DE650003C - Kontrollwaage zur Ermittlung von Gewicht und Dichte leicht fliessender Stoffe in einem Wiegevorgang - Google Patents

Kontrollwaage zur Ermittlung von Gewicht und Dichte leicht fliessender Stoffe in einem Wiegevorgang

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DE650003C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

  • Kontrollwaage zur Ermittlung von Gewicht und Dichte leicht fließender Stoffe in einem Wiegevorgang Man kennt bereits Kontrollwaagen für körnige Stoffe, deren Gewicht und Dichte in einem eineigen Wiegevorgang ermittelt wird, indem das zu kontrollierende Wiegegut durch eine stets gleiche Raumteile abteilende umlaufende Meßtrommel der Lastschale zugeführt wird. Solche Anordnungen bieten aber den Nachteil, daß das Wiegegut nacheinander durch zwei verschiedene Gefäße, den gleiche Raumteile abteilenden Drehbehälter und das zur Gewichtsbestimmung dienende Lastgefäß, geführt werden müssen. Beim Überführen des Gutes von einem Behälter zum andern treten notwendigerweise Verluste und Fehler auf, so <laß derartige Einrichtungen nicht sehr genau arbeiten können. Es kommt hinzu,. claß die Abmessungen des im allgemeinen iri mehrere getrennte Räume geteilten Drehbehälters ein Mehrfaches der Abmessungen des Lastgefäßes betragen, so daß die auftretenden Kräfte sehr groß werden und besondere Einrichtungen erforderlich machen, um diese Kräfte bei jedem Meßvorgang aufzunehmen. Dieser Nachteil macht sich besonders ungünstig bemerkbar, wenn größere Stoffmengen abgeteilt werden müssen, da es in diesem Falle notwendig wird, die Drehtrommel sehr rasch zu drehen. Diese Mängel werden durch die vorliegende Erfindung in sehr einfacher Weise dadurch behoben, daß die Lastschale selbst gleichzeitig; zur Bestimmung der Dichte benutzt wird und somit ein besonderer als Raummaß dienender Behälter, wie eine Drehtrommel, überflüssig wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch ermöglicht, daß ein auf die als Raummaß ausgebildete Lastschale aufgesetzter und ihr gegenüber abschließbarer Ausgleichsbehälter etwa mit Hilfe eines aufnehmbaren Gewichtes in seiner mit der Lastschale gemeinsam begonnenen Abwärtsbewegung abgefangen und von der Lastschale getrennt wird, die infolge einer zusätzlichen Belastung ihre Senkbewegung fortsetzt und dadurch zur Einwirkung auf die das Gewicht und das spezifische Gewicht anzeigende selbstanzeigende Waage kommt.
  • Es sind zwar bereits zur Volumtnessung dienende Vorrichtungen bekannt, bei denen auf ein als Raummaß dienendes, auf und nieder bewegliches Gefäß ein Ausgleichsb:-hälter fest aufgesetzt ist, der von dem Raummaß vor dessen Entleerung abschließbar ist und den Aufundniederbewegungen des mit einer selbsttätig durch diese Beweguhgen gesteuerten Bodenentleerungsklappe versehenen Raummaßes folgt. Derartige Einrichtungen gestatten aber lediglich das Abteilen gleicher Raumteile, die dann auf einer anderen Waage hinsichtlich ihrer Dichten geprüft werden können. Die gleichzeitige Messung des Gewichtes des abgeteilten Gutes ist indessen nicht möglich, da der fest mit dem -Raummaß verbundene Ausgleichstrichter immer eine unbestimmte veränderliche Menge des zu messenden Gutes enthält.
  • Erst durch die erfindungsgemäß vorgesehene Trennung des Ausgleichsbehälters von dein Raummaß bei dessen Abwärtsbewegung wird es ermöglicht, bei Vorrichtungen der letztgenannten Art gleichzeitig Dichte und Gewicht des Wiegegutes in einem einzigen Arbeitsgang zu bestimmen.
