DE609232C - Selbsttaetige Waage mit Bodenklappenentleerung - Google Patents

Selbsttaetige Waage mit Bodenklappenentleerung

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DE609232C
DE609232C DEA64630D DEA0064630D DE609232C DE 609232 C DE609232 C DE 609232C DE A64630 D DEA64630 D DE A64630D DE A0064630 D DEA0064630 D DE A0064630D DE 609232 C DE609232 C DE 609232C
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DEA64630D
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VERPACKUNGSBEDARF GmbH
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VERPACKUNGSBEDARF GmbH
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G21/00Details of weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

  • Selbsttätige Waage mit Bodenklappenentleerung Beim Abwiegen von körnigem. mehligem oder ähnlichem Gut mittels. selbsttätiger Waagen, die durch ihr Einspielen den Zulauf des Gutes zum Wiegebehälter absperren, wird das im Augenblick des Absperrens bereits an dem Absperrmittel vorbeigeströmte, jedoch noch nicht in den Wiegebehälter niedergefallene Gut, der sog. Nachstrom, nicht eigentlich mitgewogen, sondern, im Grunde genommen, nur geschätzt, da die nach dem Absperren des Gutszulaufes erfolgende Weiterbewegung des Waagebalkens keine Regelung mehr bewirkt. Verschiedenheiten des den Nachstrom bildenden Gutes sind daher eine wesentliche Fehlerquelle für die Wiegegenauigkeit. Um letztere möglichst zu erhöhen, schließt man vielfach den Gutszulauf vorzeitig ab und läßt das Gut zum Schluß nur noch in dünnerem Strahl einlaufen, so daß beim Absperren dieses Nachstromstrahles das im Fallen befindliche Gut einen kleineren Teil der gesamten Abwiegemenge ausmacht. Außerdem ordnet man das Absperrmittel so nahe als möglich über der Oberfläche der eingefüllten Gesamtmenge des Gutes an, damit die Länge des beim Absperren noch im Niederfallen begriffenen: Gutsstromes tunlichst kurz und damit die Menge des ihn bildenden Gutes wiederum tunlichst klein ist.
  • Wird nun mit der zur Verfügung stehenden Wiegevorrichtung aber einmal eine kleinere Raummenge Gutes abgewogen., indem entweder kleinere Gewichtsmengen des bisherigen Gutes oder gleiche Gewichtsmengen eines schwereren Gutes zur Abwiegung kommen, so vergrößert sich der Abstand des Absperrmittels von der Oberfläche der abzuwiegenden Gutsmenge; weil diese Oberfläche tiefer zu liegen kommt. Hierdurch wird die Wiegegenauigkeit herabgesetzt, weil die Vergrößerung der Nachstrommenge den Wiegefehler erhöht. Dies ist besonders ungünstig in dem erstgenannten der zwei obigen Fälle, also bei der Abwiegung kleinerer Gewichtsmengen von sonst unverändertem Gut, weil hierbei irn Gegenteil eine Verringerung der absoluten Fehlergröße erwünscht wäre, um den verhältnismäßigen Fehler in gleicher Größe zu erhalten.
  • Man hat deshalb schon Einrichtungen ausgebildet, bei denen, durch Veränderungen des Lastgefäßquerschnittes (etwa mittels beweglicher Seitenwände) der Abstand zwischen dem Absperrmittel und der Oberfläche der abzuwiegenden Gutsmenge stets etwa gleich groß, und zwar so klein als möglich, gehalten wird. Hierbei ergibt sich aber der Nachteil, daß bei stärkerer Verringerung des Lastgewichtes die Öffnung der durch ein Schließgewicht belasteten Bodenklappe nur in unvollkommener Weise erfolgt. Die Erfindung bezweckt nun, eine Einrichtung zu schaffen, bei der nicht nur der Abstand zwischen der den Materialzulauf absperrenden Klappe und der Oberfläche des im Lastgefäß befindlichen Materials beim Einspielen der Waage trotz verschiedener Gewichtsmengen stets etwa gleich groß ist, sondern auch der eben erwähnte Nachteil beseitigt ist, so daß auch das vom Lastgewicht auf die Bodenklappe ausgeübte Drehmoment stets gleichbleibt. Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß entweder die Lastschale bei kleinerem Rauminhalt der Gutsmenge näher an das Absperrmittel herangeführt wird, oder daß das Absperrmittel der Stapelstelle genähert wird, oder daß endlich die Aufstauung in an sich bekannter Weise mit kleinerem Querschnitt erfolgt, wobei aber stets dafür Sorge getragen ist, daß der Schwerpunkt der Gutsmenge derart auf der Bodenklappe verschoben ist, daß das vom jeweiligen Lastgewicht auf die Bodenklappe ausgeübte Drehmoment stets gleichbleibt.
