DE38298C - Neuerung an Wurstmaschinen - Google Patents

Neuerung an Wurstmaschinen

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DE38298C
DE38298C DENDAT38298D DE38298DA DE38298C DE 38298 C DE38298 C DE 38298C DE NDAT38298 D DENDAT38298 D DE NDAT38298D DE 38298D A DE38298D A DE 38298DA DE 38298 C DE38298 C DE 38298C
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DE
Germany
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piston
combination
cam plate
lever
sausage
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT38298D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. SPÜHL in St. Fiden bei St. Gallen, Schweiz
Publication of DE38298C publication Critical patent/DE38298C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C11/00Sausage making ; Apparatus for handling or conveying sausage products during manufacture
    • A22C11/02Sausage filling or stuffing machines

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachfolgend beschriebenen Neuerungen beziehen sich auf eine Wurstmaschine zum Stopfen von Würsten derart, dafs das Füllvolumen des Stopfmaterials in einem besonderen Mefscylinder αλ eingestellt und aus diesem Cylinder im abgemessenen Zustande in die betreffende Hülle geprefst wird, so dafs ein besonderes Abwiegen und etwaiges Nachstopfen solcher Würste vollkommen vermieden wird.
Eine solche Maschine ist in beiliegender Zeichnung in den Fig. ι bis 8 dargestellt, und zwar zeigt. Fig. ι eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht, Fig. 3 einen Grundrifs, Fig. 4 den Einstellmechanismus für den Mefscylinder αλ in gröfserem Mafsstabe, und Fig. 5 und 6 zeigen den Bewegungsmechanismus für den Mefscylinder ax in gröfserem Mafsstabe und Fig. 7 und 8 einen Ersatzcylinder <24 für den Mefscylinder a,, wenn das Füllmaterial nicht abgemessen werden soll.
α ist der Vorrathscylinder, in welchem ein Druckkolben b mittelst Kurbel c, , der Winkelräder b3 und c«, der mit
7 ,
Schraubengewinde versehenen Zugstangen b2 und der Traverse bi auf- und abbewegt wird. Das Gewicht ρ an den Zugstangen b2 erleichtert den Niedergang. An der Kurbel C7,. die lose auf ihrer Welle sitzt, befindet sich ein doppelseitiger Sperrkegel C2, welcher in ein auf der Welle befestigtes, doppelseitiges Sperrrad c3 in Eingriff gebracht werden kann und somit bei Vor- und Rückwä'rtsdrehung der Kurbel C7 ein Auf- bezw. Abwärtsgang des Druckkolbens b erzielt wird. Am Boden des Vorrathscylinders α befindet sich ein kleiner,
und Ar2, Fig. ca 90 ° gedreht drehbarer Mefscylinder A1, in welchem durch Verstellung eines Kolbens c der Rauminhalt beliebig vergröfsert oder verkleinert werden, kann. Dieser Cylinder αλ wird durch Hebel Ar3, Zugstange Ar mit den beiden Anschlagrollen kx Fi 5, und Curvenscheibe ^1 um und in Verbindung mit dem Auszug a2 und dem Wurstrohr y gebracht, Fig. 2, ■ ,
Die Einstellung des Kolbens e im Mefscylinder a j geschieht durch das Handrad f. Bei Drehung desselben wird Schlitten fx mit Anschlagrolle f2 in dem Gestänge fs ver-, schoben und diese Verschiebung mittelst Zeiger an einer Scala markirt. Die Scala kann so eingerichtet sein, dafs sie die Volumentheile des Mefscylinders αλ angiebt. Eine feinere Theilung dieser Volumentheile ist an der Nabe des Handrades f angebracht. Auf das Gestänge fB wirkt die auf Welle η sitzende Curvenscheibe g und bewirkt je nach dem Stande der Anschlagrolle f2 einen grofsen oder kleinen Hub desselben. Das Gestänge f3 ist in Verbindung mit dem Hakenhebel. fir welcher die Rolle der Kolbenstange C1 umschliefst und letztere im Cylinder a genau einstellt.
Auf der Achse C8 des Hakenhebels /4 befindet sich der Schalthebel h mit Sperrklinke hi , welche in das Sperrrad h2 derselben Welle eingreift. Mit diesem Sperrrad h2 ist ein Zahnrad verbunden, welches in ein Zahnrad auf Welle C5 eingreift, so dafs dadurch die Verbindung mit den Gewindespindeln bezw. Zugstangen b2, also die Bewegung des Kolbens h ermittelt ist.