  • Um auch eine ununterbrochene Ärbeitsweise der Waage zu ermöglichen, sind an sich bekannte Einrichtungen zur selbsttätigen Entleerung der Lastschale sowie zum Zurückführen aller Teile in ihre ursprüngliche Arbeitsstellung vorgesehen, deren Anordnung ebenso wie weitere bauliche ".%!terkmale aus den Ansprüchen zu ersehen sind.
  • In der Zeichnung sind beispielsweise mehrere Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt schematisch in Vorderansicht eine erste Ausführungsform.
  • Fig. 2 ist eine entsprechende Seitenansicht. Fig. 3 zeigt ebenfalls in Seitenansicht eine zweite Ausführungsform, wobei das Gegengewicht in der Füllstellung der Lastschale gezeigt ist.
  • Fig. .1 zeigt eine Einzelheit, wobei das Gegengewicht sich in seiner unwirksamen Stellung befindet.
  • Fig. 5, 6, 7 und 8 stellen abweichende Einzelheiten dar.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem Rahmengestell oder Gehäuse t, das mittels der Schneiden 3, zwei Waagebalken 2 (einen auf jeder Seite der Lastschale) trägt. Diese Balken untergreifen mit auf ihren Lastseiten angeordneten Pfannen .1 .' die an der Lastschale 5 sitzenden Schneidet' .1, während auf ihrer Gewichtsseite ein Gegengewicht 6 oder statt dessen ein Gewichtskasten sitzt.
  • Auf diesem Ende des einen Balkens 2 ist bei der auf den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform ein Arm 7 fest angeordnet, auf dem sich ein sehr leicht bewegliches Hilfsg T e wicht 8, dessen Bedeutung weiter unten ersichtlich werden wird, frei gleitend verschieben kann. Zwei Lenker 9, die um Bolzen 9' an der Lastschale 5 und um Bolzen 9 " an dein Gehäuse t schwenkbar sind, sörgen für die Parallelführung der Lastschale 5 bei ihrem Aufundnierdergehen.
  • Die die Schneiden 4 der Lastschale 5 aufnehmenden Pfannen .1' der Balken 2 sind als Doppelpfannen (nach oben und unten) ausgebildet und wirken mit einer Schneide to zusammen, die am unteren Ende eines Gehäuses 11 einer Neigungswaage 12 angebracht ist, die eine Skalenscheibe 13 mit doppelter Einteilung besitzt. Die eine Skalenteilung, gibt das Gewicht des in der Lastschale 5 befindlichen Gutes an, während die andere Teilung sein spezifisches Gewicht anzeigt. Diese beiden Angaben werden von einer einzigen Zeigernadel 1.1 geliefert. .
  • Die obere Öffnung 5' der Lastschale 5 trägt eine Randleiste, auf der das untere Ende 15 des Ausgleichbehälters 16 aufliegt. Die Unabhängigkeit der Lastschale 5 in bezug auf den Ausgleichhehälter 16 bildet ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung.
  • An jenem Ausgleichbehälter 16 sind mittels Bolzen 17 auf jeder Seite zwei Balken 18 angelenkt. Diese Balken 18 sind auf Bolzen t 9 an dein Rahmen t drehbar gelagert und tragen ein Gegengewicht 2o. Ihr freies Ende besitzt einen Ausschnitt 21, der zur Aufnahme eines losen Gegengewichtes 22 dient, das für gewöhnlich auf einem fest mit dem Gehäuse t verbundenen Böckchen 23 aufruht.
  • Weiterhin sind an Bolzen 2.1 des Ausgleichbehälters 16 zwei Lenker 25 (einer auf jeder Seite) mit ihrem einen Ende angelenkt, während ihr anderes Ende um Bolzen 26 des Rahmengestells t drehbar ist.
  • Die Lastschale 5 besitzt unten eine Entleerungsklappe 27, die um Bolzen 28 drehbar ist und ein Gegengewicht 29 trägt. An dieser Klappe ist mit Bolzen 31 zu beiden Seiten je eine Schubstange 3o angelenkt. Das freie Ende dieser Schubstangen ist durch Bolzen 32 mit einem Nockenriege133 gelenkig verbunden, der um eine durch die Lastschale 5 hindurchgeführte Achse 3.1 verschwenkt «-erden kann.
