DE49884C - Sammelgefäfs zur Verminderung der Fallhöhe bei Waagen mit selbstthätiger Füllvorrichtung - Google Patents

Sammelgefäfs zur Verminderung der Fallhöhe bei Waagen mit selbstthätiger Füllvorrichtung

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DE49884C
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DENDAT49884D
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CHR. H. BECKER in Ruhrort
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die nachfolgend beschriebene Neuerung bezieht sich auf Waagen, welche feinkörnige Körper von verschiedenen specifischen1 Gewichten in beliebigen Mengen selbstthätig verwiegen, und bezweckt beim Einspielen der Waage die veränderliche, vom specifischen Gewicht abhängige Stofswirkung des zu wiegenden, in das Wiegegefäfs D einzufüllenden Stoffes auf ein Kleines zu beschränken und nach Möglichkeit aufzuheben.
Die Fallhöhe des Wiegegutes, welches im Augenblick der Absperrung der Trichteröffnung noch unterwegs ist, hängt von dem Raum ab, den das Wiegegut im Wiegegefäfs einnimmt. Da nun das specifisch leichteste Gut den gf öfsten Raum einnimmt, so wird die Fallhöhe am geringsten bei Verwiegung dieses Stoffes sein. Es folgt hieraus, dafs jeder specifisch schwerere Stoff, weil er dasselbe Wiegegefäfs weniger anfüllt, im Augenblick des Schlusses der letzten Zulaufklappe k1 eine gröfsere Fallhöhe haben wird.
Hierdurch wird auf das Wiegegefäfs eine nach Höhe Und specinschem Gewicht verschiedene Stofswirkung hervorgerufen, und zwar ist diese Stofswirkung abhängig von der lebendigen Kraft, welche das Wieg'egut auf diesem Wege annimmt.
Diese' lebendige Kraft, welche sich nach der Formel Mv2-2- berechnet, in welcher M die Masse' und ν 'die- Endgeschwindigkeit des auffallenden Wiegegütes bedeutet, ist demnach abhängig von der Masse M Gg, also auch von dem Quadrate der Endgeschwindigkeit des niederfallenden Gutes. Diese Stöfse bezw. die durch den fallenden Körper auf das Wiegegefäfs ausgeübte lebendige Kraft beeinflufst die Genauigkeit der ganzen Wiegevorrichtung, besonders in der Nähe der Gleichgewichtslage ganz wesentlich, und es ist daher von großem Einflufs auf diese Genauigkeit, wenn der Geschwindigkeitsfactor ν auf das Geringste beschränkt wird.
Dies wird erreicht durch die Anbringung ' des unten näher beschriebenen Sammelgefafses .F unmittelbar zwischen! Fülltrichter / und Wiegegefäfs D. Hierdurch wird die Einwirkung der lebendigen Kraft des fallenden Wiegegutes, sowie der verschiedenen specifischen Gewichte desselben auf das Wiegegefäfs D in günstigster Weise vermindert, da der Weg bezw. die Fallhöhe des Gutes sehr gering wird und auf diesem' geringen Wege auch die Einwirkung von den verschiedensten specifischen Gewichten auf ein Kleines gebracht ist.
Während also bei selbstthätigen Waagen ohne Sämmelgefäfs nur das specifisch leichteste Gut die geringste Fallhöhe in der Gleichgewichtslage haben kann, ist durch die Einschaltung des; Sammelgefafses für Körper der verschiedensten specifischen Gewichte eine kleinste Fallhöhe in der Gleichgewichtslage' geschaffen, obwohl die Entfernung des Wiegegefäfses von der Trichteröffnung um den Durchmesser des Sammelgefafses gröfser geworden ist.
Ih beiliegender Zeichnung ist die neue Waagenconstruction in Fig. 1 bis 4 in den verschiedenen Stellungen veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι die Stellung der Mechanismen beim Beginn der Füllung des Wiegegefäfses D. Fig. 2 zeigt die Stellung der Mechanismen, nachdem das Wiegegut nach Abschlufs des Häuptschie-
bers k allmälig in das Sammelgefäfs F und vom Sammelgefäfs F in das Wiegegefäfs D ausgeschüttet worden, welches nunmehr behufs Entleerung umgekippt werden kann. Fig. 3 zeigt in gröfserem Mafsstabe das Sammelgefäfs F in der Stellung, in welcher die Hauptabschlufsklappe k geschlossen und der Behälter durch diese Hauptschlufsklappe k bis zum erlangten Gleichgewicht des Waagebalkens angefüllt wird. Fig. 4 zeigt die Stellung des Sammelgefäfses F nach dem Ausschütten des gewogenen Gutes in das Wiegegefäfs D, nachdem das Sammelgefäfs in die Ruhelage gekommen ist.
