DE42836C - Webstuhl für Rohrgewebe - Google Patents
Webstuhl für RohrgewebeInfo
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- DE42836C DE42836C DENDAT42836D DE42836DA DE42836C DE 42836 C DE42836 C DE 42836C DE NDAT42836 D DENDAT42836 D DE NDAT42836D DE 42836D A DE42836D A DE 42836DA DE 42836 C DE42836 C DE 42836C
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- Expired - Lifetime
Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27J—MECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
- B27J1/00—Mechanical working of cane or the like
- B27J1/003—Joining the cane side by side
- B27J1/006—Joining the cane side by side by strand or wire twisting
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Forests & Forestry (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. März 1887 ab.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, die zum Festschnüren der Rohrstäbchen am
Hauptdraht nöthige seitliche Verschiebung der Rollen, auf welche der Bindedraht gewickelt
ist, selbstthätig zu bewirken, entgegengesetzt der früheren Art und Weise, diese Verschiebung
mit der Hand oder durch einen besonderen Tritthebel hervorzubringen. Zu diesem Zwecke sind zwei Rollenführer, ein oberer und
ein unterer, vorgesehen, von denen der erstere die Bindedrahtrollen über, der letztere dieselben
unter dem Hauptdraht hinweg verschiebt, welche Verschiebung durch eine mechanische
Vorrichtung erfolgt, deren Inkrafttreten durch die Auf- und Abwärtsbewegung eines
Rahmens bewirkt wird, an welchem die Bindedrahtrollengehäuse leicht verschiebbar aufgehängt
sind.
Jene mechanische Vorrichtung besteht bei dem oberen Rollenführer aus zwei im Gestell
gelagerten parallelen und schräg liegenden Stangen, die mit ihren unteren Enden auf der
oberen Fläche des ersteren gleiten und in geeignetem Moment einen Widerstand finden,
wodurch eine Linksverschiebung erfolgt, sobald der erwähnte Rahmen den oberen Rollenführer
zwingt, an seiner Aufwärtsbewegung theilzunehmen.
Der untere Rollenführer ruht auf zwei ebensolchen Stangen und wird bei der Abwärtsbewegung
des Rahmens hinab- und nach rechts verschoben.
Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung stellen den Webstuhl im Schnitt nach χ - χ
und y -y dar, und bezeichnet darin A einen Rahmen, welcher durch je zwei an das Gestell
geschraubte Leisten α seine Führung erhält und durch den Tritthebel H auf- und niederbewegt werden kann. Dieser setzt durch die
über die Führungsrolle F gehende Schnur f, welche auf der Rolle G befestigt ist, die
Welle g in Bewegung. Auf dieser sitzen die Rollen 7, welche mit dem Rahmen A durch
die Schnüre h verbunden sind und die Bewegung der Welle g auf denselben übertragen.
Eine dritte gröfser gehaltene, ebenfalls auf der Welle g sitzende Rolle K überträgt die
Bewegung der ersteren auf die Schlaglade L vermittelst der Schnur Λ1.
Der Hauptdraht k, auf welchem die Rohrstäbchen festgeschnürt werden sollen, ist auf
die Spulen M gewickelt und geht über die Führungswalzen I und m durch Aussparungen
η des Rahmens A. Zwischen diesen Aussparungen sind kurze Enden I-Eisen D befestigt,
upi deren unteren Flansch die Bindedrahtrollengehäuse
E greifen und leicht hin- und herverschoben werden können. ·, .-
Vor dem Rahmen A hängt der obere Rollenführer B mit den dem Webenden zugekehrten
Flantschen zweier T-Eisen b auf zwei Leisten c, welche am Gestell befestigt sind, während die
nach der anderen Seite gekehrten Flantschen in den Rahmen A hineinragen und sich auf
den unteren Balken A1 des Rahmens lagern, wenn dieser sich so weit aufwärts bewegt hat.
Auf der oberen Fläche des Rollenführers legen sich die Enden zweier Stangen dd1 gegen
die beiden festgeschraubten Leisten d2, welch
erstere im Gestell in d° so gelagert sind, dafs.
sie unter sich parallel mit der Oberfläche des Rollenführers einen Winkel bilden.