  • Auf einer Seite der Lastschale 5 ist uni einen Bolzen 35 des Rahmengestells 1 schwenkbar ein Riegel 36 angebracht, an dessen einem Ende ein Zapfen 37 sitzt, der sich in dem Schlitz 38 einer Schubstange 39 verschieben kann, welche ihrerseits mit ihrem olleren Ende mit einem Bolzen 4o an denn Ausgleichbehä1-ter 1£i angelenkt ist. Auf letzterem ist illit einem Bolzen .11 ein dreiarmiger Hebel 42, .13, 4..4 drehbeweglich gelagert. Der Arm .12 dieses dreiarmigen Hebels trägt an seinem freien Ende eine Abschlußklappe .15, die dazu bestimmt ist, den Materialausfluß aus dein .Alisgleichbehälter 16 in die Lastschake 5 anzuhalten und den Inhalt der Lastschale 5 von dein Inhalt des Ausgleichbehälters 16 abzutrennen.
  • Andererseits ist an dein Arm .12 finit dein Bolzen .16 ein Steuerhebel .17 angelenkt, der durch den Bolzen 49 mit einem Nockenriegel d.9 gelenkig verbunden ist. Letzterer trägt eine Anschlagnase 5o und ist mit dem Bolzen 51 schwenkbar auf dem Ausgleichbehälter 16 angeordnet. 'Mit dem Anschlag 5o wirkt ein ortsfester, mit dem Rahmengestell i starr verbundener Anschlag 5 2 zusammen.
  • An dem Ende des weiteren Armes .I3 des dreiarmigen Hebels .12, .I3, .1I ist mit ihrem einen Ende eine zusanimendrückbare Feder 53 festgemacht, deren anderes Ende sich. gegen einen Ansatz des Rahmengestells i abstützt.
  • Eine auf Zug beanspruchte Feder 54 ist mit ihrem einen Ende an dem letztern Arm 44 des dreiarmigen Hebels und mit ihrem anderen Ende an einem Halter 55 befestigt, der mit dein Ausgleichbehälter 16 starr verbunden ist. An dem Ende 44' jenes Arms 44 stützt sich eine Absperrklappe 56 ab, die an einem um die auf dein Fülltrichter 59 angeordnete Achse 58 drehbaren Arm 57 sitzt. In der Ruhelage nehmen die verschiedenen Teile des Meßger.ites die in Fig. i dargestellte Lage ein, wobei die Absperrklappen 56 und .I5 geöffnet sind, während die Entleerungsklappe 27 der Lastschale geschlossen ist.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Das Gut, welches durch den Fülltrichter 59 ankommt, fließt in den Ausgleichbehälter 16 aus und von diesem in die Lastschale 5. Wenn letztere gefüllt ist, so sammelt sich weiteres Gut in dem Ausgleichbehälter 16 an, bis das Gesamtgewicht des in der Lastschale 5 und in dein Ausgleichbehälter 16 befindlichen Gutes die Wirkung der Gegengewichte 6, 8 und 20 ausgleicht und ein wenig übersteigt. In diesem Augenblick sinkt daher die Lastschale 5 samt (lern noch auf ihr aufruhenden Ausgleichbehä lter i6 herab, bis der Ausschnitt 21 des Balkens 18 mit dem losen Gegengewicht 22 in Berührung kommt. Bei Beginn dieser Senkbewegung entspannt sich die vorher zusamnrengedrückte Feder 53, und die Nase 5o des Riegelnockens 49 trifft auf den ortsfesten Anschlag 52. Inn weiteren Verlauf der Senkbewegung dreht sich der Riegelnocken .I9 um seine Schwenkachse 51 und gibt den Steuerhebel 47 frei, der seinerseits die Sperrung des dreiarmigen Hebels .12, d3, d.d. aufhebt. Letzterer dreht sich dann unter der Einwirkung der vorher gespannten Feder 54 um seine Achse 41 und nimmt bei seiner Bewegung die Absperrklappe 45 mit, welche den Auslauf des Ausgleichbehälters 16 verschließt und das in der Lastschale 5 befindliche Gut von dein irn Ausgleichbehälter befindlichen