Zwischen dem am Waagengestell festen Fülltrichter T, welcher in bekannter Weise mit zwei auf einander beweglichen Abschlufsklappen k und k1 versehen ist, und dem Wiegegefäfs D ist an den auf den Schneiden des Waagebalkens B aufgehängten Tragstangen t, welche das Wiegegefäfs D tragen, das Sammelgefäfs F um Zapfen u drehbar gelagert. Dieses Sammelgefäfs F wird gebildet aus den Seitenwangen s und den Zwischenwänden n> ivl n>2 und ip3. Es ist mit dem excentrischen Gewicht g ausgerüstet, welches bestrebt ist, das Gefäfs in die Stellung Fig. 4 zu -drehen.
Das Sammelgefäfs -Fliegt während der Füllung mittelst des Daumens d gegen den am Waagengestell festsitzenden Stift i, so dafs in dieser Stellung das Wiegegut an den Wänden w und w* vorbei unmittelbar in das Wiegegefäfs D gelangen kann.
Hat sich der Waagebalken B nach der Gefäfsseite hin durch die Füllung mit dem zu wägenden Stoffe genügend gesenkt, so gleitet der Daumen d von i ab und das Sammelgefäfs F nimmt unter Einwirkung des zu seiner Drehachse η excentrisch angebrachten Gewichtes g die Stellung Fig. 3 an. In dieser Stellung ist die Hauptverschlufsklappe k durch einen in der Zeichnung fortgelassenen Hebelmechanismus geschlossen. Das Wiegegut tritt nun in verringerter Menge durch die kleinere Oeffnung der Hauptverschlufsklappe k in das Sammelgefäfs F und füllt dasselbe bis zur vollkommenen Gleichgewichtslage langsam und ohne Stofs an.
Das Sammelgefäfs F wird in dieser Stellung (Fig. 3) gehalten durch den an der Aufsenwandung befindlichen Stift i\ welcher sich gegen einen Ansatz e des Winkelhebels / legt.
Ist durch den allmäligen und stofsfreien Nachtritt des Wiegegutes in das Sammelgefäfs F der vollkommene Gleichgewichtszustand erreicht, so sperrt die äufsere Nebenschlufsklappe. kl den Zuflufs des Fülltrichters T vollkommen ab. Die Mechanismen zur Bewegung dieser Klappe A:1 sollen hier nicht weiter beschrieben werden.
Der Hebel h dieser äufseren Verschlufsklappe k1 zieht hierbei durch die daran hängende Hakenstange F, Fig. 4, den Winkelhebel / nach oben, so dafs Stift i von dem Ansatz e des Hebels / entfernt wird; das Sammelgefäfs F nimmt somit die in Fig. 4 dargestellte Lage ein und schüttet das darin befindliche Wiegegut in das Wiegegefäfs D.
Hierbei wirkt das Sammelgefäfs F hammerartig auf die Sperrvorrichtung p, welche das Wiegegefäfs D gegen Umkippen behufs Ausschüttens sicherte, indem der Stift 0 am Sammelgefäfs F gegen den Arm p1 des Winkelhebels ppl schlägt und den letzteren am Haltstift q auslöst. Werden die Abschlufsklappen k und kl wieder geöffnet, in welcher Weise und mittelst welcher Mechanismen soll hier nicht . erörtert werden, da dies nicht Gegenstand des Patentes ist, so trifft hierbei die einströmende Wiegemasse die zwischen den Kopfwänden s angebrachten Wände w1 und w3 und dreht das Sammelgefäfs F um Achse η wieder in die ursprüngliche Stellung (Fig. 1), so dafs dadurch der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt ist.
Die Wirkung des ununterbrochenen Stofses des in das Wiegegefäfs D einströmenden Wiegegutes ist selbstverständlich abhängig von der Grpfse des specifischen Gewichtes desselben, und zwar ist dieselbe um so gröfser, je gröfser letzteres ist.
Um diese unregelmäfsige Beeinflussung der Waage zu vermeiden, ist an der Zunge Z eines Hülfswaagebalkens A ein Schiebegewicht G mittelst Stellschraube u verstellbar angeordnet. Dieser Hülfswaagebalken A ruht auf einer Schneide a\ welche genau in der Verlängerung der Unterstützungsschneiden des Hauptwaagebalkens B liegt, und befindet sich daher mit dem Hauptwaagebalken B zugleich in der Gleichgewichtslage.
