DE255288C - - Google Patents

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DE255288C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27JMECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
    • B27J1/00Mechanical working of cane or the like
    • B27J1/003Joining the cane side by side
    • B27J1/006Joining the cane side by side by strand or wire twisting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist ein Webstuhl zur Herstellung von Rohr- oder Holzstabgeweben, die zur Herstellung von Decken, insbesondere Betondecken, sowie Innen- und Außenwänden (insbesondere bei Fachwerkbauten) ohne jegliche Verschalung Verwendung finden sollen. Von den bekannten Webstühlen, die dem gleichen Zweck dienen, und bei denen die Stäbe (Schüsse) auf Kettendrähten durch
ίο Binde- oder Dreherdrähte befestigt werden, deren Spulen um die Kettendrähte kreisen,
. unterscheidet sich der Webstuhl gemäß der Erfindung in erster Linie dadurch, daß die Bewegungsvorrichtungen für die Spulen gleichzeitig als Gleitführungen für diese dienen, daß also zur Bewegung der Spulen in senkrechter und wagerechter Richtung nur zwei Rahmen dienen, von denen jeder die Spulen durch eine Hälfte ihres Kreislaufes führt. Durch diese Anordnung wird der Bau des Webstuhls und sein Betrieb wesentlich vereinfacht. Die Rahmen sind mit Bolzen besetzt, die von oben oder unten her in an den Spulen befestigte Hülsen eindringen und an den sie tragenden Vorrichtungen seitlich verstellt werden können, so daß der Abstand der Kettendrähte voneinander und ihre Anzahl leicht geändert werden kann.
Die neue Maschine ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Fig. ι zeigt sie in Vorderansicht, Fig. 2 in' seitlicher Teilansicht. Fig. 3 und 4 zeigen Teile des Bewegungsmechanismus in verschiedenen Stellungen. Fig. 5 ist eine Teilansicht von vorn, Fig. 6 eine solche von der Seite her. Fig. 7 und 8 zeigen Einzelheiten in vergrößertem Maßstab.
An den Ständern 1 des Vorderrahmens sitzen Rollen 2, auf denen ein Balken 3 auf U-Eisen wagerecht verschiebbar liegt. Von diesem BaI-ken hängen, in Längsschlitzen seines Bodens einstellbar festgeschraubt, die oberen Spulengreifer 4 herab. In der unteren festen Querstrebe 5 des Vorderrahmens liegen die wagerechten Zapfen von fünf Zahnrädern 6, 7, 8, Q, 10, von denen das erste durch eine auf dem gleichen Zapfen sitzende Riemenscheibe angetrieben wird und die anderen Zahnräder mitdreht. Hinter den Zahnrädern 6 und 10 liegen auf der Querstrebe 5 Blöcke 11 mit genuteten Gleitflächen 12. Über den Blöcken 11 sind an der oberen festen Querstrebe 13 des Rahmens Gegenführungen 14 vorgesehen. Zwischen den Führungen 12 und 14 gleiten die Ständer 15 eines wagerecht hin und her verschiebbaren Rahmens 16. Senkrechte Schlitze der Ständer 15 dienen als Führungen für die herabhängenden Ansätze 17 eines Balkens 18 aus Winkeleisen, auf dessen wagerechter Rippe die unteren Spulengreifer 19, in Längsschlitzen einstellbar festgeschraubt, stehen. Pleuelstangen 20, die unten an den Zahnrädern 6 und 10, oben an den Ansätzen 17 des Greiferbalkens 18 angreifen, erteilen diesem eine Auf- und Abbewegung. Gleichzeitig wird dieser Balken durch den Rahmen 16 seitlich hin und her bewegt, so daß jeder Punkt des Balkens 18 und damit auch die unteren Spulen-
