DE20069C - Automatische Waage für feinkörnige und pulverförmige Massen und für Flüssigkeiten - Google Patents

Automatische Waage für feinkörnige und pulverförmige Massen und für Flüssigkeiten

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DE20069C
DE20069C DENDAT20069D DE20069DA DE20069C DE 20069 C DE20069 C DE 20069C DE NDAT20069 D DENDAT20069 D DE NDAT20069D DE 20069D A DE20069D A DE 20069DA DE 20069 C DE20069 C DE 20069C
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DENDAT20069D
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C. REUTHER in Hennef
Publication of DE20069C publication Critical patent/DE20069C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. Juni 1881 ab.
Die automatische Waage hat den Zweck, das Material obengenannter Art, welches derselben zugeführt wird, vollständig selbstthätig zu verwiegen und das Gewicht auf dem mit derselben verbundenen Zählwerk zu markiren.
Im allgemeinen besteht die Waage aus einem gleicharmigen, gabelförmigen Waagebalken, an welchem auf der einen Seite ein Gefäfs1 zur Aufnahme des zu verwiegenden Materials, und ■auf der anderen Seite entweder eine Schale für die Gewichtstücke öder ein constantes Gewicht hängt; aus einem Einlaufmechanismus, der genau so viel Material in das Gefäfs einlaufen läfst, als das Gegengewicht bezw. die aufgestellten Gewichtstücke schwer' sind, und alsdann den weiteren Zuflufs abschliefst und nach erfolgter Entleerung des GefäfseS denselben wieder öffnet; ferner aus einem Mechanismus, welcher das Entleeren des Gefäfses bewirkt.
Die Fig. 1 bis 7 zeigen die Einrichtungen der automatischen Waage, welche zur Wägung von feinkörnigen und pulverförmigen Materialien, vorzugsweise von Getreide bestimmt ist.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht, Fig. 3 ein Querschnitt der Waage; die Fig. 4, 5 und 6 zeigen drei verschiedene Stellungen des Einlaufmechanismus; die Fig. 7 die Stellung des Gesammtmechanismus .der Waage beim Entleeren des Gefäfses.
A ist der Waagebalken, B das Gefäfs zur Aufnahme des Materials, z.B. Getreide, C die Gewichtschale, D ein Trichter, welchem das Getreide aufgegeben wird und aus welchem es durch den Kanal d in das Gefäfs B gelangt.
Unterhalb des Kanals d schwingen zwei Klappen F und G. Die Klappe F besitzt einen, zwei oder mehrere Einschnitte ff und hat den Zweck, den Zuflufs des Getreides zeitweise soweit zu reduciren, dafs derselbe nur noch durch die zwei Einschnitte// stattfindet. Die unterhalb der Klappe F schwingende Klappe G hat den Zweck, den Zuflufs des Getreides zeitweise ganz abzuschliefsen. Die Klappe F schwingt um die feststehende Achse E und die Klappe G vermittelst der zwei an derselhen befestigten Stahlschilder g und ^i um zwei an die Achse E angefeilte Schneiden e und C1. Das Stahlschild gl besitzt eine Schneide z, welche auf der Pfanne h einer Schiene H ruht.
Bewegt sich die Schiene H auf oder nieder, so schwingt die Klappe G um die Schneiden e ex. Die Klappe F ist mit einer Nase je versehen, welche an einem Stift χ anliegt, der an dem Schild gx und somit an der Klappe G befestigt ist. Schwingt somit die Klappe G nach aufwärts, so wird dadurch auch die Klappe F mitgenommen. Nach abwärts ist die Bewegung der Klappe F durch einen Stift w begrenzt, der in den Trichter D eingeschraubt ist. Liegt die Klappe F an dem Stift w an, so liegt auch die untere Kante derselben an einer Bürste άλ an, mit welcher der Ausflufskanal d besetzt ist, und schliefst dadurch den Zuflufs des Getreides ab, bis auf die beiden halbrunden Oeffnungen//.
