DE64090C - Gewichts - Registrirapparat für Spiritus und andere Flüssigkeiten - Google Patents
Gewichts - Registrirapparat für Spiritus und andere FlüssigkeitenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE -42: Instrumente.
Vorliegende Erfindung hat einen Apparat zum Gegenstande, welcher das Gewicht des
durch ihn hindurchlaufenden Spiritus oder einer anderen Flüssigkeit registriren soll.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt des Apparates,
Fig. 2 ein Verticalschnitt nach der Linie x-x, Fig. i.
Fig. 3 und 4 sind Details.
Der Spiritus oder die andere Flüssigkeit fliefst durch ein Rohr in die oben am Apparatgehäuse
A angebrachte Kappe B, und zwar zunächst nach abwärts durch den Kanal α1, um
sodann durch das Rohr α2, welches das Alkoholometer
oder Aräometer enthält, aufzusteigen und sich über dessen Schnabel in den Behälter as
zu ergiefsen. Der letztere ist behufs Regelung der Durchlaufgeschwindigkeit durch eine waagrechte
Wand α4 in zwei Hälften getheilt, die
durch einen Schlitz a5 mit einander in Verbindung
stehen; die untere dieser Hälften ist durch Querwände a% in solcher Weise getheilt (Fig. 3),
dafs die Flüssigkeit auf mehrfach gewundenem Wege zur oberen Mündung des Rohres a1 gelangt,
durch welches sie in die Wägevorrichtung C fliefst.
Die Wägevorrichtung besteht aus einer gleich-. armigen Waage, deren Balken c an einem Ende
das Gewicht c1 und am anderen Ende die zur Aufnahme der zu wägenden Flüssigkeit dienende
Schaukel c2 nebst
den
.3
.3
diese
letztere unterstützenden Waagen c3 trägt. Die im Querschnitt
nahezu dreieckige Schaukel hängt auf Schneiden in den Wangen, und zwar ist die Lage dieser Schneiden derart gewählt, dafs die
leere Schaukel sich mit der offenen Seite nach oben stellt. Die Flüssigkeit läuft nun aus dem
Rohr α1 in die Schaukel c2 und füllt diese an;
sobald eine solche Menge Flüssigkeit in die Schaukel gelaufen ist, dafs sie dem Gewicht c1
nahezu das Gleichgewicht hält, mufs der Zulauf zur Schaukel gedrosselt werden, um ein
möglichst genaues Wägen zu erzielen. Dies geschieht dadurch, dafs man das Gewicht c1
etwas geringer macht, als der bei jedem Spiel abzuwägenden Flüssigkeitsmenge entspricht, und
über dem Gewicht cl eine Stange cx anordnet,
welche für gewöhnlich auf festen Ständern c4 ruht und frei durch Schlitze in den Aufhängungsstangen
c5 des Gewichtes hindurchgeht und sonach den Gewichtsarm des Waagebalkens c
nicht belastet; sobald aber so viel Flüssigkeit in die Schaukel .gelaufen ist,, dafs sie dem Gewicht
c1 das Gleichgewicht hält, geht dieses Gewicht c1 empor und hierdurch wird die
Stange c* von den Ständern c* abgehoben, indem sie von den unteren Enden der Schlitze
in den Aufhängungsstangen c5 mitgenommen wird. Die Stange cx erhöht alsdann die Belastung
des Gewichtsarmes des Waagebalkens c, und letztere bleibt so lange in Ruhe, bis durch
das Rohr α7 eine Menge Flüssigkeit in die Schaukel gelaufen ist, deren Gewicht gleich ist
dem Gewicht der Stange cx. Bei der eben beschriebenen Aufwärtsbewegung des Gewichtes c1
gehen natürlich die Wangen c3 sammt der Schaukel c'2 und einem Rädchen c6 auf einer
die Wangen verbindenden Querstange herab. Gegen dieses Rädchen stützt sich nun, so lange
dasselbe hochsteht, der belastete Arm eines Hebels b7 der bei b2 an der Wand des Rohres a1
drehbar ist, und dessen anderer Arm von einer
Klappe b' gebildet wird. Sobald aber das
Rädchen ce herabgeht, sinkt der Arm des Hebels
b vermöge seiner Belastung, die Klappe bl
wird gehoben und drosselt den Zulauf der Flüssigkeit zur Schaukel (Fig. 4).
