DE59085C - Maschine zur Herstellung gewebter Putzträger für Stuckdecken - Google Patents

Maschine zur Herstellung gewebter Putzträger für Stuckdecken

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DE59085C
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DE
Germany
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woven
machine
stucco
ceilings
production
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59085D
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English (en)
Original Assignee
J. STRANECKY und J. VEJRYCH in Prag, Böhmen
Publication of DE59085C publication Critical patent/DE59085C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F13/00Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings
    • E04F13/02Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings of plastic materials hardening after applying, e.g. plaster
    • E04F13/04Bases for plaster

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Die zum Festhalten des Deckenputzes bestimmten Gewebe werden auf besonderen Maschinen in der Weise hergestellt, dafs Schilfrohr oder Holzleisten auf stärkeren, in bestimmten Entfernungen, von einander gespannten Längsdrähten mittelst dünner, rotirender Bindedrähte festgebunden werden.
Die bis jetzt gebräuchlichen Maschinen bedingen eine grofse Gleichmäfsigkeit des einzubindenden Materials (des Rohres oder der Holzleisten). Bei der Verwendung von Rohr ist nun diese bedingte Gleichmäfsigkeit ein Nachtheil, weil das Gewebe hierdurch verteuert wird. Bei vorliegender Maschine ist eine derartige Gleichmäfsigkeit des Materials nicht erforderlich; es können mit derselben die verschiedenartigsten Materialien in verschiedener Stärke beliebig hinter einander eingewebt werden. Es können z. B. eine hölzerne Latte, ein Rohrbündel, ein einzelner Rohrstengel, ein schwacher Draht u. s. w. hinter einander eingebunden werden, ohne dafs es nöthig ist, an der Maschine etwas zu ändern oder zu verstellen.
Fig. ι giebt die Seitenansicht, Fig. 2 die Vorderansicht, Fig. 3 die Ansicht von oben und Fig. 4 eine Einzelheit der Maschine in gröfserem Mafsstabe.
Während die für denselben Zweck bis jetzt gebräuchlichen Webemaschinen fest stehen und die Längsdrähte des Gewebes (die sogenannte Kette) sich fortbewegen, sind bei vorliegender Maschine die Längsdrähte ^11S1 zwischen entsprechend weit aus einander liegenden Ständern festgespannt, und der ganze Webemechariismus mit dem zum Binden bestimmten dünnen Draht befindet sich auf einem auf Eisenbahnschienen laufenden Wagen, dem Spulenwagen G. Zwischen den Eisenbahnschienen liegt eine Zahnstange Z, in welche ein auf der Achswelle mn aufgekeiltes Zahnrad eingreift, durch dessen Umdrehung der Spulenwagen auf dem Geleise fortbewegt wird. Doch kann die Fortbewegung des Wagens auch in anderer Weise, z. B. durch Seil- oder Kettenbetrieb erfolgen. Auf der Achswelle m η des Spulenwagens befindet sich ein Sperrrad r mit Sperrklinke K, durch welches mittelst des Handhebels H2 der Spulenwagen bewegt wird. Bei gleichmäfsigem Material, z. B. bei maschinell hergestellten Holzleisten, kann die Fortbewegung des Wagens bezw. auch selbstthä'tig durch ein Zahnradgetriebe i?2 Rs und Zugstange H, welch letztere mit dem Hebel H1 in Verbindung gebracht wird, erfolgen, wobei der Vorschub des Wagens sich regeln läfst, indem der Eingriff der Stange H mit dem Hebel H1 verändert wird.
Auf dem Spulenwagen G sind in dem Rahmen Y die Hohlspindeln P (in Fig. 4 in gröfserem Mafsstabe gezeichnet), gelagert und auf denselben die Stirnräder C aufgekeilt. Cl (Fig. 2) sind Zwischenräder. Durch eine Welle S und die konischen Räder R R^ können mittelst der Kurbel K1 sämmtliche Hohlspindeln P in gleicher Richtung gedreht werden. An dem einen Ende jeder Hohlspindel ist ein Bügel b, Fig. 4, befestigt, welcher eine Spule e trägt, die zur Aufnahme des dünnen, zum Umwickeln um die Längsdrähte bestimmten Bindedrahtes dient. Von der Spule wird der Bindedraht in der aus Fig. 4
ersichtlichen Weise nach der mit einer Oese versehenen Spitze des Bügels b geführt.
