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Vorrichtung zum Übertragen der Bewegung des Waagebalkens, insbesondere von Plus-Minus-
Waagen, auf den Waagezeiger.
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Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 die Ansicht einer Plus-Minus-Waage bei abgenommener Deckplatte des Zeigergehäuses,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt längs der Linie 2-2 von Fig. 1, Fig. 3 einen waagrechten Schnitt längs der Linie 3-3 von Fig. 1. Fig. 4 zeigt einen senkrechten Schnitt durch das Zeigergehäuse der in
Fig. 1 dargestellten Waage bei einer von der Nullstellung abweichenden Lage des Zeigers und Fig. 5 eine schematische Darstellung der Bewegungsverhältnisse des Zeigers und der federnden Zwischen- glieder.
Die Erfindung ist bei dem Ausführungsbeispiel in Verbindung mit einer Plus-Minus-Waage dargestellt, welche aus einem Sockel 2 besteht, auf dem ein Zeigergehäuse 4 mit einem über einer
Skala 8 bewegbaren Zeiger 6 angebracht ist. Die Skala 8 ist in dem Zeigergehäuse 4 befestigt und so beschaffen, dass eine Anzeige von liber-und Untergewicht erfolgt. Der Waagebalken 10 ist auf
Schneiden 12 oder einem ähnlichen Lager auf dem Sockel 2 gelagert und besitzt Wiegesehalen 14. Innerhalb des Sockels 2 können die üblichen Führungslenker angebracht sein, welche ein Kippen der Wiegeschalen verhindern. Ferner kann eine Dämpfungsvorrichtung vorgesehen sein, welche die Bewegung des Waagebalkens dämpft. Diese bekannten Einrichtungen sind hier nicht weiter dargestellt.
Zur Begrenzung der Abwärtsbewegung des Waagebalkens sowie der Wiegeschalen auf jeder Seite dienen Anschläge 20 an dem Sockel, welche entsprechend der geringen Bewegung des Waagebalkens verhältnismässig dicht unter den Haltern der Wiegeschalen angebracht sind.
Die Vorrichtung zum Übertragen der Bewegung des Waagebalkens auf den Zeiger besteht aus an dem Waagebalken 10 beiderseitig befestigten Hebeln 22, welche sich senkrecht nach oben erstrecken, wobei sie zusammen mit dem Waagebalken um die Schneiden 12 schwenkbar sind. Von dem Sockel 2 führen ausserdem beiderseitig und unbeweglich angeordnete Halter 24 senkrecht nach oben, welche das Lager 26 für den Zeiger 6 halten (Fig. 2). Das Lager 26 kann beliebig ausgebildet sein, beispielsweise als Schneide, Zapfen od. dgl. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein Zapfen 26 vorgesehen, welcher von Kugeln 28 umgeben wird, während der Träger 30 für den Zeiger in seinem unteren Teil einen Lagerring 32 aufweist, der zusammen mit den Kugeln und dem Zapfen 26 ein Kugellager bildet.
Der Träger 30 des Zeigers besitzt nun auf beiden Seiten des Lagers 26 kreisförmige Öffnungen 34 und 36, die zur Aufnahme von entgegengesetzt gewickelten Spiralfedern. ? und 40 dienen. Das äussere Ende der Feder 38 ist an dem T : äger 30 mittels einer Schraube 42 befestigt, während deren inneres Ende an einem Zapfen 44 befestigt ist, der von seitlichen Ansätzen 46 an dem oberen Ende der Hebel 22 gehalten wird. Der Zapfen 44 wird in den Ansätzen 46 mittels einer Sicherungsschraube 48 od. dgl. festgehalten.
In gleicher Weise ist die Feder 40 mit ihrem äusseren Ende an dem Träger 30 mittels einer Schraube 50 befestigt, während ihr inneres Ende an einem Zapfen 52 angebracht ist, der in seitlichen Ansätzen 54 der Hebel 22 gelagert ist. Der Zapfen 52 wird in seiner festen Stellung gegenüber den Ansätzen 54 durch eine Sicherungsschraube 56 gehalten. Der Zeiger 6 ist mit dem Träger 30 starr verbunden und bewegt sich zusammen mit diesem um das Lager 26 entsprechend der Bewegung der Hebel 22 in Abhängigkeit von der Bewegung des Waagebalkens 10, an welchem die Hebel 22 angebracht sind.
Die in der Zeichnung dargestellten Federn 38 und 40 sind entgegengesetzt gewickelte Spiralfedern, so dass bei Bewegung des Zeigers nach der einen oder der anderen Seite die Feder auf der Seite, nach der der Zeiger bewegt wird, nur nach einer Richtung gespannt wird, beispielsweise im Sinne einer Aufwicklung, während die Feder auf der entgegengesetzten Seite des Lagers 26 in entgegengesetzter Richtung gespannt wird, im Sinne einer Abwicklung. Die Zapfen 44 und 52 auf den Hebeln 22, an denen das eine Ende der jeweiligen Feder befestigt ist, bewegen sieh auf einer Kreisbahn um das Lager 12 des Waagebalkens 10, die schematisch durch die gestrichelte Linie x in Fig. 5 dargestellt ist.
