DE436889C - Verfahren zur Behandlung von Schieferton u. ae. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Schieferton u. ae.

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DE436889C
DE436889C DEF61092D DEF0061092D DE436889C DE 436889 C DE436889 C DE 436889C DE F61092 D DEF61092 D DE F61092D DE F0061092 D DEF0061092 D DE F0061092D DE 436889 C DE436889 C DE 436889C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/006Combinations of processes provided in groups C10G1/02 - C10G1/08

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von Schieferton u. ä. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf :Mittel zum Behandeln ölhaltigen Schiefertones - und besonders eines solchen, aus dem das 01 sich durch das einfache Verflüchtigungsverfahren schwer ausziehen läßt.
  • Bisher hat man diese Tone in besonderen Retortenöfen behandelt, welche eine Steigerung der Temperatur bis zu goo° C ermöglichten. Es wurde nun aber gefunden, daß, wenn man den Schieferton oder die ölhaltige Erde eine gewisse Zeit hindurch einer Vorbehandlung in der Hitze unterwirft, der Ölgehalt im Muttergestein lösbar wird im Gegensatz zu seiner Beschaffenheit vor der Heißbehandlung.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung zur Behandlung solcher ölhaltigen Schiefertone vollzieht sich in zwei getrennten Stufen: erstens die Behandlung zum Löslichmachen des Schiefertonöles und zweitens das Auslösen des Öles mit größtmöglichem Wirkungsgrad.
  • Der rohe Tonschiefer wird zunächst auf eine passende feine Siebgröße gemahlen und dann einem Arbeitsgefäß zugeführt, wo er in Form dünner Lagen der Wärme ausgesetzt und gleichzeitig gerührt wird, so daß die Hitze an alle Teile der Masse herankommt und die ganze in das Gefäß eingebrachte Masse gleichmäßig durchgearbeitet wird. Dabei ist es wesentlich, daß die Heißbehandlung einige Zeit durchgeführt wird. Wenn schon die Zeitdauer dieser Behandlung von der Art des Tonschiefers abhängt, hat die Erfahrung gezeigt, daß im allgemeinen eine einstündige Behandlung genügt, um die Löslichkeit des Ülgehaltes herbeizuführen. Bezüglich der hierbei einzuhaltenden Temperatur hat sich eine solche von 35o° C bewährt. Wenn sie auch innerhalb gewisser Grenzen der Art des Tonschiefers anzupassen ist, ist es jedoch nicht ratsam, bei höherer Temperatur zu arbeiten, weil sonst teilweise Destillation eintritt, die in diesem Teil des Verfahrens nach Möglichkeit vermieden werden muß.
  • Das Arbeitsgefäß ist so eingerichtet, daß cler zerkleinerte Tonschiefer auf eine Reihe erhitzter Herde gleichmäßig verteilt ist und so gerührt wird, daß er immer von einem Herd zum anderen gefördert wird, wobei die Erhitzung ihren Höchstgrad etwa in dei Mitte dieser Reihe erreicht, .so daß das behandelte Gut mindestens eine Stunde lang der Heißbehandlung unter dem Höchstgrad der Erwärmung unterliegt. Dies hat den Zweck. clen lUonschiefer von der Feuchtigkeit zu befreien. Der entstehende Wasserdampf wird aus dem Arbeitsgefäß zu einem Kondensator geführt.
  • Diese Art der Heißbehandlung verhütet auch eine :Änderung im Schwefelgehalt: denn es wurde gefunden, daß, wenn die Temperatur über 35o° C steigt, der Schwefel in Reaktion tritt und flüchtig werden will, wobei er Verbindungen eingeht, die im späteren Verlauf des Verfahrens schwer wieder zu beseitigen sind. Wenn etwas Kalk im Tonschiefer enthalten ist oder dem Arbeitsgut zugeführt ,wird, will der im Tonschiefer enthaltene Schwefel sich mit dem Xalk verbinden und ein dem Gips verwandtes Salz bilden, so daß sich nach der Extraktion des erhitzten Tonschiefers herausstellt, daß der Schwefelgehalt des Öles stark geschwunden ist.
