DE76487C - Kalkmilch-Waage - Google Patents

Kalkmilch-Waage

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DE76487C
DE76487C DENDAT76487D DE76487DA DE76487C DE 76487 C DE76487 C DE 76487C DE NDAT76487 D DENDAT76487 D DE NDAT76487D DE 76487D A DE76487D A DE 76487DA DE 76487 C DE76487 C DE 76487C
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DE
Germany
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lime
milk
vessel
balance beam
weight
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76487D
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English (en)
Original Assignee
C. CERNY in Karlsthal bei Svojschitz, Böhmen
Publication of DE76487C publication Critical patent/DE76487C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N9/00Investigating density or specific gravity of materials; Analysing materials by determining density or specific gravity

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Kalkmilch-Waage. Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. August 1893 ab.
Für die Scheidesaturation der Zuckerfabrikation giebt es bis jetzt keine Vorrichtung, um den Kalkmilchzusatz so zu regeln, dafs einem bestimmten Saftvolumen stets eine bestimmte Menge Kalk (gewöhnlich 21/., bis 4 pCt. vom Rübengewichte) in Form von Kalkmilch zugesetzt wird. Die Füllungen der Saturateure von der Diffusion aus können hinsichtlich Volumen und Concentration als gleich angenommen werden.
Da bei Verwendung einfacher Mefsgefäfse die Gewissenhaftigkeit, des Arbeiters erforderlich ist, um den richtigen Kalkzusatz zu erlangen, so leidet der Betrieb durch die Unsicherheit, welche mit den Schwankungen des. Kalkgehaltes verbunden ist.
Die vorliegende Erfindung ist nun bestimmt, diesem Uebelstande abzuhelfen, da die Kalkmilchwaage bei einmaliger Einstellung stets denselben Kalkgehalt bei schwankender Concentration der Kalkmilch abmifst.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Kalkmilchwaage ist eine hydrostatische Waage und besteht aus dem Gefäfse A, dem Waagebalken H, den beiden daran hängenden Gewichten F und G und dem Gegengewichte /. Das Gefäfs A ist durch die Scheidewand B in zwei Abtheilungen zerlegt, in welchen die Gewichte F und G getrennt hängen. Die Abtheilung, in welche das Gewicht F hineinragt (Mefsabtheilung), dient zur Aufnahme der Hauptmenge der zu messenden Kalkmilch und die andere Abtheilung zu derjenigen des Restes derselben. An der Scheidewand B ist ein Schieber C angebracht, welcher mit Hülfe der Schraubenspindel D und des Handrades E höher oder tiefer gesetzt werden kann, um den Ueberlauf aus der ersten Abtheilung in die zweite zu regeln. Am Boden des Gefäfses A sind die beiden Hähne JV und O angebracht, welche mit einander verbunden sind und durch den Hebel Q. gleichzeitig geöffnet werden, um die abgemessene Kalkmilch durch das Rohr P nach den Saturateuren ablaufen zu lassen. Der Waagebalken H ist im Bocke R am Gefäfse A gelagert und über der Drehachse mit einer Zunge K versehen, welche in den Zeiger M ausläuft und die Signalscheibe L trägt. Statt der Zunge K und Signalscheibe Il kann der Waagebalken H auch mit einer beliebigen elektrischen Signalvorrichtung versehen werden, welche den Augenblick anzeigt, sobald der Waagebalken die richtige Lage annimmt.
Die Wirkungsweise der Waage soll an dem folgenden Beispiele erklärt werden.
Unter der Annahme, die Normalcharge für jeden Saturateur betrage 61,8 kg CaO, gilt für diese Menge nach Plattner die folgende Tabelle über die Concentrationen der Kalkmilch nach Beaume, die entsprechenden Volumen und specifischen Gewichte der Kalkmilch:
Be. Volumen
20 19.
18
J7 16
15
!3
12 300 1 320 1 341 1
364 1
389 1
418 1
4511
490 1
537 l
Ueberschufs
über 300 1
öl
20 1
41 1
64 1
89 1-
. 118 1
151I
190 1
237 1
spec. Gew.
1,162
1,152
1,142
1,134
1,125
1,116
1,108
Ι,ΐοο
1,091.