  • Es ist also entweder das Absperrmittel in seiner Lage verstellbar ausgebildet oder die Lage des Wiegebehälters veränderlich gemacht oder endlich vorgesehen, daß dessen Querschnitt verändert werden kann, beispielsweise durch Verschieben einer Seitenwand des Wiegebehälters unter gleichzeitiger Verschiebung der Lage des jeweiligen Schwerpunktes gegenüber der Drehachse der Bodenklappe.
  • Diese Schwerpunktsverschiebung wird dadurch erreicht, daß bei einer Verschiebung des Absperrmittels oder des Wiegebehälters die Verschiebung nicht in senkrechter Richtung erfolgt, sondern derart schräg zur Senkrechten, daß mit dem Abstand zwischen Wiegebehälter und Absperrmittel zugleich auch der seitliche Abstand des Schwerpunktes der aufgestauten Gutsmenge von der Bodenklappendrehachse verändertwird. Bei einer Veränderung des Aufstauquerschnittes hingegen wird die zu dieser Veränderung seitlich zu verschiebende Wiegebehälterwand in solcher Richtung beweglich angeordnet, daß sich bei ihrer Bewegung ihr seitlicher Abstand von der Klappendrehachse verändert. Bei einer derartigen Ausbildung wird der erwähnte Fehler, daß bei verringertem Lastgewicht die von Hand oder durch eine mechanische Steuerung freigegebene Bodenklappe sich nur unvollkommen oder gar nicht öffnet, vermieden, indem bei einer Verringerung der abzuwiegenden Gutsmenge deren Schwerpunkt von der Drehachse der Bodenklappe des Wiegebehälters nach der Seite hin abgerückt wird, um den Hebelarm des auf die Klappe wirkenden Drebmomentes zu vergrößern, sobald die wirkende Kraft verringert wird.
  • Zur Verhinderung unrichtiger Benutzung der erfindungsgemäßen Vorrichtung können Maßnahmen getroffen werden, welche bei der für kleinere Gutsmengen bestimmten Einstellung nur das Aufsetzen der dem eingestellten Volumen entsprechenden Lastausgleichsgewichte auf die Gewichtsschale gestatten.
  • Um ein Schiefhängen des Wiegebehälters bei der Schwerpunktsverlagerung oder eine vermehrte Belastung der ihn haltenden Lenker zu verhüten, wird vorteilhaft die Drehachse der Wiegebehälterbodenklappe in Längsrichtung des Waagebalkens, also winkelrecht gekreuzt zu dessen Tragschneiden, .angeordnet. Die Erfindung kann in entsprechender Weise auch Anwendung faden, wenn der Wiegebehälter mehr als eine Auslaufklappe besitzt.
  • Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar und zeigt in Abb. i schematisch einen senkrechten Schnitt durch den Wiegebehälter einer selbsttätigen Balkenwaage, Abb. 2 die Ansicht des Wiegebehälters eines anderen Ausführungsbeispieles, Abb. 3 im Schnitt den Wiegebehälter eines weiteren Ausführungsbeispieles in. ganz gefülltem Zustand, Abb.4 denselben Wiegebehälter, aber für eine kleinere Gutsmenge eingestellt.
  • An den Lastschneiden i des gegabelten Waagebalkens 2 ist der Wiegebehälter 3 aufgehängt, dessen Auslauföffnung durch die Bodenklappe 4 verschlossen ist, die um eine am Behälter 3 angeordnete Achse 5 drehbar ist.
  • Von oben her ragt in, den Behälter 3 der Zulauf 6 hinein, dessen Unterteil 7 mittels der Stellvorrichtung 8 in geneigter Richtung verschiebbar ist. Vermittels der Triebwelle 9 wird zugleich mit dem Stellwerk 8 ein Schieber io verschoben, der sich über die am Waagebalken hängende Gewichtsschale ii erstreckt, ohne diese indessen zu berühren oder ihre Bewegung beim Einspielen des Balkens 2 zu hindern.
