DE80093C - - Google Patents

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DE80093C
DE80093C DENDAT80093D DE80093DA DE80093C DE 80093 C DE80093 C DE 80093C DE NDAT80093 D DENDAT80093 D DE NDAT80093D DE 80093D A DE80093D A DE 80093DA DE 80093 C DE80093 C DE 80093C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.^
Die vorliegende Erfindung-bildet eine Wägevorrichtung, welche auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι und 2 dargestellt ist.
Diese Wägevorrichtung besteht aus dem gleicharmigen Waagebalken A, an welchem bei α, die Lastschale B B1 und bei a.2 die Gewichtschale C in Schneiden aufgehängt sind. Letztere liegen mit dem Stützpunkt α des Balkens in einer geraden Linie. Mit der Lastschale fest verbunden ist ein kleiner Hülfsbehälter b. Beide werden unten durch eine gemeinschaftliche, um den Punkt d drehbare und mit einem GegengewichtCl1 versehene Bodenklappe D verschlossen. Oberhalb der Lastschale befindet sich am festen Gestell E der Einlaufrumpf F mit dem zur Speisung des Hülfsbehälters b dienenden kleinen Nebentrichter f. Zwischen der Auslauföffnung des Rumpfes F und der Lastschale ist ein waagrechter, am festen Gestell geführter Flachschieber G angeordnet, welcher durch die Hebelverbindung Hh von Hand bewegt werden kann. Die unteren Ränder des EinlaufrumpfesFsind mit Bürsten/, besetzt, um die obere Fläche des Schiebers G abzudichten. Ein an letzterem befestigter Riegel g dient dazu, die Waage festzustellen, wenn der zurückgezogene Schieber den Einlauf geöffnet hat. Zu diesem Zweck ist der Waagebalken A mit einem Stift αΆ versehen, unter welchen der Riegel g sich verschiebt. Unterhalb des kleinen Nebentrichters f befindet sich eine Speisevorrichtung, bestehend aus einer am Gestell gelagerten Rolle J, deren hohe Ränder die Auslaufmündung des Trichters f von zwei Seiten umschliefsen, während die dritte und vierte Seite durch die feste Bürste K und die um den festen Punkt I klappenartig drehbare Bürste L gegen die Rolle abgedichtet werden. Mit der Bürste L fest verbunden ist ein mit einem Finger Z3 versehener Arm Z1, der an seinem freien Ende das Röllchen Z2 trägt. Letzteres ruht, wenn der Arm Z1 seine höchste, in der Zeichnung punktirt angegebene Lage einnimmt, auf dem Absatz Ui1 eines am festen Gestell drehbar gelagerten Doppelhebels Mm. Die Achse Zz1 des Handhebels H trägt aufser diesem und dem Fingerarm h noch die Hebel JV und R, welche an der Bewegung der Achse theilnehmen. An dem Hebel N ist ein Mitnehmerarm η angeordnet, der bei der Aufwärtsbewegung des Handhebels H mit dem Finger Z3 des Rollenarmes Z1 in Berührung tritt, wodurch letzterer nach oben gedrängt wird. Die Drehachse der Speiserolle J trägt neben dieser eine lose Triebrolle z, um welche eine am Hebel N befestigte Schnur Z1 gelegt ist, an deren anderem Ende ein auf der Achse A1 lose drehbarer Hebel O angreift, der durch sein Eigengewicht die Schnur straff hält. Zwei am Rande der Speiserolle angebrachte Sperrklinken Z2 und I3, welche auf den äufseren Umfang des Schnurröllchens einwirken, dienen bei der Rechtsdrehung des letzteren als Mitnehmer für die Rolle J, während bei entgegengesetzter Drehung die Sperrung zwischen beiden aufhört.
Der Antrieb der Speiserolle / kann auch in anderer als der hier geschilderten Weise erfolgen, beispielsweise durch ein Räder- oder Kettengetriebe, doch wird in allen Fällen die Bewegung von dem selbstthätigen Niedergange des Handhebels H abgeleitet.
