DE444734C - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsalzen organischer Saeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsalzen organischer Saeuren

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DE444734C
DE444734C DEJ25844D DEJ0025844D DE444734C DE 444734 C DE444734 C DE 444734C DE J25844 D DEJ25844 D DE J25844D DE J0025844 D DEJ0025844 D DE J0025844D DE 444734 C DE444734 C DE 444734C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/418Preparation of metal complexes containing carboxylic acid moieties

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsalzen organischer Säuren. Es ist bereits bekannt, wasserunlösliche bzw. schwer lösliche für therapeutische Verwendungszwecke, insbesondere zur Bekämpfung der Oxyuriasis, bestimmte Aluminiumverbindungen herzustellen (vgl. Patentschrift 313 6o6). Nach diesem bekannten Verfahren wird schwer lösliches basisches Aluminiumacetat zwecks Bildung unlöslicher Doppelverbindungen mit Säuren der aromatischen Reihe bei Gegenwart von Lösungsmitteln in Reaktion gebracht.
  • Vorliegende Erfindung beruht auf dem Gedanken, das Aluminium mit zwei Säuren zu verbinden, von welchen die eine befähigt sein muß, mit Aluminium lösliche Salze zu bilden, während die zweite befähigt sein muß, mit Aluminium und einer Säure der erstgenannten Art unlösliche oder schwer lösliche Doppelverbindungen zu bilden. Die Herstellung von Aluminiumsalzen erfolgt demnach erfindungsgemäß in der Art, daß in Wasser leicht lösliche basische Aluminiumsalze der Ameisensäure oder ihrer Homologen mit einer aromatischen Carbonsäure in Reaktion gebracht werden.
  • In Ausübung der Erfindung wird z. B. derart verfahren, daß leicht lösliche basische Formiate, Acetate, Propionate, Oxypropionate u. dgl. in heißer wässeriger Lösung mit einer zur Bildung unlöslicher Aluminiumdoppelsalze befähigten Säure, beispielsweise mit der äquivalenten Menge von Benzoesäure, in Reaktion gebracht werden.
  • Beispiel. =oo g Aluminiumsulfat werden in 250 ccm Wasser gelöst und die Lösung nach Filtrieren portionsweise mit 45 g aufgeschlemmtem Calciumcarbonat versetzt. Nach Beendigung der Iiohlensäureentwicklung werden 88 g 5oprozentiger Propionsäure in kleinen Mengen eingetragen, worauf man zwecks vollständiger Umsetzung etwa 24 Stunden unter gelegentlichem Umrühren stehenläßt. Das Filtrat wird alsdann mit 36 g Benzoesäure zusammen gekocht. Nach kurzer Zeit ist das gesamte basische Aluminiumpropionat als 1/3 benzoesaures, 2/3 propionsaures Aluminium ausgefällt. Nach Absaugen, Auswaschen und Trocknen bei =oo° erhält man die Doppelverbindung als- weißes, in Wasser und Alkohol unlösliches, geruch- und geschmackloses Pulver.
  • Die nach vorliegender Erfindung erhältlichen Doppelverbindungen sind in verdünnter Salzsäure praktisch unlöslich, wogegen sie durch Alkalien zersetzt werden. Auf Grund dieser Eigenschaft vermögen sie, ebenso wie die eingangs erwähnten bekannten Doppelverbindungen des Aluminiums, den Magen unzersetzt zu passieren. Dagegen bieten sie gegenüber den bekannten Doppelverbindungen den Vorteil, daß bei Zersetzung durch die bekanntlich alkalisch reagierende Darmflüssigkeit die leicht lösliche Aluminiumkomponente sofort ihre volle Wirksamkeit zu entfalten vermag.
  • Die Überlegenheit leicht löslicher Aluminiumverbindungen geht u. a. aus einer Veröffentlichung des Inhabers des eingangs erwähnten Patentes 313 6o6 in der Berliner klinischen Wochenschrift 192o Nr. 8, Seite 183 bis 185 hervor, woselbst mitgeteilt wird, daß zu Einläufen anfänglich Aufschwemmungen des nach dem patentierten Verfahren hergestellten Doppelsalzes, dann aber Tabletten verwendet wurden, welche noch milchsaures Aluminium, also ein leichtlösliches _ Aluminiumsalz, enthalten, da dieses eine kräftigere Wirkung auf die Oxyuren ausübe.
  • Die Tatsache, daß bei dem Verfahren des Patentes 313 6o6 schwer lösliches basisches Aluminiumacetat als Ausgangsmaterial verwendet wurde, geht u. a. auch aus der obenerwähnten Publikation des Patentinhabers in der Berliner klinischen Wochenschrift hervor, woselbst er unter Hinweis auf eine frühere das patentierte Verfahren betreffende Veröffentlichung in der gleichen Zeitschrift (z929 Nr. 8 Seite 2o4) mitteilt, daß das Verfahren unter Benutzung des schwer löslichen basischen Aluminiumacetats als Ausgangsmaterial durchgeführt worden sei. Diese Mitteilung steht übrigens durchaus im Einklang mit dem Inhalt derPatentbeschreibung. So werden nach Beispiel i des Patentes io Teile basisches Aluminiumacetat mit 3,6 Teilen Benzoesäure und 5 Teilen Wasser unter Rühren erhitzt. Bei Verwendung wasserlöslichen % basischen Aluminiumacetats, wie es nach vorliegender Erfindung zur Anwendung kommt, würden zur Bildung des erstrebten Doppelsalzes nicht 3,6 Teile Benzoesäure, sondern mehr als das Doppelte, nämlich 7,53 Teile Benzoesäure, erforderlich sein. Eine Nacharbeitung des patentierten Verfahrens unter Anwendung festen basischen Aluminiumacetats als Ausgangsstoff hat ergeben, daß, wie nach dem Wortlaut der Patentbeschreibung zu erwarten. war, die Umsetzung nur langsam vor sich geht. Selbst nach längerem Erwärmen ließ sich im Waschwasser noch Benzoesäure nachweisen, und zwar auch dann, wenn das Doppelte der Theorie an basischem Aluminiumacetat zur Anwendung kam. Demgegenüber vollzieht sich bei vorliegendem Verfahren die Umsetzung spontan; bei Verwendung stöchiometrischer Mengen der Ausgangskörper wird hierbei die gesamte Benzoesäure restlos angelagert; die Ausbeute ist quantitativ.
  • Das vorliegende Verfahren ist mithin auch in technischer Hinsicht dem bekannten erheblich überlegen.
  • Klinische Prüfungen haben ergeben, daß die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Produkte eine ausgezeichnete Wirkung, insbesondere als Darmdesinfiziens, entfalten; ein Beweis dafür, daß die Erzeugnisse, wie aus ihrem Verhalten gegen verdünnte Salzsäure zu erwarten war, den Magen unzersetzt passieren, wogegen sie im Darm ihre volle Wirksamkeit entfalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zurHerstellung vonAluminiumsalzen organischer Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß man in Wasser leicht lösliche basische Aluminiumsalze der Ameisensäure oder ihrer Homologen mit einer aromatischen Carbonsäure behandelt.
DEJ25844D 1925-03-01 1925-03-01 Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsalzen organischer Saeuren Expired DE444734C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3449391A (en) * 1967-06-27 1969-06-10 Synergistics Inc Aluminum propionate double salts and their preparation

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