Das Uebersetzungsverhältnifs dieser Uebertragung ist so berechnet, dafs die Bewegung des Mefskolbens c nach abwärts eine entsprechende Bewegung des Prefskolbens b im Vorrathscylinder α zur Folge hat, und zwar derart, dafs der Prefskolben b etwas mehr Wurstfüllung eindrückt, als der kleine Kolben c im Mefscylinder αλ Raum hergiebt. Auf diese Weise wird das Füllmaterial im Mefscylinder (X1 einer gewissen Pressung unterworfen, so dafs die einzelnen Würste mit gleich stark geprefstem Füllmaterial gefüllt werden und somit ein gleiches Gewicht derselben erzielt wird. Damit diese wiederholte Pressung sich nicht nach und nach steigern kann, ist zwischen dem Hakenhebel fi und Schalthebel h eine federnde Verbindung /73 hergestellt, welche aus zwei in einander geführten Theilen besteht, die durch Federwirkung aus einander gehalten werden. Die Federkraft kann durch eine Mutter regulirt werden. Wird der Ueberdruck der Pressung in den beiden Cylindern α und U1 stärker als der Federdruck zwischen den Theilen Zz3, so wird die Feder zusammengeprefst und somit ein stets gleichbleibender Ueberdruck der Pressung erzielt. Die Sperrklinke hi hat den Zweck, das Zurückgehen des Sperrrades Zz2 zu verhindern. Um die Spefrklinken Zj1 und Zz4 gleichzeitig und bequem ausrücken zu können, welches stattfinden mufs, wenn der Vorrathscylinder α frisch gefüllt werden soll, sind an Welle i zwei Hebelarme Z1 und i2 angebracht, durch deren Drehung die Sperrklinken Zz1 und Zz4 aus den Sperrzä'hnen gedrückt werden.
Nachdem durch Curvenscheibe g der Kolben im Mefscylinder ^1 auf seine richtige Stellung gebracht und das Füllmaterial eingedrückt ist, beginnt die Curvenscheibe g1 auf Welle u ihre Wirkung, indem sie das Gestänge k nach vorn schiebt und mittelst Hebels Zf3 den Mefscylinder <2j um ca. 90 ° dreht, so dafs Cylid i d Off d d
y
linder
y mit. der Oeffnung a.2 und dem
Wurststopfrohry communicirt. Hierbei dreht sich die Kolbenstange C1 aus dem Hakenhebel fi und gelangt gegen den Ansatz /, welcher von der Curvenscheibe g2 bewegt wird. Letztere drückt den Kolben c nach vorn und bringt die Wurstfüllung in das Füllrohr γ und in den daran befestigten Wurstdarm; damit der Kolben c beim Drehen des Mefscylinders αλ um 90 °' nicht zurückgehen kann, wird die Kolbenstange C1 auf diesem Wege arretirt, und zwar durch einen federnden Hebel d3, den Klemmbacken d2 und das Röllchen J1, welches in der Nuth d der angeschraubten Führung gleitet und den Klemmbacken d2 gegen die Kolbenstange C1 drückt. Die Nuth ist so beschaffen, dafs diese Arretirung zum Schlufs der Bewegung wieder aufgehoben wird und die Kolbenstange c, durch Ansatz Z um Curvenscheibe g2, wie vorhin beschrieben, bewegt werden kann. Als Führung für die Träger der Anschlagrollen Z1 und Z2 ist der Führungsarm Z3 angebracht, Fig. 5, welcher sich in den Schienen Z4 bewegt. An Z3 sitzt eine unter Federwirkung stehende Stange Z5, deren Feder sich beim Rückgang von Z3 spannt und beim Kolbenvorschub die Kraft auf den Kolben c überträgt und dadurch den Vorschub wesentlich erleichtert.
Während der Kolben c vorwärts gestofsen wird, bewirkt die Curvenscheibe g ein Abwärtsgehen des Gestänges f3 , also ein Hochgehen des Hakenhebels Zz4. Hierauf wirkt die Curvenscheibe g{ und drückt die Stange k zurück, indem letztere den Mefscylinder ax wieder in die in Fig. 4 gezeichnete Stellung dreht, wobei die Anschlagrolle der Kolbenstange C1 in den gehobenen Haken des Hebels hi eingetreten ist. Schliefslich bewegt die Curvenscheibe g das Gestänge f3 wieder nach oben und zieht den Hakenhebel Zz4 nach unten in die. ursprüngliche Stellung, Fig. 4. Hierauf beginnt das Spiel der einzelnen Mechanismen von neuem.
Die einzelnen Bewegungen können in vier Phasen eingetheilt und beobachtet werden.
I. Vierteldrehung der Curvenscheibenwelle n. Die Curvenscheibe g hebt das Gestänge fs und bringt dadurch den Haken des Hakenhebels fi und Kolben c nach abwärts und bewirkt gleichzeitig einen Nachschub des Kolbens b und somit die Füllung des Mefscylinders U1. Gleichzeitig wird der Ansatz Z von der Curvenscheibe g2 zurückgezogen, wie dies in Fig. 4 angegeben ist.
