DE557545C - Aufwickelvorrichtung fuer die Oberware von Webstuehlen - Google Patents

Aufwickelvorrichtung fuer die Oberware von Webstuehlen

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DE557545C
DE557545C DESCH91760D DESC091760D DE557545C DE 557545 C DE557545 C DE 557545C DE SCH91760 D DESCH91760 D DE SCH91760D DE SC091760 D DESC091760 D DE SC091760D DE 557545 C DE557545 C DE 557545C
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RAIMUND SCHUBERT
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RAIMUND SCHUBERT
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Aufwickelvorrichtung für die Oberware von Webstühlen Es ist bekannt, bei Webstühlen, welche die gleichzeitige Herstellung von zwei Geweben übereinander ermöglichen, den oberen Warenbaum in zwei beweglichen Hebeln zu lagern, um ihn von Zeit zu Zeit anheben und das untere Gewebe besichtigen zu können. Dieses Abheben des oberen Warenbaumes erfolgt aber durch den Weber selbst, bedarf somit erheblicher Kraftaufwendung und längeren Zeitaufwandes, was den Nachteil hat, daß der Stuhl stets mehrere Touren laufen wird, bevor dem Weber die Feststellung und Beseitigung eines Fehlers im unteren Gewebe ermöglicht wird. Durch das besonders bei schweren Geweben sehr anstrengende und allein von der Körperkraft des Webers abhängige Heben des oberen Warenbaumes ist die Möglichkeit zu einer dauernde_n und regelmäßigen Beobachtung des unteren Gewebes während des Webens demnach nicht gegeben. Ein weiterer Nachteil der bekannten Konstruktionen besteht darin, daß die Antriebsklinke für den oberen Warenbaum mit. der Antriebsklinke für den unteren Warenbaum zwangsläufig verbunden ist, so daß die Aufwicklung des oberen Gewebes von der des unteren abhängig gemacht wird.
  • Werden andrerseits, wie bei anderen bekannten Vorschlägen, die Warenbäume so weit auseinandergelegt, daß ohne Anheben des einen derselben der Weber stets das untere Gewebe beobachten kann, so ist die Beseitigung von Webfehlern im oberen Gewebe wegen der hohen Lage dieses Gewebes für große Personen außerordentlich erschwert, für mittlere und kleine Personen dagegen ganz unmöglich. Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß einerseits das Heben und Senken des oberen Warenbaumes mechanisch von der Schlagwelle aus selbsttätig erfolgt, derart, daß beide Gewebe bei jedem zweiten Schuß für den Weber von-selbst abwechselnd sichtbar werden, demnach eine regelmäßige Beobachtung beider Gewebe gegeben ist, so daß die Beseitigung von Webfehlern durch die wechselnde Lage des oberen Warenbaumes ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden kann. Ferner erfolgt die Aufwicklung des oberen Gewebes von der des unteren vollkommen unabhängig.
  • Im nachstehenden sind diese Vorrichtungen an Hand von Abbildungen näher beschrieben. Es zeigt Abb. i eine Seitenansicht mit geschnittener Weblade des ganzen Webstuhles, Abb. 2 eine Vorderansicht, Abb. 3 die Anordnung der Schaltklinken für den Warenbaum des oberen Gewebes und die linksseitige Lagerung des Sand- und Warenbaumes im vergrößerten Maßstabe in Seitenansicht, Abb. q. dasselbe in Vorderansicht, Abb. 5 und 6 die Lagerung und den Antrieb des Warenbaumes für das obere Gewebe in Seiten- und Vorderansicht im größeren Maßstabe und Abb. 7 die Schaltklinke für den oberen Warenbaum.
  • Auf der Schlagwelle SW (Abb. i) sitzt das Zahnrad z, an welches in einem Stellschlitz eine Küppelstange i verstellbar angelenkt ist. Diese ist anderenends an einen Hebel 2 angelenkt, der auf einer oben im Webstuhlgestell T schwingbar gelagerten Welle 38 befestigt ist. Die Welle 38 überträgt die Bewegung durch auf ihren Enden befestigte Hebel 3 und 6 mittels Zugstangen 4 und 7 auf die bei 4o am Maschinengestell drehbar gelagerten Hebel 5 und B. Beide Hebel tragen an ihren äußeren Enden die Lager= für den Sandbaum, Hebel 5 dazu noch die Einrichtung zum Schalten desselben.
  • An dem vorderen Ende des Hebels 5 ist auf einem Bolzen 5a eine Schnecke 41 und ein mit ihm fest verbundenes Schaltrad na gelagert.