Sobald die erforderliche Menge Flüssigkeit in die Schaukel eingelaufen ist, wird das Gewicht
c1, sammt der als Zulegegewicht dienenden Stange.cx noch weiter gehoben und die
Wangen c3 natürlich noch weiter gesenkt, bis das Ende eines an den Wangen drehbar angebrächten
Hebels c 7 gegen einen im Gestell festen Anschlag c7x stöfst, und so der Hebel c7
gedreht wird. Diese Drehung des Hebels bewirkt, dafs ein an demselben angebrachter
Haken c8, der für gewöhnlieh über einen Rand
der Schaukel greift und diese so am Umkippen verhindert, zurückgeschoben wird und die
Schaukel freigiebt.
Sobald die volle Schaukel frei ist, kippt sie um die Schneiden, auf denen sie zwischen den
Wangen hängt, um, zu welchem Zwecke die Lage der Schneiden und die Vertheilung der
Massen und die Gestalt der Schaukel entsprechend bestimmt sind, und entleert ihren
Inhalt in den Schaukeltrog D. Beim Umkippen der Schaukel c2 wird durch einen an'derselben
befindlichen Mitnehmer c9 ein Trog bs von
halbkreisförmigem Querschnitt vor die Mündung des Rohres a1 gedreht und fängt die Flüssigkeit
auf, welche aus dem Rohr a 7 ausströmt,
so lange die Schaukel nicht in ihre gewöhnliche Lage zurückgekehrt ist. Ist dieses letztere
geschehen, so wird der Trog b3 durch ein Gegengewicht bi zurückgedreht, das Rädchen c6
stöfst gegen den Hebel b und legt die Klappe bl
zurück, um den Ausflufs aus dem Rohr a 7
freizugeben, und das beschriebene Spiel wiederholt sich.
Ein Zählwerk bekannter Construction zählt die Spiele der Waage und giebt somit das
Gewicht der durch den Apparat gelaufenen Flüssigkeit an.
Der Trog D, in welchen die aus der Schaukel austretende Flüssigkeit gelangt, ist mit einem
Schirm d ausgestattet, um ein Bespritzen der Schaukel möglichst hintanzuhalten.
Aufserdem ist der Trog D durch eine Scheidewand d1 derart abgetheilt, '«dafs beim Umkippen
der Schaukel ein Theil der Flüssigkeit zwischen der Trogwand und Scheidewand d1 abläuft,
ein Theil hingegen abgetrennt längs dieser Scheidewand bis an die obere Kante der
Scheidewand άλ gelangt und von dort nach
rückwärts zu einem zum Auslauf führenden Kanal fliefst. Diese Anordnung hat den Zweck,
ein plötzliches Einschiefsen der Flüssigkeit in das Rohr e und von dort aus in den zweiten
Theil des Apparates zu verhindern.
Claims (2)
1. An einem Apparat zur Bestimmung des Gewichtes der durchlaufenden Flüssigkeit in
der Weise, dafs eine Schaukel c2 bei Füllung mit einem bestimmten Gewicht
Flüssigkeit umkippt, die Anordnung zum Drosseln des Flüssigkeitszulaufes, bestehend
aus einem zweitheiligen Gewicht C1C*, wovon
ein Theil cx erst dann zur Wirkung kommt; wenn die Schaukel sich etwas gesenkt
hat, Und der Klappe b1, welche bei Senkung der Schaukel freigegeben wird.
2. Bei dem Wägeapparat gemäfs Anspruch 1.
die Anordnung eines Troges (bB) unter
dem Einlauf, welcher durch einen Mitnehmer (c%) an der Schaukel beim Umkippen
der letzteren vor dem Einlauf (a7)
gedreht wird, um die während des Umkippens einlaufende Flüssigkeit aufzufangen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64090C true DE64090C (de) |
Family
ID=337984
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64090D Expired - Lifetime DE64090C (de) | Gewichts - Registrirapparat für Spiritus und andere Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64090C (de) |
-
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- DE DENDAT64090D patent/DE64090C/de not_active Expired - Lifetime
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