Die Schiene H ruht mit ihrem unteren Ende auf einer Schneide i, die an einem Hebel J befestigt ist. Der Hebel J ist drehbar um einen im Gefäfs B befestigten Zapfen ν und trägt ein Gewicht u. Eine Schiene K verbindet den Hebel J mit einem Hebel L, der lose auf der Klappenachse m sitzt.
Das Entleeren des Gefäfses B geschieht durch das Oeffnen einer Klappe M, welche um die Achse m drehbar ist. Eine Schiene N verbindet die Klappe M mit einem Winkelhebel O. Der Winkelhebel O ist drehbar um einen Zapfen o, der im Gefäfs B befestigt ist. Ist das Gefäfs B geschlossen, so haben Klappe M, Schiene N und Winkelhebel O die in Fig. ι gezeichnete gegenseitige Stellung.
Angenommen, das Gefäfs B ist gefüllt, so ist der auf die Klappe M wirkende Druck nicht im Stande, das Gefäfs zu öffnen. Verbindet man den unteren Endpunkt der Schiene Nn mit dem Punkt ο durch eine gerade Linie, so geht die Verlängerung dieser Verbindungslinie nicht durch den oberen Endpunkt« der Schiene N, sondern es liegt der Punkt η einige Millimeter nach derjenigen Seite der Verbindungslinie, auf welcher der horizontale Theil des Winkelhebels O liegt, welch letzterer wieder auf einem Stift t aufliegt. Erst wenn der Winkelhebel O eine Drehung nach rechts erfährt und sich so von dem Stift / entfernt, so dafs der Punkt η rechts der Verbindungslinie η ο zu liegen kommt, ist der auf die Klappe M wirkende Druck im Stande, durch Abwärtsdrücken der Klappe M das Gefäfs B zu öffnen, wodurch der zuletzt beschriebene Mechanismus in die Stellung der Fig. 8 kommt.
Der Klappe M entgegengesetzt wirkt ein Gewicht M1, welches nach Entleerung des Gefäfses die Klappe M wieder zudrückt.
Ist das Gefäfs B leer und ebenso auch die Gewichtschale C, so ist der Waagebalken A im Gleichgewicht, was an dem Zeiger a3 des Waagebalkens, der einem an dem Gestell angebrachten Zeiger U1 gegenübersteht, zu erkennen ist. Ist das Gefäfs B leer, die Schale C aber mit Gewichten belastet, so wird der Waagebalken, so weit als ihm möglich, d. h. bis die Schale C auf der Grundplatte aufsitzt, eine schräge Lage einnehmen. Es wirkt, vorausgesetzt, dafs der Hebel J die in Fig. ι gezeichnete Stellung hat, die Schiene H mit ihrer Pfanne h auf die Schneide ζ der Klappe G und hält dadurch sowohl diese Klappe, als auch die Klappe F gehoben, Fig. 4. Die Zuströmung ist vollständig geöffnet, und deshalb läuft das Getreide in einem dicken Strahl in das Gefäfs B.
Durch das Einfüllen des Getreides wird die linke Seite des Waagebalkens beschwert und die Waage kommt in Bewegung, noch ehe das eingefüllte Getreide dem Gewicht der aufgestellten Gewichtstücke entspricht, weil ja die Gefäfsseite des Waagebalkens noch mit dem Druck belastet ist, den die beiden Klappen F und G vermittelst der Schneide ζ auf diese Seite (Gefäfsseite) des Waagebalkens ausüben.
Die linke (Gefäfs-) Seite des Waagebalkens geht so lange nieder, bis die Klappe F sich an den Stift w anlegt. Durch dieses Anlegen der Klappe F an d'en Stift w wird die Gefäfsseite des Waagebalkens um die Gewichtswirkimg dieser Klappe entlastet, während die Wirkung der Klappe G auf den Waagebalken bestehen bleibt. Der Getreidezuflufs ist abgesperrt bis auf die Zuströmung durch die beiden halbrunden Oeffnungen//.
Durch diese beiden halbrunden Oeffnungen// läuft noch so viel Getreide in das Gefäfs B, bis die Waage abermals in Bewegung kommt, wobei die Klappe G noch weiter niedergeht, so dafs sie unterhalb der Bürste d vorbeigeht, wie Fig. 6 zeigt, und dadurch den durch die beiden halbrunden Oeffnungen // noch erfolgenden Getreidezuflufs vollständig abschneidet.