  • Auf der die Schnecke mit dem Schaltrade verbindenden Büchse ist ein nach unten reichender, winkelig abgebogener Arm 6o drehbar gelagert, der zusammen mit einem am Hebel 5 festen, ebenfalls nach unten ragenden und winkelig abgebogenen Arm 61 das Lager 149 (Abb. 4) für die Achse 56 des Sandbaumes bildet. An dem Teil 61 greift oberhalb des Hebels 5 die Zugstange 4 an. Auf der Achse 56 des Sandbaumes ist das Schneckenrad 39 befestigt, das mit der Schnecke 41 in Eingriff steht. Unterhalb und oberhalb des oberen Sandbaumes sind am Maschinengestell in zur Schwingungsachse 4o des Sandbaumes zentrischen Kulissen 55 Träger 46 und 47 verstellbar gelagert, die ihrerseits in zur Sandbaumachse parallelen Schlitzen 50 und 51 verstellbare Anschläge 25, 26 tragen. Die Anschläge (Abb. 7) bestehen aus der innerhalb des Gehäuses 49 gelagerten eigentlichen Schaltklinke 25, die mit der Stuhlwand T parallel läuft. Eine am Gehäuse 49 befestigte Blattfeder 155 ist bestrebt, die Klinke so weit zu schwenken, bis sie mit einem seitlichen Ansatz 153 gegen eine Stütze 154 zur Anlage kommt, wodurch die Schaltklinke 25 stets im rechten Winkel zur Achse des Schaltrades m steht und in, dieser Stellung eingreift. Eine feste Anordnung der Schaltklinken würde ein Ausbrechen der Zähne des Schaltrades zur Folge haben, weshalb die Schaltklinke 25 nach hinten gefedert werden muß, während sie nach vorn durch den Ansatz 153 und die Stütze 1S4 gestützt wird. Das gleiche, jedoch entgegengesetzt, gilt auch für die obere Schaltklinke. Gegen Ende eines jeden Hubes stößt das Schaltrad m gegen einen dieser Anschläge und wird von diesem um einen oder mehrere Zähne weitergedreht. Durch eine an einem seitlichen Ausleger des Teiles 6o gelagerte, durch eine Feder 44 belastete Sperrklinke 43 wird das Schaltrad m nach jeder Schaltung gesperrt. Das Ausmaß der Schaltung ist von der Schußdichte des oberen Gewebes abhängig. Durch Verstellen der Träger 46 und 47 in den Schlitzen 55 der Stuhlwand T nach oben oder nach unten sowie durch seitliches Verstellen der Anschläge 48 und 49 in den Schlitzen So und 51 kann die Schaltungsgröße geregelt werden. Der Hebel 8 am anderen Ende des Sandbaumes trägt diesen in den Lagern 62, 63.
  • Sowohl die Achsen 56 des Sandbaumes P als auch die Achsen 57 des auf ihm aufliegenden Warenbaumes y sind beidseitig in zum Drehpunkt des Sandbaumes zentrischen Schlitzen 54 der Stuhlwände T geführt, so daß, zumal die Gewebezuführung in der Höhe der Sandbaumachse erfolgt, die Spannung der Ware trotz Schwingbewegung und Aufwicklung immer gleichbleibt.
  • Die Schwingbewegung des oberen Warenbaumes braucht nicht in dem Ausmaße zu erfolgen, wie sie des besseren Verständnisses wegen in den Abbildungen bildlich dargestellt ist; sie kann vielmehr durch Verstellen der Hebelstützpunkte entsprechend reduziert werden, so daß ohne jede Beeinträchtigung der Arbeitsweise dieser Vorrichtung eine etwaige Gefährdung des Webers ausgeschlossen wird.
  • Um das Gewebe auch bei der Aufwärtsbewegung des Sandbaumes zu halten, besteht der Brustbaum für das obere Gewebe aus einem Träger o, der zu beiden Seiten mit vierkantigen Lagerzapfen in ebensolchen Ausschnitten der Stuhlwände T gelagert ist. Die massiven Enden dieses Trägers o sind abgerundet und bilden so gleichzeitig die Lager- und Drehpunkte der Hebel 5 und 8, während der mittlere, den eigentlichen Brustbaum bildende Teil, der mit der Ware in Berührung kommt, über die ganze Breite des Stuhles mit einem Schlitz 66 versehen ist, durch welchen das obere Gewebe gleiten kann, um von hier zum Sand- und Warenbaum geführt zu werden. Beim Aufwärtsschwingen des Warenbaumes wird das Gewebe vom oberen Teil 15o, beim Abwärtsschwingen dagegen vom unteren Teil 151 des Brustbaumes gehalten, und da diese Teile halbrund sind, wird durch diese Bewegung weder die gleichmäßige Spannung der Ware noch das gleichmäßige Auflegen der Kettenfäden auf die Schützenbahn bei der Fachbildung irgendwie beeinträchtigt. Auf der Antriebseite (Abb. 6) besitzt der Brustbaum die Kröpfung 67, damit der darunter arbeitende Schußwächter des oberen Gewebes in seiner Bewegungsfreiheit nicht beschränkt wird. Statt der Schiene kann der Brustbaum auch aus verstellbar übereinandergelagerten Stahlwellen bestehen, auch kann der obere Teil 15o abhebbar sein.