Der untere Rollenführer C lagert sich auf zwei ebenfalls parallel und schräg gestellten
Stangen e e1, welche im unteren Theil des
Gestelles in e° gelagert sind, und wird durch die Gewichte p, welche durch über Rollen ηl
laufende Schnüre ο mit den Stangen e e1 verbunden
sind, balancirt. In seiner niedrigsten Lage ruht er auf dem Balken N des Gestelles.
Durch eine zweite über Rolle w2 laufende lose
Schnur o1 ist eine der Stangen e mit dem
Tritthebel H verbunden, so dafs, nachdem sich derselbe um ein gewisses Stück abwärts
bewegt hat, die Schnur o1 straff gezogen wird
und der untere Rollenführer C nach oben und links geführt wird.
Das fertige Rohrgewebe geht über die Führungswalze O und wird auf die Walze P aufgerollt.
Auf dem Zapfen q der Walze P ist lose drehbar ein Hebel r aufgesetzt, welcher durch
einen zweiten Hebel Hx mit dem Tritthebel H
in Verbindung steht und vermöge seiner Lagerung in r° eine dem Tritthebel H entgegengerichtete
Bewegung macht.
Auf dem Hebel r sitzt eine Klinke s, welche in die Verzahnung eines ebenfalls auf dem
Zapfen der Walze sitzenden Sperrrades Q greift. Bei jeder Aufwärtsbewegung des Tritthebels H
und entsprechender Abwärtsbewegung des anderen Hebels H1 wird das Sperrrad Q. um
eine bestimmte Zä'hnezahl vorwärts bewegt und damit ein gewisses Stück Rohrgewebe auf die
Walze P gewickelt. Durch eine zweite
Klinke ί wird das Sperrrad Q. in dieser Stellung festgehalten.
Ein zweiter Hebel r1 ist in dem oberen Balken des Gestelles in r8 gelagert und mit r
durch eine Schnur r2 verbunden, während auf der entgegengesetzten Seite ein Gewicht ql
verschiebbar aufgesetzt ist, durch welches der Hebel r in seine ursprüngliche Stellung zurückgebracht
wird.
Die Führungswalze O ist im Gestell gelagert und trägt auf dem rechtsseitigen Zapfen
eine Schnecke E, welche ein Schneckenrad S antreibt. Bei jedesmaliger Umdrehung der
Führungswalze O dreht sich das Schneckenrad S um eine bestimmte Zähnezahl weiter
und ist auf der Oberfläche desselben eine dementsprechende Theilung vorgesehen, so dafs
man jederzeit durch einen am Gestell angebrachten
Zeiger u ersehen kann, wie viel Gewebe auf der Walze P aufgerollt ist; als
Längeneinheit ist der Führungswalzenumfang von O zu Grunde gelegt.
Das Weben geschieht nun in folgender Weise:
Der Arbeiter drückt mit dem Fufs den Tritthebel H hinab und hebt damit den Rahmen A
so weit, dafs sich die Bindedrahtrollengehäuse E über dem Hauptdraht k und innerhalb der
Aussparungen des oberen Rollenführers B befinden; in dieser Stellung wird ein Rohrstab
aus dem vor dem Arbeiter befindlichen Behälter auf den Hauptdraht k gebracht. Bei
weiterer geringer Aufwärtsbewegung des Rahmens A legt sich der obere Rollenführer B
mit den dem Rahmen zugekehrten Flantschen der T-Eisen auf das untere' Querstück des
Rahmens A und nimmt an der weiteren Aufwärtsbewegung des Rahmens A Theil. Während
dieser Bewegung wirken die Stangen ddl gegen die festen Stücke d2 und schieben den
Rollenführer über den Hauptdraht k hinweg; der Rollenführer nimmt dabei die in seinen
Aussparungen befindlichen Bindedrahtrollengehäuse E mit.