An dem Stahlschild ^1 der Klappe G ist ein um den Zapfen p drehbarer Hebel P angebracht, der mit einem Gewicht px versehen ist. Dieser Hebel P ist so angeordnet, dafs während die feine Zuströmung durch die Oeffnungen//stattfindet, der Schwerpunkt der Klappe G mit allem, was an derselben befestigt ist, über den Schneiden g g liegt, und zwar sehr wenig der rechts durch ^i gehenden Senkrechten. Auf diese Weise wird, während die Klappe G sich dreht und den freien Zulauf abschliefst, die Wirkung der Klappe G auf den Waagebalken sich vergröfsern, da ja der Hebelarm des Schwerpunktes der Klappe G während deren Drehung sich vergröfsert und dadurch den Waagebalken in rasche (auf der Gefäfsseite) abwärtsgehende Bewegung bringen.
Bei dem nun erfolgenden Abwärtsschwingen des an dem Waagebalken hängenden Gewichts stöfst der horizontale Theil des Winkelhebels O auf einen Arm Q, der an dem Gestell für die Waage angebracht ist, bringt den Punkt η rechts der Verbindungslinie der beiden Punkte η ο, wodurch die Klappe M sich öffnen und das Gefäfs B sich entleeren kann.
Die Gefäfsklappe M besitzt zwei Stifte / und I1. Der Stift / drückt, wenn die Klappe M sich öffnet, den Hebel L und dadurch auf die Schiene K, den Hebel J und die Schiene H in die durch Fig. 7 gezeichnete Stellung. In dieser Stellung bleibt die ganze zuletzt genannte Hebelverbindung so lange stehen, bis das Gefäfs entleert ist, die Klappe M zurückgeht und das Gefäfs B schliefst, in welchem Falle der Stift I1 auf den Hebel L schlägt, denselben zurückbewegt und dem Gewicht O gestattet, den ganzen Mechanismus HJ K und L wieder in die- durch Fig. 1 veranschaulichte Lage zu bringen.
Verbindet man in der Stellung der Fig. 7 k mit kr durch eine gerade Linie, so geht diese Verbindungslinie einige Millimeter rechts von der Drehachse»« vorbei, so dafs also das Gewicht O bestrebt ist, den Punkt Ji1 noch weiter nach rechts zu drehen, was jedoch durch einen Stift ή verhindert ist. · . · ■ ■·
In dem Moment, wo das G'efäfs B sich entleert, wird auch der Waagebalken, da er von dem Gewicht des vorher eingefüllten Getreides befreit wird, sofort wieder . zurückschwingen. Die Eröffnung der beiden Einlafsklappen wird aber nicht eher erfolgen, als bis der Stift I1 den Hebel L wieder zurückgedreht hat, bis also die Klappe M das Gefäfs geschlossen hat, denn dadurch, dafs bei dem Oeffhen des Gefäfses B durch die Klappe M die Mechanismen in die durch die Fig. 7 gezeichnete Stellung kommen, wird die Pfanne h mehr, nach abwärts gezogen, als der Weg bei der Rückwärtsbewegung des Waagebalkens beträgt.
Es mufs noch erwähnt werden, dafs das am Hebel J sitzende Gewicht u so schwer ist, dafs es den Widerstand, den die beiden Klappen F und G der Eröffnung entgegensetzen, überwinden kann. .
Der Waagebalken A hat sämmtliche Eigenschaften eines aichfähigen Waagebalkens. Die beiden Doppelschenkel sind einander vollkommen gleich; die Doppelschneiden /Z1, « und «, liegen in einer und derselben Ebene; der Schwerpunkt des Waagebalkens liegt unterhalb der Verbindungslinie der mittleren Schneiden. Ist deshalb das leere Gefäfs so schwer wie die leere Gewichtschale, so spielt die Zunge a3 des Waagebalkens genau ein.
