DE900877C - Neigungswaage fuer Mischungen - Google Patents

Neigungswaage fuer Mischungen

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DE900877C
DE900877C DEE1505D DEE0001505D DE900877C DE 900877 C DE900877 C DE 900877C DE E1505 D DEE1505 D DE E1505D DE E0001505 D DEE0001505 D DE E0001505D DE 900877 C DE900877 C DE 900877C
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DEE1505D
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Dipl-Ing Dr Peter Endres
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Dipl-Ing Dr Peter Endres
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Dipl-Ing Dr Peter Endres
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    • G01MEASURING; TESTING
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  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

Zur Beseitigung der Nachteile, welche z. B. bei der Dosierung von Amalgam für zahnärztlichen Bedarf dadurch entständen, daß man die Anteile dieser Amalgame mehr oder minder gefühlsmäßig bemaß, hat man bekanntlich schon Vorschläge gemacht, die Gemischanteile mengen- oder gewichtsmäßig durch besonders gebaute Einrichtungen mit ausreichender Genauigkeit zu dosieren. Bezüglich der Genauigkeit sind die nach Gewichten dosierenden Waagen den Einrichtungen überlegen, bei denen die Gemischanteile volumenmäßig festgelegt werden. Letztere haben zudem leicht Versager, wenn der körnige Gemischanteil nicht gleichmäßig nachrutscht.
Die auf der Dosierung nach Gewicht arbeitenden, für zahnärztliche Zwecke bekanntgewordenen Waagen benutzen bisher das Prinzip der Hebelwaage, d.h. sie bedienen sich eines auf einer Schneide ruhenden, waagerechten Balkens, dessen beide Arme je eine Einheit oder Mehrheit von Lastschalen oder ao Lastnäpfen zur Aufnahme der Anteile des Wägegutes tragen. Das Längenverhältnis der beiden Arme oder die Entfernung der Aufnahmeschalen von der Schneide ist hierbei den verschieden schweren Gemischgutanteilen und den Gewichten der Aufnahme- as näpfe angepaßt, oder es muß ihnen angepaßt werden.
Diese Apparate arbeiten zwar genau, wiegen aber nur das Mischungsverhältnis und nicht das Gewicht an sich. Sie sind verhältnismäßig umständlich zu bedienen, müssen ebenso wie die volumenmäßig dosierenden Apparate teils für jede neue Sorte
Amalgam, oder wenn sonstige, in der zahnärztlichen Praxis mögliche anomale Anforderungen berücksichtigt werden sollen, erst umständlich ausprobiert und einreguliert werden oder bedürfen der Anordnung mehrerer verschieb- und einstellbarer, auf besonderem Träger unterzubringender Füllbehälter mit Regelungsmitteln, wodurch sich ihre Herstellungs- und Anschaffungskosten stark erhöhen. Alle diese Waagen sind jedenfalls ihrem besonderen Spezialzweck angepaßt und können ohne weiteres nicht zum normalen Wiegen benutzt werden, vielmehr kann letzteres nur mit einer weiteren Waage erfolgen.
Weiterhin sind bereits Neigungswaagen bekannt, deren Drehzeiger über eine bogenförmige, ortsfeste Gewichtsskala und über einen Ausschnitt in der Vorderfläche des Waagengestells sowie über im Querschnitt sichtbare, zusätzliche, aber verschiebliche Skalenbögen spielt, wobei die Nullmarken ao der letzteren und der ortsfesten Skala mit der Verschieb erichtung in Linie liegen. Bei der Nullmarke der bekannten Waagen handelt es sich jedoch nur um eine solche, welche die ein für allemal festliegende, also starre Gebrauchsstellung der Skalen von Drehzeigerwaagen markiert. Durch Höhenverschiebung des Trägers der Zusatzskalen wird daher nur die eine Zusatzskala gegen eine andere ausgetauscht.
Die Erfindung hat eine weitere Verbesserung solcher Waagen zum Gegenstand. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß für jeden verschiebbaren Skalenbögen eine in Verschieberichtung liegende Linie nach bestimmten Gesetzen oder sonstwie durch Merkmale stetig unterteilt ist. Ferner ist der Linie mit diesen Merkmalen eine Strichmarke zugeordnet, die fest am Gehäuse angeordnet ist, während die anderen Merkmale mit der die beweglichen Skalen ' tragenden Platte verschiebbar sind. Eine solche Anordnung hat den Vorteil, daß, falls unter Änderung des Abstandes der verschieblichen Teile von dem Drehpunkt des Drehzeigers eines von den Merkmalen mit der Strichmarke in Übereinstimmungslage gebracht wird, hierdurch eine variable Gebrauchsstellung der Skalen erreichbar ist, so als ob deren Maßstab gleichsam gummiartig zusammengedrängt oder auseinandergezogen würde. Vorzugsweise weisen der oder die Ausschnitte in der Gestellvorderplatte solche Formen und Abmessungen auf, daß bei Verschiebung des Zusatzskalenträgers mindestens einer der zusätzlichen Skalenbögen und die zugehörige Querskala in voller Ausdehnung freigelegt werden.