greifer 19 sich ständig in einem nach oben offenen Bogen hin und her bewegen. Die seitliche Bewegung des Rahmens 16 besorgen die Zahnräder 7 und 8 durch Vermittlung eines am Rahmen 16 pendelnd aufgehängten Anschlags 21. Dieser Anschlag ragt mit seinen Kanten 22 in die Bahn der auf den Zahnrädern 7 und 8 nahe ihrem Umfang sitzenden Mitnehmerstifte 23. Zwischen den Kanten 21 und 22 ist der Anschlag 20 halbkreisförmig ausgeschnitten. Die Zahnräder 7 und 8 sind miteinander in Eingriff und haben infolgedessen entgegengesetzte Drehrichtung. Der zuerst gegen eine Kante des Anschlags treffende Stift des einen Rades schwenkt den Anschlag so weit, als es ein in den Schlitz 25 des Anschlags hineinragender Bolzen 24 gestattet (siehe Fig. 3 und 4). Dann schiebt er den Anschlag und den Gleitrahmen 16, an dem dieser sitzt, nach der Seite; währenddessen kann der Stift des anderen Rades unter dem gehobenen Anschlag hindurchtreten. Die Verschiebung des Rahmens 16 ist zu Ende, sobald der ihn verschiebende Stift von der Kante des Anschlags abgleitet. Der Anschlag schwingt nun wieder unter Wirkung seiner Schwere in die Mittelstellung zurück; jetzt wird seine andere Seitenkante von dem Stift des anderen Rades getroffen, der Anschlag in entgegengesetzter Richtung geschwungen und der Rahmen 16 nach der anderen Seite geschoben usf. Die wagerechten Stehkettendrähte 26 laufen von den vor dem Vorderrahmen angeordneten Spulen 27 über eine Führungswelle 28, den unteren Spulengreiferbalken 18 und eine Stiftwalze 29 auf den Warenbaum 30, der durch Federwirkung im Sinne einer Aufrpllung des fertigen Gewebes gedreht wird. Die Walze oder der Riffelbaum 29 wird um ein der Entfernung von Stabmitte zu Stabmitte entsprechendes Stück in bekannter Weise durch Vermittlung eines Schaltgetriebes gedreht, das seinen Antrieb von dem Gleitrahmen 16 erhält. Mit einem auf der Walze 29 sitzenden Kegelradkranz 31 ist ein Kegelrad 32 in Eingriff, auf dessen Zapfen ein Schaltrad 33 sitzt, das von einem Klinkenhebel 34 mit Schaltklinke weitergeschaltet wird, an dem eine an dem Rahmen 16 angelenkte Stange 35 angreift.
Letztere sowohl wie der Klinkenhebel 34 weisen wie üblich Längsschlitze auf, mittels deren sie in verschiedener Stellung aneinander festgelegt werden können, so daß hierdurch die Schwingungsweite des Klinkenhebels und damit die Schaltung des ■ Rades 33 und der Walze 29 geregelt werden kann.
Die wagerechten Drehzapfen der Spulen 36 für die Binde- oder Dreherdrähte 37 sitzen an rohrförmigen Hülsen 38, die an der den Spulen gegenüberliegenden Seite eine längliche öffnung 39 aufweisen, durch die ein innerhalb der Hülse um eine wagerechte Achse 40 drehbarer Drücker 41 nach außen hervorragt. Die an den Balken 3 und 18 sitzenden Spulengreifer 4 und 19 sind kurze Bolzen von etwas kleinerem Durchmesser als die lichte Weite der Hülsen 38 und tragen an ihren Enden federnde Haken 42, die, wenn die Greifer in die Hülsen eindringen, in die Hülsenaussparung 39 vorspringen und ein Wiederabgleiten der Hülsen von den Greifern verhindern. Freigegeben werden die Hülsen von den Greifern des unteren Balkens (zwecks Übergangs auf die Greifer des oberen Balkens) erst dann, wenn in der Bahn der Drücker 41 auf einer Querstrebe 43 sitzende Anschläge 44 (Fig. 8) die von dem Balken gegen sie geführten Drücker von außen gegen die federnden Haken 42 und damit diese in die Hülsen so weit hineindrücken, daß letztere von den Greifern abgleiten können, um nun auf den Greifern des oberen Balkens sitzen zu bleiben. Da von dem oberen Greiferbalken 3 Arme 47 in den Weg des unteren Greiferbalkens 18 herabhängen, wird er von letzterem bei seinen seitlichen Verschiebungen mitgenommen;' die oberen und die unteren Greifer liegen daher stets in einer Achse, und lediglich die Entfernung zwischen ihnen ändert sich mit dem Steigen und Fallen des Balkens 18.