Der untere Rollenführer C bleibt so lange in seiner niedrigsten Stellung, bis die Bindedrahtrollengehäuse
E sich so weit gehoben haben, dafs sie sich aufserhalb seiner Aussparungen
befinden, und mufs die Länge der Schnur o1 dementsprechend eingerichtet sein.
Ebenso mufs das Verhältnifs der Stangen d dl und e e1 und ihre schräge Lage so gehalten
werden, dafs die Bindedrahtrollengehäuse E in ihrer höchsten und am weitesten nach links
über dem Hauptdraht k hinweg ausgelenkten Lage gerade über den Aussparungen des unteren
Rollenführers C stehen, wenn dieser sich in seiner höchsten Stellung befindet. Läfst der
Arbeiter den Tritthebel H nach oben, so sinkt der Rahmen A, während der untere Rollenführer
C durch die beiden Gewichte ρ in seiner höchsten Stellung balancirt wird und
die Bindedrahtrollengehäuse E in seinen Aussparungen aufnimmt.
Durch sein Gewicht zwingt der Rahmen A den unteren Rollenführer C, an der Abwärtsbewegung
theilzunehmen und seiner Aufhängung auf den Stangen ee1 wegen eine Rechtsbewegung zu machen, wodurch die Bindedrahtrollengehäuse
E unter dem Hauptdraht hinweg verschoben werden.
Durch eine am unteren Rollen führer angeschraubte Leiste v, die sich gegen den oberen
Rollenführer legt, wird dieser aus seiner am weitesten nach links ausgelenkten Lage ebenfalls
in seine ursprüngliche Stellung zurückgebracht.
Durch diese vorher beschriebene Bewegung der Bindedrahtrollengehäuse E ist der Rohrstab
auf dem Hauptdraht festgeschnürt und durch die herabgehende Schlaglade L zum
fertigen Rohrgewebe gebracht.
Bei der Abwärtsbewegung des Tritthebels H hat sich der Hebelarm r° n>
des mit diesem verbundenen Hebels H2 um ein gewisses Stück
gehoben, wodurch der Hebel r, dem Zuge des Gewichtes q1, welches sich auf dem Hebel r1
befindet, folgend, ebenfalls eine aufwä'rts gerichtete Bewegung macht und die Klinke s
einige Zähne weiter greift. Bei der Aufwärtsbewegung des Tritthebels H erfolgt entsprechende
Abwärtsbewegung von r, Mitnehmen des Zahnrades Q. durch . die Klinke 5 und
dementsprechendes Aufwickeln des Gewebes auf P. Bei jedesmaliger Drehung der Walze P
findet ebenfalls eine Drehung der Führungswalze und durch die dementsprechende Drehung
der Schnecke ii'eine Rotationsbewegung des Schneckenrades S statt, welche Bewegung durch
den Zeiger u registrirt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Rohrwebstuhl, bei welchem das Festschnüren der Rohrstäbe am Hauptdraht in solcher Weise geschieht, dafs die selbstthätige Verschiebung der Bindedrahtrollen sowohl über, als auch unter dem Hauptdraht hinweg erfolgen mufs, zu welchem Zwecke zwei Rollenführer angewendet sind, von denen der obere B die Bindedrahtrollen bei ihrer Aufwärtsbewegung aufnimmt, durch den Rahmen A mitgenommen und bei seiner Aufwärtsbewegung durch die Lenkstangen dd1 nach links verschoben wird, während welcher Zeit der untere Rollenführer C so weit gehoben und durch die Lenkstangen ee1 nach links verschoben ist, dafs er die sich auf der anderen Seite des Hauptdrahtes abwärts bewegenden Bindedrahtrollen aufnehmen und, dem durch ein Zwischenstück auf ihn drückenden Gewicht des Rahmens A folgend, durch die Lenkstangen ee1 nach rechts abwärts bewegt wird, woran die Bindedrahtrollen sowohl, als auch der obere Rollenführer B mit theilnehmen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42836C true DE42836C (de) |
Family
ID=318205
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42836D Expired - Lifetime DE42836C (de) | Webstuhl für Rohrgewebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42836C (de) |
-
0
- DE DENDAT42836D patent/DE42836C/de not_active Expired - Lifetime
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