DE6745C - Ventilsteuerung für Dampfmaschinen - Google Patents
Ventilsteuerung für DampfmaschinenInfo
- Publication number
- DE6745C DE6745C DENDAT6745D DE6745DA DE6745C DE 6745 C DE6745 C DE 6745C DE NDAT6745 D DENDAT6745 D DE NDAT6745D DE 6745D A DE6745D A DE 6745DA DE 6745 C DE6745 C DE 6745C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- steam
- valve control
- control
- compression
- valves
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims description 7
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims description 7
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 6
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 claims 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 11
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 4
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 3
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 3
- 210000001331 nose Anatomy 0.000 description 3
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 2
- 230000001627 detrimental effect Effects 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 description 1
- 230000000737 periodic effect Effects 0.000 description 1
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/02—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00 with tripping-gear; Tripping of valves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)
Description
1879.
EHRHARDT & SEHMER in MALSTATT-SAARBRÜCKEN.
Ventilsteuerung für Dampfmaschinen.
Ventilsteuerung für Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1879 ab.
Längste Dauer: 12. Juni 1892.
Längste Dauer: 12. Juni 1892.
Fig. ι der Zeichnung giebt die Disposition einer gewöhnlichen Ventilsteuerung mit vier
Doppelsitzventilen. Die Ventile werden gehoben
und gesenkt mittelst der Daumenhebel η s und q s, welche gesteuert werden durch die
Zugstangen ν t und t r und durch das Excenter 0 r.
In der gezeichneten Mittelstellung des ganzen Hebelsystems befindet sich m von η in einem
gewissen Abstande, ebenso p von q, und zwar
ist m η gleich der äufseren und ρ q gleich der
inneren Deckung eines entsprechenden Muschelschiebers.
Das Diagramm dieser Ventilsteuerung nach Zeuner ist genau dasselbe, wie das eines
Schiebers, und ist in Fig. 2 ein solches Diagramm gegeben, bei welchem ο e gleich m η in
Fig. i, und ο i gleich p q in Fig. 1 sein mufs.
Das Diagramm giebt dann die Längen e ν und i ν als lineare Voreilungsöffnung der Einlafsbezw.
Auslafsventile; ist ferner ο r die Excentricität, reducirt auf die Hebellängen ί q
und s η in Fig. 1, und ό der Voreilungswinkel,
so giebt diese Ventilsteuerung bei halben Cylinderfüllungen
solche Expansions- und Compressionsverhältnisse etc., wie sie in Fig. 2 verdeutlicht
sind. Der Fehler einer solchen Dampfvertheilung liegt nach Ansicht der Erfinder in
dem verfrühten Anfange und Ende der Dampfabzugsperiode.
Um nun diese mangelhafte Dampfvertheilung zu einer richtigen zu machen, haben die Erfinder
eine Anordnung getroffen, . durch welche der Niedergang der Auslafsventile, also das
Wiederabschliefsen derselben, um eine gewisse Gröfse verschleppt wird.
Denkt man sich, Fig. 4 bis 12, die auf den Hebelaxen s s lose drehbar aufgesteckten Hebel
hh an einem Ende mit Gewichten GG
belastet, und am anderen Ende mit Daumennasen ausgestattet, welche unter die Nasen u
der Auslafsventilstiele greifen, so wird man den Gewichten G G eine solche Gröfse geben können,
dafs die Auslafsventile sich zwar nicht unter der Einwirkung dieser Gewichte von
ihren Sitzen abheben, dafs sie aber durch diese Gewichte schwebend erhalten werden, sobald
sie durch die Hebedaumen s q in ihre höchste Stellung gehoben sind.
Das Niedergehen der Auslafsventile wird dadurch bewirkt, dafs an den Gewichtshebeln h h
die Hakennasen z, Fig. 4 und 12, befestigt sind,
welche so unter die Hebel ί q greifen, dafs diese beim Rückgang die Hebel h h, der Wirkung
der Gewichte G G entgegen, nach unten bewegen. Die Nasen u der Ventilstiele werden
dann frei, so dafs die Auslafsventile unter der Einwirkung der eigenen Schwere plus dem
directen Belastungsgewicht niedersinken.
