DE275C - Selbsttätige Wägemaschine- für feinkörnige und pulverförmige Materialien - Google Patents

Selbsttätige Wägemaschine- für feinkörnige und pulverförmige Materialien

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DE275C
DE275C DE000000000275DA DE275DA DE275C DE 275 C DE275 C DE 275C DE 000000000275D A DE000000000275D A DE 000000000275DA DE 275D A DE275D A DE 275DA DE 275 C DE275 C DE 275C
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  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

1877.
Klasse 42.
ED. REISERT in KÖLN. Selbstthätige Wägemaschine für feinkörnige und pulverförmige Materialien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. JuK 1877 ab.
Diese Wägemaschinen verwiegen vollständig selbstthätig ohne Beihülfe eines Arbeiters oder einer anderen Kraft das denselben zugeflihrte Material und markiren gleichzeitig auf einem Zählwerk das Gewicht des durchgelaufenen Quantums.
In der folgenden Beschreibung ist der Einfachheit halber immer nur von Getreide die Rede.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Querschnitt der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 einen Grundrifs, bezw. einen Schnitt nach der Linie 1 bis 2 der Fig. 1, Fig. 4 einen Längenschnitt derselben. Die Figuren 5, 6 und 7 zeigen den Mechanismus der Maschine allein in seinen drei hauptsächlichsten Stellungen.
An einem gleicharmigen, gabelförmigen Waagebalken A hängt auf der einen Seite vermittelst zweier Stängchen α ein Blechgefäfs B, welches je nach der Gröfse der Maschine 10, 20, 50 oder 100 kg Getreide auf einmal zu fassen im Stande ist, und auf der anderen Seite hängt ein Gewicht C. Dieses Gewicht ist so schwer, dafs es dem Blechgefäfs B plus einer Füllung von genau 10 oder etc. kg des zu verwiegenden Materials an dem Waagebalken das Gleichgewicht hält.
Das Getreide wird dem Trichter T aufgegeben, läuft zuerst in einem dicken Strahl, dann immer schwächer und schwächer, schliefslich nur noch leise zutröpfelnd in das Blechgefäfs B, bis das genaue Gewicht von 10, 20 etc. kg eingefüllt ist, und der Waagebalken in Bewegung kommt; es sperrt der Apparat plötzlich den Zuflufs ab und entleert das Gefäfs, um im nächsten Moment ersteren wieder zu öffnen, eine neue Füllung einlaufen zu lassen u. s. w. Jede Entleerung des Gefäfses wird durch das mit der Maschine in Verbindung stehende Zählwerk J registrirt, so dafs auf dem aufsen sichtbaren Zifferblatt des letzteren jederzeit abgelesen werden kann, wie viel Kilogramm oder Centner Getreide innerhalb einer bestimmten Zeit durch die Maschine hindurch gelaufen sind.
Das Oeffnen und Schliefsen des Zuflusses erfolgt durch zwei Klappen, durch die Klappe E und durch die Klappe F. Die Entleerung des Blechgefäfses B wird ermöglicht durch die Klappe b. Diese Klappe b ist drehbar um eine Axe ο. Die auf der anderen Seite der Axe an der Klappe b befestigten Gewichte m und η sind im Stande, nach erfolgter Entleerung des Gefäfses die Klappe b wieder zu schliefsen. Das Gefäfs B besitzt aufserdem noch einen um den Zapfen fi drehbaren Haken V. Ist. die Klappe b geschlossen, so hakt sich ein dem Gewicht m ungehöriger Daumen q in den Haken V ein und verhindert dadurch das Oeffnen der Klappe b, so lange das zu verwiegende Getreide sich in das Gefäfs B einfüllt.
Mit der Klappe E ist durch die Axe s in fester Verbindung der Daumen e und mit der Klappe F durch die Axe A der Daumen / und der Hebel Z.
Die Anfangstellung der Mechanismen ist dargestellt durch Fig. 5.