Die gemäß der Erfindung erzielte Beweglichkeit der Gebrauchsstellung von Gewichtsskalen wirkt sich praktisch insbesondere auf die Verlegung des Abstandes der Zusatzskala vom Drehzeigermittelpunkt aus. Hierbei wird die Gebrauchsstellung der Zusatzskalen variabel, und es wird, bildlich gesprochen, ein Zusammendrängen oder ein Auseinanderziehen des Skalenmaßstabes verwirklicht.
Für zahnärztliche und ärztliche Bedarfszwecke kommt es sehr häufig darauf an, das Mischungsverhältnis der Wägegutanteile variabel zu gestalten.
Bezeichnet man z. B. bei Bereitung von Amalgamen den Quecksilberanteil mit a, einen ersten zusatzliehen Stoff, z. B. Silberfeilspäne, mit b, einen weiteren Zusatzstoff, z. B. körniges Zinn, mit C1 so kann zwar das Verhältnis a:b:c oft auch konstant gehalten sein, vielfach aber muß z. B. das Mischungsverhältnis a : b auch erheblich geändert werden. Für Amalgame etwa, die zu zahnärztlichen Zwecken dienen, liegt bekanntlich bei silberarmen Sorten das Mischungsverhältnis zwischen den Grenzwerten 5:4 und 5:4,7. Für silberreiche Sorten dagegen liegt es zwischen den Grenzwerten 5:6 und 5:7.
Eine Nebeneinanderanordnung so vieler Skalen, wie sie etwa für die Zahnheilkunde benötigt würden, auf dem gleichen Skalenträger müßte daher entweder das Ablesen außerordentlich erschweren und zu häufigen Irrtümern und Fehlmischungen führen oder aber zu jeweils umständlichen und die Arbeitszeit des Zahnarztes unerträglich in Anspruch nehmenden Austauschmaßnahmen führen. Beides ist für gewissenhafte und für außerdem besonders stark beschäftigte Zahnärzte nicht tragbar.
Zum Mischen der Anteile wird zunächst der Stoff«, beispielsweise Quecksilber, auf der normalen Grammskala bis zur gewünschten Ziffer aufgewogen, dann Stoff b, z. B. Süberfeilspäne, auf der ersten Zusatzskala bis zur gleichen Ziffer, weiterhin Stoff c. z. B. körniges Zinn, auf der zweiten Zusatzskala wieder bis zur selben Ziffer in den Aufnahmenapf gegeben und so fort, bis das Auswiegen der Mischanteile beendet ist. Das Gesamtgewicht in Gramm wird dabei auf der Normalskala sofort ausgewiesen.
Für variable Mischungsverhältnisse der Anteile a: b werden somit alle zusätzlichen Skalen im Verhältnis — unterteilt, und zwar in denjenigen
Stufen, welche voraussichtlich gebraucht werden. Durch eine Verschiebung der die zusätzlichen Skalen tragenden Fläche in Richtung der Nullinie der Normalskala lassen sich dabei Zwischenwerte in so weiten Grenzen mit genügender Genauigkeit ablesen, daß die Anzahl der Stufen nicht zu ausgedehnt gehalten zu werden braucht.
In den Fig. 1 bis 3 der Zeichnungen ist der wie vorstehend entwickelte Erfindungsgedanke in einem Ausführungsbeispiel zur Veranschaulichung gebracht. Darin zeigt no
Fig. ι die Vorderansicht mit teilweisen Schnitten auf eine Pendelwaage, bei welcher eine die Zusatzskalen tragende Platte als höhenwärts in dem Waagengestell verschiebbarer Einsatz angeordnet ist, Fig. 2 eine Grundansicht auf Fig. 1 und
Fig. 3 den in Vorderansicht dargestellten Plattenträger für die Zusatzskalen.
