DE375792C - Verfahren zur Darstellung eines gemischten Alkaloidsalzes der Weinsaeure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines gemischten Alkaloidsalzes der Weinsaeure

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DE375792C
DE375792C DEF49761D DEF0049761D DE375792C DE 375792 C DE375792 C DE 375792C DE F49761 D DEF49761 D DE F49761D DE F0049761 D DEF0049761 D DE F0049761D DE 375792 C DE375792 C DE 375792C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D459/00Heterocyclic compounds containing benz [g] indolo [2, 3-a] quinolizine ring systems, e.g. yohimbine; 16, 18-lactones thereof, e.g. reserpic acid lactone

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung eines gemischten Alkaloidsalzes der Weinsäure. Die Wirkung des Yohimbins beruht bekanntlich auf einer durch Gefäßerweiterung zustande kommenden Hyperämisierung der Keimdrüsen und der die Geschlechtsfunktionenbeherrschenden nervösen Zentren im Lendenteil des Rückenmarks. Der Idee folgend, diese Wirkung des Yohimbins zu verstärken, wurde dieses Alkaloid mit dem in gewisser Hinsicht ähnlich wirkenden Papaverin kombiniert. Das Papaverin erzeugt nämlich bekanntlich eine sich vorwiegend auf die Gefäße der Unterleibsorgane sich erstreckende Gefäßerweiterung, die durch Verminderung des Tonas der Gefäßmuskulatur hervorgerufen wird. Das Papaverin wirkt aber nicht nur auf die Muskulatur der Gefäße, sondern überhaupt auf glatte Muskulatur erschlaffend. Da bei den geschlechtlichen Funktionen neben den Gefäßen auch sonst die glatte Muskulatur, und zwar im Sinne der Anspannung, wesentlich beteiligt ist, so maßte daher von vornherein auch mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß die beiden Alkaloide sich in ihrer Wirkung auf die sexuellen Funktionen nicht verstärken, sondern beeinträchtigen. Dahinzielende Versuche haben aber ergeben, daß die Kombination der beiden Alkaloide eine starke Wirkung auf die Sexualsphäre ausübt (Erektion, Brunst). Außerdem zeigte sich dabei in unvorhergesehener Weise, daß die Anwesenheit des Papaverins offenbar gewisse schädliche Nebenwirkungen des Yohimbins, namentlich auf das Herz, aufhebt, so daß die Kombination Papaverin-Yohimbin ohne unangenehme Nebenerscheinungen in zehnfach größerer Dosis, als sie bei Yohimbin üblich ist, gegeben werden konnte.
  • a zeigte sich weiter, daß es eine spezifische Eigenschaft der Weinsäure ist, äquimolekulare Mengen der beiden Alkaloide zu einem in Wasser leicht löslichen, neutralen Doppelsalz zu vereinigen. Die Salzbildung geschieht am besten in wässeriger Lösung. Die Lösungen des Salzes sind sterilisierbar.
  • Beispiel. Beim Eintragen eines Gemenges von =,2g Gewichtsteilen Yohimbin und r,z3 Gewichtsteilen Papaverin in eine wässerige Lösung von 0,56 Gewichtsteilen Weinsäure (gegebenenfalls eines kleinen Überschusses) ;tritt Lösung ein. Nach dem Abdunsten des Lösungsmittels im Vakuum hinterbleibt eine harte, glasige Masse, die sich leicht pulverisieren läßt. Die Substanz stellt ein schwach gelbliches Pulver dar, das sich nach vorheriger Veränderung bei 22¢° zersetzt. Sie ist in Wasser leicht löslich, in Alkohol in der Kälte schwer, in der Wärme leichter löslich, in Benzol, Äther, Chloroform auch in der Wärme schwer löslich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines gemischten Alkaloidsalzes der Weinsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man äquimolekulare Mengen von Yohimbin, Papaverin und Weinsäure aufeinander einwirken läßt und das so entstehende Doppelsalz nach den üblichen Methoden abscheidet.
DEF49761D 1921-07-21 1921-07-21 Verfahren zur Darstellung eines gemischten Alkaloidsalzes der Weinsaeure Expired DE375792C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1020342B (de) * 1953-05-08 1957-12-05 Lilly Co Eli Verfahren zur Herstellung eines Protoveratrin- und Oxyprotoveratrinsalzes

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