Weil das Gefäfs B leer ist, so wird dasselbe durch das Gewicht C in die Höhe gedrückt; der verlängerte Waagebalken A hebt vermittelst des Daumens e die Klappe E. Das eine der beiden Waagestängchen α hebt vermittelst des Daumens / die Klappe F. Eine Nase 2 des Hebels Z ist in den Winkelhebel χ eingehakt. Dieser Winkelhebel χ ist in einem Zapfen w drehbar, der an dem Gehäuse befestigt ist und hat seinen Schwerpunkt rechts dieses Drehzapfens.
Da beide Klappern E und F vollständig geöffnet sind, läuft das Getreide in einem dicken Strahl aus dem Trichter T durch das Blechkästchen K in das Gefäfs B.
Noch bevor das vollständige Einheitsgewicht in das Gefäfs B eingefüllt ist, kommt die Waage in Bewegung, denn die linke Seite des Waagebalkens, an welcher das Blechgefäfs hängt, ist aufser dem Blechgefäfs und dem in dasselbe eingefüllten Getreidequantum noch belastet durch die Klappe E, indem der damit verbundene Daumen e auf die linke Seite des Waagebalkens drückt. Mit dem Gefäfs B geht auch die Klappe E nieder und zwar so lange, bis letztere auf der durch das Gehäuse gehenden Axe G aufsitzt. Die Klappe F dagegen kann sich nicht bewegen, da der mit ihr verbundene Hebel Z vermittelst der Nase ζ am Winkelhebel χ festgehakt ist.
Die nunmehrige gegenseitige .Stellung der einzelnen Mechanismen ist dargestellt durch Fig. 6.
Da die Klappe E jetzt auf der Axe G aufsitzt, so ist der Waagebalken durch dieselbe nicht mehr belastet und die linke Seite der Waage ist um diese Belastung leichter geworden. Die Waage bleibt mithin jetzt wieder so lange in Ruhe, bis noch so viel Getreide zugelaufen, dafs das vollständige Einheitsgewicht von 10
oder 20 etc. kg erreicht ist. Der Zulauf ist aber durch die Klappe E abgesperrt bis auf die beiden halbrunden Oeffnungen u u, welche in der Klappe angebracht sind und durch welche der Getreidezuflufs nur noch in ' zwei ganz dünnen Strahlen erfolgt.
■ Ist durch dieses feine Zutröpfeln das genaue Gewicht erreicht, so wird der Waagebalken rasch umkippen; denn die mittleren Schneiden des Waagebalkens liegen etwas tiefer als die beiden seitlichen Schneiden. Der Stofshaken c des Gewichtes C wird an dem Winkelhaken χ anstofsen und den Hebel Z aushaken. Es schlägt alsdann der Hebel Z und die damit verbundene Klappe F. rasch vor und letztere sperrt unterhalb des Blechkästchens K den Getreidezuflufs vollständig ab. Der Hebel Z schlägt auf den Daumen h des Hakens ν und giebt letzterem eine kleine Drehung, so dafs die Klappe b ihre Stütze verliert, durch das Gewicht des eingefüllten Getreides geöffnet wird und das Gefäfs entleert.
Die nunmehrige Stellung der einzelnen Theile ist dargestellt durch Fig. 7.
Ist das Getreide von der Klappe b vollständig abgelaufen, so drücken die beiden Gewichte m und η dieselbe wieder zu. Dieselbe wird durch das Gewicht m und den Haken V wieder gestützt.
Ist das Gefäfs B entleert, also wieder entlastet, so wird es durch das Gewicht C wieder in die Höhe gedrückt. Der Daumen / liegt aber auf dem Waagestängchen α und läfst die Waage nicht früher in die Höhe gehen, als bis auch der durch Axe t damit verbundene Hebel Z wieder in seine ursprüngliche Stellung nach auswärts gehen kann.
Letzteres kann aber nicht früher geschehen, als bis die Klappe b bezw. das Gefäfs B geschlossen ist. Es wird nämlich der Hebel Z durch die Kante ν des Hakens V so lange arretirt, bis der Haken V wieder eine kleine Drehung nach rechts gemacht hat und die untere Kante des Hebels Z an der Kante υ vorbeiläfst.
Dies ist wiederum nicht eher möglich, als bis die Klappe b wieder horizontal steht, das Gewicht m sich an den Haken V wieder eingehakt hat und so das Gefäfs B geschlossen ist.
