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Vorrichtung zur gleichzeitigen Bestimmung von Rauminhalt, Gewicht und Dichte körniger Stoffe.
Es sind Vorrichtungen zur Bestimmung des Rauminhaltes von körnigen Stoffen bekannt, bei welchen ein Ausgleichsbehälter über einem Messgefäss angeordnet ist, das an zwei Armen angelenkt ist, die an ihren freien Enden Gegengewichte tragen. Eine solche Bauart ist in der deutschen Patentschrift Nr. 616741 beschrieben. Die Erfindung zielt darauf ab, derartige Vorrichtungen zur gleichzeitigen Bestimmung von Rauminhalt, Gewicht und Dichte körniger Stoffe, insbesondere von Getreide, auszubilden.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen eine Ausführungsform in Vorder-und Seitenansicht, Fig. 3 zeigt in Vorderansicht eine zweite Ausführungsform, Fig. 4 z ? igt eine Einzelheit hiezu, Fig. 5-8 stellen weitere Einzelheiten dar.
Der Rahmen 1 trägt mittels der Schneiden 3 zwei Balken 2. An sie ist an einem Ende mittels Schneiden 4 das Messgefäss 5 angelenkt, an ihrem andern Ende ist ein Gegengewicht 6 oder ein Gewichte enthaltender Kasten unverrückbar befestigt. Auf diesem Ende des einen Balkens 2 ist nach Fig. 1 und 2 auch ein Arm 7 befestigt oder mit ihm aus einem Stück ausgebildet, auf dem sich ein Gegengewicht 8 frei verschieben kann. Zwei Arme 9, die bei 9'am Messgefäss 5 und bei 9"am Rahmen 1 angelenkt sind, bilden zusammen mit den Balken 2 eine Parallelführung für das Messgefäss 5, welches dadurch immer in seiner senkrechten Stellung bleibt. Die Auflager 4'der'Schneiden 4 wirken mit einer Schneide 10 zusammen, die am unteren Ende des Armes 11 einer mit einem Gewicht 12, einer Scheibe13 mit doppelter Teilung und einem Zeiger 14 versehenen Waage angebracht ist.
Die eine Teilung gibt das Gewicht des im Messgefäss befindliehen Gutes an, die andere Teilung dessen Dichte, die, da das Messgefäss einen unveränderlichen Fassungsraum hat, dem gemessenen Gewicht verhältnisgleich ist.
Auf einer Randleiste der oberen Öffnung 5'des Gefässes 5 liegt das untere füllsehachtartige Ende 15 eines Ausgleichsbehälters 16 auf. Am Behälter 16 sind bei 17 auf beiden Seiten Arme 18 angelenkt. Diese sind wieder bei 19 am Rahmen 1 angelenkt und tragen ein Gegengewicht 20. Ausschnitte 21 der Arme 18 dienen zur Aufnahme eines losen Gegengewichtes 22, das für gewöhnlich auf einem festen Lager 23 ruht. Zwei weitere Arme 25 sind bei 24 am Behälter 16 und bei 26 am Rahmen 1 angelenkt.
Das Gefäss 5 ist unten durch eine bei 28 drehbare Klappe 27 geschlossen, die ein Gegengewicht 29 trägt.
An der Klappe sind bei 31 zu beiden Seiten Stangen 30 angelenkt, deren freie Enden wieder bei 32 an Nocken 33 angelenkt sind, die um eine durch das Gefäss 5 hindurchgeführte Achse 34 verschwenkt werden können.
Auf einer Seite des Gefässes 5 ist bei 35 auf dem Rahmen 1 ein Riegel 36 schwenkbar, an dessen einem Ende ein Zapfen 37 sitzt, der sich in einem Schlitz 38 einer Stange 39 verschieben kann, deren oberes Ende bei 40 am Behälter 16 angelenkt ist. An diesem ist auch bei 41 ein dreiarmiger Hebel 42,
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ist am Arm 42 bei 46 ein abgekröpfte Hebel 47 angelenkt, der ausserdem bei 48 mit einem Nocken 49 gelenkig verbunden ist, der eine Anschlagnase 50 trägt und bei 51 schwenkbar auf dem Behälter 16 gelagert ist. Mit dem Anschlag 50 wirkt ein ortsfester mit dem Rahmen 1 starr verbundener Anschlag 52 zusammen. Am Ende des Armes 43 ist eine Druckfeder 53 befestigt, deren anderes Ende sich gegen den Rahmen 1 stützt. Eine Zugfeder 54 ist am Arm 44 und bei 55 am Behälter 16 befestigt.
Auf dem
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Ende 44'des Armes 44 sitzt eine Klappe 56, die an einem bei 58 auf dem Fülltrichter 59 angelenkten
Arm 57 befestigt ist.