II. Vierteldrehung der Curvenscheibenwelle n. Die Curvenscheibe gA bewirkt eine Drehung des Mefscylinders αλ um 90 °, und ist in Fig. 4 die Lage der Kolbenstange ex punktirt angegeben.
III. Vierteldrehung der Curenscheibenwellew. Die Curvenscheibe g2 drückt den Ansatz e und somit den Kolben c vorwärts und Curvenscheibe g drückt den Haken des Häkenhebels in die Höhe.
IV. Vierteldrehung der Curvenscheibenwelle n. Die Curvenscheibe gx dreht den Mefscylinder Ci1 in die ursprüngliche Lage zurück und das Spiel der Mechanismen beginnt wieder von neuem.
Die Drehung der Curvenscheibenwelle η erfolgt durch Kurbel m mittelst der Zahnräder s und S1. Für je eine Wurstfüllung ist eine Umdrehung der Welle u erforderlich, um die oben näher bezeichneten vier Vierteldrehungen auszuführen. Der Mefscylinder a1 läfst sich zum Zweck des Reinigens sehr leicht abnehmen, indem Bügel W abgeschraubt und dadurch der Cylinder freigegeben wird.
Will man Würste stopfen, bei welchen es auf das Gewicht ankommt, so verwendet man an Stelle des drehbaren Mefscylinders αλ den in Fig. 7 und 8 dargestellten Stopfcylinder a4, welcher feststeht und bei welchem durch die ausgerundete Oeffnung desselben eine directe Verbindung des Vorrathscylinders α mit dem Wurstrohr y hergestellt ist.
Der Niedergang des Kolbens b im Vorrathscylinder α geschieht durch die Kurbel C7, jedoch kann auch,, wie oben erklärt, dieser Niedergang durch Kurbel m bewirkt werden, wenn Welle η mit Welle C5 durch Zahnräder verbunden ist. Um beim Heben des Kolbens b Luft unter denselben treten zu lassen, ist um die Kolbenstange eine Hülse b} angeordnet, welche oben mit der Traverse bi verbunden ist und unten einen Flantsch i>5 besitzt, an welchem sich Stifte befinden, welche in oben erweiterte Löcher des Kolbens b treten. Soll der Kolben b gehoben werden, so hebt sich mit der Traverse bi zuerst die Hülse bx bis an die Mutter be der Kolbenstange und somit auch der untere Flantsch bb mit den Stiften, welche in die Erweiterungen der Löcher eintreten und somit den Eintritt der Luft ermöglichen. Die Kolbenstange ist mit dem Kolben b durch Gewindestift fest verbunden.
Das Maschinengestell- \ ist durchbrochen, um die einzelnen Mechanismen zugänglicher zu machen. Der Tisch ν läfst sich, um Platz zu sparen, beim Transportiren abklappen. Bei der Mündungsstelle a3 des grofsen Cylinders a wird der Abnutzung wegen ein gehärteter Stahlring eingesetzt; u ist eine Ueberwurfmutter zur Befestigung beliebig weiter Wurströhren.
Die vorbeschriebene Maschine soll vorzugsweise zum Stopfen von Würsten, die gleiches Gewicht haben sollen, benutzt werden; dieselbe kann aber auch zum Abtheilen' und Stopfen anderer geeigneter Substanzen Verwendung finden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei einer Wurststopfmaschine:
    ι. Die Combination eines Vorrathscylinders a mit einem damit in Verbindung tretenden drehbaren Mefscylinder αλ und dem darin einstellbaren Druckkolben c, zum Zweck, aus dem Vorrathscylinder α ein bestimmtes Mafsvolumen des Füllmaterials abzumessen und in den Füllraum bezw. die daran befestigte Hülle zu pressen.
  2. 2. Bei der unter i. bezeichneten Combination die Arretirvorrichtung des eingestellten Mefskolbens c durch Klemmbacken d2 und den Federhebel d3 im Curvenkanal d.
  3. 3. Bei der unter 1. bezeichneten Combination die Einstellung des Mefskolbens c durch den Hakenhebel/4, Schlitten f, das einstellbare Gestänge f% und Excenter q in Verbindung mit der Schalteinrichtung h \ h2 hs, zum Zweck, den Nachschub des Prefskolbens b in eine federnde Pressung umzuwandeln.
  4. 4. Bei der unter 1. bezeichneten Combination die Bewegung des Mefskolbens c durch Ansatz /, Curvenscheibe g2 und Anschlagrollen I1 und Z2, zum Zweck, das Füllmaterial nach dem Ausgang a.2y zu pressen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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