Die Zuhaltung der Bodenklappe D erfolgt durch einen an der Lastschale SU1 drehbar gelagerten Hebel P, welcher bei ρ eine Klinke bildet, die dem Stift d2 der Bodenklappe als Stütze dient. Am festen Gestell E ist bei e eine Stange Q. gelenkig aufgehängt, deren unteres Ende q schräg abgebogen ist. Der auf der Drehachse h} befestigte Hebel R ist dazu bestimmt, am Ende seiner Abwärtsbewegung mittelst des an ihm befestigten Stiftes r die Hängestange Q durch Einwirkung auf deren Schenkel q zu drängen, wobei gleichzeitig die Sperrung zwischen dem Hebel P und der Bodenklappe ausgelöst wird, indem die Hängestange auf den am Hebel P befindlichen Stift P1 einen seitlichen Druck ausübt.
Am Gestell ist bei C1 der Cylinder S einer Kolbenbremse gelenkig befestigt, während das Ende der beweglichen Kolbenstange s mit dem Arm Λ2 des Handhebels H in Verbindung gebracht ist.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Wägevorrichtung ist folgende:
Die Lastschale befindet sich in ihrer höchsten bezw. die Gewichtschale in ihrer tiefsten Stellung. . Das Wägegut läuft dem Einlaufsrumpf F durch einen beliebig grofsen Vorrathsbehälter zu. Der Hebel H wird von Hand nach aufwärts gedreht, bis er an dem festen Knaggen e2 zur Anlage kommt. An dieser Bewegung nimmt der Hebel h Theil, dessen Finger hB gegen Ende des Weges die Nase gx des Schiebers G erfafst und auf letzteren einen Zug ausübt, der die Oeffnung des Zulaufes herstellt. Das Wägegut strömt nun in die Lastschale B B1 ein, bis eine Stauung des Zulaufes von selbst eintritt. Da nun der Auslaufquerschnitt des Rumpfes F kleiner als der obere Querschnitt der Lastschale ist, so entsteht nach beendetem Zulauf eine Böschung des Wägegutes (Fig. 3). Die Auslaufmündung des Rumpfes F ist aber immerhin noch grofs genug, um eine schnelle Füllung der Lastschale bis nahe an deren oberen Rand zu ermöglichen, so dafs die bedienende Person den Handhebel H unmittelbar nach seinem Anschlage an den Knaggen e2 wieder loslassen kann. Der Handhebel schwingt nun vermöge seines Eigengewichtes zurück, wobei ein an dem Hebel h befindlicher zweiter Finger hi dem Schieber G eine rückläufige Bewegung ertheilt, derzufolge dieser das eingeströmte, nunmehr eine feste Säule bildende Gut an der Oberfläche der Lastschale durchschneidet und den Zulauf wieder absperrt. Infolge des entstandenen Böschungswinkels wird das von der Kante des Schiebers vorgeschobene Gut den zwischen Wandung der Lastschale und der Böschung des Gutes entstandenen Hohlraum nahezu ausfüllen.
Der Fassungsraum der Lastschale ist derart bemessen, dafs die Menge des ihr zugeführten Gutes schon nahezu dem Sollgewicht der Schale C entspricht. Um dieses voll zu erreichen, tritt nun mit Hülfe der Speisevorrichtung unter dem Nebentrichter f ein selbstthätiger Nachlauf in Wirksamkeit. Eingeleitet wird dieser dadurch, dafs sich der Hebel I1 infolge der Aufwärtsbewegung des Handhebels H in seine höchste Lage eingestellt hat, in welcher ihn der Ansatz M1 des Doppelhebels Mm festhält. Hierdurch ist zwischen der Speiserolle J und der Bürstenklappe L eine Oeffnung entstanden, durch welche das im Nebentrichter f vorhandene Wägegut in den Hutbehälter b einströmt, jedoch erst von dem Augenblick an, wo durch den zugleich mit dem Handhebel H sinkenden Hebel N vermittelst des Schnurtriebes i I1 die Drehung der Speiserolle bewirkt wird. Sobald nun infolge des Nachlaufes Gleichgewicht in der Waage entsteht, stöfst der an der Gewichtschale C befindliche Stift c gegen den Arm m des Doppelhebels Mm und löst die Sperrung des Hebels I1 aus, wodurch der Nachlauf plötzlich geschlossen wird, indem die mit dem Hebel I1 frei gewordene Bürste L sich wieder gegen die Rolle legt.