In der Ruhelage nehmen die Teile die Lage nach Fig. 1 ein, wobei die Klappen 56 und 45 geöffnet sind, während die Klappe 27 verschlossen ist. Das Gut fliesst vom Trichter 59 in den Behälter 16 und von dort in das Gefäss 5. Ist das Gefäss 5 gefüllt, so steigt das Gut in dem Behälter 16 hoch, bis das
Gesamtgewicht des Gutes die Wirkung der Gegengewichte 6, 8 und 20 übersteigt. In diesem Augen- blick ist das Gleichgewicht gestört und das Gefäss 5 sowie der Behälter 16 sinken herab, bis die Aus- schnitte 21 der Arme 18 mit dem Gegengewicht 22 in Berührung kommen. Bei dieser Bewegung entspannt sich die Feder 53. Gleichzeitig trifft die Nase 50 auf den Anschlag 52.
Wenn die Senkbewegung sich fortsetzt, so dreht sich der Nocken 49 um die Achse 51 und gibt den Hebel 47 frei, der wieder den Hebel 42,43, 44 freigibt. Letzterer dreht sich dann unter der Wirkung der Feder 54 um die Achse 41 und nimmt bei seiner Bewegung die Klappe 45 mit, welche den Behälter 16 abschliesst und das Gut im Gefäss 5 abgleich. Zugleich gibt der Anschlag 44'die Klappe 56 frei und erlaubt ihr teilweises
Schliessen. In diesem Zeitpunkt liegt das Ende 7'des mit dem Balken 2 ein Ganzes bildenden Armes 7 tiefer als sein Ende 7/1 ; das Gegengewicht gleitet daher auf dem Arm 7 und legt sich gegen den Anschlag 7'.
Das auf diese Weise durch das Gewicht 8 beschwert Gefäss 5 wird so von dem Behälter 16 losgelöst, der vorher durch das Gewicht 22 angehalten worden ist. Mit dem Auflager 4'eines der Balken 2 stützt sich dann das Gefäss 5 auf die Schneide 10, wodurch unter Vermittlung des Armes 11 der Zeiger 14 betätigt wird. Auf diese Weise wird von der einen Teilung der Scheibe das Gewicht und von der andern Teilung die Dichte des im Gefäss 5 enthaltenden Gutes angezeigt.
Wenn das Gewicht des Gutes, das weiter durch die Klappe 56 in den Behälter 16 fällt (da diese Klappe teilweise offen geblieben ist), eine bestimmte Grösse erreicht hat, so nimmt der Behälter 16 das Gegengewicht 22 mit, sowie über die Stange 39 den Hebel 36, der dabei um die Achse 35 verschwenkt wird. Das Ende 36'des Armes 36 trifft auf den Teil 33, entriegelt ihn und gibt so die Stangen 30 frei, wodurch ermöglicht wird, dass die Klappe 27 sich unter der Wirkung des Gefässinhaltes öffnet.
Ist das Gefäss 5 leer, so sehliesst sich die Klappe 27 wieder unter der Wirkung des Gewichtes 29.
Unter dem Einfluss des Gewichtes 6 steigt das leere Gefäss 5 wieder hoch und trifft dabei wieder auf den Behälter 16, den es in seine Anfangsstellung zurückführt. Durch diese Bewegung wird die Feder 53 zusammengedrückt und die Klappen 56 und 45 werden wieder in ihre Offenstellung zurückgeführt. Da dabei die Arme 7 entgegengesetzt geneigt sind wie vorher, kann auch das Gewicht 8 wieder in seine Anfangslage zurückkehren (Fig. 2).
Die Stellungen des. Zeigers 14 können selbsttätig verzeichnet werden. Das Gewicht 22 kann durch eine Feder ersetzt werden. Auch kann das bewegliche Gewicht 8 fortgelassen und statt dessen das Gewicht 6 auf dem Balken 2 verschiebbar sein.
Die Bestimmung des Rauminhaltes des durch die Vorrichtung durchgegangenen Gutes geschieht mittels eines Zählers, der bei jeder Abwärtsbewegung des Messgefässes geschaltet wird, also die Zahl der Arbeitsspiele verzeichnet, von welchen jedes dem Durchgang einer Menge vom Rauminhalt des Messgefässes entspricht.
Die Einrichtung nach Fig. 3 und 4 ist von einfacherer Bauart als die beschriebene und ermöglicht eine Erhöhung der Genauigkeit der Messungen. Hier ist statt des Gewichtes 8 gemäss Fig. 1 und 2 ein Gewicht 8a an den Enden von zwei parallelen Armen 7a befestigt, die mit einer Gleitführung 60 versehen sind. Beide Arme sind auf einer festen Achse 61 verschwenkbar. In den Führungen 60 gleiten Rollen 62, die an den Enden der Balken 2 sitzen. Solange das Gefäss 5 gefüllt wird, nehmen die Arme 7 a die Lage nach Fig. 3 ein, in der die Rollen 62 sieh an einem Ende der Führung 60 befinden und das Gewicht 8a seine grösste Wirkung auf die Balken 2 ausübt.