  • In der gezeichneten Stellung ist die Vorrichtung für kleine Gewichte eingestellt. Der Zulaufsunterteil7 ist ganz heruntergekurbelt und dabei seitlich von der Bodenklappenachse 5 abgerückt, so daß sich das aus ihm ausströmende Gut auf dem äußersten Teil der Klappe 4-aufhäuft und seine Oberfläche, sobald die gesamte abzuwiegende Menge eingelaufen ist, sich in nächster Nähe der den Zulauf -sodann absperrenden Schieberklappe i2 befindet. Der Schwerpunkt S1 der abgewogenen. Gutsmenge wirkt nun. an einem langen Hebelarm in bezug auf die Drehachse 5 der Bodenklappe 4, und das diese beim Öffnen drehende Moment ist trotz des kleineren Gewichtes nicht beträchtlich kleiner, als wenn der Zulauf 7 seine höchste Stellung innehätte, so daß eine größere Gutsmenge in den Behälter 3 eingelassen werden könnte, die dann infolge der seitlichen Verschiebung des Zulaufes 7 nach der Achse 5 hin sich gleichmäßig im Behälter 3 verteilen würde, so daß sich der Schwerpunkt der eingefüllten Gutsmenge etwa über der Mitte der Klappe 4, also näher der Achse 5, befindet und der Hebelarm des auf die Klappe 4 wirkenden Drehmomentes verkürzt ist.
  • Der Schieber ia verhindert in der gezeichneten Stellung ein Aufsetzen weiterer Gewichtsstücke auf die Gewichtsschale ii, so däß die Vorrichtung bei dieser Stellung der Stellvorrichtung 8 nur zum Wiegen kleiner Mengen von Gut gebraucht werden kann und verhütet wird, daß etwa in dieser Stellung große Mengen zur Abwiegung kommen, wodurch sich der tiefstehende Auslauf 7 in dem in den Behälter 3 gelaufenen Gut verschütten würde. Ein Abwiegen größerer Mengen von Gut durch Aufsetzen weiterer Gewichte auf die Schale ii ist viehmehr erst möglich, wenn der Schieber io von der Schale ix teilweise oder ganz zurückgezogen ist, womit gleichzeitig der Zulaufsunterteil7 nach oben verstellt wird.
  • Die Stellvorrichtung 8 ist ortsfest gelagert. Ihre Lagerung ist hier der Deutlichkeit halber nicht dargestellt. Ebensowenig sind die Mittel dargestellt, mit denen beim Einspielen des Waagebalkens :z die den Zulauf absperrende Schieberklappe 12 bewegt wird, und diejenigen, mit denen sie zum Einleiten der nächsten Füllung wieder geöffnet wird, da diese Mittel bekannt sind und nicht zum Wesen der vorliegenden Erfindung gehören. An Stelle der einen Schieberklappe ia kann auch eineDoppelklappe bekannter Art vorgesehen sein, wobei dann von der ersten Klappe der Gutsstrom stark beschränkt, von der zweiten darauf gänzlich unterbrochen wird.
  • Abb. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei welchem auf den Schneiden 13 des Waagebalkens 14 ein Gehänge 15 aufgehängt ist, in dem der Wiegebehälter 16 mittels eines durch die Spindel. 17 in einem geneigt angeordneten Schlitz verschiebbaren Führungsstückes 18 angebracht ist. Durch eine Verschiebung des Behälters 16 wird auch hier gleichzeitig der Abstand des durch die Klappe 1g gebildeten Behälterbodens vom Zulauf 2o und die seitliche Stellung des Zulaufes 2o zur Drehachse der Klappe ig verändert.
  • Bei dem in Abb. 3 und q. veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist in dem Wiegebehälter 2= eine parallel zu seiner einen Seitenwand mittels der Spindeln 22 verstellbare Scheidewand 23 angeordnet.