Nach beendigter Füllung erfolgt die Auslösung der Bodenklappe dadurch, dafs der mit dem Handhebel H niedergehende Arm R die Hängestange Q verdrängt, welche ihrerseits die Sperrung zwischen dem Hebel P und der Bodenklappe D aufhebt, so dafs letztere unter dem Druck des in der Lastschale befindlichen Gutes aufschlägt und dieses frei ausströmen läfst. Nach der Entleerung schliefst sich die Bodenklappe wieder vermöge ihres Gegengewichtes <fj.
Der am Flachschieber G befindliche Riegel stellt,die Waage während der VorfUllperiode still, indem er sich beim Oeffnen des Schiebers unter den am Waagebalken befestigten Stift a3 schiebt. Diese Sperrung ist deshalb vorgesehen , damit nicht infolge der heftigen Bewegung, welche anderenfalls des schnellen Einlaufes wegen in der Waage entstehen müfste, der Nachlauf vorzeitig geschlossen wird. Erst wenn der Schieber G den Hauptzulauf absperrt, kann die Waage frei einspielen.
Die mit dem Handhebel H durch dessen Arm h2 verbundene Bremse hat den Zweck, behufs Erzielung eines ruhigen Nachlaufes auf die Rückbewegung des Hebelsystems und im
Zusammenhange damit auf die Drehung der Speiserolle gleichmäfsig verlangsamend einzuwirken.
Da, wie erwähnt, die Füllung der Lastschale nahezu der Belastung der Gewichtschale entsprechen soll, so ist eine Einrichtung erforderlich, mittelst welcher der Fassungsraum der Lastschale dem veränderlichen specifischen Gewichte des Wägegutes angepafst werden kann. Zu diesem Zweck ist die Lastschale verstellbar, was nach vorliegender Zeichnung dadurch erreicht ist, dafs der Behälter aus zwei Theilen B B1 besteht, welche in einander verschiebbar sind. Diese Veränderlichkeit des Rauminhaltes kann jedoch auch auf andere Weise bewirkt werden.
Um kleine Ungenauigkeiten im Wägeergebnifs ausgleichen zu können, ist die Waage mit einer bekannten Regelungsvorrichtung versehen, bestehend aus dem zweiarmigen Hebel T mit dem Schiebegewicht t.
Damit die Wägungen auf ihre Richtigkeit geprüft werden können, ist am festen Gestell ein kleiner, um den Punkt u drehbarer Daumen U angeordnet, welcher an der kleinen Handhabe M1 nach oben gerichtet werden kann, so dafs durch ihn der Hebel jR nahe am Ende seiner Abwärtsbewegung aufgehalten und so verhindert wird, die Sperrung der Bodenklappe D auszulösen bezw. die Entleerung der Lastschale herbeizuführen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Wägevorrichtung, deren Lastschale B B1 sich nach dem von Hand erfolgenden Oeffnen eines unter dem Einlaufrumpf F angeordneten horizontalen Schiebers G schnell mit so viel Wägegut anfüllt, dafs die Menge desselben nahezu der Belastung der Gewichtschale C entspricht, wobei ein durch die Schieberbewegung betätigtes Riegeigesperre g as den Waagebalken A so lange in seiner Stellung festhält, bis der Schieber vermöge des Eigengewichtes der auf ihn. einwirkenden Hebelverbindung Hh selbstthätig zurückgeht, das eingelaufene Material an der Oberfläche der Lastschale abschneidet und den Zulauf wieder absperrt.
2. An der unter ι. gekennzeichneten Wägevorrichtung die Einrichtung, dafs der zur Erreichung des vollen Sollgewichtes erforderliche, in einen Hülfsbehälter b geleitete Nachlauf aus einem mit dem Einlaufrumpf (F) verbundenen Nebentrichter f durch eine zwangläufige Speisevorrichtung erfolgt, bestehend aus der Rolle J und dem von der sinkenden Bewegung des Handhebels (H) vermittelst des Hebels N abgeleiteten Triebwerk i Z1, welches der Rolle / eine durch Einwirkung einer Bremse Ss geregelte Drehbewegung ertheilt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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