DE350757C - Neigungswaage mit Kompensationsgewicht - Google Patents
Neigungswaage mit KompensationsgewichtInfo
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Classifications
-
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G1/00—Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 24. MÄRZ Ϊ922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVr 350757 -KLASSE 42 f GRUPPE 1
Robert Downie Kent in Passaik, Grafsch. Passaik, New Jersey, V. St. A.
Neigungswaage mit Kompensationsgewicht.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 2. November 1917 beansprucht.
Die Erfindung bezieht sich auf Neigungswaagen mit Kompensationsgewiciht, bei denen
die auf einer Plattform oder einer Wiegeschale angeordnete Last auf ein drehbar gelagertes
Hebejsystem einwirkt. Dieses Hebelsystem steht unter dem Einfluß unveränderlicher,
aber je nach dem Ausschlag des Hebels an verschiedenen Hebelarmen angreifender
Gewichtsbelastung. Die Verstellung eines der Hebel gibt dementsprechend ein Maß für das
Gewicht der Last und wird an einer Zeigerskala abgelesen.
Bekannte Ausführungsformen von Waagen dieser Art sind verhältnismäßig verwickelt
ausgestaltet, zum Teil auch mit Reibungstrieben versehen, die zu Fehlern Anlaß geben
können.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß an dem Waage-»
ίο balken außer der Last das beweglich angeordnete Kompensationsgewicht angelenkt und
durch einen Zwischenbebel mit einem oberen Balken derart gekuppelt ist, daß sich sein
Schwerpunkt bei der Verstellung des Balkens in entsprechender Weise zu diesem ändert.
Bei einer derartigen Einrichtung, die sich durch große Einfachheit des Aufbaues auszeichnet,
können ausschließlich Gelenkverbindungen, und zwar in der Ausführung als ao Schneide, verwendet werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. ι ist eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt;
Abb. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie 2-2 von Abb. 1, und
Abb. 3 veranschaulicht schließlich eine Ansicht wie nach Abb. 1 einer etwas abweichenden
Ausführungsform.
Eine Grundplatte 1 ist auf einem Ständer in geeignetem Abstand von der nicht gezeichneten
Plattform angeordnet. Von dieser Grundplatte erstrecken sich nach oben zwei Ständer 2. In diesen sind auf Schneidenlagern
3 zwei Hebel 4 und 5 drehbar gelagert. Die längeren Arme dieser Hebel sind miteinander
verbunden durch eine Verschäckelungö, welche an den Hebeln auf Schneiden
7 gelagert ist. Dieser Verbindungsteil ist in seiner Länge mittels eines Schraubenbolzens
8 mit Rechts- und Linksgewinde verstellbar. Die Hebel sind an ihren kürzeren Armen mit einstellbaren Gewichten 9 und 10
versehen. Diese Gewichte dienen dazu, die längeren Arme und Hebel auszubalancieren.
An dem einen Ende des Hebels 5 ist eine Stange 11 angelenkt und trägt an ihrem oberen
Ende eine Zahnstange 12, die in ein Zahnrad 13 eingreift. Dieses trägt auf seiner
Achse einen Zeiger 14, der über einer entsprechend geteilten Skala 15 spielt. Mit dem
Hebel 5 ist mittels eines Schneidenlagers 16 und eines losen Schäckels 17 eine Hakenstange
18 verbunden, die mit dem die Plattform tragenden Hebelsystem verbunden ist.
Der Hebel 5 setzt sich aus zwei parallel nebeneinander angeordneten und starr ver- '
bundenen Teilen zusammen. Zwischen diesen ist ein Gewicht 19 von solchem Gewicht ange- ;
ordnet, daß es den Zug des Hebelsystems \ kompensiert, wenn sich ein Körper auf der
Plattform befindet. Dieses Gewicht 19 ist mittels U-förmiger Glieder 20 an dem Hebel 5
befestigt. Diese Glieder sind an dem Hebel mittels Schneiden 21 gelagert und die Enden
des Kompensationsgewichtes 19 sind ebenfalls durch reibungslose Lager mit den Traggliedern
verbunden. Das Gewicht kann sich frei in der Längsrichtung der Hebel bewegen.
Es ist ferner mit dem Hebel 5 nahe dessen äußerem Ende durch eine Stange 22 gelenkig
verbunden. · Diese Stange ist mittels eines Zapfens 23 mit Rechts- und1 Linksgewinde in
ihrer Länge verstellbar, so daß auch die Stellung des Gewichtes mit Bezug auf den Drehpunkt
des Hebels 5 verändert werden kann.
In Abb. 3 ist eine abgeänderte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Hierbei sind die Hebel 40 und 5*
wie die Hebel 4 und S nach Abb. 1 angeordnet, wobei aber der Hebel 4a aus zwei
parallelen Gliedern gebildet ist und der Hebel 5e aus einem einzigen Glied. Der Hebel
4a trägt eine Platte 24, und die Ziffern der
Skala 15° stehen im \^ergleich zu denjenigen
nach Abb. 1 in umgekehrter Reihenfolge, wobei auch die Null unten anstatt oben angeordnet
ist.
Anstatt daß das Kompensationsgewicht 25 wie bei Abb. 1 und 2 aufgehängt ist, ruht es
hier auf dem Hebel 5a. Die Unterseite des Gewichtes
hat die Form eines Kreisbogens und führt eine Wälzbewegung· auf dem Hebel ζα
aus. Die beiden Hebel 4a und ζα sind durch
eine Lasche 6° gelenkig verbunden und das Gewicht ist mittels einer Stange 22a an den
Hebel 4a angelenkt. Der Hebel wirkt auf
einen über der Skala spielenden Zeiger 14 ein. An der unteren Kante des Gewichtes 25 ist
eine Stange 27 drehbar befestigt, die anderseits an den Hebel 5® angelenkt ist. Diese
Stange verhindert, daß das Gewicht auf dem Hebel 5° gleitet, wenn der Abstand zwischen
dem Drehpunkt 3 des Hebels ζα und dem
Drehpunkt der Lasche 6° am Hebel 4" sich
ändert. Die Lasche 6° und die Stange 22"
können auch in der Länge einstellbar sein.