Gut abtrennt. Zugleich gibt der Anschlag .L1.', der die Absperrklappe 56 des Fülltrichters 59 offen gehalten hat, diese frei und erlaubt ihre teilweise Schließung. In diesem Zeitpunkt ist das Ende 7' des rnit den Balken 2 starr verbundenen :Tranes 7 tiefer als sein anderes Ende 7"; das sehr leicht bewegliche Hilfsgewicht 8 gleitet daher von selbst auf diesem Arm 7 nach rechts (Fig. 2) und legt sich gegen den Anschlag 7'. Die auf diese Weise durch das Hilfsgewicht 8 beschwerte Lastschale 5 sinkt daher noch tiefer und wird so von dem Ausgleichbehälter 16 losgelöst, der zunächst durch das Gegengewicht 22 in der bisher erreichten Absinklage festgehalten wird. Mit der unteren Pfanne des doppelten Pfannenkörpers . eines der Balken 2 stützt sich dann die Lastschale 5 auf die Schneide 1o des mit der Neigungswaage 12 verbundenen Gehänges t i. Die Neigungswaage schwingt nun entsprechend der in der Lastschale 5 raummäßig abgeteilten Wiegegutmenge aus, und die Zeigernadel 14 stellt sich vor :ler Skalenscheibe 13 entsprechend ein. Auf diese `''eise werden das tatsächliche Gewicht und das spezifische Gewicht des in der Lastschale 5 enthaltenen Gutes angezeigt.
  • Wenn das Gewicht des Stoffes, der in verringertem Maße weiter durch die von der Klappe 56 nur teilweise abgesperrte Einlauföffnung in den Ausgleichbehälter 16 fällt (diese Klappe ist bei ihrer Schließbewegung teilweise offen geblieben), eine gewisse Größe, angenommen hat, so sinkt dieser Ausgleichbehälter unter Anheben des Gegengewichtes 22 tiefer und drückt mittels der Schubstange 39 auf den Zapfen 37 des am Gestell i um die Achse 35 drehbar gelagerten Hebels 36. Das Ende 36' dieses Hebels 36 schlägt dabei gegen den Nockenriegel 33, entriegelt letzteren und gibt so die Schubstangen 30 frei, so daß sich die Bodenklappe 27 der Lastschale 5 unter der Wirkung des Lastschaleninhaltes öffnet.
  • Wenn die Lastschale 5 leer ist, so schließt sich die Bodenklappe 27 wieder unter der Einwirkung ihres Gegengewichtes z9.
  • Unter dem Einfluß des Gegengewichtes 6 steigt nunmehr die leere Lastschale 5 wieder hoch und begegnet dabei wieder dem Ausgleichbehälter 16, den sie in seine Anfangsstellung zurückführt. Durch diese Hebebewegung wird die Feder 53 wieder zusammengedrückt, und die Klappen 56 und :I5 werden in ihre öffnungsstellungzurückgeführt. Da dabei der Arm 7 umgekehrt wie vorher geneigt ist, so gleitet auch das sehr leicht verschiebbare Hilfsgewicht 8 von selbst wieder in seine Anfangslage zurück (Fig. 2).
  • Die durch die Zeigernadel 14 angegebenen Gewichtsmessungen können natürlich selbsttätig durch irgendeine geeignete Vorrichtung aufgezeichnet und festgehalten werden.
  • Natürlich können bauliche Abänderungen der beschriebenen Anordnung vorgenommen werden. Z. B. kann das Gegengewicht 22 durch eine Feder ersetzt werden. Andererseits kann das sehr leicht bewegliche Hilfsgewicht 8 fortgelassen und seine `Wirkung dadurch ersetzt werden, daß das Gegengewicht 6 selbst leicht beweglich ausgebildet sein könnte, so daß es sich von selbst entsprechend auf seinen Balken verschieben könnte. In gewissen Fällen könnte das Hilfsgewicht 8 auch in mehrere Einzelgewichte geteilt werden, die gleichzeitig auf ebensoviel Arme 7 einwirken.
