AT133525B - Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die besonderen Eigenschaften der Kondensationsprodukte aus mehrwertigen Alkoholen und mehrbasischen Säuren haben diesen Kunstharzen rasch Eingang und Verbreitung in vielen Zweigen der Technik verschafft. Leider stand bisher in manchen Fällen der an sich wünschenswerten Anwendung dieser Stoffe im Wege, dass man sie nur ans verhältnismässig wertvollen Stoffen herzustellen vermochte. Hauptsächlich wurden bisher zur Kondensation Phtalsäure und Phtalsäureanhydrid verwendet, welche bekanntlich aus Naphthalin durch Schwefelsäure in Gegenwart von Katalysatoren, wie Quecksilber, erhalten werden. Die vorliegende Erfindung hat die Herstellung wertvoller Kunstharze unmittelbar aus Naphthalin zum Gegenstand. Es wurde gefunden, dass man die beim Abbau des Naphthalins entstehende Reaktionmasse ohne Isolierung der gebildeten Phtalsäure direkt mit mehrwertigen Alkoholen kondensieren und wertvolle Kunstharze auf diese Weise erhalten kann. Lässt man beispielsweise auf eine kalte, schwefelsäurehaltige Lösung von Naphthalin in Benzol ein Gemisch von Bichromat und Salzsäure einwirken, so sublimiert bei allmählichem Erwärmen Phtalsäure bei etwa 110 ab. Gibt man aber vorher Glycerin zu, so kann man über diese Temperatur hinausgehen, ohne dass Phtalsäure frei wird, sondern es entsteht ein Harz. Es wurde weiter gefunden, dass der Abbau des Naphthalins sieh mit der Harzbildung gleichzeitig durchführen lässt, wenn mehrwertige Alkohole von Anfang an zugegen sind, und dass die in einem einzigen Arbeitsgang aus Naphthalin hergestellten Kunstharze ebenso vorzügliche Eigenschaften besitzen, wie die aus Phtalsäure erhaltenen Kondensationsprodukte. In der Vereinfachung der Herstellung und der Verwendung des Naphthalins als Ause : angsstoff liegen die besonderen Vorteile der Erfindung. Diese neue Herstellungsart von Kunstharzen lässt auch Änderungen zu, durch die die Eigenschaften EMI1.2 können auch substituierte Benzolhomologe, mehrkernige Systeme, wie Anthracen, gemeinsam mit Naphthalin oder für sich allein dem Abbau unterworfen und die Eigenschaften der entstehenden Kondensationsprodukte dadurch beeinflusst werden. Anderseits kann auch durch die Wahl des mehrwertigen Alkohols eine beabsichtigte Änderung der Eigenschaften herbeigeführt werden und es können zweiwertige und dreiwertige Alkohole oder Verbindungen mit noch grösserer Zahl von Hydroxylgruppen oder Mischungen solcher Stoffe zur Umsetzung gebracht werden. Als Katalysator wird beispielsweise Schwefelchloriir angewandt, doch sind auch andere Katalysatoren brauchbar und bieten sogar in gewissen Fällen Vorteile. Wenn beispielsweise Phosphorpentachlorid benutzt wird, so entstehen während der Reaktion Phosphorsäureester, die bekanntlich eine weichmachende Wirkung auf das Enderzeugnis haben. Man kann den oxydativen Abbau auch z. B. mit einem Gemisch von Bichromat und Salzsäure vornehmen. Die Reaktion kann in zusätzlichen organischen Lösungsmitteln. wie Benzol, durchgeführt werden. oder es kann der zur Reaktion erforderliche mehrwertige Alkohol selbst als Lösungsmittel dienen. Das Lösungsmittel kann ferner ein Gemisch sein und auch solche Stoffe enthalten, die im Verlauf EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> Die entstehenden Kunstharze zeigen weitgehende Übereinstimmung mit den aus Phtalsäure und Glycerin hergestellten Kondensationsprodukten. Dass sie ihnen auch strukturell nahtstellen, kann daraus geschlossen werden, dass die Zwischenstufen der Kondensation mit bester Ausbeute an Phtalsäure aufgearbeitet werden können. EMI2.1 zugefügt und die Flüssigkeit wird bis zur vollständigen Lösung des Naphthalins gerührt. Ferner wird - zweckmässig unter Kühlung - eine Mischung aus 100 g Glycerin und 100 g konzentrierter Schwefelsäure hergestellt und langsam unter Ruhren zu der benzolisehen Lösung des Naphthalins hinzugefügt. Es wird dann solange weiter gerührt, bis eine Abseheidung auftritt. Sobald diese vollendet ist, wird die benzolisehe Flüssigkeit abgelassen und für einen neuen Ansatz zurückgestellt. Der Rückstand im Reaktionsgefäss wird allmählich auf 40-500 und langsam bis auf 60" erwärmt. wobei die letzten Reste des Benzols sieh verflüchtigen. Schliesslich wird die Temperatur auf 120 gesteigert. Nach vier Stunden ist die Bildung des Kunstharzes vollendet und man erhält es in einem Zustand, in dem es z. B. in einem EMI2.2 üblieher Weise ausbacken. Beispiel 2 : 10 g Phosphorpentachlorid werden in 100 g Glycerin gelöst, dann werden 200 g EMI2.3 Die Temperatur wird langsam gesteigert und die weitere Behandlung durchgeführt, wie in Beispiel 1 beschrieben. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen, dadurch gekennzeichnet, dass aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Naphthalin, z. B. durch Schwefelsäure in Gegenwart von Katalysatoren, wie Sehwefel- chlorur oder Phosphorpentachlorid, einem Abbau unterworfen und die Abbauprodukte nicht isoliert. sondern unmittelbar mit mehrwertigen Alkoholen kondensiert werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Abbau der aromatischen Kohlenwasserstoffe in dem für die Kondensation erforderlichen mehrwertigen Alkohol oder einem Gemisch EMI2.4
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