DE357752C - Verfahren zur Darstellung von N-Aminoacetylverbindungen der 4-Amino-1-phenyl-2íñ3-dialkyl-5-pyrazolone - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von N-Aminoacetylverbindungen der 4-Amino-1-phenyl-2íñ3-dialkyl-5-pyrazolone

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DE357752C
DE357752C DEF42891D DEF0042891D DE357752C DE 357752 C DE357752 C DE 357752C DE F42891 D DEF42891 D DE F42891D DE F0042891 D DEF0042891 D DE F0042891D DE 357752 C DE357752 C DE 357752C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/44Oxygen and nitrogen or sulfur and nitrogen atoms
    • C07D231/46Oxygen atom in position 3 or 5 and nitrogen atom in position 4
    • C07D231/50Acylated on said nitrogen atom

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von N-Aminoacetylverbindungen der 4-Amino-l-phenyl-2-3-dialkyl-5-pyrazolone. Es wurde gefunden, daß die bisher unbekannten N-AminoacetylverbinJungen der 4-Amino-r-phenyl-2 # 3-dialkyl-5-pyrazolone, z. B. das 4-Aminoacetylderivat der Formel: sehr stark wirkende Fiebermittel darstellen. Sie stehen in ihrer antipyretischen Wirksamkeit dem =-Phenyl-2.3-dimethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolon nahe, besitzen diesem gegenüber aber wesentliche Vorteile. Während dieses in kaltem Wasser im Verhältnis r : 18 löslich ist, lösen sich die neuen Verbindungen bereits im Verhältnis r: r. Diese große Löslichkeit zeichnet nicht etwa nur die Salze, z. B. die Halogenhydrate, sondern auch die freien Basen aus. Infolgedessen sind die Verbindungen überall da von Vorteil, wo eine schnelle und ergiebige Ausnutzung des Arzneimittels gewünscht wird. Ein weiterer Vorzug der neuen Verbindungen beruht auf der neutralen Reaktion ihrer wäßrigen Salzlösungen, wodurch die Mittel auch zu Injektionen Verwendung finden können. Trotz der großen Löslichkeit und der dadurch bedingten schnellen Resorbierbarkeit sind die Verbindungen sehr wenig giftig.
  • Man gewinnt die N-Aminoacetylderivate durch Einwirkung von wäßriger Ammoniaklösung auf 4-Chloracetylamino-z phenyl-2 - 3-dialkyl-5-pyrazolone oder durch Spaltung Beaus letzteren mit Hexamethylentetramin erhal tenen Additionsverbindungen mittels Säuren. Beispiele: i. 5 Teile 4-Chloracetylamino-z-phenyl-2 - 3-dimethy1-5-pyrazolon (gewonnen durch Einwirkung von Chloracetylchlorid auf 4-Aminor-phenyl-2 - 3-dimelhyl-5-pyrazolon in wäßriger Lösung und in Gegenwart von säurebindenden Mitteln, wie Soda, Natriumbicarbonat usw. ; Fp. =87°) werden in 25 Volumteilen Chloroform in der Hitze gelöst und eine Lösung von 2,5 Teilen Hexamethylentetramin in i5Volumteilen Chloroform zugefügt. Nach mehrtägigem Stehen wird die abgeschiedene Additionsverbindung abgesaugt. Sie ist in Wasser leicht löslich und enthält das Halogen in ionisiertem Zustande.
  • 2. 5 Teile der Additionsverbindung nach Beispiel z werden in 40 Teilen Alkohol gelöst und 5 Volumteile wäßriger konzentrierter Salzsäure zugegeben. Nach mehreren Tagen wird vom entstandenen Ammoniumchlorid abgesaugt und das Filtrat zur Entfernung überschüssiger Salzsäure eingedampft; gegebenenfalls noch vorhandenes Ammoniumchlorid wird mit Natronlauge zersetzt und abermals eingedampft. Der Rückstand wird nun mit Alkohol aufgenommen und mit alkoholischer Salzsäure angesäuert. Nach dem Absaugen von Kochsalz fällt die neue Aminoacetylverbindung bald als Dichlorhydrat aus. Dieses löst sich in heißem Alkohol, sehr leicht in Wasser, reagiert kongosauer und zersetzt sich gegen 233'. Zur Überführung in das Monochlorhydrat wird daä Salz in heißem Alkohol gelöst, die berechnete Menge Natriumalkylat zugegeben und vom Kochsalz abfiltriert. Das Monochlorhydrat kristallisiert dann bald aus. Es löst sich in heißem Alkohol, sehr leicht in Wasser und reagiert neutral. Zwischen 250 und 265' zersetzt es sich.
  • 3. i Teil 4-Chloracetylamino-I-phenyl-2 - 3-dimethyl-5-pyrazolon wird mit 15 Teilen wäßriger Ammoniakflüssigkeit mehrere Tage digeriert. Es ist dann eine klare Lösung entstanden. Diese wird zum großen Teile eingedampft, darauf mit wäßriger Natronlauge versetzt, bis Phenolphthalein dauernd gerötet wird, und nun gänzlich eingedampft. Der Rückstand wird mit Alkohol aufgenommen und mit alkoholischer Salzsäure in das Monochlorhydrat übergeführt. Nach dem Abfiltrieren vom Kochsalz fällt bald die Verbindung aus.
  • 4. 5o Teile 4-Chloracetylamino-r-phenyl-2-äthyl-3-methyl-5-pyrazolonwerden mit konzentrierter wäßriger Ammoniakflüssigkeit mehrere Tage gerührt, bis alles gelöst ist, zweckmäßig bei 30' Außentemperatur. Die Lösung wird wie in Beispiel 3 mit Natronlauge behandelt und eingedampft. Den Rückstand löst man in 5o Teilen Alkohol, neutralisiert mit wäßriger Bromwasserstoffsäure und dampft bis zur Kristalisation ein. Man verreibt den Kristallbrei mit Aceton, saugt ab und löst das Bromhydrat aus Alkohol um. Die Verbindung löst sich spielend leicht in Wasser und zersetzt sich unscharf gegen 1500. Zu der gleichen Verbindung gelangt man, wenn das aus 4-Chloracetylamino-i-phenyl-2-äthyl-3-methyl-5-pyrazolon und Hexamethylentetramin darstellbare Additionsprodukt, wie in Beispiel 2 beschrieben, mit verdünnt alkoholischer Salzsäure gespalten wird. Das 4-Chloracetylamiono-i-phenyl-2-äthyl-3-methyl-5-pyrazolon wird genau wie die 2 # 3-Dimethylverbindung gewonnen und schmilzt aus Alkohol umgelöst bei i86°.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCfI: Verfahren zur Darstellung von N-Aminoacetylverbindungen der 4-Amino-i-phenyl-2 # 3-dialkyl-5-pyrazolone, darin bestehend, daß man wäßrige Ammoniakflüssigkeit auf 4-Chloracetylamino-i-phenyl 2 # 3-dialkyl-5-pyrazolone einwirken läßt oder die aus letzteren mit Hexamethylentetramin entstehenden Additionsverbindungen mitSäuren spaltet.
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