Sind auf die Schale C Gewichte aufgestellt und ist in das Gefäfs B so viel Getreide eingefüllt, als die aufgestellten Gewichtstücke schwer sind, so wird die Zunge a3 der Waage ebenfalls genau einspielen.
Das gänzliche Absperren des Zuflusses des Gefäfses B darf nicht erst in dem Moment erfolgen, wo das Gewicht des eingefüllten Getreides genau gleich dem der aufgestellten Gewichtstücke ist, weil man in diesem Falle ein unrichtiges Resultat, d. h. an eingefülltem Getreide zu viel an Gewicht erhalten würde, denn erstens kann das Absperren nicht augenblicklich erfolgen, sondern beansprucht immer einige Zeit, während welcher noch Getreide auf das bereits gewogene Quantum fällt, und zweitens ist selbst nach erfolgtem vollständigen Abschlufs noch ein Getreidestrahl zwischen der schliefsenden Klappe und dem bereits eingefüllten Getreidequantum unterwegs, welches noch auf das angefüllte Getreidequantum fällt und dessen Gewicht vermehrt.
Das vollständige Absperren des zufliefsenden Getreides mufs also noch vor erreichtem Gleichgewicht stattfinden, und zwar genau um so viel früher, ah nöthig ist, damit sich in. das Gefäfs B das genaue Gewicht der Gewichtstücke einfüllt.
Wie schon erwähnt, ist während des feinen Zulaufs durch die Oeffhimgen ff die Gefäfsseite des Waagebalkens mit dem Druck belastet, den die Klappe G durch die Schneide ζ auf den Waagebalken ausübt. Es wird also um so viel, als die Wirkung dieses Druckes auf den Waagebalken beträgt, der Waagebalken vor erreichtem genauen Gewicht in dem Gefäfs B in Bewegung kommen. Dieser Druck mufs auf bequeme Weise vergröfsert und verkleinert werden können, um rasch die Waage so einstellen zu können, dafs jede Füllung genau das Gewicht der aufgestellten Gewichtstücke hat. Die Veränderung des Druckes geschieht durch Veränderung der Stellung des Gewichtes /t zu der Klappe G, wodurch sich selbstverständlich die Lage des Schwerpunktes des Ganzen, also der Klappe G mit dem Gewicht /t , verändert. Der Hebel F ist winkelförmig; die zwei Lappen^ und ^3 sitzen fest auf der Stahlplatte ^1; der Lappen pit welcher das Muttergewinde für die Schraube p% enthält, sitzt auf dem Hebel F, jedoch so, dafs er sich etwas in der Richtung nach dem Drehpunkte/ bewegen kann. Durch Rechts- oder Linksdrehen der Schraube /3 bewegt sich das Gewicht/! entweder nach links oder nach rechts und verändert auf diese Weise die Lage des Schwerpunktes der Klappe G.
Der Haken S dient dazu, die Waage aufser Thätigkeit zu bringen. Wird nämlich dieser Haken (s. Fig. 7) in die punktirte Lage gebracht, so hakt sich der Hebel J an demselben ein, und es kann, trotzdem dafs die Klappe M sich schliefst, der Hebel J und damit die Schiene H nicht wieder in die Stellung der Fig. 1 zurückkehren. Es bleibt also der Zuflufs abgesperrt. Gleichzeitig wird dadurch erreicht, dafs die Waage bezw. die Zunge az der Waage nach rechts und links genügend ausschlagen kann, ohne dafs die Pfanne h an die Schneide ζ anstöfst.
Will man sich überzeugen, ob die Waage als solche in Ordnung ist, so mufs man dieselbe bei leerem Getreidegefäfs und leerer Gewichtschale an den Zeigern a% und Ci1 einspielen lassen, indem' man den Haken S in die punktirte Stellung bringt und den Hebel J an demselben festhakt. Dadurch ist die Waage sammt Gefäfs und Schale in keinerlei Berührung mit irgend einem anderen Theil, sie kann also frei einspielen.