In der Mittellage des ganzen Hebelsystemes, Fig. ι und 4, werden die Hebedaumen der
Gewichtshebel h h an den Nasen u der Auslafsventilstiele
anliegen, während die Ventile geschlossen sind und die Daumen q und η um
die betreffenden Ueberdeckungsgröfsen von ihren Anschlägen abstehen.
Die Nasen ζ ζ erhalten einen solchen Abstand von der Unterseite der Hebel sq, dafs
dieser Abstand der auf die Hebellänge ί q reducirten nöthigen Verschleppungsgröfse entspricht.
Dieselbe ist im Diagramm, Fig. 3, als Gröfse 0 s aufgetragen und mit derselben als
Halbmesser der Kreis ί s beschrieben. Der Ueberdeckungsabstand/ q ist als Halbmesser ο i
benutzt und ebenso der Abstand m η als Halbmesser 0 e. In diesem Diagramm markirt der
Kreis e sowohl Anfang als Ende der Dampfeinströmung. Der Kreis i markirt auf seiner
positiven Seite den Beginn, und der Verschleppungskreis ί auf seiner negativen Seite das Ende
der Dampfabzugsperiode.
Indem die Auslafsventile während ihrer gröfsten Oeffnung durch die Gewichte G so
lange schwebend gehalten werden (verschleppt werden), bis die Hebel s q bei ihrem Niedergange
die Nasen ζ mitnehmen, wird die Dampfvertheilung, wie' sie Diagramm Fig. 2 giebt,
verändert in die des Diagrammes Fig. 3. Die Expansionsperiode ist verlängert, die Vor-
7 H
eilung des Dampfaustrittes vermindert und die Compression in Wünschenswerther Weise beschränkt.
-.·. ."
In Fig. 4 und 5 ist eine vollständige Steuerung mit der vorbeschriebenen Anordnung dargestellt,
und zwar zugleich als Umsteuerung mit einer GoOch'schen Steuercoulisse ausgerüstet.
Die Gröfse der Verschleppung ο s ist hier gleich der inneren Deckung ο i gedacht, also gleich
dem Abstande ρ q in Fig; 1. Dadurch fallen
die beiden Kreise ο i und 0 s in einen zusammen und es markirt dieser Kreis, Fig. 13, sowohl
den Beginn als auch das Ende der Dampfausströmung. Für die verschiedenen Stellungen
der Coulissenbacken B, Fig. 5 und 6, erhält man in dem behandelten Falle Füllungen von
ρ bis 77 ρ Ct.
In Fig. 13 sind die Schieberwege für alle Coulissenstellungen von ο bis 77 pCt. Füllung
von 10 pCt. zu 10 pCt. eingezeichnet und die Verhältnisse der Dampfvertheilung für. 10 pCt.
Füllung ausführlich markirt. Es ist für diesen Fall zugleich durch punktirte Linien angedeutet,
wie die Dampfvertheilung sein würde, wenn die Verschleppung nicht vorhanden wäre. Uebersichtlicher
ist das Diagramm Fig. 14, in welchem die Schieberwege als Ellipsen dargestellt
sind. An Stelle der geraden Linie i b des gewöhnlichen Ellipsen-Diagrammes (wenn keine
Verschleppung stattfände) tritt hier die gebrochene Linie ifgs, welche erkennen läfst,
wie wesentlich . die Dampfvertheilung für alle Füllungsgrade durch diese Verschleppung verändert
worden ist. Von 20 pCt. Cylinderfüllung bis abwärts gegen Null treten immer
gröfser werdende Verfrühungen des Dampfeintrittes und hauptsächlich des Dampfaustrittes,
sowie wachsende Compressionsperioden auf.
