DE517503C - Verfahren zur Herstellung eines nicht aetzenden und nicht staeubenden Kalkstickstoffes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines nicht aetzenden und nicht staeubenden KalkstickstoffesInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05C—NITROGENOUS FERTILISERS
- C05C7/00—Fertilisers containing calcium or other cyanamides
- C05C7/02—Granulation; Pelletisation; Degassing; Hydrating; Hardening; Stabilisation; Oiling
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung eines nicht ätzenden und nicht stäubenden Kalkstickstoffes Es ist bereits bekannt, rohen Kalkstickstoff mit einem Gemisch von Öl und Wasser zu behandeln, um ihm die unangenehmen Eigenschaften zu nehmen, stark zu stäuben und zu ätzen. Wie Versuche ergeben haben, tritt die Wirkung nicht vollkommen ein, sondern der Kalkstickstoff stäubt auch noch nach der Behandlung mit einem Gemisch von Öl und Wasser sehr beträchtlich.
- Der Erfindung gemäß wird der rohe Kalkstickstoff mit Wasser in Lösung enthaltenden, Wasser ohne Zusätze klar lösenden Neutralölen behandelt. Bei der Behandlung mit solchen Ölen treten keine Stickstoffverluste auf und das Stäuben wird vollständig behoben. Auch nach langem Lagern unter Sacktuchverschluß bleibt der Stickstoffgehalt und die Staubfreiheit erhalten.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, Kalkstickstoff mit einer Lösung von neutralen Mineralölen und Öl zu behandeln. Es hat sich herausgestellt, daß kurz nach der Behandlung das Material tatsächlich nicht stäubend ist. Es gelingt nach diesem Verfahren aber nicht, das Stäuben dauernd zu beseitigen, sondern es tritt nach längerem Lagern ein erhebliches Stäuben des Materials wieder ein. Außerdem tritt ein sehr erheblicher Kalkstickstoffverlust ein.
- Die günstige Wirkung der Wasser in Lösung enthaltenden, Wasser ohne Zusätze klar lösenden Neutralöle ist darauf zurückzuführen. daß die in Lösung vorhandene Wassermenge eine allmähliche Hydratisierung des Ätzkalkes im Kalkstickstoff bewirkt.
- Zur Durchführung des Verfahrens eignen sich z. B. die von Phenolen und Basen befreiten gereinigten Neutralöle des Steinkohlenurteers, insbesondere solche vom Siedepunkt von i 8o bis 3oo°, die entsprechenden 1\ eutralöle des Braunkohlenurteers und zum Teil auch solche des Holzteers. Diese Öle unterscheiden sich von den gewöhnlichen emttlgierbaren Ölen durch ihre trotz des Wassergehaltes durchsichtige klare Farbe. Ihre Wasserlöslichkeit ist auf die Anwesenheit großer Mengen ungesättigter und hydroaromatischer Verbindungen zurückzuführen.
- Werden Ülemulsionen mit in ziemlich grober Verteilung enthaltenden bestimmten Wassermengen für die Behandlung des Kalkstickstoffes angewendet, so treten mehr oder weniger starke Zersetzungserscheinungen und damit verbundene Stickstoffverluste, insbesondere bei der Lagerung, auf. Dieser Nachteil ist darauf zurückzuführen, daß sich aus den Emulsionen Wasser abscheidet, das stellenweise in kozentriertem Maße auf den Kalk wie auf das vorhandene Cvanamid einwirkt und Zersetzungen hervorruft. Mit diesem Vorgange sind lokale Erhitzungen verbunden, die ihrerseits wieder ein Fortschreiten der Zersetzungserscheinungen begünstigen.
- Bei Anwendung der Wasser in Lösung enthaltenden, Wasser ohne Zusätze klar lösenden \ eutralöle geht der Umsetzungsvorgang zwischen der gerade zur Hydratisierung genügenden und im 01 vorhandenen Wassermenge und dem zum Teil totgebrannten Kalk derart allmählich vor sich, daß eine Überhitzung nicht eintreten kann, und eine lokale Ansammlung von zu Zersetzungserscheinungen Veranlassung gebenden Wassermengen nicht möglich ist.
- Werden zur Durchführung des Verfahrens Öle angewendet, die einen verhältnismäßig niedrigen Siedepunkt haben, so kann bei der Hydratisierung eine Überhitzung schon deswegen nicht eintreten, weil die hierbei freiwerdenden Wärmemengen dazu verbraucht werden, einen Teil des Öles in Dampf überzuführen, bevor die Temperatur so hoch gestiegen ist, daß eine Zersetzung durch Überhitzung stattfinden könnte. Die Dämpfe können dann kondensiert und das Kondensat kann zur weiteren Behandlung von Rohkalkstickstoff benutzt werden.
- Die Behandlung des Rohkalkstickstoffes kann auch in der Wärme und bei dampfförmigem Zustande der Öle erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRU CFI Verfahren zur Herstellung eines nicht ätzenden und nicht stäubenden Kalkstickstoffes unter Verwendung eines Gemisches von 01 und Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß der rohe Kalkstickstoff mit Wasser in Lösung enthaltenden, Wasser ohne Zusätze klar lösenden Neutralölen behandelt wird, wobei die Behandlung auch in der Wärme oder bei dampfförmigem Zustande der Öle erfolgen kann.
Priority Applications (1)
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| DE517503C true DE517503C (de) | 1931-02-04 |
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- 1925-09-10 DE DEW70420D patent/DE517503C/de not_active Expired
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