DE367327C - Fallschirm mit Huelle und Entfaltungsvorrichtung - Google Patents

Fallschirm mit Huelle und Entfaltungsvorrichtung

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DE367327C
DE367327C DEC30591D DEC0030591D DE367327C DE 367327 C DE367327 C DE 367327C DE C30591 D DEC30591 D DE C30591D DE C0030591 D DEC0030591 D DE C0030591D DE 367327 C DE367327 C DE 367327C
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parachute
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D17/00Parachutes
    • B64D17/40Packs
    • B64D17/52Opening, e.g. manual

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 19. JANUAR 1923
REICHS PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE -Wr GRUPPE/5 ;'*"'(S
r£ JO53?/ Z7/77Ä8;
Everard Richard Calthrop und Percy William Schollar in London.
Fallschirm mit Hülle und Entfaltungsvorrichtung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Mai 1921 ab.
Die Erfindung bezieht sich, auf einen Fallschirm und die zur Entfaltung desselben dienenden Vorrichtungen und betrifft im besonderen »Anordnungen, die durch das Gewicht der Last die Takelung des Fallschirmes freigeben. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der Fallschirmkörper innerhalb einer Hülle durch einen Ring getragen wird und der Fallschirm beim Entfalten über die Kanten des Ringes hinweggezogen wird. Der Ring ist unmittelbar
mit der Hülle verbunden, in welcher der Fallschirm liegt. Es sind besondere Bänder vorgesehen, durch welche der Ring eine Lage unterhalb der Hülle einnehmen kann, wenn der Fallschirm entfaltet wird. Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß der Ring unmittelbar am Fallschirmkörper in einer angenähten Tasche befestigt ist.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι einen senkrechten Schnitt durch einen zusammengelegten Fallschirm in seiner Hülle und die Lage der einzelnen Teile in gestrichelten Linien während der Entfaltung. Abb. 2 ist ein senkrechter Schnitt eines zusammengelegten Fallschirmes mit seiner Hülle in einer anderen Ausführungsform.
Abb. 3 ist die Ansicht des zum Teil entfalteten Schirmes der Abb. 2.
Abb. 4 ist die Ansicht der zweiteiligen Hülle mit Verbindungsorganen der beiden Teile. Abb. 5 und 6 sind Teilansichten. Abb. 7 ist eine weitere Ausführungsform des Fallschirmes.
In Abb. ι ist mit 1 ein Metallzylinder bezeichnet, der mit einem Deckel 2 und mit einem Ringflansch 3 versehen ist, welche Teile in einem gewissen Abstand voneinander durch Bolzen 4 gehalten werden, die gleichzeitig zur Befestigung des Handgriffes 5 dienen, mittels dessen die Vorrichtung am Flugzeug aufgehängt wird. An dem Flansch 3 sind mittels der Bolzen 4 die beiden Flanschen 6 und 7 angeklemmt, deren Verwendungszweck weiter unten beschrieben wird.
Der Deckel 2 ist nach innen gedruckt und mit einer öffnung versehen, die in der normalen Lage durch einen Gummistöpsel 8 verschlossen wird. Der Flansch 7 steht in Verbindung mit einem Gummischeibenpaar 9, welches am Bolzen 10 sitzt, an dem das Glied 11 befestigt ist, welches mit Bohrungen versehen ist, um das nicht dargestellte Lastseil, an welchem der Flieger hängt, zu befestigen.
Der Bolzen 10 hält ebenfalls einen Flansch 12, an welchem das eine Ende der Takelungsbänder 13 in geeigneter Weise befestigt ist. Die Takelungsbänder befinden sich übereinanderliegend in Form von Paketen innerhalb der Hülle; zwei von diesen Paketen sind in der Abb. ι mit 131 bezeichnet. Das andere Ende eines jeden Takelungsbandes ist am Umfang des FaUschirmkörpers 14 befestigt.