Ist die Füllung beendet und senkt sich das Gefäss 5, so heben sich die Enden der Balken 2 und durch die Verschiebung der Rollen 62 in den Führungen 60 werden die Arme 7a um die Achse 61 verschwenkt und sie legen sich an einen Anschlag l'an, wobei das Gewicht 8a die Lage nach Fig. 4 einnimmt, in der es nicht mehr auf das Ende der Balken 2 einwirkt, da die Rollen 62 frei in den Führungen liegen. Infolgedessen bekommt das Gefäss J Übergewicht und wirkt auf die beschriebene Weise auf die Waage ein. Nach dem Wägen und Entleeren des Gefässes 5 geht letzteres wieder in die Höhe, die andern Enden der Balken 2 senken sich und die Arme 7 a kehren in ihre Anfangsstellung zurück. Die Vorrichtung ist dann für eine neue Messung bereit.
Gemäss Fig. 5 und 6 sind an den freien Enden der Balken 2 Nasen 63 vorgesehen, auf die sich je ein Gewicht 64 aufsetzen kann, das am Oberteil mit einer Ausklinkung 65 versehen ist. Die Gewichte 64 ruhen für gewöhnlich auf festen Lagern 67. Solange das Gefäss 5 nicht gefüllt ist, liegen die Nasen 63 in den Ausklinkungen 6'5 des Gewichtes 64 (Fig. 5). Wenn aber das volle Gefäss 5 sich senkt, so kommt das obere Ende 64'der Gewichte 64 mit je einem festen Anschlag 66 in Berührung und dadurch werden die Gewichte 64 von den Nasen 63 gelöst. Es ergibt sich daraus ein Übergewicht für das Gefäss 5, wobei die Gewichte 64 auf die Lager 67 zurückfallen.
Nach Fig. 7 und 8 tragen die freien Enden der Balken 2 je ein Gewicht 64 aus weichem Eisen mit Rollen 68. Solange das Gefäss 5 noch nicht gefüllt ist, ruhen die Gewichte 64 mit den Rollen 68 auf den Enden 69 der Balken 2. Wenn aber das volle Gefäss 5 sich senkt, so schliesst jeder Balken den Stromkreis je eines Elektromagneten 70, welcher das zugehörige Gewicht 64 anzieht, so dass es sieh
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mittels der Rollen 68 auf die schrägen Enden zweier fester Stützen 71leu legt.
In dieser Stellung üben die Gewichte keinen Einfluss auf die Balken 2 und das Gefäss 5 bekommt wieder Übergewicht. Wenn das Gefäss 5 wieder hochsteigt, so werden durch die Bewegung der Balken 2 die Stromkreise der Elektromagneten unterbrochen und die Gewichte 64 kehren unter der Einwirkung der Schwerkraft in ihre Anfangsstellung zurück (Fig. 7).
Die Gegengewichte 64 (Fig. 5-8), welche bei den beschriebenen Beispielen die dem Messgefäss gegenüberliegenden Enden der Waagebalken freigeben, können sich auch auf das andere Balkenende stützen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur gleichzeitigen Bestimmung von Rauminhalt, Gewicht und Dichte körniger t Stoffe mit einem über einem Messgefäss angeordneten Ausgleiehsbehälter, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anwendung folgender Einrichtungen :
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abwärts bewegt werden.
2. Es ist eine Vorrichtung (18, 20, 21, 22) vorgesehen, durch welche der Ausgleichsbehälter (16) fest- gehalten wird, sobald das Messgefäss (5) gefüllt ist, wobei eine Klappe (45) zum Abschliessen des
Ausgleichsbehälters (16), die beim Einfüllen des Gutes in das Messgefäss (5) geöffnet ist, nach dessen
Füllung durch eine bei der Abwärtsbewegung des Messgefässes und des Ausgleichsbehälters ausgelöste
Sperreinrichtung (46--52) freigegeben und dadurch z. B. unter Federwirkung selbsttätig in die
Schliessstellung überführt wird und somit die Zufuhr des Gutes vom Ausgleichsbehälter in das Mess- gefäss unterbricht.
3. Die Gegengewichte sind für das Messgefäss verschiebbar auf den sie tragenden Armen angeordnet, so dass sie bei der gemeinsamen Abwärtsbewegung der beiden Gefässe (15 und 16) auf den Armen verschoben werden und dem Messgefäss (5) nach dem Festhalten des Ausgleichsbehälters (16) eine zusätzliche Senkbewegung erteilen, bei welcher es auf eine das Gewicht und die Dichte anzeigende Wägevorrichtung (10-14) einwirkt, worauf eine das Messgefäss (5) unten abschliessende Klappe (27) durch eine bei der zusätzlichen Abwärtsbewegung dieses Gefässes selbsttätig zur Wirkung gelangende
Auslöseeinrichtung (30-39) freigegeben und dadurch der Inhalt des Messgefässes (5)
entleert wird und hierauf sämtliche Teile durch ihr Eigengewicht selbsttätig wieder in die Anfangsstellung zurückgehen.