Das Druckdiagramm Fig. 15 (für 10 pCt.
Füllung) zeigt, dafs die Expansionscurve die atmosphärische Linie genau in dem Punkte
schneidet, welcher dem Oeffnen des Auslafsventils entspricht, worauf die Erfinder Werth
legen.
Wollte man aber, während die Maschine vorwärts läuft, in der Weise, wie es nach Le cha telier
beim Locomotivbetrieb. geschieht, die Steuerung auf rückwärts einlegen, um durch
Ansaugen von Gasen aus dem Ausströmungsrohr, Compression derselben in den Dampfcylindern
und Zurückdrücken derselben in den Kessel, zu bremsen, d. h. Arbeit zu consumiren,
so wäre die Verschleppung der Auslafsventile hier insofern nachtheilig, als die Compressionswirkungen
dadurch geringer ausfallen würden, wie auch aus dem Diagramm Fig. 14 zu ersehen
ist.
Um daher die Lechatelier'sche Dampfbremsung vortheilliaft anwenden zu können,
mufs die Verschleppung der Auslafsventile aufgehoben werden. Dieses geschieht dadurch,
dafs man die Haken k k in Fig. 4 und 6 unter die Hebel h h greifen läfst. Dadurch wird der
Niedergang der Gewichte und folglich auch deren verschleppende Wirkung auf den Gang
der Auslafsventile aufgehoben. Das Einhängen und Auslösen der Haken k k erfolgt durch
Verschiebung der Hülse A. Diese trägt nämlich Laufbahnen für die Rollen r r, deren Heben
oder Senken das Aus- oder Einrücken der Haken k k bewirkt. Diese Laufbahnen haben
zwei Einschnitte, durch welche die zwei Röllchen r r immer gleichzeitig gehoben oder gesenkt
werden.
Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Steuerung ist eingerichtet für regelmäfsig wiederkehrende
Aus- und Einrückung der Verschleppung. Denkt man sich, die Maschine habe die Aufgabe, in
regelmäfsigen Perioden mit ihrer vollen Dampfwirkung anzufangen, dann mit immer schwächer
werdenden Füllungen ihre Arbeitsleistung auf Null zu reduciren und dann mit allmälig wachsenden
Compressions- und Gegendampfwirkungen. stärker und stärker, negativ zu arbeiten
(bremsend zu wirken), so ist diese Aufgabe lösbar durch entsprechende allmälige Verschiebung
des Coulissenbackens B von. seiner äufsersten Stellung gegen seine Mittellage hin. Auf diesem
Wege müssen die Röllchen r r auf der Höhe der Laufbahnen des Schiebers A sich bewegen,
so dafs die Verschleppung eingerückt bleibt. Sobald aber der Coulissenbacken B über seine
Mittellage hinaus tritt, hat sich der Schieber A soweit verschoben, dafs die Röllchen r r gleichzeitig
in die Ausschnitte ihrer Laufbahnen einsinken und dadurch die Verschleppung der beiden Auslafsventile aufheben. Dieses geschieht
selbstthätig durch einen Hebel H, welcher auf der Umsteuerwelle W festgekeilt ist
und durch Zwischenhebel und Zugstangen den Schieber A bewegt. Die Zugstange Z, mittelst
welcher A verschoben wird, hat an einem Gelenkende einen Schlitz, in welchem sich der
Gelenkbolzen eine Strecke lose verschieben kann. Bei minus 40 pCt. Füllung rückt die Verschleppung
ein, um für den Rücklauf der Maschine eingerückt zu bleiben, bis die Nullfüllung
passirt ist. Von da bis zu der 40 pCt. Füllung entsprechenden Stellung des Coulissenbackens
bleibt sie ausgelöst, um beim weiteren Ausschlag des Backens B wieder einzurücken
und das Spiel von neuem zu beginnen.