Will man sich überzeugen, ob das Getreide, welches die Waage selbsttätig in das Gefäfs B eingefüllt hat, genau so schwer ist, wie die in der Schale C eingestellten. Gewichtstücke, so mufs man durch Seitwärtsdrehen des Armes Q zuerst dafür sorgen, dafs der Winkelhebel O auf denselben nicht aufstofsen und sich das Gefäfs B entleeren kann, ferner mufs man J im S festhaken. Entspricht das eingefüllte Getreide genau den Gewichtstücken, so spielt auch der Zeiger «3 an den gegenüberstehenden Zeiger «4 ein. Ist dies nicht der Fall, so mufs durch Drehen an der Schraube/3 die Belastung der Klappe G auf dem Waagebalken A verändert werden, und' zwar mufs, wenn das Getreide zu
schwer wiegt, die Belastung vergröfsert (damit die Waage den Ztiflufs früher abschliefst), und wenn das Getreide zu leicht wiegt, die Belastung verkleinert werden. Im ersteren Falle mufs also das Belastungsgewicht P1 nach rechts, im letzteren Falle nach links gedreht werden.
Durch die Belastung des Waagebalkens durch die Klappe G entsteht keinerlei Reibung, denn die Klappe hängt in Schneiden e und ex, ■ sie belastet den Hebel H und somit die Waage vermittelst der Schneide z; der Hebel H stützt sich wieder auf den Hebel J durch die Schneide z. Die Klappe G ist während der feinen Zuströmung durch die Oefrhungen// in keiner Berührung mit sonst einem Theil des Apparates, schwingt nach erreichtem Gleichgewicht ganz frei unterhalb der Bürste d, vorbei und fängt dadurch die durch die Oeffnungen // zuströmenden dünnen Strahlen ab. Wenn also durch richtiges Einstellen des Gewichtes P1 die Waage in Ordnung gebracht ist, d. h. wenn es erreicht ist, dafs sie eine Füllung richtig eingefüllt hat, so wird auch jede weitere Füllung richtig sein.
Der Hubzähler T zählt jede Entleerung des Gefäfses dadurch, dafs er durch einen Arm mit der Klappe G in Verbindung gebracht ist, jedoch so, dafs damit jede Reibung vermieden ist, der erwähnte Arm erst dann mit dem Zähler in Berührung kommt, wenn die Klappe G den feinen Zuflufs bereits abgesperrt hat.
Die Fig. 8 bis 11 zeigen die Einrichtung der automatischen Waage, welche zum selbsttätigen Verwiegen von Flüssigkeiten bestimmt ist.
Fig. 8 ist ein Querschnitt, Fig. 9 eine Seitenansicht der Waage; Fig. 10 zeigt die Stellung des Gesammtmechanismus bei Entleerung des Gefäfses; Fig. 11 ist ein Grundrifs des Waagebalkens mit Gefäfs und Gewichtschale.
A ist der Waagebalken, B das Gefäfs zur Aufnahme der Flüssigkeit, C die Gewichtschale, D und D1 zwei Ventile und G eine Klappe, welche letztere drei Theile den Zuflufs der Flüssigkeit in das Gefäfs B reguliren und unterbrechen ; F ist ein Einlauftrichter und H ein Kasten, in welchen sich die gewogene Flüssigkeit entleert und aus welchem sie durch den Rohrstutzen J abfliefst. Das Ventil D ist oberhalb, das Ventil D1 unterhalb einer Platte K angeordnet; beide Ventile sind mit einem Hebel L verbunden, der auf einer Achse / befestigt ist. Die Achse / geht durch , den Einlafsstutzen M und trägt einen aufserhalb darauf befestigten Hebel N, auf dem ein Gewicht u sitzt. Wird der Arm N gehoben, so öffnen sich die Ventile D und D1 ; wird der Arm N niedergelassen, so schliefsen sich die Ventile, soweit als dies ein Arm O gestattet, auf den sich der Hebel N auflegt.