In dieser Stellung berührt die rechte Endschneide λ des Balkens A den Steg b der Waagenpfannen des Hauptwaagebalkens B, und es macht somit der Waagebalken A mit dem Waagebalken B gleiche Bewegung, und zwar von der tiefsten Stelle desselben bis zur Gleichgewichtslage, ohne dafs irgend welche Reibung zwischen den beiden Waagebalken stattfindet.
Das Gewicht G an der Zunge Z des Hülfswaagebalkens A drückt demnach gegen den Hauptwaagebalken -B mit einer zur Gleichgewichtslage hin abnehmenden Kraft. Dieser Gewichtsdruck kann durch Verschieben des Gewichtes G an der Zunge Z derartig eingestellt werden, dafs bei den verschiedensten specifischen Gewichten des Wiegegutes und den verschiedenen Gröfsen des Belastungsgewichtes C stets eine ganz gleichbleibende und gleichmäfsige des Hauptwaagebalkens B stattfindet.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Waagenconstruction ist folgende:
Sind die Mechanismen in die Stellung Fig. 1 gebracht, so tritt bei völlig geöffneten Schie-
bern k und kx das Wiegegut an den Wänden n> und w% des Sammelgefäfses F vorbei in das Wiegegefäfs D. Hat sich der Waagebalken B nach der Gefäfsseite hin durch die Füllung genügend gesenkt, so gleitet der Daumen d von Stift i ab, und das Sammelgefäfs F gelangt unter der Einwirkung ■ des excentrischen Gewichtes g in die Stellung Fig. 3, in welcher s am Stift i1 durch den Ansatz e des Winkelhebels / arretirt und festgehalten wird. In dieser Stellung ist die Hauptverschlufsklappe k durch in der Zeichnung fortgelassene Mechanismen geschlossen und das Wiegegut tritt nun in verringerter Menge durch die kleinere Oeffnung der Hauptverschlufsklappe k, welche von der äufseren Nebenklappe A:1 freigelassen ist, in das Sammelgefäfs F.
Während dieser Zeit drückt der Hülfswaagebalken A mit dem entsprechend dem specifischen Gewicht des Wiegegutes und dem Wiegegewicht C eingestellten Gewicht G gegen den Hauptwaagebalken B, und das Nachfüllen des Gutes durch den Schlitz der Hauptverschlufsklappe erfolgt ruhig und fast ohne Stofswirkung.
Der Waagebalken B und der Hülfswaagebalk'en A gehen hierbei allmälig durch die Wirkung des nachgeschütteten Gutes in die vollkommene Gleichgewichtslage über, während der Waagebalken B fortwährend mit abnehmendem Gewichtsdruck G angedrückt wird. Bei erreichtem Gleichgewicht wird durch die Zunge Z vermöge des Gewichtes G der Hammerhebel H bewegt. Das Gewicht R desselben tritt über die mittlere Gleichgewichtslage und schlägt nach links mittelst Ansatzes ν gegen den Hebel J, welcher den eingestellten Hebel h der Nebenschlufsklappe k1 losläfst und durch das Gegengewicht derselben die Klappe k1 schliefst (Fig. 2). Hierbei wird auch der Hakenhebel Y angezogen und das am Ansatz e arretirte Sammelgefäfs F freigegeben. Der Inhalt desselben entleert sich in das Wiegegefäfs Z), und bei der Drehung des Sammelgefäfses F wird der Klinkhebel pp1 von dem Stift q des Wiegegefäfses ausgerückt, so dafs letzteres behufs Entleerung umkippen kann (Fig. 2). Geht das Wiegegewicht C wieder nieder, so nimmt der Hauptwaagebalken B den Hülfswaagebalken A mit und dieser bringt mittelst der Zunge Z den Hammerhebel H wieder in die ursprüngliche Lage zur erneuerten gleichen Wirkung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei einer automatischen Waage die Anordnung eines an dem Hauptwaagebalken B drehbar aufgehängten und in verschiedenen Stellungen arretirbaren Sammelgefäfses F unmittelbar zwischen Fülltrichter T und Wiegegefäfs D, zum Zwecke, die Fallhöhe des Wiegegutes bei Annäherung der Waage an das Gleichgewicht auf ein Kleines zu beschränken und die veränderlichen Wirkungen beim Einfüllen des Wiegegutes in das Wiegegefäfs' D möglichst zu vermeiden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT49884D Sammelgefäfs zur Verminderung der Fallhöhe bei Waagen mit selbstthätiger Füllvorrichtung Expired - Lifetime DE49884C (de)

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