DE414260C - Verfahren zur Darstellung halogenierter Oxythionaphtene - Google Patents

Verfahren zur Darstellung halogenierter Oxythionaphtene

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DE414260C
DE414260C DEF53947D DEF0053947D DE414260C DE 414260 C DE414260 C DE 414260C DE F53947 D DEF53947 D DE F53947D DE F0053947 D DEF0053947 D DE F0053947D DE 414260 C DE414260 C DE 414260C
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DE
Germany
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parts
halogenated
solution
preparation
oxythionaphthens
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Expired
Application number
DEF53947D
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English (en)
Inventor
Dr Erwin Hoffa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D333/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D333/50Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D333/74Naphthothiophenes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung halogenierter Oxythionaphtene. Es wurde gefunden, daß man durch Einwirkung von Halogenen oder halogenierenden Agentien auf acidylierte Oxythionaphthene, wie diese beispielsweise beim Kochen von. Aryl-o-Thioglykolcarbonsäuren vom Typus (R =substituierter oder nichtsubstituierter 3enzol-. Naphthalin- usw. Rest) mit Essigsäureanhydrid in Geg.-nwart von wasserfreiem Natriumacetat entstehen, im Arylrest halogenierte Verbindungen erhä_t, die durch Verseif ung in ha:ogenicrte Oxythionaphthene übergehen. Es ist dabei nicht erforderlich, von isolierten Oxythionaphthenen auszugehen oder die rlcidyloxythionaphthene zu isolieren, sondern man kann das aus Arylthioglykolcarbonsäure, Essigsäureanhydrid und Natriumacetat erhaltene Reaktionsgemisch ohne weiteres der Halogenieru g unterwerfen.
  • Das Verfahren ist neu und insofern überraschend, als nicht vorauszusehen war, daß das Halogen in den Arylrest und nicht in den schwefelhaltigen Kern eintreten würde; eher wäre noch eine Addition des Halogens an den Schwefel zu erwarten gewesen. Das Verfahren bietet ferner den technischen Vorteil, daß es erlaubt, zu Halog--noxythionaphthenen zu gelangen, di-- sonst aus nur umständlich darstellbaren Halogenarylthioglykolcarboii-Säuren gewonnen werden konnten. Ferner erhä:t man durch Oxydation dieser halogenierten Oxythionaphthene ohne weiteres ha:ogenierte Thfoindigos, die, falls man nicht von Halogenarylthioglykolsäuren ausging, nur durch Halogenierugg fertiger Farbstoffe erhalten werden konnten; dies macht aber die Trocknung des Farbstoffs und Verwendung von. Lösungsmitteln erforderlich. Besonders wichtig ist die Zugänglichkeit halogeniert.er Oxytbionaphthene, im Falle die Darstellung unsymmetrischer nioindigos oder von Farbst offen vom Indirubintypus beabsichtigt ist, die das Halogen nur in einer Komponente enthalten, da. bei nachträglicher Halog:enieruna beide Komponenten substituiert würden. Beispiel i.
  • 25 Teile Naphthalin-2 # 3-thioglykolcarboiisäure werden mit ioo Teilen Essigsäureanhydrid und 5 Teilen entwässertem Natriumacetat eine Stunde am Rückflußkühler gekocht; in die auf 2o bis 3o° abgekühlte Masse werden 16 Teile Brom, gelöst in 5o Teilen Eisessig, eingerührt; die Farbe des Broms verschwindet sofort. Das Lösungsmittel wird abdestilliert und der Rückstand durch Kochen mit Zoo Teilen Sprit, 4.o Teilen Nätronlauge ¢o°,Be und i5o Teilen Wasser in Lösung gebracht. Die Lösung enthält das Natriumsalz des 'halogenierten Oxythionaphthens; dieses kann dar. aus nach bekannten Methoden isoliert werden, oder man verarbeitet die Lösung direkt auf Farbstoff, indem man sie beispielsweise mit Ferricyankalium oxydiert: der erhaltene Farbstoff färbt auf Baumwolle ein Blau von vorzüglichen Echtheitseigenschaften.
