich bei Knopfaufzügen verwendeten Kupplungen (die sogenannten Breguets), indem das Rädchen a durch einen gewöhnlichen Drücker mit dem üblichen Minuten-Räderwerk in Eingriff gesetzt wird, wenn die Zeiger der Uhr gestellt werden sollen.
Das Rad B greift andererseits zum Betriebe des Schlagwerkes in den Kolben F eines Zwischengetriebes ein, welches mit einem Sperrwerk ef versehen ist; das Schaltrad f ist fest mit dem Kolben F verbunden und nimmt deshalb das Zwischenrad G, an welchem der Schalt- ■ haken e befestigt ist, nicht mit, wenn die Trieb-.federachse aufgezogen wird, wohl aber, wenn durch die Auslösung der weiter unten beschriebenen Schaltvorrichtung dem Schlagwerk freies Spiel gelassen wird.
Das Zwischenrad G greift in ein Rad H ein, welches auf der Achse des mit der Hemmung des Schlagwerkes in Eingriff stehenden Rades / befestigt ist. (Die Hemmung des Schlagwerkes ist wie üblich angeordnet und deshalb in der Zeichnung nicht dargestellt.) ' Auf derselben Achse befinden sich zwischen H und / fol-
gende fest mit einander verbundene, lose auf jener Achse drehbare Getriebe. Ein Kolben J, der in das Zahnsegment des Hebels L eingreift; ferner das Schaltradsegment M, welches den Stunden-Schlagdaumen m des Hammers P bewegt ; endlich das Rad JV, welches sich unmittelbar unter H befindet und gemeinschaftlich mit letzterem in den schwingenden Kolben O eingreift. So lange der Kolben O gleichzeitig mit H und mit JV in Eingriff steht, dreht sich JV notwendigerweise stets mit H herum, sobald .aber jener Eingriff aufgehoben wird, kann sich JV allein, bei stillstehendem Rade H, drehen.
Die untere Fläche des Rades JV ist mit einem Stift η versehen, der das Mitnehmen des Viertelstunden- bezw. Zwölftelstündenrechens R bewirkt. Letzterer bewegt den Daumen ο des Schlaghammers P.
Die Feder / des Hebels L trachtet stets danach, denselben in diejenige Lage zurückzuführen, in welcher sich sein Arm i gegen die Stundenschnecke Q lehnt (Fig. i). Dieses tritt ein, sobald der Kolben O aufser Eingriff gesetzt wird bezw. sobald das frei auf der Achse von H drehbare Rad JV von H unabhängig gemacht wird. Dabei bewirkt der Hebel L eine gleichzeitige Rückwärtsdrehung von JJV und M bis zu einer Lage, welche durch die Schnecke Q bestimmt ist, d.h. von der Zeit abhängt, welche in jenem Augenblick durch die Uhr angegeben wird. Das Zurückdrehen des Rades JV und seines Stiftes η gestattet auch dem Rechen R, unter Einwirkung der Feder r in die durch die Viertelstundenbezw. Zwölftelstundenschnecke S bestimmte Lage zurückzufallen.
Die Ausrückung des Kolbens O geschieht mittelst des schwingenden Steges t und eines Drückers T mit Feder U. Der Drücker T wirkt auch auf einen Schieber V. Je nach der Anzahl von Windungen der Triebfeder, welche losgewunden sind, stellt der auf der Triebfederachse befestigte Kolben χ den Anschlag^ so, dafs er den Schieber V frei vorbeiläfst (Fig. i), oder so, dafs er dessen Spiel vollständig verhindert (Fig. 2). In letzterem Falle kann der Drücker T nicht eingestofsen bezw. der Kolben O nicht ausgerückt werden, bis die Triebfeder wieder aufgezogen worden ist.
Drückt man nun T ein und bewirkt man also die Ausrückung des Kolbens O, so wird, wie bereits erwähnt, das Rad JV vom Rad H unabhängig gemacht, und es geschieht Folgendes:
Einerseits fallen der Hebel L und der Rechen R in die durch die Schnecken Q und S bestimmte Lage zurück, welche die Anzahl Zähne von M und R bestimmt, die nach einander auf die Daumen m und ο des Hammers P einwirken sollen. Andererseits bewirkt das Rad G unter Einwirkung der Triebfeder die Drehung des Rades H, welches dieselbe durch Vermittelung von / auf die Hemmung des Schlagwerkes überträgt. So lange der Drücker T niedergedrückt bleibt, fährt jene nutzlose Drehung der besagten Getriebe fort. Sobald aber der Drücker freigelassen wird, kommt der Kolben O gleichzeitig in Eingriff mit H und mit JV, so dafs die Drehung von H auf JV übertragen wird.
Dadurch wird vorerst der Daumen m des Hammers P durch die Zähne von M bewegt und schlägt P die Stundenzahl auf die Tonfeder. Die Lage des Stiftes η ist so gewählt, dafs, kurze Zeit nachdem der letzte Zahn von M den Daumen m gehoben hat (d. h. nachdem der letzte Stundenschlag erfolgt ist), der Rechen R durch η mitgenommen wird und seine Zähne den Daumen ο des Hammers P bewegen, um ' die Viertel- bezw. Zwölftelstunden auf dieselbe Tonfeder zu schlagen.
Das ganze Schlagwerk wird dadurch zum Stehen gebracht, dafs der Arm r1 des Rechens R sich gegen die .Achse des Hammers P oder gegen irgend einen anderen Anschlag anlehnt, bis das Rad JV durch ein neuerdings erfolgendes Eindrücken von T wieder frei drehbar wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Repetirwerk für Taschenuhren, gekennzeichnet durch die Verbindung des Triebrades B mit dem Zwischengetriebe F G mit Schaltwerk ef, dem die Schlagwerkhemmung treibenden Getriebe HI, auf dessen Achse die fest mit einander verbundenen Theile JV J und M frei drehbar angeordnet sind, in Verbindung einerseits mit dem Hebel L und mit dem Rechen R und andererseits mit dem gleichzeitig in H und in JV eingreifenden Kolben O zur Bewegung des Hammers P, welcher zuerst durch Einwirkung der Zähne von M auf den Daumen m die Stunden und nachher durch Einwirkung der Zähne des Rechens R auf den Daumen ο die Viertelbezw. Zwölffeistunden auf ein und dieselbe tönende Feder schlägt.
  2. 2. Die Verbindung des Drückers T und des den Kolben. O tragenden schwingenden Steges t mit dem Schieber F, dem auf der Achse der Triebfeder befestigten Kolben χ und dem durch den letzteren verstellten Anschlag y, zum Zwecke, den Verbrauch an Triebkraft durch das Repetirwerk zu beschränken. ·
    Hierzu ι Blatt Zeichnunger..
DENDAT46076D Repetirwerk für Taschenuhren Expired - Lifetime DE46076C (de)

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