  • Nach Beendigung der beschriebenen Heißbehandlung wird der Tonschiefer einem Arbeitsgefäß zugeführt, das in bekannter Art ausgeführt sein kann, um den Tonschiefer unter Umrühren mit einem Extraktionsöl zu behandeln. Vorzugsweise nimmt man hierzu ein Öl, das unter 3oo° C nicht wesentlich flüchtig ist. Hierzu eignet sich »straw distillate« oder »prime White kerosene« hinreichend. Es wird so viel Extraktionsöl in das Arbeitsgefäß eingelassen, daß der ganze Inhalt in eine flüssige Masse umgewandelt wird, die dann einem Filter des »Oliver-Typs« o. dgl. zugeführt wird, worin eine Saugwirkung auf das Filtertuch abseits « der Auflage ausgeübt wird. In dieser Vorrichtung findet eine Vorfiltrierung statt, nach der der auf dem Filtertuch ruhende Niederschlag mit einem leichteren Öl ausgewaschen wird, bis der Rückstand bei Probeentnahme nur noch einen unbedeutenden Gehalt an 0I zeigt. Dann wird der Filterrückstand in ein Trockengefäß gebracht, wo etwa noch darin befindliches Öl verflüchtigt und der Rest beseitigt wird.
  • Um das Verfahren zu einem Kreisprozeß zu gestalten, werden Destillierapparate mit geeigneten Kondensatoren ausgerüstet in Verbindung mit der obenerwällnten Extraktionsanlage. Für die ,vorliegenden Zwecke sind drei solche Destillierapparate nötig. Sie werden im folgenden als Destillierapparat N r. i, 2 und 3 bezeichnet.
  • Der Destillierapparat N r. i nimmt das Filtrat vom Filter auf, dessen Kondensat nach dem Destillieren aufgefangen und zum Apparat Nr. 3 gefördert wird, von dem aus der Vorrat an frischem Waschöl ergänzt wird. Apparat Nr. r ist am Fußende durch eine Rohrleitung mit Apparat Nr. 2 verbunden. Apparat IN7r. 2 dient dazu, den zur Nachfüllung des ersten Extraktionsölgefäßes erforderlichen Flüssigkeitsspiegel ztt halten.
  • Man kann 'Vorsorge treffen, daß, wenn in Apparat NIr. i ein überschuß an Öl eintritt, bei gefülltem Apparat N r. 2 der Inhalt von N r. r in N r. 3 dekantiert wird und daß, nachdem genügend Nachwaschöl erhalten ist, \r. 3 dazu benutzt wird, das extrahierte 0I als marktgängige Ware zu verflüchtigen. Zwischen dem Filter und dem Apparat Nr. r werden Zwischenbehälter angeordnet, und ein weiterer Zwischenbehälter wird zweckmäßig zwischen Apparat Nr. z und Apparat Nr. 3 angebracht, um Sie Anlage auch dann betriebsfähig zu erhalten, wenn durch eine Störung in einem der Teile der Kreislauf des Verfahrens unterbrochen wird.
  • An Stelle des oben beschriebenen Filters kann eine Zentrifugiermaschine oder eine entsprechende Vorrichtung dazu verwendet werden, die Flüssigkeit vom Festen so zu scheiden, daß letzteres sich auswaschen läßt.
  • Der Ausdruck »Tonschiefer« umfaßt in dieser Beschreibung jede Art von Kohle und Kohleschiefer, welch letzterer unter der oben angegebenen Heißbehandlung eine gewisse Menge löslichen Öls liefert. Die Größe dieser Menge wird wesentlich von der Art der Kohle oder des Kohleschiefers abhängen; jedenfalls erhält man mit Lignit, Braun- und Kannelkohle und einigen Varietäten bituminöser Kohle und Kohleschiefer gute Ergebnisse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Behandlung von Tonschiefer und anderem ölhaltigen Mineral, bestehend in der Anwendung trockener Hitze zum Löslichmachen des Öles und nachfolgender Extraktion des löslich gemachten Öles. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß' das ölhaltige Gut nur in solchem Maß erhitzt wird, daß die Feuchtigkeit abgetrieben, aber Eine Destillation des Öles vermieden wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine gewisse Menge Kalk zugegeben wird, um die Bildung von Schwefelverbindungen zu verhüten. .I. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohmaterial auf Feinsiebgröße zermahlen und in Form dünner Lagen der Einwirkung von Hitze so lange ausgesetzt wird, daß mit oder ohne Umrühren des Gutes (las Öl vollständig löslich gemacht wird. j. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut nach der Heißbehandlung mit einem Extraktionsöl behandelt wird, das unter 300° C nicht wesentlich flüchtig ist, worauf (las Gut in einer Filtiier- oder Zentrifugiermaschine einer Behandlung zwecks Scheidung unterworfen wird.
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