  • Die durch Bromierung von acetylierten Oxynaphthenen in Eisessig oder Essigsäureanhy drid erhältlichen halogenierten Oxythionaphthenderivate stellen nach dem Abdestillierender Lösungsmittel dunkel gefärbte, zähe öle dar. Sie sind in den gebräuchlichsten Lösungsmitteln, wie Alkohol, Benzol und Äther, sehr leicht löslich. Mit Hilfe von Petroläther lassen sich einige derselben reinigen und bilden dann hellgelbe, feste Körper. Beim Isochen mit alkoholischer Natronlauge oder auch mit Natronlauge allein kann die Acetylgruppie leicht abgespalten werden. Die Lösung enthält das Natriumsalz des halogenierten Oxythionaphthens. Beispiel a. 26 Teile Naphthalin-2, 3-thioglykolcarbonsäure werden wie im Beispiel i mit Essigsäureanhydrid und Natriumacetat gekocht. In die auf 2o bis 30° abgekühlte Masse werden unter Rühren langsam 14 g S.ulfurylchlorid hinzugegeb°n. Das Lösungsmittel wird abdestilliert und der Rückstand durch Kochen mit Zoo Teilen Sprit, q.o Teilen Natronlauge 4o° Bc'# und ioo Teilen Wasser in Lösung gebracht. Die Lösung enthält dann das Natriumsalz des halogenierten Oxythionaphthens, das in bekannter Weise verarbeitet werden kann. Beispiel 3. 2q.,2 Teile aus Sprit umgelöste Acetylverbindung des 5, 6-B@enzo-3-oxythionaphthens werden in Zoo Teilen Eisessig gelöst, auf io" abgekühlt und langsam mit 16 Teilen Bram in 5o Teilen Eisessig gelöst versetzt. Die Farbe des Brom verschwindet sofort unter Entwicklung von Bromwasserstoff. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abdestilliert, der Rückstand mit i 5o Teilen Sprit, 6o Teilen Natronlauge 4o" Be und i 5o Teilen Wasser kurze Zeit gekocht und zwecks Gewinnung des br.omierten Farbstoffs mit Ferricyankaliurn oxydiert.
  • Beispiel q..
  • 12,8 Teile Orangesäure von der Formel werden mit ¢o Teilen Essigsäureanhydrid und 2 Teilen Natriumacetat i Stunde gekocht. 1Qach dem Abkühlen auf o° werden 8 Teile Brom bei o° langsam hinzugesetzt. Man läßt einige Stunden stehen, destilliert das Lösungsmittel im Vakuum ab und kocht den Rückstand mit 6o Teilen Sprit, 6o Teilen Wasser und io Teilen Natronlauge qo° B6. Die filtrierte Lösung wird mit Ferricyankalium zum bromierten Farbstoff oxydiert.
  • Beispiel 5.
  • 5" Teile q., 5-B.enzo-3-oxythionaphthen von der Formel führt man mit 2o Teilen Essigsäureanhydrid und einem Teil Natriumacetat in die Acetylverbindung über. Zu der erhaltenen Lösung setzt man bei o° ¢,5 Teile Brom. Nachmehrstündigem Stehen wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert und der Rückstand mit einem Gemisch aus 3o Teilen Alkohol, 3o Teilen Wasser und 5 Teilen Natronlauge ¢o" Be kurze Zeit gekocht. Die Lösung wird filtriert und mit Ferricyankalium zum bromierten Farbstoff oxydiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung halogenierter Oxythionaphthene, darin bestehend. daß man Halogene oder halogenierende Agentien auf im schwefelhaltigen Rest acidylierte Oxythionaphthene einwirken läßt und die so entstehenden Verbindungen verseift.
DEF53947D 1923-04-29 1923-04-29 Verfahren zur Darstellung halogenierter Oxythionaphtene Expired DE414260C (de)

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