Nun ist die Abtheiliing des Gefäfses A, in welche das Gewicht F hineinragt, so bemessen, dafs sie gerade 300 1 fafst, wenn der Schieber C so hoch hinauf gesetzt ist, wie die Zeichnung angiebt, und die Kalkmilch bis zur Höhe W1 eingefüllt ist. Dabei ist angenommen, dafs diese 300 1 Kalkmilch von 200 Be. gerade 61,8 kg Kalk (oder 4 pCt. vom Rübengewichte) enthalten. Nun ist das Gewicht F so grofs gemacht, dafs sein Auftrieb hinreicht, um den Waagebalken H waagrecht zu stellen, sobald das Gegengewicht J im richtigen Abstande von der Drehachse am Waagebalken befestigt ist. Hat die Kalkmilch ein geringeres specifisches Gewicht, so reicht jener Auftrieb nicht mehr hin, selbst wenn die Abtheilung voll ist. Man läfst daher die Kalkmilch noch weiter in diese Abtheilung fliefsen, und der Ueberschufs, welcher über die obere Schieberkante in die andere Abtheilung fliefst, wird bald dem zweiten Gewichte G einen solchen Auftrieb verleihen, dafs er den Waagebalken H hebt. Hat der letztere die richtige Lage erreicht, so schliefst man den Zuflufs der Kalkmilch ab und hat nun in der zweiten Abtheilung genau den Ueberschufs an Kalkmilch, welcher in der obigen Tabelle angegeben ist. Der besseren Uebersicht wegen sind in der Zeichnung, Fig. 1, für die verschiedenen Concentrationen der Kalkmilch die Höhen in der zweiten Abtheilung durch Linien angedeutet.
Das Gewicht G ist in der Zeichnung als ein abgestumpfter Kegel dargestellt, was, streng genommen, nicht ganz genau ist, indessen für die Praxis ausreicht. Doch steht natürlich nichts im Wege, ihm eine solche Gestalt zu geben, dafs es völlig genaue Messungen ermöglicht. " Selbstverständlich mufs sein Auftrieb so grofs sein, dafs es, auf das erste Gewicht F reducirt, genau den Auftrieb desselben ergänzt.
Will man jedem Saturateur eine andere Kalkmenge zuführen, z. B. 3 pCt., so schraubt man den Schieber C so weit nieder, dafs gerade das richtige Volumen von 3/4· 300 = 2251 Kalkmilch von 200 Be. in der Mefsabtheilung enthalten ist, wenn der Waagebalken H horizontal ist. Der zugehörige Spiegel ist in Fig. ι mit W3 bezeichnet. Zu gleicher Zeit mufs das Gegengewicht J auf dem Balken H so weit nach aufsen verschoben werden, dafs es die Gewichte F und G gerade im Gleichgewichte hält und der Waagebalken die richtige Lage annimmt. Zur Erleichterung dieser Einstellung ist am Balken H eine Scala angebracht, welche die Procentgehalte anzeigt, wie aus Fig. ι zu ersehen ist. Diese Einstellung des Schiebers C geschieht mit Hülfe von Kerben in der Schraubenspindel D, welche in Fig. 1 mit 2V2 ρ Ct., 3 ρ Ct., 3Y2 ρ Ct. und 4 ρ Ct. bezeichnet sind, oder mit Hülfe einer Scala an der Innenwand des Gefäfses A.
Da das Gewicht G jedoch nur für einen Procentsatz, z. B. 4 pCt., bestimmt ist und bei einem anderen falsch zeigen würde, wird es nothwendig, für jeden Procentsatz auch ein anderes Gewicht G einzuhängen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    r. Eine Kalkmilchwaage zur Abmessung einer bestimmten Kalkmenge auf hydrostatischem Wege, bestehend aus einem Gefäfse (A) mit zwei durch eine Scheidewand (B) getrennten Abtheilungen, von denen die eine (Mefsabtheilung) das richtige Volumen Kalkmilch von bestimmter Concentration (ζ. B. 20°Be.) fafst, die andere dagegen den Ueberschufs an Kalkmilch bei schwächerer Concentration empfängt, ferner einem Waagebalken (H), welcher über dem Gefäfse (A) passend gelagert ist, einem an dessen Arme aufserhalb des Gefäfses verschiebbaren Gegengewichte (J), einem Gewichte (F) am Ende des anderen Armes, welches in die Mefsabtheilung hineinragt und bei deren Füllung mit dem richtigen Volumen Kalkmilch bestimmter Concentration durch seinen Auftrieb den Waagebalken (H) horizontal stellt, endlich einem zweiten Gewichte (G) an demselben Arme in der Nähe der Drehachse, welches in die zweite Abtheilung hineinragt und bei Füllung mit schwächerer Concentration durch seinen Auftrieb denjenigen des ersten (F) ergänzt, um den Waagebalken (H) horizontal zu stellen.
  2. 2. Bei der durch 1. gekennzeichneten Kalkmilchwaage die Anwendung eines Schiebers (C) an der , Scheidewand (B) zur Regulirung des Ueberlaufes bei Aenderung der abzumessenden Kalkmenge, welche in der Kalkmilch enthalten ist.
  3. 3. Bei der durch 1. gekennzeichneten Kalkmilchwaage die Verbindung des Waagebalkens (H) mit einer Zunge (K) und Signalscheibe (L) oder mit einer beliebigen elektrischen Signalvorrichtung.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76487D Kalkmilch-Waage Expired - Lifetime DE76487C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2442039A (en) * 1942-10-26 1948-05-25 Standard Oil Dev Co Gravity indicator for fluids

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2442039A (en) * 1942-10-26 1948-05-25 Standard Oil Dev Co Gravity indicator for fluids

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