DE420322C - Sicherungsvorrichtung an Fallschirmen - Google Patents

Sicherungsvorrichtung an Fallschirmen

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DE420322C
DE420322C DET27639D DET0027639D DE420322C DE 420322 C DE420322 C DE 420322C DE T27639 D DET27639 D DE T27639D DE T0027639 D DET0027639 D DE T0027639D DE 420322 C DE420322 C DE 420322C
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DE
Germany
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rope
parachute
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sheath
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DET27639D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D17/00Parachutes
    • B64D17/40Packs
    • B64D17/52Opening, e.g. manual

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Bei Fallschirmen ist es von größter Bedeutung, nicht nur die Gefahr zu beseitigen, daß der Fallschirm, wenn er in Tätigkeit gebracht wird, sich mit dem Luftfahrzeug oder mit einem damit verbundenen Teil verwickelt, sondern auch die Gefahr, daß der Fallschirm sich beim Beginn des Ausspannens in einem so kurzen Abstand von dem fallenden Körper befindet, daß er sich auch mit diesem verwickeln könnte.
Um diesem oft sehr verhängnisvollen Nachteil abzuhelfen, wurde früher vorgeschlagen, die Tragseile mit dem Körper des Fliegers durch ein besonderes Seil zu verbinden. Dieses Seil lag dabei oft frei im Luftfahrzeug, und zufolge seiner losen Anbringung verwickelte es sich leicht "beim Absprung des Fliegers mit dem Luftfahrzeug und mit dem fallenden Körper.
Die Erfindung bezweckt, ein zuverlässiges und schnelles Aufspannen des Schirmes zu sichern und jede Verwicklung des genannten Verbindungsseiles mit dem fallenden Körper und dem Luftfahrzeug zu beseitigen. -Die Erfindung besteht darin, daß das den fallenden Körper mit der Hülle bzw. den Hüllen des Fallschirmes verbindende Seil in der Bereitschaftslage des Fallschirmes in einer an der für die Verpackung der Tragseile bestimmten Hülle angeordneten Kammer verpackt ist. Zweckmäßig ist das Seil in einer Einstülpung verpackt, die in der unteren Wand der für die Verpackung der Tragseile dienenden Hülle angeordnet ist.
Durch eine Anordnung nach der Erfindung wird erreicht, daß bei der Verwendung des Fallschirmes zuerst in an sich bekannter Weise der fallende Körper zusammen mit dem eingepackten Fallschirm von dem Luftfahrzeug ge-
4.0 trennt wird, daß ferner aber auch zwischen dem fallenden Körper und dem eingepackten Fallschirm ein genügender Abstand geschaffen wird, wobei das Aufspannen des Schirmes während des letzten Teils der letzterwähnten Bewegung stattfindet.
Die Erfindung wird in den Zeichnungen in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt. Abb. 1 zeigt hierbei einen Schnitt durch einen fertig eingepackten Fallschirm, Abb. 2 dessen Außenansicht, Abb. 3 die unteren Hüllen allein, Abb. 4 den FaIlschirm im Augenblick des Auf spann ens; Abb. 5 zeigt ihn ganz ausgespannt.
Der Fallschirm besteht aus dem eigentlichen Schirm 1, zweckmäßig aus Seide, den Tragseilen 2, dem Stoßaufnehmer 3 mit den Befestigungstauen 4 und dem Verbindungsseil 5. Der Schirm 1 ist in einer oberen Hülle 6 eingepackt, die aus Zeug besteht und die Gestalt eines oben und unten offenen Säckchens hat, das mit oberen und unteren Lappen 7 und 8 verschlossen werden kann. Die Hülle 6 ist mittels Zeugwände in drei Kammern 9, 10 und 11 geteilt, von denen die beiden oberen 9 und 10 ein Auswicklungsseil 12 aufzunehmen vermögen. Der in der Kammer 10 eingeschlossene Teil des Auswicklungsseiles kann dabei durch eine Rinne in der Zeugwand geführt sein, die die Kammern 10 und 11 trennt.
Die obere Hülle 6 und ihre unteren Lappen 8 sind dazu bestimmt, eine untere Hülle 13 einzuschließen, die gleichfalls aus Zeug besteht und als Einpackungshülle für die Tragseile 2 dient. Die untere Hülle 13 bildet ein oben offenes Säckchen und ist mit Lappen 14 versehen, die übereinandergefaltet werden können, um sie dadurch oben zu schließen. Die beiden Hüllen 6 und 13 werden, wenn der Fallschirm eingepackt ist, durch einen Draht 15 aus Stahl o. dgl. zusammengehalten, der durch an den Seiten der oberen Hülle angeordnete Ruinen 16 aus Zeug oder Ringe geführt ist, durch längs den Rändern der unteren Lappen 8 festgenähte Ringe 17 hindurchgeht und am Auswicklungsseil 12 befestigt ist, und zwar in einem Punkt,, der zwischen dessen oberem, längstem Teil und dessen unterem, gegebenenfalls als Zugschnur dienendem Teil liegt. Der Boden der