Auf dem Spulenwagen G befindet sich ferner eine Walze L2 mit den den Hohlspindeln P entsprechend weit von einander angebrachten, kreisförmig gebogenen Armen /. Durch Drehung der Walze L2 mittelst des Hebels (oder Kurbel) Q können die Arme I unter die Längsdrähte A' Bl gesenkt bezw. über dieselben gehoben werden. Die Walze L dient zur Führung der Längsdrähte 41 -B1.
Die Herstellung des Gewebes mittelst der beschriebenen Maschine geschieht in folgender Weise: Die die Kette des Gewebes bildenden Längsdrähte 41S1 werden durch die Hohlspindeln P gesteckt und zwischen entsprechend weit aus einander liegenden Rahmen oder Ständern parallel zu einander straff gespannt. Der Spulenwagen wird (nach Lage der Fig. i) auf das äufserste rechte Ende der Längsdrähte Ax B1 gegen das Ende J51, Fig. i, geschoben, wobei der Arbeiter an der Kurbelseite der Maschine steht, und die Enden der Bindedrähte an den Längsdrähten befestigt. Die Arme I sind unter die Längsdrähte A1B1 gesenkt.
Die eigentliche Arbeit beginnt damit, dafs man durch eine Drehung der Kurbel K1 alle Bindearme b in jene Stellung bringt, welche auf der Zeichnung, Fig. i, ersichtlich ist, und in ' jenen Raum zwischen dem bogenförmigen Arm und dem Draht A1 B1 in beiläufig senkrechter Richtung oberhalb der Drähte den aufzubindenden Gegenstand (Halm, Bündel, Latte) schiebt und denselben mittelst Drehung der Walze Z.2 an die Bindestellen andrückt, welche durch die Umwickelung des schwachen Drahtes um den starken entstanden sind. Indem man den Halm mittelst der Arme Z, deren Anzahl gleich ist der Anzahl der Längsdrähte, und welche in gehobener Stellung knapp neben diesen stehen, angedrückt hält, bringt man mit Hülfe der Handsteuerung H^ den ganzen Wagen G gegen das Drahtende A1 in Bewegung, und dies nur so weit, bis der krumme Arm b, Fig. i, mit seiner Spitze über die Stengel gezogen wurde, wobei sich natürlich auch ein entsprechendes Stückchen schwachen Drahtes von der Spule e, Fig. 4, abgewickelt hat, und die Arme b können sodann mit der Kurbel K1 in Bewegung gebracht werden, um den schwachen Draht um den starken so viele Male zu drehen, als es erwünscht ist. Bei diesem ganzen Vorgang hält der Arbeiter mit einer Hand so lange den Stengel mit den Armen I fest, bis die Umwickelung des schwachen Drahtes geschehen ist, die Bindearme b bleiben sodann wieder in der Stellung Fig. 1 stehen, die Druckarme / fallen durch Umdrehung der Walze Z,2 wieder herab, nachdem der Arbeiter die Handhabe Q freigelassen hat, und das Eintragen und Anbinden des nächstfolgenden Halmes kann weiter stattfinden.
Werden schwache und gleich starke Gegenstände aufgebunden, dann wird anstatt der Handsteuerung die selbstthä'tige H1 eingestellt, und diese bringt bei der Umdrehung der Kurbel K1 den Wagen gegen das Drahtende A1 um so viel weiter, als nothwendig ist, dafs der krumme Arm b über den anzubindenden Gegenstand rückt und denselben mittelst schwachen Drahtes an die Längsdrähte bindet.
Der Vorschub des Spulenwagens und die hierdurch bedingte Abwickelung des für eine Bindung erforderlichen Bindedrahtes können jedesmal beliebig grofs gemacht werden; ebenso kann der Bindedraht mittelst der Kurbel K1 jedesmal beliebig oft um den Längsdraht gewickelt werden. Die beiden Handlungen sind von einander unabhängig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine auf einem fahrbaren Gestell (G) montirte" Maschine zur Herstellung von gewebten Putzträgern für Stuckdecken, welche:
    a) in der Richtung der die Kette des Gewebes bildenden, zwischen feststehenden Ständern eingespannten und durch hohle Spindeln (P) geführten Längsdrähte (A>- B1) durch ein entweder mittelst Handhebels (H2) oder mittelst eines Lenkers (H) zu bethätigendes Schaltwerk (r K H1) behufs Einlegens der einzuwebenden Stengel fortbewegt werden kann, und bei welcher
    b) die einzuwebenden Stengel durch gekrümmte, an einer mittelst Kurbel zu drehenden Walze (L2) angebrachte Hebel (I) gegen die bereits eingebundenen Stengel so lange festgehalten werden, bis sie von dem von den mit den Spindeln (P) durch Bügel (b) verbundenen Spulen (e) ablaufenden Bindedraht umwickelt sind, wobei das einzubindende Material von verschiedenem Querschnitt sein kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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