  • Abb.3 zeigt diese Scheidewand bis an die Behälterwand zurückgezogen, so daß der ganze Behälterinnenraum mit Gut gefüllt werden kann, während in Abb. q. die Scheidewand 23 nach der Mitte hin verschoben ist, so daß nur ein Teil des Behälters sich mit Gut füllen läßt. Die Oberfläche der eingefüllten Menge liegt daher heidemal in gleicher Höhe, also gleich weit von der Mündung des Zulaufes 24 entfernt. Dagegen liegt der Schwerpunkt S' des Gutes bei vollgefülltem Behälter etwa über der Mitte der Bodenklappe 25, während bei nach der Mitte verschobener Scheidewand 23 der Schwerpunkt S" dagegen viel weiter nach dem Klappenrande hin liegt, so daß die sich in beiden Fällen ergebenden, auf die Klappe 25 einwirkenden Drebmomente nahezu gleich groß sind.
  • Es hat dabei nichts zu sagen, wenn die Scheidewand 23 nicht bis auf die Klappe 25 hinunterreicht; etwa unter ihr hindurchtretendes Gut böscht sich in den abgesperrten Raum hinein ab und fällt beim Öffnen der Bodenklappe 25 mit hinaus.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCI3E: i. Selbsttätige Waage mit Bodenklappenentleerung der Lastschale, bei welcher der mit dem jeweiligen Volumen des Wiegegutes bei verschiedenen Gewichtsmengen oder bei verschiedenen spezifischen Gewichten sich ändernde Abstand zwischen der den Materialzulauf absperrenden Klappe und der. Oberfläche des am Ende der Wägung im Lastgefäß befindlichen Gutes konstant gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß entweder das die Absperrklappe (12) tragende Zulaufrohr (7) gegenüber dem Wiegegefäß (3) oder das Wiegegefäß (16) in seinem Gehänge (15) gegenüber dem Zulaufrohr (2o) mittels einer Verstellvorrichtung (8 bzw. 17,i8) derart schräg zur Senkrechten oder eine zusätzliche Seitenwand (23) der Lastschale (21) durch Glieder (22) derart waagerecht verschiebbar ist, daß beim Einspielen der Waage außer der Fallhöhe auch das von dem Lastgewicht auf die Bodenklappe bzw. ig oder 25) ausgeübte Drehmoment immer konstant bleibt.
  2. 2. Selbsttätige Waage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (5) der Bodenklappe (q. bzw. ig oder 25) in an sich bekannter Weise rechtwinklig gekreuzt zu den das Wiegegefäß (3 bzw. 16 oder 21) tragenden Schneiden (i bzw. 13) des gegabelten Waagebalkens (2 bzw. 1q.) angeordnet ist, so daß bei einseitiger Belastung des Wiegegefäßes dieses nicht um die Schneiden (i bzw. 13) kippen kann.
  3. 3. Selbsttätige Waage nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der zum Einstellen auf kleinere Volumen des Wiegegutes dienenden Vorrichtung (7, 8 bzw. 17, 18 oder 22,23) ein über die Gewichtsschale (ii) beweglicher Schieber (io) zwangsläufig verstellt werden kann; der beim Abwiegen kleinerer Gewichtsmengen von spezifisch annähernd gleich schweren Materialien nW das Aufsetzen der dem eingestellten Volumen entsprechenden Lastausgleichsgewichte gestattet.
DEA64630D 1932-01-03 1932-01-03 Selbsttaetige Waage mit Bodenklappenentleerung Expired DE609232C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE761670C (de) * 1942-01-30 1952-04-10 Librawerk Pelz & Nagel Komm Ge Verfahren zur Erzielung konstanter Waegungen mit auf selbsttaetigen Waagen zu verwiegenden Schuettguetern verschiedener spezifischer Gewichte
US2918247A (en) * 1953-08-24 1959-12-22 Jr Leon J Nowak Apparatus for automatic weighing
DE1184515B (de) * 1959-04-11 1964-12-31 Teepack Spezialmaschinen G M B Verfahren und Vorrichtung zum Abwiegen gleicher Schuettgutmengen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE761670C (de) * 1942-01-30 1952-04-10 Librawerk Pelz & Nagel Komm Ge Verfahren zur Erzielung konstanter Waegungen mit auf selbsttaetigen Waagen zu verwiegenden Schuettguetern verschiedener spezifischer Gewichte
US2918247A (en) * 1953-08-24 1959-12-22 Jr Leon J Nowak Apparatus for automatic weighing
DE1184515B (de) * 1959-04-11 1964-12-31 Teepack Spezialmaschinen G M B Verfahren und Vorrichtung zum Abwiegen gleicher Schuettgutmengen

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