Dieses periodische, zu der Nullstellung symmetrisch, aber wie linke und rechte Hand liegende
Ein- und Ausrücken der Verschleppung kann für ganz bestimmte und beliebige Stellungen
des Gleitbackens B in der Coulisse hervorgerufen werden; es hängt dies nur von der
Länge des Schlitzes in der Zugstange Z und von der Lage und Länge der Ausschnitte in
den Laufbahnen der Auslöseröllchen r ab, wobei der Schlitz in der Stange Z bewirkt, dafs
Claims (1)
- έ 7 if Sdie Compressionsperiode sich jedesmal verschleppt, bis die Null passirt ist.Die vorliegende Steuerung löst also die Aufgabe, eine Dampfmaschine sowohl vorwärts als rückwärts laufend mit ganz beliebigen Cylinderfüllungen, sowie auch mit beliebigen Compressionsgraden und Gegendampfwirkungen arbeiten zu lassen.Pat en τ-An spruch:·Eine Expansionssteuerung für Dampfmaschinen mit vier Steuerventilen, welche durch bekannte Kreisexcentermechanismen bewegt werden, bei welchen jedoch die Auslafsventile bei· ihrem Niedergange verschleppt werden in der gezeichneten und vorbeschriebenen Weise und zum Zwecke der Erzielung richtiger Dampfvertheilung.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6745C true DE6745C (de) |
Family
ID=284807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6745D Active DE6745C (de) | Ventilsteuerung für Dampfmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6745C (de) |
-
0
- DE DENDAT6745D patent/DE6745C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE6745C (de) | Ventilsteuerung für Dampfmaschinen | |
| DE1461410B1 (de) | Vorrichtung zum Bewegen von Filterplatten | |
| DE384924C (de) | Steuerungsvorrichtung | |
| DE1189922B (de) | Hublader mit teleskopischem Zentralmast | |
| DE1035878B (de) | Hebebuehne fuer Fahrzeuge | |
| DE554360C (de) | Verladeschaufel mit Auswerfer | |
| DE442755C (de) | Ausloesevorrichtung fuer den selbsttaetigen Abschluss eines Messhahns | |
| DE112505C (de) | ||
| AT115333B (de) | Kraftschaufel. | |
| DE354990C (de) | Umsteuerungseinrichtung fuer Fluessigkeitsgetriebe, insbesondere Foettingergetriebe | |
| DE694317C (de) | Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine, bei der die das Eintreiben der Spatienkeile bewirkende Kraft einstellbar ist | |
| DE90047C (de) | ||
| DE60971C (de) | Blockhebe- und Umlegevorrichtung für Sägewerke | |
| DE38298C (de) | Neuerung an Wurstmaschinen | |
| DE457919C (de) | Motorenbremse mit regelbarer Bremswirkung | |
| AT115122B (de) | Steuerungseinrichtung an hydraulisch angetriebenen Drehschiebern. | |
| DE678135C (de) | Hydraulische Steuervorrichtung fuer eine Mehrzahl von nacheinander auszufuehrenden Arbeitsgaengen bei selbsttaetig arbeitenden Maschinen aller Art, insbesondere Stereotypplattengiessmaschinen, Praegepressen, Werkzeugmaschinen u. dgl. | |
| DE519971C (de) | Spuelvorrichtung an Abtritten | |
| DE250162C (de) | ||
| DE494058C (de) | Fluessigkeitsmesser mit einem oder mehreren Messgefaessen | |
| DE493897C (de) | Steuerung fuer hydraulische Pressen, insbesondere fuer Leder | |
| DE412960C (de) | Wagenkippvorrichtung mit mehreren Aufnahmestellen fuer die Wagen | |
| DE26736C (de) | Neuerungen an Luftdruckbremsen für Eisenbahnwagen | |
| DE1341C (de) | Rotirende Dampfmaschine | |
| DE720715C (de) | Hydraulische Betaetigungsvorrichtung, insbesondere fuer einziehbare Flugzeugfahrwerke |