DE366799C - Von einem Laufrade aus angetriebene Aushebwinde fuer Anhaengepfluege - Google Patents

Von einem Laufrade aus angetriebene Aushebwinde fuer Anhaengepfluege

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DE366799C DEW58553D DEW0058553D DE366799C DE 366799 C DE366799 C DE 366799C DE W58553 D DEW58553 D DE W58553D DE W0058553 D DEW0058553 D DE W0058553D DE 366799 C DE366799 C DE 366799C
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B63/00Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements
    • A01B63/14Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements drawn by animals or tractors
    • A01B63/24Tools or tool-holders adjustable relatively to the frame
    • A01B63/28Tools or tool-holders adjustable relatively to the frame operated by the machine or implement

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Description

Die Erfindung betrifft einen Maschinenpflug, • bei welchem das Ausheben der in der senkrechten Ebene schwingbar angeordneten Pflugkörper von einem Laufrade aus selbsttätig erfolgt, sobald dieses Laufrad durch Einrücken einer Kupplung mit der die Pflugkörper aushebenden Welle zwangläufig verbunden worden ist. Unter Nutzbarmachung der an sich bekannten Ausbildung, daß das Ausrücken der das Ausheben der Pflugkörper vermittelnden Kupplung mittelbar durch den hochgehenden die Pflugkörper tragenden Rahmen erfolgt, besteht das Wesen der Erfindung in der besonderen Anordnung und Ausgestaltung der Mittel, die das Ausheben und Einsetzen wie auch das Einstellen der Pflugkörper ermöglichen.
Bei dem Maschinenpflug nach dem Patent 296662 ist das Ausheben der Pflugkörper zwar nicht so beschwerlich, weil die Pflugkörper in der senkrechten Ebene schwingbar angeordnet sind, zu ihrem Ausheben also das Gewicht des Fahrgestelles nicht gehoben zu werden braucht; der Wunsch, das Ausheben der Pflugkörper selbsttätig herbeizuführen, ist aber auch hier berechtigt, weil der Pflugführer dadurch entlastet wird, so daß er seine volle Aufmerksamkeit der von dem Pflug zu leistenden Arbeit widmen kann.
Unter Nutzbarmachung der von der Zugmaschine aus veranlaßten Vorwärtsbewegung des Pfluges wird in an sich bekannter Weise die Drehung eines Laufrades für den Antrieb der das Ausheben der Pflugkörper vermittelnden Welle herangezogen. Zum Ausheben der Pflugkörper wird das Laufrad mit dieser Welle durch eine vom Pflugführer einzurückende Klauenkupplung zwangläufig verbunden. Um diese Verbindung nach ausreichendem Ausheben der Pflugkörper zu unterbrechen, findet ein Hebelgestänge Anwendung, das gemäß der vorliegenden Erfindung unter der Einwirkung der in der senkrechten Ebene schwingbar gelagerten Pflugkörper steht.
Auf der beifolgenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht worden.
Abb. ι zeigt im Schaubild die Anordnung zum · selbsttätigen Ausheben der Pflugkörper während der Fahrt des Pfluges.
Abb. 2 zeigt das Gesperre, das die teilweise oder völlig ausgehobenen Pflugkörper arretiert.
Abb. 3 ist eine Draufsicht auf einen Maschinenpflug mit selbsttätiger Aushebevorrichtung für die Pflugkörper.
Für das selbsttätige Ausheben der Pflugkörper muß das Laufrad 1 des Pfluges mit der Welle 2 zwangläufig verbunden werden. Diese Verbindung erfolgt durch ein Kettengetriebe, wobei zwischen dem mit dem Laufrad 1 umlaufenden Kettenrad 3 und dem auf der Welle 2 drehbaren Kettenrad 4 ein Übersetzungsverhältnis zu wählen ist, durch das das Ausheben der Pflugkörper mit ausreichender Geschwindigkeit erfolgt.