Mittels der Bolzen 4 ist an dem zylindrischen Glied 1 der obere Teil 15 einer zweiteiligen biegsamen Hülle angebracht, die aus wasserdichtem Gewebe besteht. Der untere Teil dieser Hülle ist an dem mittleren Bolzen 10 angeklemmt. Der Rand der öffnung am oberen Teil 17 des FaUschirmkörpers 14 steht in lösbarem Eingriff mit dem Flansch 7, an welchem der Bolzen 10 ebenfalls sitzt. Dieser Falischirmkörper wird nach oben über die Kante eines Holz- oder leichten Metallringes 18 gebracht, welcher durch eine Anzahl Bänder 19 am Flansch 6 angebracht ist. Die Bänder 19 sind so lang, daß, wenn der Fallschirm, wie weiter unten beschrieben, sich entfaltet, dann der Ring 18 eine Stellung unterhalb der Hülle einnehmen wird, wie es in gestrichelten Linien in der Abb. 1 dargestellt ist. Der übrige Teil des Fallschirmkörpers 14 ist in Falten oberhalb des Ringes 18 angeordnet, und der Umfang des FaUschirmkörpers wird über die Kante des Ringes 18 gelegt und mit den Bändern verbunden, aus welchen die zusammengelegte Takelage besteht. Diese ruht auf dem unteren Teil 16 der aus biegsamem Material bestehenden HuUe.
Eine Anzahl von leicht zerreißbaren Schnüren kann an der mittleren Befestigungsvorrichtung und mit den Bändern verbunden sein.
Die Arbeitsweise des FaUschirmes ist aus der Abb. ι ersichtlich. Der zusammengelegte FaU-schirm und seine HuUe hängen an dem Handgriff 5 vom Flugzeug herab, und der Flieger ist durch ein geeignetes Seil mit dem Glied 11 verbunden. Der Flieger übt, aus dem Luftfahrzeug herausspringend, einen Zug auf den FaU-schirm aus, wodurch die Gummischeibe 9, der mittlere Bolzen 10 und der Flansch 12 von dem Flansch 7 gelöst werden. Der untere TeU 16 der HuUe wird sich auf diese Weise von dem oberen Teil trennen, und die Takelung 13 wird ausgespannt. Das Gewicht der Nutzlast übt dann eine Zugwirkung auf den Umfang des FaUschirmkörpers aus, und der Ring 18 fäUt nach unten, soweit es die Bänder 19 ermöglichen, wodurch die Öffnung des FaUschirmes den Eintritt der Luft gewährleistet und die Entspannung des FaUschirmes erfolgt.
Da das Gewicht der Nutzlast eine weitere Wirkung auf die Entfaltung des FaUschirmes ausübt, werden die Falten des Schirmes nacheinander über die Kante des Ringes 18 gezogen, bis schließlich der obere Teil des Fallschirmkörpers sich vom Flansch 7 löst und sich der ganze FaUschirm frei ausdehnen kann, um die Nutzlast langsam zur Erde zu tragen.
Bei der in den Abb. 2 und 3 dargesteUten Ausführungsform ist das ringförmige Glied 18 nicht an dem Flansch 6, wie bei der Abb. 1 veranschaulicht, befestigt, sondern es liegt innerhalb des FaUschirmkörpers in der Nähe des oberen Teiles in einer angenähten Tasche 20 (Abb. 3), die für diesen Zweck angeordnet ist. Der obere Teil des FaUschirmkörpers ist lösbar mit dem Flansch 7, wie oben beschrieben, mit dem Fallschirm verbunden, und der Körper ist symmetrisch oberhalb des Ringes 18 gefaltet, wie es in der Abb. 2 veranschaulicht ist. Wenn das Gewicht dei Last zur Wirkung kommt, dann wird die Takelung ausgespannt, und die Falten
des Fallschirmes werden über die Kante des Ringes 18 gebracht, so daß die Luft eintreten und den Fallschirm entfalten kann. Der Ring 18 bleibt dauernd in seiner Stellung innerhalb des Fallschirmkörpers und fällt mit diesem nach unten.
In manchen Fällen ist es wünschenswert, daß der zusammengelegte Fallschirm während des Ausspannens der Takelung durch das Gewicht
ίο der Nutzlast ein gemeinsames Ganzes mit der Hülle bildet, d. h. in dieser eine gewisse Zeit noch liegenbleibt, wie es in der Abb. 7 veranschaulicht ist, wo die Takelungsbänder 13 in zwei Packungen angeordnet sind. Die eine Packung 131 besteht aus einer verhältnismäßig kurzen Bandlänge, während die andere Packung 132 das übrige Takelungsband darstellt. An der Packung des Bandes 131 befindet sich eine Schnur 21, deren anderes Ende an einer Reißschnur 22 befestigt ist, die dazu dient, um den oberen Teil des Fallschirmkörpers eine Zeitlang an dem Flansch 7 festzuhalten.