Durch das Aufwärtsgehen des Waagegefa'fses wird vermittelst des Daumens e die Klappe E wieder gehoben, ebenso die Klappe F und der damit verbundene Hebel Z, welch letzterer sich wieder an dem Winkelhebel χ einhakt. Der ganze Mechanismus kehrt in die ursprüngliche, durch Fig. 5 veranschaulichte Lage zurück; es kann der Getreidezuflufs ungehindert stattfinden und das Spiel der Waage von neuem beginnen. Der Umstand, dafs das Oeffnen der oberen Klappe nicht vor Schlufs der unteren. Gefäfsklappe b stattfinden kann, ist von grofser Wichtigkeit, weil sonst das Getreide ungewogen durchfliefsen könnte.
Als eine besonders wichtige Eigenschaft mufs. hervorgehoben werden, dafs die Maschine sich von selbst stillstellt, wenn unterhalb derselben das gewogene Getreide nicht ablaufen kann, da alsdann nach erfolgtem Ausleeren des Gefäfses das ausgelaufene Getreide vor der Klappe liegen bleibt und sich dieselbe nicht wieder schliefsen kann. Dadurch wird auch die Wiederöffnung der beiden Klappen E und F so lange verhindert, bis der Auslauf wieder frei und die Klappe b geschlossen ist. Alsdann kommt die Maschine von selbst wieder in Thätigkeit.
Der Haken R dient dazu, die Thätigkeit der Maschine zu unterbrechen. Wird der Hebel ν nach aufwärts gedrückt, so hakt sich die Nase ζ des Hebels Z an den Haken R fest. Es kann auch in diesem Falle das Waagegefäfs nicht in die Höhe gehen und somit die beiden Klappen E und F nicht gehoben werden. Der Zuflufs bleibt mithin so lange abgesperrt und die Thätigkeit der Maschine unterbrochen, bis der Hebel R wieder nach abwärts gedrückt und der Hebel Z wieder ausgehakt wird.
Das aufsen an der Maschine sichtbare kleine Riemscheibchen kommt blos dann in Gebrauch, wenn die Maschine Anwendung findet für Materialien, welche nicht so leicht fliefsen als Getreide z. B. Erze oder pulverförmige Massen. In diesem Falle wird durch dieses Riemscheibchen eine Rührwalze in fortwährender Bewegung erhalten, wodurch das Verstopfen des Zuflusses verhindert wird.
Um zu verhindern, dafs das Gefäfs B und das Gegengewicht C bei dem Spiel der Waage in Schwingungen geräth, welche die Genauigkeit des Wiegens beeinflussen können, besitzt sowohl das Gefäfs, als auch das Gewicht keilförmige Arretirungen yy, welche nach jeder Entleerung des Gefäfses B sich in entsprechend an dem Gehäuse angebrachte Nasen einzwängen und sowohl das Gefäfs als auch das Gegengewicht in Ruhe bringen, so dafs während des Einfüllens und Abwiegens die Waage keinerlei Schwankungen unterworfen ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die eigenthümliche Art des Oeffnens des Getreide-Gefäfses durch das plötzliche Vorschlagen des Hebels Z.
2. Die eigenthümliche Art und Weise, wie durch die Combination des Hebels Z, des Hakens ν und des Gewichtes m bewerkstelligt wird, dafs die Oeffnung der beiden Klappen E und F nicht vor vollständigem Schlufs der unteren Gefäfsklappe b stattfindet.
3. Die Idee, sowohl Gefäfs als auch Gewicht durch die keilförmigen Arretirungen nach jeder Entleerung des Gefäfses B wieder in Ruhe zu bringen.
Durch die soeben beschriebenen Eigenthüm-
lichkeiten wurde die Anwendung eines Waagegefäfses möglich, welches
r. nicht umkippt, sondern ruhig an den Waagestängchen hängt und durch eine Klappe geöffnet und geschlossen wird, und welches
2. blos aus einem einzigen Räume besteht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE000000000275DA 1877-07-02 1877-07-02 Selbsttätige Wägemaschine- für feinkörnige und pulverförmige Materialien Expired - Lifetime DE275C (de)

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  • 1877

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