Das auf der Welle 2 sitzende Kettenrad 4 läuft für gewöhnlich leer und wird erst zum Ausheben der Pflugkörper durch eine vom Pflugführer einzurückende Klauenkupplung mit der Welle 2 zwangläufig verbunden. Die Klauenkupplung besteht aus der mit dem Kettenrad 4 festverbundenen Muffe 5 und der mit der Muffe 5 in Eingriff zu bringenden Muffe 6, die durch Nut und Feder 0. dgl. mit der Welle 2 zwangläufig
verbunden ist, aber auf dieser achsial verschoben werden kann und durch Federanordnung in die ausgekuppelte Stellung gedrängt wird.
Die Muffe 6 ist mit einer umlaufenden Rille 7 versehen, in welche der die Klauenkupplung ein- und ausrückende Hebel 8 mit der Gabel 9 eingreift. Der Hebel 8 ist durch einen Vierkant 10 oder in anderer geeigneter Weise mit seiner Achse 11 drehbar verbunden, die in dem am Rahmen des Pfluges angebrachten Lager 12 ruht. Das freie Ende des Hebels 8 ist durch eine Zapfen- und Schlitzverbindung an einen Tritthebel 13 angeschlossen, dessen Lager 14 ebenfalls am Rahmen des Pfluges angebracht ist, so daß er vom Führersitz 15 aus bequem erreicht werden kann.
Das durch die Drehung der Welle 2 in der bei dem Patent 296662 beschriebenen Weise vermittels der Windewelle 16 und der sich darauf aufwickelnden Ketten 17 bewirkte Ausheben der Pflugkörper dauert so lange an, wie die zwangläufige Verbindung zwischen dem Laufrad 1 und der Welle 2 besteht. Um diese Verbindung nach ausreichendem Ausheben der Pflugkörper zu 2g unterbrechen, findet ein Hebelgestänge Anwendung, das unter der Einwirkung der beim Ausheben der Pflugkörper um ihre vordere Querachse nach oben gedrehten Rahmen oder Bäume 18 steht.
Das Hebelgestänge setzt sich wie folgt zusammen : Am unteren Ende der mit dem Gabelhebel 8 drehbaren Achse 11 ist ein Arm 19 fest angebracht, der durch einen in seiner Länge einstellbaren Lenker 20 mit einem an einer Welle 21 fest angebrachten Arm 22 verbunden ist. Die Welle 21, die in Lagern am Fahrgestell des Pfluges ruht, trägt einen Kurbelarm 23, der in den Weg der unter der Drehung der Windewelle 16 emporgeschwungenen Bäume 18 der Pflugkörper ragt. Am Ende der Aufwärtsbewegung der Pflugkörper veranlaßt der durch die Bäume 18 auf den Kurbelarm 23 ausgeübte Druck den Antrieb der Welle 21 in dem Sinne, daß der Arm 22 mittels des Lenkers 20 die Achse 11 an deren unterem Arm 19 genügend dreht, um durch den mittels des Vierkants 10 fest mit ihr verbundenen Hebel 8 die Verbindung der beiden Muffen 5, 6 zu lösen, also die Kupplung zwischen der Welle 2 und dem Laufrad 1 aufzuheben. Der Zeitpunkt des Ausrückens der Kupplung \ 5, 6 kann durch Längeneinstellung des Lenkers 20 nach Bedarf geregelt werden.
Die die Kupplungsmuffe 6 von der Kupplungs- ] muffe 5 fortdrängende Feder ist in dem Aus- \ führungsbeispiel der Zeichnung als Zugfeder 24 j zwischen dem Arm 19 der Achse 11 und einer Ouerschiene 25 des Pflugrahmens angebracht, sie kann aber auch als Torsionsfeder die Achse 11 umwickeln oder aber als Zug- oder Druckfeder, gegebenenfalls aber auch als Torsionsfeder auf den Tritthebel 13 einwirken.
Nach dem Einrücken der Kupplung 5, 6 mittels des Tritthebels 13 und dem infolgedessen von dem Laufrad 1 veranlaßten Antrieb der Welle 2 tritt ein auf dieser Wrelle angeordnetes Gesperre in Tätigkeit, das die Pflugkörper während des Aushebens gegen Zurückschwingen sperrt.