Wenn bei dieser Anordnung das Gewicht der Nutzlast auf das Glied 11 und den Bolzen 10 wirkt, wie es oben beschrieben ist, dann werden der obere und der untere Teil 15 und 16 der Hülle getrennt, und die Takelungsbänder 13 fangen an, sich auszudehnen. Wenn die kleinere Packung 13 *■ ausgespannt worden ist, wird ein Zug auf die Schnur 21 ausgeübt, wodurch ein Zerreißen der Schnur 22 stattfindet und der obere Teil des Fallschirmkörpers freigegeben wird, der dann gemeinsam mit den Packungen 132 der Takelungsbänder nach unten fällt. Der Fallschirmkörper wird dann über den Ring 18 in der Form, eines Zylinders entfaltet und spannt sich allmählich aus ohne jede Stoßwirkung, wobei in der Zwischenzeit die Packungen 132 gleichzeitig ausgespannt werden.
Um die beiden Teile der zweiteiligen Hülle voneinander zu trennen, wirkt das Gewicht der Nutzlast unmittelbar auf das Glied 11. Die Kanten der beiden Teile 15 und 16 der Hülle sind mittels einer Reißschnur 23 (Abb. 2) miteinander verschnürt. Ein Teil derselben geht durch den Hohlzylinder 1 und steht mit der Scheibe 24 in Eingriff, welche nach außen gezogen wird, wenn das Gewicht der Nutzlast zur Wirkung kommt. Während dieses Vorganges wird die Schnur 23 zerrissen, so daß eine Trennung der beiden Teile der Hülle erfolgt.
Ein ähnlicher Vorgang kann mittels der in der Abb. 4 dargestellten Anordnung verursacht werden, bei welcher der obere Teil 15 der Hülle mit Einschnitten 24 versehen ist, um die Schnur 13 in gewissen Zwischenräumen freizulegen. An dem unteren Teil 16 der Hülle sind eine Anzahl kurzer Laschen 25 angenäht, an welchen sich Drahtschleifen 26 befinden, die eine dreieckige Form haben, und durch welche die Schnur 23 bei der Verbindung der beiden Hüllenhälften hindurchgeführt wird. Wenn das Gewicht der Nutzlast auf das Glied ix wirkt, werden die Drahtschleifen 26 zerrissen, so daß durch die Schnur 23 eine Trennung der beiden 6g Hüllenhälften erfolgt.
In den Abb. 5 und 6 ist eine etwas andere Ausführungsform zur Befestigung der Enden der Takelungsbänder 13 an den mittleren Bolzen dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist der Flansch 12 durch zwei Scheiben 27 und 28 ersetzt, von denen jede mit einer kreisförmigen Nut versehen ist, so daß die beiden Scheiben zusammengelegt zwischen sich einen Ring 29 halten. Dieser Ring 29 ist, wie in der Abb. 5 dargestellt, gespalten, so daß die Schäkel 30, an welchen die Enden der Kuppelungsbänder 13 befestigt sind, über den Ring geschoben werden können. Ein Stift 31 ist vorgesehen, um eine Drehung des Ringes 29 zu verhindern. Die Schäkel 30 werden in einem bestimmten Abstand voneinander durch radiale Schlitze 32 gehalten, die in den beiden Scheiben 27 und 28 vorgesehen sind, so daß, wenn die Teile zusammengesetzt und durch die Mutter 30 zusammengeklemmt werden, eine einfache und sichere Befestigung der Kuppelungsbänder mit dem mittleren Bolzen erzielt wird.

Claims (3)

  1. -Ansprüche:
    ι. Fallschirm mit Hülle und Entfaltungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallschirmkörper innerhalb der Hülle durch einen Ring (18) getragen wird, über den der Fallschirm beim Entfalten gezogen wird.
  2. 2. Fallschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (18) unmittelbar am Fallschirmkörper in einer angenähten Tasche (20) befestigt ist (Abb. 2 und 3).
  3. 3. Fallschirm nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Takelungsbänder (13) mittels Schäkel (30), die über einen zwischen zwei geschlitzten Scheiben (27, 28) festgeklemmten Ring (29) gestreift sind, mit dem die Nutzlast tragenden Bolzen (10) verbunden sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DEC30591D 1921-05-07 1921-05-07 Fallschirm mit Huelle und Entfaltungsvorrichtung Expired DE367327C (de)

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DE (1) DE367327C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5090641A (en) * 1989-01-11 1992-02-25 Autoflug Gmbh & Co. Casing for a parachute

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5090641A (en) * 1989-01-11 1992-02-25 Autoflug Gmbh & Co. Casing for a parachute

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