Die Arbeitsweise dieser Maschine ist die folgende:
Quer über die Stehkettendrähte wird ein einzuwebender Rohr- oder Holzstab gelegt. Der obere Greiferbalken 3 bewegt sich, von dem unteren Balken 18 mitgenommen, mit den an ihm hängenden Spulen quer über die Stehkettendrähte, während das Schaltwerk, der sogenannte Regulator, gleichzeitig den Riffelbaum um einen Schritt weiterschaltet und dadurch die Kettendrähte und den darüber liegenden stabförmigen Schußstab weiterbewegt. Die Binde- und Dreherdrähte, die die Kettendrähte bereits umfaßt hatten, werden dadurch quer über den Stab geführt. Inzwischen hat sich der untere Greiferbalken 18 gehoben und mittels seiner Greiferbolzen 19 die Spulen 36 ergriffen. Der untere Greiferbalken 18 mit den darauf sitzenden Spulen 36 beschreibt nun einen bogenförmigen Weg unterhalb der Kettendrähte 26 und zieht dabei die Bindedrähte 37 quer unter ihnen vorbei; die Spulen steigen an der anderen Seite der Kettendrähte wieder hoch, die Drücker 41 werden von unten her gegen die Anschläge 44 gedrückt, drängen die Federhaken 42 der unteren Spulengreifer 19 in die Spulenhülsen 38 hinein, so daß die Greifer 4 des oberen Balkens 3, der die seitliche Verschiebung mitgemacht hat, die Spulen 36 ergreifen und von den unteren Greifern abziehen können, die sich jetzt mit ihren Balken 18 wieder senken und leer unter den
Kettendrähten zurückgehen, während der obere Greiferbalken mit den Spulen über die Kettendrähte hinweggeschoben wird, um auf der anderen Seite die Spulen wieder an die unteren, dort wieder hochgestiegenen Greifer abzugeben, wodurch die Kettendrähte von den Bindedraht ten umwickelt werden. Diese Vorgänge wiederholen sich noch einmal, um die Kettendrälite mit einer vollen Windung der Bindedrähte zu umgeben, worauf dann, während die unteren Greifer leer unter den Kettendrähten hinweggeführt werden, ein neuer Stabschuß auf die Kettendrähte aufgelegt wird usf.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Webstuhl zur Herstellung von Geweben mit dreherartig eingebundenen Rohroder Holzstäben u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsvorrichtungen für die Dreherspulen gleichzeitig als Gleitführungen für diese dienen.
2. Webstuhl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem unteren Spulenrahmen (16) ein pendelnder Anschlag (21) hängt, der durch Mitnehmerstifte (23) zweier sich unter ihm in entgegengesetzter Richtung drehender Räder (7, 8) hin und her geschwenkt und mit dem Rahmen verschoben wird, wobei er aus dem Bereich des anderen Mitnehmerstiftes gelangt.
3. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindedraht- oder Dreherspulen (36) an rohrförmigen Hülsen (38) sitzen, in die von der einen oder der anderen Seite her die Greiferbolzen (4 oder 19) des oberen oder des unteren Rahmens (3 oder 18) eindringen.
4. Webstuhl nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Hülse (38), um einen Querzapfen drehbar, ein aus dem Ausschnitt (39) herausragender Drücker (41) angeordnet ist, der, gegen Ende der Bewegung des einen oder des anderen Spulenrahmens gegen einen Anschlag (44 oder 46) geführt, den jeweils die Hülse an einem Greiferbolzen festhaltenden Federhaken (42) aus dem Ausschnitt der Hülse hinaus- und in die Hülse hineindrängt, so daß sie von dem Greifer abgleiten kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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