Mit ι ist eine auf dem festen Fußpaar 2 und dem einstellbaren Fuß 3 ruhende Gestellplatte, welche oberhalb der in Gewichtseinheiten (z. B. Gramm) eingeteilten Normalskala 19 einen Sektorausschnitt 4 besitzt, der gewünschtenfalls auch durch eine Glasscheibe abgeschirmt werden kann, mit 5 ist der Gelenkzapfen des oberen, gewinkelt ausgeführten Doppelarmes 7, 14 eines den Halter 9, 10 für die
Wiegegutschale 11 tragenden Parallelogrammgelenkgestänges 5, 6, 7, 8, mit 15 ist ein den Gewichtsausgleich der Teile 7 bis 13 ermöglichendes festes Gegengewicht, mit 16, 17 sind zwei Führungsbahnen für eine die Zusatzskalen 20, 21 aufweisende Einsatzplatte 31, mit 12 ist eine Auslaufrinne, mit 13 ist ein Handgriff an der zweckmäßig kegelförmigen, im Sitz 10 leicht aushebbar gelagerten Wiegegutschale, mit 23 ist eine Pfeilmarke quer zur Nullinie 22 an der Gestellplatte 1 für die Zusatzskalen 20, 21, mit 24, 25 sind zwei von der Nulllinie 22 abzweigende Quereinteilungen, deren einzelne Teilstriche der Pfeilmarke 23 gegenüberstehen sollen, je nachdem das eine oder andere, variabel zu gestaltende Verhältnis der Mischanteile Anwendung finden würde, mit 26 sind zwei Lageransätze auf der Rückseite der Gestellplatte 1, mit 27 ist eine Zahnstange oder ein gezahnter Leistenansatz an der Hinterfläche des Einsatzskalenträgers 31, mit 28 ist eine in den Lagern 26 drehbare, das Gestell 1 und den Skalenträger 31 überquerende Achse, mit 29 ist ein mit der Verzahnung der Leiste 27 kämmendes Ritzel und mit 30 schließlich ein auf dem einen Ende der Achse 28 sitzender Handgriff bezeichnet, der die Höhenverstellungen des Skalenträgers 31 vornehmen bzw. erleichtern soll.
Zunächst wird die gewünschte Zwischenstufe des variabel zu haltenden Gemischanteilverhältnisses dadurch eingestellt, daß einer der Teilstriche der Querskalen 24,25 in die Höhe und Übereinstimmungslage mit der Pfeilmarke 23 auf der Gestelloberfläche ι gebracht wird. Die Normalskala 19 gibt dann bei der Wägung des ersten Stoffanteils dessen Gewicht z. B. in Grammzehnteln an, und die Skalen 20 oder 21 des auf die Pfeilmarke 23 eingestellten Teilstriches der Querskalen 24 oder 25 geben beim Zuwiegen des zweiten Stoffanteils die erforderliche Menge des letzteren an; bei dieser Wägung zeigt dann der Zeiger 14 auf der Grammzehntelskala 19 gleichzeitig auch das Gewicht der Mischung an.
Bei Benutzung der Einrichtung als Medikamenten-, Gold- usw. Waage bleibt der Skalenträger 31 unberücksichtigt. Er wird zu diesem Zweck so eingestellt, daß seine Skalen 20, 21, 24, 25 von der undurchbrochenen Fläche des Skalenträgers 1 abgedeckt sind. Hierbei gibt die Skala 19 immer unmittelbar das zahlenmäßige Gewicht an.
Durch die in Fig. 1 dargestellte Anordnung eines am Zeigerende mittels geeigneter Haken 23 anzubringenden, punktiert gezeichneten Zusatzgewichtes 2 in Verbindung mit einer zweiten Skala 1 ga läßt sich der Wiegebereich für das Abwiegen auch mit unmittelbarer, zahlenmäßiger Gewichtsangabe, z. B. in Gramm, nach Wunsch und Bedürfnis erweitern. Das Zusatzgewicht kann derart ausgebildet sein, daß Skala 19 hierbei in dem das Ablesen erleichternden Umfange abgedeckt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Neigungswaage für Mischungen, deren Drehzeiger über eine bogenförmige, ortsfeste Gewichtsskala und über einen Ausschnitt in der Vorderfläche des Waagengestells sowie über im Ausschnitt sichtbare, zusätzliche, aber verschiebliche Skalenbögen spielt, wobei die Nullmarken der letzteren und der ortsfesten Skala mit der Verschieberichtung in Linie liegen, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden verschiebbaren Skalenbögen (20,21) eine in Verschieberichtung liegende Linie (22) nach bestimmten Gesetzen durch Merkmale (24,25), z.B. Querstriche, stetig unterteilt ist, daß ferner der Linie-
    (22) mit Merkmalen (24, 25) eine Strichmarke
    (23) zugeordnet ist, die am Gehäuse fest ist, während die anderen Merkmale (24, 25) mit der die beweglichen Skalen tragenden Platte (31) solcher Art verschiebbar sind, daß, falls unter Änderung des Abstandes der verschieblichen Teile von dem Drehpunkt (5) des Drehzeigers (14) eines von den Merkmalen (24, 25) mit der Strichmarke (23) in Übereinstimmungslage gebracht wird, hierdurch eine variable Gebrauchsstellung der Skalen erreichbar ist, so als ob deren Maßstab gummiartig zusammengedrängt oder auseinandergezogen würde.
  2. 2. Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Ausschnitte (4) in der Gestellvorderplatte (1) solche Formen und Maße aufweisen, daß bei Verschiebung des Zusatzskalenträgers (31) mindestens einer der zusätzlichen Skalenbögen (20 bzw. 21) und die zugehörige Querskala (24 bzw. 25) in voller Ausdehnung freigelegt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    5660 12.53
DEE1505D 1939-08-24 1939-08-24 Neigungswaage fuer Mischungen Expired DE900877C (de)

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