DE342121C - Verfahren zum Roesten von Faserstoffen - Google Patents

Verfahren zum Roesten von Faserstoffen

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DE342121C
DE342121C DE1918342121D DE342121DD DE342121C DE 342121 C DE342121 C DE 342121C DE 1918342121 D DE1918342121 D DE 1918342121D DE 342121D D DE342121D D DE 342121DD DE 342121 C DE342121 C DE 342121C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

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Description

  • Verfahren zum Rösten von Faserstoffen. Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Rösten von Flachs und ähnlicher empfindlicher Faserstoffe, welches den bisher üblichen Verfahren technisch und wirtschaftlich wesentlich überlegen ist. Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Faserstoffe zwecks Röstens mit verdünnter Kalium- oder Natriumhydratlösung zu behandeln. Die dabei erhaltenen Fasern haben sich aber als nicht verwendbar erwiesen, weil die reine Lauge sie angreift und ihre Haltbarkeit wesentlich herabsetzt. Ferner ist es auch vorgeschlagen worden, hierbei die Ablauge einer früheren Behandlung nochmals zu verwenden, nachdem, zwecks Beibehaltung der Stärke, die erforderliche Menge frischer Lösung zugesetzt worden ist. Auch diese Behandlung hat aber kein gutes Ergebnis gegeben, weil die Konzentration der Behandlungsflüssigkeit von der frischen, die Faser schädigenden Lauge bis zu der durch Aufnahme organischer Stoffe immer mehr sich verdickenden Lauge, deren Aufschließungsvermögen ungenügend ist, sich ändert.
  • Die Erfindung verfolgt den Zweck, diese Nachteile der bekannten Verfahren zu beseitigen. Das neue Verfahren, nach welchem die Faserstoffe nicht mit reiner Lauge, sondern stets mit Ablauge von einer vorhergehenden Behandlung von beliebigen pflanzlichen Stoffen, wie z. B. Holz oder Stroh, mit Kalium oder Natriumhydrat, zu welcher Lauge freies Alkalihydrat zugesetzt worden ist, behandelt werden, kennzeichnet sich zu diesem Zwecke dadurch, daß die Behandlung bei einer Temperatur von mindestens go ° C und mit einer Behandlungsflüssigkeit ausgeführt wird, deren spezifis,ches Gewicht 1,o74 nicht unter- und nicht übersteigt. Hierdurch wird einerseits die Gefahr vermieden, daß die Fasern! an Haltbarkeit verlieren, und anderseits wird auch eine Färbung der Fasern vermieden, so daß die erhaltenen Fasern leicht zu bleichen sind.
  • Nach Abtrennen der Behandlungsflüssigkeit durch Waschen und gegebenenfalls nach Trocknen ist das behandelte Rohmaterial fertig, der gewöhnlichen mechanischen Behandlung zum Erzielen von spinnbaren Fasern unterworfen zu werden. Das Verfahren ist am wirksamsten, wenn die Behandlung bei etwa roo ° C vorgenommen wird, die beste Kochflüssigkeit ist eine Lauge, die o,z bis z Gewichtsprozent Natriumhydrat enthält, was von der Art der Fasern abhängt. Die Behandlungsdauer kann von einer Stunde bis zu längerer Zeit wechseln. Wird die Behandlung bei etwa roo°C ausgeführt, dann ist eine Behandlungszeit von etwa 3 bis 5 Stunden erforderlich. Verwendet man dagegen höhere Temperatur, z. B. 1:33'C, so kann die Kochzeit auf i bis :z Stunden verkürzt werden. Die -Benutzung von künstlichem Drucke verkürzt auch die Behandlungszeit. Dadurch, daß man die Behandlungsflüssigkeit durch den Kocher und außerdem durch einen besonderen Laugenbehälter umlaufen läßt, kamt man das Rohmaterial mit einer größeren Laugenmenge behandeln als der, welche in dem Behandlungsgefäße Platz hat. Man kann natürlich auch während der Behandlung der Kochflüssigkeit das erforderliche Alkali allmählich zuführen, so däß die Behandlungsflüssigkeit immer die geeignete Menge freien Alkalihydrates enthält.
  • Als Beispiel der Benutzung des vorliegenden Verfahrens soll hier eine Ausführungsform des Röstens von Flachs beschrieben werden. Die von Samen befreiten Flachsbündel werden am besten in aufrechtstehender Stellung in ein Gestell eingesetzt. Das Gestell mit dem Flachs wird dann in den Kocher eingeführt und während etwa z Stunden bei einer Temperatur von etwa 135 ° C mit einer Ablauge von einem vorhergehenden Kochen mit einem spezifischen Gewicht von i,o7q, bis 1,i, welche etwa o,2 bis i Prozent Nag O enthält, behandelt. Dabei werden etwa roo kg Nag O auf i ooo kg lufttrockenen Flachses verbraucht, welche Menge von Natronlauge nebst etwa 1o Prozent Überschuß also in der benutzten Lauge vorhanden sein oder ihr zugesetzt werden soll. Nach dem Kochen wird die Lauge mit Wasser verdrängt und weggewaschen. Das in dem gerösteten Flachs zurückgebliebene Wasser kann zweckmäßig erst ausgepreßt und der Rest dann mittels durchströmender warmer Luft oder in anderer geeigneter Weise verdampft werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zum Rösten von Faserstoffen, wobei diese Stoffe mit Ablauge von einer vorhergehenden Behandlung pflanzlicher Stoffe mit Ätzkalilauge, zu der frisches Ätzkali zugesetzt worden ist, behandelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung bei einer Temperatur von mindestens gö ° C und mit einer Lauge ausgeführt wird, deren spezifisches Gewicht stets 1,074 bis 1,i höchstens beträgt.
DE1918342121D 1917-05-10 1918-06-26 Verfahren zum Roesten von Faserstoffen Expired DE342121C (de)

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