Sind! die Ventile D und D1 geöffnet, wie in Fig. 8, so läuft die Flüssigkeit in einem starken Strahl aus dem Trichter F in das Gefäfs B; liegt der Hebel N auf dem Arm O, so sind die Ventile D und D1 nicht ganz geschlossen, sondern sind- noch' um einen engen Spalt von der Platte K entfernt, so dafs noch ein schwacher Zuflufs von Flüssigkeit in das Gefäfs B stattfindet. Dadurch, dafs das Ventil D oberhalb und das Ventil D1 unterhalb der Platte K angeordnet ist, wird der Einflufs des Druckes der im Trichter F enthaltenen Flüssigkeit auf die Functionen der Waage aufgehoben. Die Wirkungen der beiden Drücke auf den Hebel L heben sich auf.
Die Klappe G hat den Zweck, diesen feinen Flüssigkeitsstrahl auf einen Moment zu unterbrechen , so lange nämlich, als. die Scheidewand χ des Gefäfses beim Umkippen desselben Zeit braucht, um von der einen auf die andere Seite zu kommen. Sie hat dieselbe Einrichtung, als wie die. Klappe G bei der Getreidewaage. Sie schwingt um die Schneiden e und C1 , sie belastet durch die Schneide Z und vermittelst der Schiene H und der Schneide i den Waagebalken. .
Das Gefäfs B hängt durch die Achse b an dem Hängebügel T, der wieder an dem Waagebalken A hängt, und ist durch die Wand χ in zwei einander ganz gleiche Räume getheilt. Dasselbe nimmt während des Functionirens der Waage zwei zu einander symmetrische Stellungen ein, welche in Fig. 8 veranschaulicht sind. Während die eine Hälfte des Gefäfses sich füllt, entleert sich die andere, und umgekehrt.
In die beiden erwähnten Stellungen wird das Gefäfs durch die beiden Gelenkstücke R und S gebracht; R ist durch den Bolzen r mit dem Gefäfs, und .S durch den Bolzen j mit dem Hängebügel P verbunden. Durch den Bolzen ν sind beide Gelenkstücke unter sich verbunden. Ist die eine Seite des Gefäfses gefüllt, so hat das Gefäfs das Bestreben, sich nach dieser Seite zu drehen, woran es jedoch so lange verhindert ist, bis die Waage so viel Weg zurückgelegt hat, dafs die Nase w des Gelenkstücks S auf die Nase t der Schiene T aufstöfst und das Knie r υ s durchbiegt. Die Gelenkstücke ruhen entweder auf dem Stift y oder auf dem Stift _y,; das Gelenk r ν s kann sich also nach der unteren Seite nicht durchbiegen. Verbindet man r mit ί durch eine gerade Linie, so liegt der Punkt ν unterhalb dieser Verbindungslinie. Das von der einen Seite gefüllte Gefäfs kann also nicht eher nach dieser Seite überschlagen und sich entleeren , als · bis durch Aufstofsen der Nase w das Knie r ν s nach oben durchgebogen ist. Ist dieses geschehen, so dreht sich das Gefäfs mit den beiden Gelenkstücken R und .S nach der entgegengesetzten Seite und kommt dort in eine der vorigen ganz symmetrische Stellung.
Das Ueberschlagen der Gelenkstücke R und 5 nach links und nach rechts ist nur möglich bei
genau bestimmten Verhältnissen der Länge der Gelenkstücke.
Beschreibt man nämlich von b aus einen Kreisbogen mit dem Radius b r, und von s aus einen Kreisbogen mit dem Radius b ν, so schneidet der erstere die durch / und j gehende Senkrechte im Punkte α, und letztere im Punkte ß. Es können die Gelenkstücke R und S bei der Oscillation des Gefäfses B nur dann auf die andere Seite kommen, wenn die Länge r ν gleich der Länge α β ist, denn nur in diesem Falle kann das Gelenkstück R durch die Mitte kommen. Ist das Gefäfs B leer und sind in der Schale C Gewichte aufgestellt, so drückt die Schneide i auf die Schiene H; diese Schiene H hebt den Hebel N vermittelst des in denselben eingeschraubten Stiftes η und entfernt dadurch die Ventile D und D1 von ihren Sitzflächen. Gleichzeitig hebt die Schiene H vermittelst der Schneide ζ die Klappe G.