  • Eine abweichende Ausführung des Hilfsgewichtes, die in den Fig. 3 und .I dargestellt ist, gestattet eine Vereinfachung der Bauweise und Erhöhung der Genauigkeit des Meßgerätes. Bei dieser Abwandlung wird das auf den Arm 7 verschiebbar angeordnete Hilfsgewicht 8 gemäß der in den Fig. i und z gezeigten Ausführungsform durch ein Gegengewicht 8a ersetzt, das an den Enden von zwei parallelen Armen 7a befestigt ist, die mit einer Gleitführung 6o in Gestalt eines Kurvenschlitzes ausgerüstet sind. Jeder dieser Arme 7a ist auf einer am Gestell i des Gerätes festen Achse 61 schwenkbar. In die Gleitführungen 6o der Arme 7a greifen mit etwas Spiel Rollen 62, die an dem Ende der Balken 2 sitzen. Solange die Füllung der Lastschale 5 andauert, nehmen die Arme 7a die auf Fig. 3 dargestellte Lage ein, in der die Rollen 62 sich am geschlossenen Ende der Gleitführung 6o befinden und das Gegengewicht 8a seine größte Wirkung auf die Hauptwaagebalken 2 ausübt.
  • Wenn die Füllung beendet ist und die Lastschale 5 sich senkt, so heben sich die Enden der Hauptbalken 2, und ihre Rollen 62 bringen durch Verschiebung in den Gleitführungen 6o die Arme 7a zum Schwenken uni ihre Achsen 61 und dadurch zur Anlage an einen Anschlag i', wobei dann das Gegengewicht 8a die in Fig. q. dargestellte Lage einnimmt, in der es nicht mehr auf das Ende der Waagebalken 2 einwirkt, da die Rollen 62 frei in ihren Gleitführungen liegen. Es ergibt sich daraus ebenfalls wie bei der ersten Ausführungsform mit dem verschiebbaren Hilfsgewicht 8 eine Störung des Gleitgewichts zugunsten der Lastschale 5, die dadurch beschleunigt weiter absinkt usw.
  • Nach Wägung und Leerung der Lastschale geht letztere wieder in die Höhe, das der Lastschale entgegengesetzte Ende der Balken 2 senkt sich und führt die Arme 7a in ihre in Fig. 3 dargestellte Anfangsstellung zurück. Die Vorrichtung ist dann für eine neue Messung bereit.
  • Bei der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Abwandlung trägt das der Lastschale gegenüberliegende Ende der Hauptwaagebalken 2 eine Nase 63, auf der sich ein Gegengewicht 64 einhaken kann, das zu diesem Zweck an seinem Oberteil mit einer Ausnehmung 65 versehen ist. Das Gegengewicht 64 ruht gewöhnlich auf einer am Gestell i festen Unterstützung 67.
  • Solange die Lastschale 5 nicht gefüllt ist, greift die Nase 63 der Balken 2 in die Ausnehmung 65 des Gegengewichtes 64 ein (Fig: 5). Wenn aber die volle Lastschale sich senkt, so kommt das keilförmig ausgebildete obere Ende 6d.' des Gegengewichts 64 mit einem am Rahmengestell i festen Anschlag; 66 in Berührung; wodurch das obere Ende des Gewichts 64 zur Seite gedrückt und die Klinke 65 zwangsläufig von der Nase 63 gelöst wird (Fig. 6). Es ergibt sich daraus, wie im Falle der Fig.g, eine Störung des Gleichgewichts zugunsten der Lastschale 5, wobei das Cegengewicht 64. .auf sein Lager 67 zurückfällt.
  • Wenn die leere Lastschale wieder in ihre obere Füllstellung zurück-steigt, so klinkt sich die Nase 63 von neuem in die Ausnehmung 65 des Gegengewichts 64 ein, und die Vorrichtung ist für eine neue Messung bereit.
  • Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Abwandlung trägt das der Lastschale 5 gegenüberliegende Ende des Balkens 2 ein Gegengewicht 6.g aus weichem Eisen, <las mit Rollen 68 versehen ist. Solange die Lastschale 5 noch nicht gefüllt ist, ruht dieses Gegengewicht 64 mit seinen Rollen 68 auf den entsprechend ausgebildeten Enden 69. der Waagebalken 2. Wenn aber die volle Lastschale sich senkt, so schließt einer dieser Balken den Stromkreis eines Elektromagneten 70, welcher das Gegengewicht 64 anzieht, so daß dieses sich mittels seiner Rollen 68 auf die in Form einer geneigten Ebene ausgebildeten Enden zweier fester Stützen 71 legt (Fig.8). In dieser Stellung übt das Gegengewicht keinerlei Einfluß auf die Balken 2 aus, und man erhält auch hier wieder die gewünschte Störung des Gleichgewichts.
  • Wenn die entleerte Lastschale 5 wieder hochsteigt, so wird durch die Bewegung der Balken 2 der Stromkreis des Elektromagneten unterbrochen, und das Gegengewicht 6-. kehrt unter der Einwirkung der Schwerkraft in seine Anfangsstellung zurück (Fig. 7).
  • Es versteht sich von selbst, daß die oben beschriebenen Anordnungen auch insofern umgekehrt werden können, daß die Gegengewichte, um welche bei den angegebenen Beispielen die der Lastschale gegenüberliegenden Enden der Waagebalken entlastet werden, uni die zur Wägung erforderliche Gleichgewichtsstörung zu erreichen, auch umgekehrt an dem auf der Lastschalenseite befindlichen Balkenende angreifen könnten. Außerdem könnten die Gegengewichte durch Federn ersetzt werden, die derart ausgebildet sind, daß sie auf die Balken eine Wirkung ausüben. welche derjenigen der Gegengewichte vergleichbar ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kontrollwaage für leicht fließende Stoffe mit Einrichtung zum Zuführen gleicher Raumteile des Wiegegutes zur Lastschale, dessen Gewicht und Dichte in einem Wiegevorgang durch eine selbstanzeigende Waage ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein in bekannter Weise auf die Lastschale (5) aufgesetzter und ihr gegenüber abschließbarer Aus-0 U eichbehälter (16) etwa mit Hilfe eines aufnehrnbaren Gewichtes (22) in seiner mit der Lastschale (5) gemeinsam begonnenen Abwärtsbewegung abgefangen und von der Lastschale getrennt wird, die infolge einer zusätzlichen Belastung (Gleitgewicht 8, Schaltgewicht 8a bzw. 64 o. dgl.) ihre Sinkbewegung fortsetzt und dadurch zur Einwirkung auf die das Gewicht und das spezifische Gewicht anzeigende selbstanzeigende Waage (12) kommt.
  2. 2. Kontrollwaage nach Anspruch i mit Einrichtungen zum selbsttätigen Entleeren der Lastschale und zum Zurückführen aller Teile in ihre ursprüngliche Arbeitsstellung, dadurch gekennzeichnet, cläß der auf der Lastschale (5) ruhende Ausgleichbehälter (16) an zwei Balken (18) angelenkt ist, die gegen ein abhebbar gelagertes Gegengewicht (22) zum Anschlag kotreinen, wenn der Ausgleichbehälter (16) sich mit der Lastschale unter dem Einfluß des Gewichts des aufgenommenen Gutes senkt, und daß sich an diese erste Senkbewegung des Ausgleichbehälters, welche mittels eines dreiarmigen Steuergliedes (q.2 bis q.¢) die Schließung der die Auslauföffnung dieses Behälters (i0) absperrenden Klappe (d.5) sowie die teilweise Schließung des Fülltrichters (59) auslöst, unter Bern Einfluß des Gewichts des weiterhin aus dein Fülltrichter nachströmenden Gutes eine weitere Senkbewegung des Ausgleichbehälters unter überwindung des losen Gegengewichts (22) anschließt, die über Steuerglieder (35 bis 39) die Öffnung der durch eine bekannte Sperre (3obis 3¢) gesicherten Bodenklappe (27) der Lastschale (5) bewirkt, während nach Entleerung des Gutes die Schließklappen (.15, 56) des Ausgleichbehälters (16) und des Fülltrichters (59) beim Hochgehen der leeren Lastschale (5) durch das dreiarmige Steuerglied (q.2 bis ¢¢) in ihre Anfangslage zurückgeführt werden, nachdem vorher in bekannter Weise die zufallende Bodenklappe (27 bis 29) sich selbst wieder gesperrt hat.