unteren Hülle ist mit einer Einstülpung 18 versehen, in deren Spitze die Tragseile 2 befestigt sind und um die sie aufgewickelt sind, wenn der Fallschirm eingepackt ist. An den Tragseilen 2 oder an der oberen Spitze der Einstülpung 18 ist das Verbindungsseil 5 befestigt, das, wenn der Fallschirm eingepackt ist, in der Einstülpung zusammengerollt ist und mit dem der Stoßaufnehmer 3 verbunden ist. Letzterer besteht zweckmäßig aus einem elastischen Band o. dgl., an dessen Enden die mit Haken 19 versehenen Befestigungstaue 4 angebracht sind. An jeder Seite der unteren Hülle liegen zwei Beschläge 20, in die am Stoßaufnehmer 3 befestigte Ringe 21 eingeführt werden können. Die Ringe 21 werden in ihrer Stellung in den Beschlagen 20 bei eingepacktem Schirm dadurch gesichert, daß der Stahldraht 15 durch Löcher in den Beschlagen geführt ist. Die obere Öffnung der oberen Hülle 6 kann so geschlossen werden, daß ein am Auswicklungsseil in zweckmäßigem Abstand von dessen oberem Ende befestigter Stahldraht 22 durch längs den Rändern der oberen Lappen befestigte Ringe 23 geführt wird.
Wenn der Fallschirm verwendet werden soll, wird er mittels der Haken 19 am Körper befestigt, und das obere Ende des Auswicklungsseiles 12 wird am Luftfahrzeug angehakt. Beim Herausspringen wird zuerst unter Einwirkung des fallenden Körpers der kleine Stahldraht 22 aus den Ringen 23 herausgezogen, wodurch die oberste Kammer 9 der oberen Hülle 6 geöffnet wird, so daß das Auswicklungsseil 12 auslaufen kann-Wenn der in der Kammer 9 befindliche Teil des Auswicklungsseiles 12 ausgelaufen und gespannt ist, wird der Stahldraht 15 aus den Ringen 17 und den Löchern in den Beschlagen 20 herausgezogen, wodurch sich die obere Hülle 6 mit den Lappen 8 unten öffnet und gleichzeitig die Ringe 21 aus den Beschlägen 20 herausfallen, so daß das Verbindungsseil 5 auslaufen kann. Hierbei wird die untere Hülle 13 von der oberen Hülle 6 ganz getrennt, welche letztere in ihrer Abwärtsbewegung durch das nunmehr in seiner gan^ zen Länge gestreckte Auswicklungsseil 12 zurückgehalten worden ist. Nachdem die untere Hülle durch ihre Bewegung abwärts von der am Auswicklungsseil bleibenden oberen Hülle 6 getrennt ist, fällt der Schirm 1 aus der oberen Hülle heraus und öffnet sich. Der Schirm 1, der in diesem Falle mit der Unterseite voran frei wird, ist in diesem Augenblick vom Gewicht des an ihm befestigten Körpers ganz frei. Weil letzterer nun schneller als der Fallschirm fällt, der der Luft einen größeren Widerstand bietet, wird hier- : durch der Körper in einen gewissen Abstand, j der Länge des Verbindungsseiles 5 gleich, vom Fallschirm gebracht, so daß dieser sich nicht mit ihm verwickeln kann. Wenn der Schirm 1 vollständig ausgespannt ist und die Tragseile 2 angezogen sind, wird plötzlich die Geschwindigkeit des fallenden Körpers angehalten, wobei der Stoß durch den Stoßaufnehmer 3 aufgenommen wird, so daß nun der Körper, durch den Fallschirm getragen, mit verminderter Geschwindigkeit zum Erdboden herabsinkt. An dem Luftfahrzeug bleiben, wie bereits erwähnt, die obere Hülle 6 und das Auswicklungsseil 12.
Ein nach der Erfindung gebauter Fallschirm bietet vollständige Sicherheit dafür, daß der fallende Körper während des Sturzes vom Fallschirm und von den Tragseilen getrennt wird, ehe der Schirm sich zu öffnen beginnt und ehe der Sturz des Körpers durch den Schirm angehalten wird. Es kann also j kein Unglück dadurch eintreten, daß der fallende Körper sich mit dem Fallschirm verwickelt.

Claims (3)

P ATENT-Ansprüche:
1. Sicherungsvorrichtung an Fallschirmen, die in eine oder mehrere Hüllen go eingepackt und mit einem den fallenden Körper mit der Hülle bzw. den Hüllen verbindenden Seil versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Seil (5) in der Bereitschaftslage des Fallschirmes in einer an der für die Verpackung der Tragseile bestimmten Hülle angeordneten. Kammer verpackt ist.
2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Seil (5j in einer Einstülpung verpackt ist, die in der unteren Wand der für die Verpackung der Tragseile bestimmten Hülle (13) angeordnet ist.
3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verpackte Teil des Verbindungsseiles (5) in der Bereitschaftslage des Fallschirmes gegen Herausziehen mittels einer an sich bekannten Festhaltungsvorrichtung gesichert ist, die durch das Entwicklungsseil (12) gelöst wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DET27639D Sicherungsvorrichtung an Fallschirmen Expired DE420322C (de)

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DE420322C true DE420322C (de) 1925-10-21

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN119749994A (zh) * 2024-12-31 2025-04-04 华中科技大学 一种降落伞伞包机械化辅助打包装置及打包方法

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