Die Federn 38 und 40 bewegen sieh hingegen mit ihren Punkten 42 und-50 in einer Kreisbahn um das Lager 26, wie durch die Linie y der Fig. 5 angedeutet ist.
Bei der Bewegung des Waagebalkens 10 und der Hebel 22 von der in Fig. 5 dargestellten Lage in die Lage nach Fig. 4 bewegen sich die Zapfen 44 und 52 nach rechts (Fig. 5) von den Lagen A und B in die Stellungen X und B. Der Weg, welchen der Zapfen 44 gegenüber dem Lager 26 bei Bewegung von dem Punkt A nach dem Punkt 4'zurücklegt, ist durch die radiale En : fernung M der durch das Lager 26 als Mittelpunkt gezogenen Kreise bestimmt. In ähnlicher Weise ist der Weg des Zapfens 52 zu dem Lager 26 durch den radialen Abstand N, der durch die Punkte B und B'mit dem Lager 26 als Mittelpunkt gezogenen Kreise bestimmt.
Der Abstand M ist grösser als der Abstand N und dementsprechend verursacht die Bewegung der Hebel 22 und der Zapfen 44 und 52 nach rechts eine stärkere Spannung der Feder 38 gegenüber der Feder 40. Da nun der Träger 30 des Zeigers 6 im Lager 26 frei schwenkbar ist, so wird die durch die ungleichen Abstände N und M bedingte Federspannung durch eine stärker nach rechts erfolgende Bewegung des Trägers 30 mit dem Zeiger 6 ausgeglichen, durch welche die Bewegungsbahn des Zeigers 6 vergrössert wird. Der Betrag dieser Bewegung im Verhältnis zu einem bestimmten Unter-oder Über-
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Drehung der Zapfen 44 und 52 und nachfolgende Sicherung der Zapfen in ihrer Einstellungslage durch die Schrauben 48 und 56.
Auf diese Weise ist es möglich, den Zeiger 6 bei einer verhältnismässig geringen Bewegung des Waagebalkens 10 über einen grossen Winkel zu verstellen, woraus sich der Vorteil ergibt, dass die Höhe des Zeigergehäuses 4, die Schwenkung des Waagebalkens und die Senkung der Wiegeschalen bis zu den Anschlägen ohne Verminderung der Empfindlichkeit der Waagen beschränkt werden kann.
Die Spannung der Federn 38 und 40 lässt sich ferner so einstellen, dass der Zeiger 6 nach der einen Seite stärker als nach der anderen Seite unter dem Einfluss eines bestimmten Über-oder Untergewichtes ausschlagen kann. Unter diesen Umständen kann die Skala 8 so eingeteilt werden, dass jede Teilung auf der Untergewichtsseite einen grossen Betrag, beispielsweise Dekagramm, anzeigt, während die Teilungen auf der Übergewichtsseite der Skala ein geringeres Gewicht, beispielsweise Gramm, anzeigen. Dies ist z.
B. erwünscht bei Waagen mit selbsttätigen Füllvorrichtungen, bei denen eine Anzeigevorrichtung ausgelöst oder der Zustrom des Wiegegutes vermindert wird, wenn der Zeiger von der Untergewichtsseite her sich der Nullage nähert, so dass diese langsam erreicht wird, während anderseits die Übergewichtsgrenze beim Füllen klein sein kann und die Übergewichtsanzeigen dementsprechend verhältnismässig schnell erfolgen. Dies kann z. B. bei der beschriebenen Waage dadurch erreicht werden, dass der Feder 40 eine grössere Vorspannung erteilt wird, als der anderen Feder. Hierbei ist der Betrag der Spannung der Feder 40 bei Bewegung des Zeigers nach rechts geringer als bei der Bewegung von
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Untergewichtsseite. Wenn also die Feder 40 eine stärkere Vorspannung als die Feder 38 besitzt, dann schlägt der Zeiger 6 bei z.
B. einem Dekagramm Übergewicht weiter nach rechts als nach links aus. Derartige Einstellungen erhält man zweckmässig durch Drehung der Zapfen 44 und 52. Immer wird jedenfalls der Ausschlag der Zeiger bei einer bestimmten Schwenkung des Waagebalkens so verändert, dass er gewissen Arbeitsbedingungen entspricht.
Der Zeiger kann, falls gewünscht, mit einem Stabilisator in Form eines Trägheitsdämpfers versehen sein. Dieser besteht aus einem Gehäuse 60, das an dem Träger 30 konzentrisch zu dessen Lager 26 angebracht ist. Innerhalb des Gehäuses 60 befindet sich eine Kugel von entsprechend geringerem Durchmesser, welche bei Bewegung des Zeigers frei rollen kann. Das Gehäuse kann mit einer geeigneten Flüssigkeit, wie z. B. Öl, Quecksilber od. dgl., gefüllt sein, so dass die Bewegung der Kugel und der Flüssigkeit in dem Gehäuse verzögert und mithin diejenige des Zeigers gedämpft wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Übertragen der Bewegung des Waagebalkens, insbesondere von Plus-MinusWaagen, auf den Waagezeiger, bei der zwischen Waagebalken und Zeiger federnde Zwischenglieder geschaltet sind, gekennzeichnet durch Spiralfedern dz 40), die nicht nur die Bewegung des Waagebalkens auf den Zeiger übertragen, sondern auch einen Lastausgleich bewirken.