  3. 3. Kontrollwaage nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die leiden Waagebalken (2), welche die Lastschale (5) mit dem Barüberliegenden Ausgleichbehälter (16) tragen, fest mit einem Arm (7) verhunden sind, auf dem sich ein Gegengewicht (8) gleitend derart verschieben kann, daß es an dein der Lastschale (5) entgegengesetzten Ende des Arrns (7) bleibt, solange die Lastschale noch nicht vollständig gefüllt ist, daß es dagegen nach beendeter Füllung, wenn der Ausgleichbehälter (16) und die Lastschale (5) sich senken und demnach der Arm (7) sich neigt, nach dem andern Ende dieses Arms gleitet, wodurch eine zusätzliche Belastung der Lastschalenseite der Waage erfolgt, durch die die Lastschale (5) von dem Ausgleichbehälter (16) gelöst und zur Einwirkung auf die selbstanzeigende Wägevorrichtung (12) gebracht wird. .1.
  4. Kontrollwaage nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gegengewicht (8a) auf Armen (7") befestigt ist, die auf dem Rahmengestell (i) der Kontrollwaage schwenkbar angeordnet und finit Kurvenschlitzen (6o) als Gleitführung ausgerüstet sind, durch welche am Ende der Waagebalken (2) sitzende Rollen (62) geführt werden, wobei die das Gegexgewicht (8a) tragenden Arme (7a) derart ausgebildet sind, daß dieses Gegengewicht seine größte Wirkung auf das der Lastschale (5) gegenüberliegende Ende der Balken (2) ausübt, solange diese Lastschale nicht gefüllt ist, daß dagegen diese Arme (7a), wenn die gefüllte Lastschale sich senkt, auf ihren Achsen (61) schwenken und eine Lage einnehmen, in der die an den Waagebalkenenden sitzenden Rollen (62) sich ohne: Anlage in den Kurvenschlitzen (6o) bewegen können, so daß das Gegengewicht ohne Einfluß auf die Balken (2) ist.
  5. 5. Kontrollwaage nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Gewichtsseite der Balken (2) eingehaktes Gegengewicht (6.1) bei sich senkender Lastschale (5) etwa mit Hilfe einer mit einem ortsfesten Anschlag (6o) zusammenarbeitenden Abschrägung ausgehakt wird, während dieselbe Abschrägung bei hochgehender leerer Lastschale das Wiedereinhaken des Gewichtes auf der Gewichtsseite der Balken (2) sichert.
  6. 6. Kontrollwaage nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht (64) frei auf die Enden (69) der Gewichtsseite der Waagebalken (2) aufgesetzt ist und mit einem Elektromagneten (7o) zusammenwirkt, der durch die Bewegung der Lastschale derart gesteuert wird, daß der beim Absinken der Lastschale erregte Magnet das Gegengewicht von den Balkenenden fortzieht, während beim Hochsteigen der entleerten Lastschale das vom aberregten Magneten freigelassene Gewicht unter der Einwirkung der Schwerkraft in seine Anfangsstellung zurückkehrt.
DES119938D 1935-01-03 1935-10-01 Kontrollwaage zur Ermittlung von Gewicht und Dichte leicht fliessender Stoffe in einem Wiegevorgang Expired DE650003C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2083330A1 (de) * 1970-03-16 1971-12-17 Goglio Spa Luigi Milano

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FR2083330A1 (de) * 1970-03-16 1971-12-17 Goglio Spa Luigi Milano

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