Der Hebel ζα wirkt an seinem langen Ende
mit einer Dämpfungsvorrichtung zusammen, die aus einem Zylinder 26 mit sich darin bewegendem
Dämpferkolben besteht. Eine derartige Dämpfungsvorrichtung zur Vermeidung
starker Schwingungen wird vorzugsweise auch bei der Einrichtung nach Abb. 1
am Hebel S angebracht.
Die Wirkungsweise ist die folgende:
Bei einer Einrichtung, wie sie in den "Abb. 1 .
und 2 dargestellt ist, wird die Verschäckelung 6 derart eingestellt, daß die Schneide der
Lagerungen 7, 7 denselben Abstand besitzen wie die festen Lager 3,3. Die -den Waage-
balken bildenden Hebel 4 und S sind so genau parallel. Die Gewichte 9 und 10 werden
so eingestellt, daß sie den Balken und das mit dem Zugstangenlager 16 verbundene Hebelsystem
in der oberen Lage ausbalancieren, wobei der Zeiger 14 auf der Skala ο anzeigt.
Es wird darauf ein Körper bekannten Gewichtes auf der Plattform angeordnet. Dieses
Vergleichsgewicht wird den Waagebalken senken. Bei dieser Abwärtsbewegung des Balkens vermindert sich nach und nach der
Abstand zwischen dem Drehpunkt des Gliedes 5 und dem Drehpunkt dfes Gliedes 4. Die
Stange 22 wird das Gewicht gegen den Drehpunkt des Balkens bewegen und wenn die verschiedenen
Teile genau abgepaßt sind, wird die Bewegung des Gewichtes 19 längs des
Balkens proportional der des Zeigers sein, wenn dieser auf der das Gewicht des Körpers
anzeigenden Ziffer steht. Wenn das Gewicht des Prüfkörpers durch den Zeiger nicht angegeben
wird, weiß der die Untersuchung Ausführende, daß die Bewegung des Kompensationsgewichtes
19 zu groß oder zu klein ist und die Waage je nachdem vor- oder nacheilt. Da der Weg des Gewichtes 19
durch Verlängerung der Stange 22 vergrößert und durch deren Verkürzung verkleinert
wird, ist es nur notwendig, die Stange mittels des Doppelgewindezapfens 23 zu verstellen,
bis der Zeiger das Gewicht des Prüfkörpers richtig anzeigt. Für eine genauere
Einstellung können die freien Enden der Hebel 4, 5 oder 4a, 5® mittels des Gewindebolzens
6 oder 6a gegeneinander verstellt werden.
λ¥εηη, nachdem der Prüfkörper von der Plattform entfernt ist, der Zeiger sich nicht
auf Null einstellt, kann das Gewicht 19 verstellt werden, um den Zeiger auf diesen Punkt
zu bringen, so daß der Balken und die Zahnstange und die Bewegung des Zeigers in vollkommene
Übereinstimmung gelangen.
Die Zugstangenlagerung 16 kann an jeder Seite des Drehpunktes angeordnet werden,
und ihre Stellung mit Bezug auf den Drehpunkt kann verändert werden, um Hebelanordnungen
verschiedener Übersetzungen verwenden zu können.
Claims (3)
1. Neigungswaage mit Kompensationsgewicht,
bei der die Last auf einen drehbar gelagerten Hebel einwirkt, der unter dem Einfluß unveränderlicher, aber je
nach dem Ausschlag des Hebels an verschiedenen Hebelarmen angreifender Gewichtsbelastung
steht, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Balken (5) außer der Last (18) das beweglich angeordnete
Kompensationsgewicht (19, 25) angelenkt und durch einen Zwischenhebel (22) mit
einem oberen Balken (4) derart gekuppelt ist, daß sich sein Schwerpunkt bei der Verstellung des Balkeris (5) in entsprechender
Weise zu diesem ändert.
2. Neigungswaage mit Kompensationsgewicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zu dem Lasthebel (5) parallel beweglich gelagerte zweite Balken (4) mit dem Balken (5)
durch ein Verbindungsglied (6) gelenkig gekuppelt ist und der das bewegliche Kompensationsgewicht (19) mit dem oberen
Balken (4) verbindende Zwischenhebel (22) in seiner Länge verstellt werden
kann, derart, daß der Schwerpunkt des Gewichtes (19) sich bei über die
Wagerechte gehenden Hebelausschlägen nach innen bewegt.
3. Neigungswaage mit Kompensationsgewicht nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das gelenkig mit den beiden Balken (4®, 5°) verbundene Koxnpensationsgewicht
(25) auf dem unteren Balken (5°) aufruht und sich mit seiner
krummen Fläche auf diesem Balken abwälzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US146521XA | 1917-11-02 | 1917-11-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE350757C true DE350757C (de) | 1922-03-24 |
Family
ID=21766838
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920350757D Expired DE350757C (de) | 1917-11-02 | 1920-07-10 | Neigungswaage mit Kompensationsgewicht |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE350757C (de) |
| GB (1) | GB146521A (de) |
-
1920
- 1920-07-05 GB GB18645/20A patent/GB146521A/en not_active Expired
- 1920-07-10 DE DE1920350757D patent/DE350757C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB146521A (en) | 1921-07-14 |
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