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Mit Zusatzgewichten arbeitende Neigungswaage Die Erfindung -betrifft
eine mit Zusatzgewichten arbeitende Neigungswaage nach Patent 453 744, bei der die
Bewegungen eines als Waage ausgebildeten Vorratstisches beim Abnehmen oder Aufsetzen
von Gewichten selbsttätig auf eine die jeweilig aufgesetzten Zusatzgewichte anzeigende
besondere Skala übertragen werden.
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Gemäß der Erfindung wirken bei Anwendung der in bekannter Weise zum
Aufsetzen der Zusatzgewichte dienenden Hebel diese als Gewichte, die den entsprechenden
Zusatzgewichten proportional sind, auf den beweglichen Vorratstisch. Beim Aufsetzen
der Zusatzgewichte auf den Waagebalken wird dann durch die gleichzeitige-Belastung
des Vorratstisches durch die Hebel die Anzeigevorrichtung für die Zusatzgewichte
gesteuert.
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Die Einrichtung nach der Erfindung gestattet es, im Gegensatz zu der
Anordnung nach dem Hauptpatent, die zusätzliche Wägeeinrichtung im Innern des geschlossenen
Wägegehäuses unterzubringen, so daß beabsichtigte und zufällige Eingriffe vermieden
werden.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Beispiel dargestellt.
Abb. i zeigt eine Ansicht der Waage mit im Schnitt dargestelltem unteren Wägegeh,äuse.
Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 11-II der Abb. i.
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Die Wägevorrichtung ist in einem mit dem Anzeigegehäuse 2ö verbundenen
Gehäuse ig untergebracht. Die in bekannter Weise parallel geführte Wägeschale 1q.
stützt sich auf den Waagebalken 21, der mit Schneiden auf den Stützen 22 gelagert
ist und am anderen Ende ein Gegengewicht 15 für die Lastschale 1q. trägt. Der Lastschalenträger
ist in bekannter Weise durch ein Gehänge 23 mit dem Neigungshebel verbunden, der
um den Drehpunkt 24 schwingbar gelagert ist und den Zeiger 16 trägt. Letzterer spielt
über einer Skala i7.
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Auf den Waagebalken z i können die Zusatzgewichte 2 aufgebracht werden,
von denen in Abb. 2 vier Stück zu erkennen sind. Diese Zusatzgewichte brauchen bekanntlich
nicht untereinander gleich zu sein, damit möglichst weite Meßbereiche erzielt werden
können. Z. B. kann man den vier Gewichten die Größen i Kilo, 2 Kilo, 2 Kilo und
q. Kilo geben, womit sich unter Zuhilfenahme der für i Kilo ausreichenden Skala
17 ein Meßbereich von insgesamt io Kilo ergeben wird. Bei Anwendung von drei Zusatzgewichten
könnten diesen die Größen i Kilo, 2 Kilo und .a. Kilo gegeben werden, womit sich
insgesamt
ein Meßbereich von 8 Kilo erreichen lassen würde. Die
Lagerung der Zusatzgewichte am Waagebalken und ihre Aushil`ung kann in der aus der
Zeichnung ersichtlichen Weise erfolgen. Die Zusatzgewichte haben beispielsweise
seitliche Zapfen 25, an denen sie von Hebeln 26 erfaßt werden können.
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Die Hebel26 sind gemäß der Erfindung selbst als Gewichte ausgebildet
und ruhen in ihrer tiefsten Lage mit einem Ansatz 27 auf der zusätzlichen Wägeschale
28, die beispielsweise durch federnde Platten 5 mit der Tragleiste 29 verbunden
ist, welche fest mit dem Gehäuse r9 in Verbindung steht.
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Von der zusätzlichen Wägeschale 28 geht ein Halter 3o aus, der an
der Zugvorrichtung 31 der zusätzlichen Anzeigevorrichtung angreift. Diese zusätzliche
Anzeigevorrichtung besteht aus der um den Zapfen 13 drehbaren Nummernscheibe
12, welche die aufgesetzten Gewichte hinter einem Fenster i8 der Anzeigevorrichtung
2o erscheinen läßt.
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Wird z. B. nur das Zusatzgewicht von i Kilo auf den Wägebalken gebracht,
so erscheint im Fenster 18 die Zahl i. Wird dann das Gewicht von 4 Kilo hinzugefügt,
so rückt die Nummernscheibe 12 gleich um 4 Teilungen weiter, so daß die Zahl 5 im
Fenster 18 erscheint.
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In Abb. 2 ist nur ein Hebel 26 dargestellt, während bei der Ausführung
für jedes der Zusatzgewichte 2 ein derartiger Hebel vorgesehen sein muß. Der Hebel
26 ruht bei der Darstellung in Abb. i mit dem Ansatz 27 auf der zusätzlichen
Wägeschale 28 auf. Ist dies der Fall, so ist der Zapfen 25 des Zusatzgewichtes 2
freigegeben, so daß der Wägebalken 21 zusammen mit dem aufgesetzten Gewichte frei
spielen kann. Soll das Zusatzgewicht 2 abgehoben werden, so muß. die Klinke 32 aus
der oberen Rast der Stellvorrichtung 33 ausgehoben und der Stellhebel 34 so weit
niedergedrückt werden, bis die Klinke 32 in die untere Rast der Stellvorrichtung
33 einspringt.
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Brei dieser Niederbewegung des um den Zapfen 35 schwingbaren Stellhebels
34 legt sich der Hebel 34 mit dem Ansatz 36 gegen den seitlich vorstehenden Ansatz
37 des Hebels 26 und schwenkt diesen Hebel 26 aufwärts. Bei seiner Aufwärtsbewegung
legt sich der Hebel 26 gegen die Zapfen 25 des zugehörigen Zusatzgewichtes 2 und
hebt dieses vom Waagebalken 2 i ab.
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In gleicher Weise erfolgt die Einrückung und Ausrückung - der übrigen
Zusatzgewichte.
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Die Ausbildung der Waage kann natürlich auch in der Weise erfolgen,
daß der Hebel 26
nicht unmittelbar die zusätzliche Wägevorrichtung 28 belastet,
sondern eine andere Belastungsvorrichtung auslöst. Die Belastung der zusätzlichen
Wägevorrichtung 28 durch den Hebel 26 kann also eine unmittelbare oder mittelbare
sein.
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Der Hebel26 kann mit dem Stellhebel 34 aus einem Stück bestehen. Es
ist aber ratsamer, zwei getrennte Hebel anzuwenden, wie auf der Zeichnung dargestellt
ist, damit nicht durch Druck auf den Hebel 34 eine zusätzliche Belastung der Wägevorriehtung
28 hervorgerufen und dadurch eine Täuschung verursacht werden kann.
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An Stelle der Stellhebel 34 kann natürlich auch eine Stehwalze oder
eine andere Stellvorrichtung Verwendung finden.