Ganz wie bei der Getreidewaage kommt kurz vor erreichtem Gleichgewicht der Waagebalken in Bewegung; es legt sich der Hebel N auf den Arm O und schliefst dadurch die Ventile D und D1 bis auf einen kleinen Spalt, durch welchen noch eine kleine Flüssigkeitszuströmung stattfindet. Bei der gleich darauf erfolgenden zweiten Bewegung der Waage schlägt dieKlappe G vor und unterbricht die feine Zuströmung einen Augenblick; die Klappe G giebt genau wie bei der Getreidewaage der Gefäfsseite des Waagebalkens eine Beschleunigung nach abwärts; die Nase tv des Gelenkstücks 6" stöfst auf die Nase t der Schiene, wodurch das Gefäfs B überkippt, in die entgegengesetzte Stellung kommt und seinen Inhalt entleert. In dem Moment, wo die gewogene Flüssigkeit aus dem Gefäfs abläuft, geht auch sofort die Gefäfsseite der Waage wieder in die Höhe und öffnet den Zuflufs, der nun die andere Hälfte des Gefäfses B mit Flüssigkeit anfüllt.
Soll die Waage controlirt werden, so geschieht dies sowohl im leeren als gefüllten Zustand auf folgende Weise:
Die Stofsschiene T wird so viel verschoben, dafs die Nase t nicht mehr unter der Nase w liegt, wodurch ein Durchbiegen des Gelenkes und Ueberkippen und eventuelles Entleeren des Gefäfses nicht mehr stattfinden kann; der Arm O wird auf die Seite gedreht, wodurch der Hebel seine Stütze verliert und die Ventile D und D1 sich festschliefsen; ferner wird die Schiene H aus den Schneiden ζ und i ausgehoben und an den Waagebalken A angehängt.
Die Anordnung des Hubzählers und der Zeiger des Waagebalkens geschieht in der gleichen Weise, wie bei der Waage für feinkörnige und pulverförmige Materialien.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. Die durch eine bewegliche Schiene H ermöglichte Einwirkung der Klappe G auf den Waagebalken vermittelst einer Schneide z.
2. Bei beiden Waagen die Verwendung dieser mit einem Ueberfallgewicht P1 verseehnen zweiten Einlafsklappe G, um den vollständigen Schlufs des Zulaufs von Material in das Gefäfs B so viel früher eintreten zu lassen, als zur Ausgleichung des Gewichtes desjenigen Materials nöthig ist, welches nach eingetretenem Gleichgewicht der Waage, wie beschrieben, noch auf die bereits eingefüllte Masse fällt.
3. Bei beiden Waagen die Verwendung der zweiten Einlafsklappe G dazu, der Waage nach erfolgtem Abschlufs des Einlaufs die zum Oeffnen der Gefäfsklappe nöthige Beschleunigung zu geben.
4. Bei beiden Waagen die beschriebene, durch Veränderung der Stellung des Ueberfallgewichts P1 ermöglichte Regulirung des jedesmal in das Gefäfs sich einfüllenden Gewichts an körnigem oder pulverförmigem Material oder an Flüssigkeit.
5. Die bei der Waage für ^feinkörnige und pulverförmige Materialien erfolgte Einschaltung eines mit einem auf die Einlafsklappen wirkenden Gewichte ti beschwerten, an dem Gefäfs B hängenden, also mit dem Waagebalken in Verbindung stehenden Hebels J, zu dem Zweck, die Eröffnung der Einlafsklappen nicht unmittelbar durch die Rückwärtsbewegung der Waage erfolgen zu lassen, sondern von der Stellung des Hebels J abhängig zu machen.
6. Bei der Waage > für feinkörnige und pulverförmige. Materialien die eigenthümliche Verbindung der Schiene K mit den Hebeln J und Z, wodurch unter Zuhülfenahme der in der Gefäfsklappe angebrachten Stifte / und I1 der Hebel J und somit die auf die Klappen wirkende Schiene H beim Oeffnen der Gefäfsklappe nach abwärts gedrückt und bis zum Schlufs der Gefäfsklappe in dieser Stellung erhalten bleibt.
7. Bei der Flüssigkeitswaage die eigenthümliche Anordnung der beiden Ventile D und D1 oberhalb und unterhalb einer Platte K.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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