  • Das Anpressen des Warenbaumes y (siehe Abb. 1, 2, 3 und 4) an den Sandbaum P erfolgt durch das Gewicht 17, das in einer an der Stuhlwand T befestigten Führung 16 auf und ab gleitet. Hierzu sitzt auf der Achse 56 des Sandbaumes P der Umfassungsring 45, der durch das Seil 18 mit dem Gewicht 17 verbunden ist. Das Seil 17 geht von dem Ring 45 über die Führungsrolle 24, die drehbar, jedoch durch die Stellringe 42 seitlich gestützt auf der Warenbaumwelle 57 sitzt, von hier über das Rollenpaar i9 zum Gewicht 17. Hierdurch bleibt die Anpressung des Warenbaumes an den Sandbaum trotz der Schwingbewegung stets gesichert. Dieser Seilzug ist auf beiden Seiten vorhanden.
  • Um den gleichmäßigen Gang des Stuhles durch die Schwingbewegung, dann aber auch durch die Gewichtsmassen des Sand- und Warenbaumes, des Schaltwerkes und des Hebelgestänges nicht zu beeinträchtigen, ist es zweckmäßig, die Länge des Hebels 3 zu der Länge des Hebels--;, im Verhältnis i : 2 zu halten, da dann die erforderliche Kraft für die Bewegung der Gewichtsmassen gleich der halben Last ist. Der übrige Gewichtsausgleich kann durch die auf den Hebeln i, 2 und 6 verschiebbar angebrachten Gewichte y erfolgen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE-. i. Aufwickelvorrichtung für die Oberware von Webstühlen zur gleichzeitigen Herstellung zweier in bezug auf Schuß- und Kettendichte, Material, Farbe und Garnnummer voneinander verschiedener Gewebe übereinander, dadurch gekennzeichnet, daß der von zwei am Maschinengestell drehbar gelagerten Hebeln (5, 8) getragene Sandbaum (p) mit dem auf ihm aufliegenden Warenbaum (r) für das obere Gewebe von der Schlagwelle (SW) aus durch ein Hebelgestänge (i, 2, 38, 3, 4) in zwangsläufig schwingende Bewegung versetzt wird.
  2. 2. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der eine der beiden den Sandbaum tragenden Hebel (5) die Sandbaumschaltvorrichtung trägt, welche aus einem am Schwinghebel (5) drehbar gelagerten Schaltrade (na), einer mit diesem verbundenen Schnecke (4i) und einem mit dieser kämmenden, auf der Sandbaumachse festen Schneckenrad (39) besteht.
  3. 3. Aufwickelvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb und unterhalb des Sandbaumes mit dem Schaltrad gegen Ende des Hubes in Eingriff kommende Anschläge (25, 26) vorgesehen sind, die in zum Schwingungspunkt des Sandbaumes zentrischen, kreisbogenförmigen Nuten (55) in der Höhe und in Querschlitzen (5o) ihrer Tragstücke (47) parallel zur Sandbaumachse verstellbar sind.
  4. 4. Aufwickelvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerachsen (56, 57) des oberen Sandbaumes und des Warenbaumes in zur Schwingachse des Sandbaumes zentrischen Bogenführungen (54) geführt sind.
  5. 5. Aufwickelvorrichtung - nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Brustbaum (o) in der Höhe der Schwingungsachse des Sandbaumes liegt und mit einem Schlitz (66) zur Führung des Gewebes versehen ist.
  6. 6. Aufwickelvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Warenbaum (r) durch Seilzüge an den Sandbaum (P) angepreßt wird, die einesends an der Achse des Sandbaumes selbst angehängt sind, um Bremsscheiben (24, 42) auf der Warenbaumachse herum und zwischen Führungsrollen (i9) hindurchlaufen und an ihrem anderen Ende mit in Führungen (i6) gleitenden Gewichten (i7) belastet sind.
DESCH91760D 1929-10-08 1929-10-08 Aufwickelvorrichtung fuer die Oberware von Webstuehlen Expired DE557545C (de)

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DE (1) DE557545C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2625959A (en) * 1950-05-05 1953-01-20 Crompton & Knowles Loom Works Needle loom

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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