Das Gesperre besteht gemäß Abb. 2 aus dem auf der Welle 2 aufgekeilten Zahnrad 26 und der darin eingreifenden Sperrklinke 28, die mittels des Tritthebels 27 unter Überwindung der Kraft der diesen belastenden Feder 36 ausgelöst werden kann. Der - unfer dem Gewicht der ausgehobenen Pflugkörper durch die Ketten 17 an der Wendewelle 16 verursachte Zug läßt nach der Freigabe des Sperrades 26 die Drehung der Welle 2 zu und führt damit das selbsttätige Einsetzen der Pflugkörper mit der vorgesehenen Furchentiefe herbei.
Nach dem Einsetzen der Pflugkörper kommt bei normaler Arbeit des Pfluges das Ausheben der Pflugkörper erst am Ende der Furche in Betracht. Zum selbsttätigen Ausheben der Pflugkörper ist dann vom Führersitz 15 aus der Tritthebel 13 herabzudrücken, wodurch der mit seiner Achse 11 drehbare Hebel 8 vermittels der in die Rille 7 fassenden Gabel 9 die Kupplungsmuffe 6 zum Eingriff in die von dem Vorderrad 1 aus ständig in Drehung versetzte Kupplungsmuffe 6 bringt. Sobald die beiden Muffen 5, 6 durch ihre Klauen miteinander zwangläufig verbunden sind, erfolgt von dem in Fahrt befindlichen Vorderrad 1 der Antrieb der Welle 2, der durch ein Kegelradgetriebe in der bei dem Patent 296662 beschriebenen Weise auf die Windewelle 16 übertragen wird. Wie bereits erwähnt, wird die Drehung der Windewelle 16 so lange unterhalten, bis durch die sich daraufwickelnden Ketten 17 die Pflugkörper zu der vorgesehenen Höhe emporgehoben worden sind. Wie ebenfalls bereits erwähnt, veranlassen am Ende der Aufwärtsbewegung der Pflugkörper die Bäume des zum Auskuppeln herangezogenen Pflugkörpers, in dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung die Bäume 18 des vordersten Pflugkörpers, durch Druck gegen den Kurbelarm 23 eine Drehung der Welle 21, durch welche mittels des Armes 22, des Lenkers 20 und des Armes 19 die Achse 11 und dadurch der mit dieser festverbundene Hebel 8 in dem Sinne gedreht wird, daß die Gabel 9 die Muffe 6 von der Muffe 5 trennt, also die Kupplung zwischen der W7elle 2 und dem in Fahrt befindlichen Vorderrad 1 aufhebt.
Tritt durch Aussetzen der Zugmaschine während der Arbeit des Pfluges oder aus anderen Gründen die Notwendigkeit ein, die Pflugkörper teilweise oder völlig auszuheben, ohne hierfür die Drehung des Laufrades 1 nutzbar machen zu können, so kann das aus dem Zahnrad 26 und der Sperrklinke 28 bestehende die Welle 2
gegen Rückdrehung sichernde Gesperre als Hilfsschaltwerk zum teilweisen oder völligen Ausheben der Pflugkörper verwendet werden. Zu diesem Zweck ist auf der Welle 2, in einer Gabel 29 das Zahnrad umfassend, ein Schalthebel 30 drehbar gelagert, der eine Klinke 31 trägt, die durch die Stange 32 mit dem Griff 33 derart verbunden ist, daß sie durch den Druck der Feder 34 gegen den Griff 33 außer Eingriff mit dem Sperrad 26 gehalten wird. Ein an dem Rahmen des Pfluges angebrachter Anschlag 35 dient zum Festlegen des Klinkenhebels 30 während des Nichtgebrauchs.
Das beschriebene Hilfsschaltwerk 26, 30, 31 zum Ausheben der Pflugkörper von Hand kann gemäß der Erfindung auch zur Regelung der durch Anspannen von Federn vermittelten Belastung der Pflugkörper, durch welche diese in ihrem Tiefgang eingestellt werden, dienen. Zu diesem Zweck ist der Klinkenhebel 30, 31 entgegengesetzt zu der zwecks Aushebens der Pflugkörper beschriebenen Handhabung zu bewegen. Der Klinkenhebel 30, 31 ist also in der in Abb. 2 in gestrichelten Linien angedeuteten Lage durch Druck gegen den Griff 33 und das dabei veranlaßte Vorschieben der Klinke 31 mit dem Zahnrad 26 zu kuppeln. Nachdem durch Druck auf den Tritthebel 27 die Sperrklinke 28 aus dem Zahnrade 26 ausgehoben worden ist, kann letzteres mittels des Klinkenhebels 30, 31 absatzweise derart geschaltet werden, daß durch die Welle 2 und die mit dieser zwangläufig verbundene Windewelle 16 die Anspannung der die Pflugkörper belastenden Federn in der bei dem Patent 296662 geschützten Weise herbeigeführt wird. Nach Beendigung jeden Arbeitshubes des Klinkenhebels 30, 31 ist die Sperrklinke 28 in das Zahnrad 26 einzurücken, um dieses gegen Rückdrehung zu sichern.
