DE36943C - Neuerung an der durch die Patente 11 803 und 33 720 geschützten Schmiervorrichtung - Google Patents
Neuerung an der durch die Patente 11 803 und 33 720 geschützten SchmiervorrichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16N—LUBRICATING
- F16N3/00—Devices for supplying lubricant by manual action
- F16N3/02—Devices for supplying lubricant by manual action delivering oil
- F16N3/04—Oil cans; Oil syringes
- F16N3/08—Oil cans; Oil syringes incorporating a piston-pump
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: M
ASCHINENELEMENTE.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 24. Januar 1886 ab.
Die dargestellte Vorrichtung zum stetigen und selbstthätigen Schmieren von Dampfmaschinencylindern
enthält erstens die Anwendung zweier Kolben von verschieden grofsem Querschnitt,
um mit Hülfe derselben (wie beim Patent No. 11803) bei beiderseitig gleichem Druck die
Schmierflüssigkeit in einen unter gleichem Druck stehenden Raum zu drücken, zweitens die Anwendung
einer Bremsflüssigkeit, deren Ausfiufsmenge (wie beim Patent No. 33720) durch einen
Hahn, ein Ventil u. s. w. behufs Regulirung der Kolbenbewegung bestimmt werden kann.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei verschieden grofsen, fest mit einander
verbundenen Cylindern A und B. In dem gröfseren Cylinder A ist ein Kolben α beweglich,
dessen Stange a1 in dem gemeinschaftlichen Deckel beider Cylinder geführt ist und
zugleich als Tauchkolben für den kleinen Cylinder Ii dient. In den unteren Deckel b1 des
Cylinders A ist ein Dreiwegehahn c eingeschraubt, dessen eines Rohr d mit dem Niederschlagwasserableiter
der Dampfleitung verbunden wird, infolge dessen das unter dem Dampfdruck
stehende Niederschlagwasser unter den Kolben α tritt und diesen aufwärts zu pressen
strebt.
Oberhalb des Kolbens a, zwischen diesem
und dem, Deckel &2, ist der Cylinder mit irgend
einer Flüssigkeit, beispielsweise Glycerin, OeI, Wasser, gefüllt, so dafs der Kolben a, so lange
das regulirbare Absperrmittel h (Hahn, Schieber,
Ventilklappe, Niederschraubventil) geschlossen ist, überhaupt nicht aufwärts gedrückt werden
kann. Oeffnet man dagegen dieses Absperrventil h ganz oder theilweise, so wird der
Kolben α um so viel aufwärts geprefst, als der durch die entstandene Austrittsöffnung verdrängten
Flüssigkeit entspricht. Mit dem Kolben α steigt der Tauchkolben a1 in dem kleinen
Cylinder B und verdrängt, da dieser mit dem Schmiermittel (OeI) gefüllt ist, eine entsprechende
Menge des letzteren durch den Dreiwegehahn h2 und das Rohr r. Auf diese Weise ist die Menge
des zur Zeit zur Verwendung kommenden Schmiermittels dem Auge dauernd sichtbar gemacht.
Die aus h tropfende Bremsflüssigkeit wird in einem Becken s aufgefangen.
Nachdem der Kolben α alle Bremsflüssigkeit
aus dem Cylinder A und somit auch der Tauchkolben al allen Schmierstoff aus dem Cylinder
verdrängt hat, hört das Tropfen aus der Oeffnung h auf, und der Maschinenwärter ersieht
daraus, dafs er die Füllung zu erneuern hat. Er schliefst das Absperrventil h, füllt die
Schale ν mit neuem Schmiermittel und stellt die drei durch Stangen wx W1 verbundenen
Hähne Ch1Jt'2 mit einem Griffe um. Die Verbindung
des Cylinders A mit dem Niederschlagwasserableiter wird hierdurch aufgehoben und
ersterer nunmehr, falls die zu schmierende Dampfmaschine mit einem Condensator versehen
ist, durch das Rohr e mit dem Condensator verbunden. Ferner wird der Hahn h1
hierdurch geöffnet und mittelst des Dreiwegehahnes /i2 die Verbindung des Cylinders B mit
der Schmiervase ν hergestellt. Das den Cylinder A füllende Niederschlagwasser wird abgesaugt,
und der Kolben α bewegt sich abwärts. In demselben Mafse, wie diese Abwärtsbewegung
erfolgt, wird einerseits durch den Druck der äufseren Atmosphäre die Bremsflüssigkeit
aus der Schale s durch das Rohr n>
und den Hahn h1 in den oberen Theil des Cylinders A
und andererseits das Schmiermittel aus der Schale ν durch den Hahn h- in den Cylinder
B geprefst, so dafs beide Cylinder wieder gefüllt sind, sobald der Kolben α seine entgegengesetzte
Stellung erreicht hat. Nachdem nun die Hähne c hJ h2 durch eine einzige Handbewegung
wieder umgestellt sind und das Absperrventil h entsprechend geöffnet ist, fängt
die Vorrichtung wieder an zu wirken. Die Gröfse der Vorrichtung wird vortheilhaft so
bemessen, dafs für den Tagesverbrauch eine einmalige Füllung ausreicht.
Soll die Vorrichtung bei Maschinen verwendet werden, welche keinen Condensator
haben, so ist zur Abwärtsbewegung der Kolben α al eine Stange ο vorgesehen, welche
durch eine im oberen Boden des Cylinders B angebrachte Stopfbüchse führt. Das Rohr e
führt in diesem Falle in die freie Luft. Aufserdem kann neben dieser Stange noch eine Marke
oder ein Mafsstab angebracht werden, damit jederzeit ersichtlich ist, wie viel Füllung noch
in den Cylindern enthalten ist und in welcher Stellung sich die Kolben zur Zeit befinden.
Es ist nicht unbedingt nothwendig, dafs man den Kolben durch das Niederschlagwasser nach
oben treibt, es kann diese Bewegung vielmehr in beliebiger Weise durch Dampfdruck, Feder-
und Hebeldruck oder Gewichtsbelastung bewirkt werden.
Sobald die zu schmierende Maschine in Stillstand versetzt wird, also der Dampfüberdruck
im Dampfzugangsrohr sich auf Null vermindert, hört die Wirkung der Vorrichtung auf,
beginnt aber sofort wieder beim Oeffnen des Dampfabsperrventils der Maschine, da die Vorrichtung
hinter dem Absperrventil an die Dampfleitung angeschlossen wird.
Durch die Verwendung des Niederschlagwassers zur Uebertragung des Dampfdruckes
auf den Kolben α wird erzielt, dafs derselbe nicht nur dauernd durchaus dicht bleibt, da
auch auf der anderen Seite eine Flüssigkeit unter gleichem Druck vorhanden ist, sondern
auch, dafs die Vorrichtung stets kalt arbeitet.
Claims (2)
1. Ein vom Räume der Bremsflüssigkeit nach
dem Boden der Tropfschale s führendes Rohr w mit dem Absperrhahn h1, zum
Zwecke der selbsttätigen Zurücksaugung der Bremsflüssigkeit bei der Neufüllung des
Oelcylinders.
2. Bei Anwendung der Schmiervorrichtung an Condensations - Dampfmaschinen ein den
Druckcylinderraum mit dem Condensator verbindendes Rohr e mit dem Dreiwegehahn
c, zum Zwecke selbsttätiger Zurücksaugung der Kolben aal bei der Neufüllung
des Oelcylinders.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36943C true DE36943C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36943D Expired - Lifetime DE36943C (de) | Neuerung an der durch die Patente 11 803 und 33 720 geschützten Schmiervorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36943C (de) |
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