Der Klinkenhebel 30, 31 des Hilfsschaltwerkes zum Ausheben der Pflugkörper und zur Regelung der Belastung der Pflugkörper ist .gemäß der Erfindung gleichzeitig so ausgebildet, daß er die Klinke 28 im' Eingriff mit dem Zahnrade 26 zu sichern vermag. Das ist von besonderem Vorteil, weil die Möglichkeit vorliegt, daß durch Erschütterungen bei der Fahrt des Pfluges zur und von der Arbeitsstätte die Klinke 28 aus dem Zahnrade 26 herausspringen könnte. Tritt dieser Fall ein, so schwingen die Pflugkörper, die in der ausgehobenen Stellung durch die in das Zahnrad 26 eingreifende Klinke 28 gesperrt werden sollen, nach unten gegen die Fahrstraße. Beschädigungen der Schare durch die Pflasterung der Straße und sonstige Schäden sind dann kaum zu vermeiden.
Die gemäß der Erfindung vorgesehene Sicherung der Sperrung der Welle 2 erfolgt dadurch, daß die das Zahnrad 26 umfassende Gabel 29 des Klinkenhebels 30 an dem die Gabelschenkel verbindenden Steg 37 zum Übergreifen über die das Zahnrad 26 sperrende Sperrklinke 28 eingerichtet ist, wie aus Abb. 2 hervorgeht.
Obgleich die schräge Lage des Hebels 30, 31 bereits eine ausreichende Sicherung der Sperrung schafft, kann eine zusätzliche Verriegelung der Sperrung dadurch herbeigeführt werden, daß die Klinke 31 in das Zahnrad 26 hineingedrängt und mittels einer den Griff 33 übergreifenden Schlaufe im Eingriff mit dem Zahnrad 26 gesichert wird.
Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß gegenüber dem Darstellungsbeispiel der Zeichnung Abänderungen in der Ausführung und in den Maßverhältnissen der einzelnen Teile des Maschinenpfluges nach Wunsch oder Bedarf vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Erfindung überschreiten zu müssen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Von einem Laufrade aus angetriebene Aushebwinde für Anhängepflüge, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung des Laufrades (1) mit der Antriebswelle (2) der Winde am Ende der Hubbewegung durch Anschlagen eines der Pflugbäume an den Kurbelarm (23) einer Welle (21) ausgerückt wird, indem deren Drehung durch ein Hebelgestänge (19, 20, 22) den Gabelhebel (8, 9) der Kupplung ausschwingt.
2. Maschinenpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Ausheben der Pflugkörper die Welle (2) gegen Rückdrehung sperrende, durch eine auslösbare Klinke (28) feststellbare Sperrad (26) durch einen Klinkenschalthebel (30, 31) sowohl in der einen wie auch in der anderen Richtung absatzweise gedreht werden kann, sobald die Feststellklinke (28) aus dem Sperrrad (26) ausgehoben ist, zu dem Zwecke, ein Einstellen der Pflugkörper und auch ein Ausheben derselben von Hand bewirken zu können.
3. Maschinenpflug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellklinke (28) durch einen schrägen Steg(37) des Klinkenschalthebels (30, 31) gegen eine willkürliche Aushebung gesichert werden kann, wobei die Feststellung des Schalthebels (30. 31) in seiner die Feststellklinke (28) sperrenden Lage durch Eindrücken seiner Schaltklinke (31) in eine Lücke des Sperrrades (26) erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEW58553D 1921-06-11 1921-06-11 Von einem Laufrade aus angetriebene Aushebwinde fuer Anhaengepfluege Expired DE366799C (de)

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