DE667732C - Aus Kokosfasern bzw. daraus hergestellten Garnen geflochtene Schuhsohlen - Google Patents

Aus Kokosfasern bzw. daraus hergestellten Garnen geflochtene Schuhsohlen

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DE667732C
DE667732C DEL90575D DEL0090575D DE667732C DE 667732 C DE667732 C DE 667732C DE L90575 D DEL90575 D DE L90575D DE L0090575 D DEL0090575 D DE L0090575D DE 667732 C DE667732 C DE 667732C
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Germany
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braided
shoe soles
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coconut fibers
yarns made
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Application number
DEL90575D
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English (en)
Inventor
Gustav Landauer
Fritz Siebeck
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B13/00Soles; Sole-and-heel integral units

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Aus Kokosfasern bzw. daraus hergestellten Garnen geflochtene Schuhsohlen Geflochtene Schuhsohlen aus hokosfasern herzustellen, ist bereits bekannt.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß aus Kokosfasern bzw. daraus gewonnenen Garnen hergestellte, geflochtene Schuhsohlen besondere Vorzüge besitzen, wenn das ganz oder vorwiegend von seiner Einbettungssubstanz befreite Fasermaterial lediglich durch Behandeln mit heißen alkalischen Flüssigkeiten, vorzugsweise verdünnten alkalischen Laugen, spinnfähig gemacht und dieses Fasermaterial auf Schuhsohlen verarbeitet wird.
  • Man kann z. B. derart vorgehen, daß man durch übliche Methoden, wie Rösten und mechanische Behandlung von Einbettungssubstanz, befreite Kokosfaser in die alkalische Flüssigkeit, z. B. Natronlauge, einlegt. Man kann die Behandlung bei gewöhnlicher Temperatur vornehmen. Dies erfordert aber im allgemeinen die Anwendung stärkerer Laugen, z. B. einer Natronlauge von etwa 15 bis t8° Be. Sehr viel günstiger erfolgt die Vorbehandlung der Fasern durch Einwirkung heißer alkalischer Flüssigkeiten. Das Arbeiten in der Hitze gestattet die Anwendung stark verdünnter Laugen, z. B. einer 3°/oigen Natronlauge. Die Erhitzung kann im offenen Gefäß, z. B. bei Temperaturen von 8o bis r oo° C, stattfinden, wobei die Behandlungsdauer z. B. 3 bis 4 Stunden, gegebenenfalls auch mehr, betragen kann. Beim Arbeiten unter erhöhten Drucken, im geschlossenen Gefäß bei Temperaturen voll z. B. r 2o bis r 5o° kann die Behandlungsdauer erheblich abgekürzt werden. Sie beträgt z. B. *oei Anwendung einer 3°/oigen Natronlauge bei r35° C nur etwa 2o Minuten. Nach dem Waschen und Trocknen sind die behandelten Fasern weich und elastisch. Die Fasern können gegebenenfalls noch geeigneten Nachbehandlungen, z. B. mit Olen, Fetten oder fett- oder ölartigen Stoffen, unterworfen werden. Sie können beliebig gefärbt und erforderlichenfalls, z. B. durch Schlagbehandlung in Gegenwart glanzgebender Stoffe, wie Talkum, glänzend gemacht werden.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden zum Aufbereiten von Kokosnüssen Natronlauge zu verwenden. Jedoch erfolgt die Verwendung einer solchen Lauge bei dem bekannten Verfahren in einem anderen Zusammenhang und hat demgemäß auch eine andere Wirkung zur Folge. Das bekannte Verfahren geschieht dabei in der Weise, daß die Kokoshüllen zunächst durch rein mechanische Behandlung zwischen Stiftwalzen in ihrem Gefüge aufgelockert und sodann einer Behandlung mit heißen Flüssigkeiten unterworfen werden, die eine erweichende Wirkung auf die Einbettungssubstanz und eine Schmierwirkung ausüben sollen. Die Erzeugung einer Schmierwirkung hat dabei die Bedeutung, daß die Einbettungssubstanz und gegebenenfalls auch die Fasern
    selbst gleitfähig gemacht werden sollen, u;
    eine leichtere Lösung der Fasern aus der Ei@%
    bettungssubstanz zu ermöglichen. '@'..e
    ,
    Zur Erzeugung der Erweichungswirkung' auf die Einbettungssubstanz und der Schmierwirkung wird die Verwendung von Flüssigkeiten verschiedener Art, wie z. B. Seifenwasser oder Natronlauge, vorgeschlagen. Da aber ein Angriff auf das eigentliche Fasermaterial nicht erfolgen soll, wird deshalb bevorzugt, den alkalischen Laugen das Alkali zu entziehen, was durch Aufsaugung desselben durch die korkartige Einbettungssubstanz erfolgt, und die nunmehr ätznatronfreie, aber trotzdem schmierende Flüssigkeit zu verwenden.
  • Das Spinnfähigmachen der Fasern erfolgt dann auf mechanischem Wege, nämlich durch Breitwalzen der Fasern im feuchten Zustand.
  • Demgegenüber hat die alkalische Behandlung der Kokosfasern gemäß der Erfindung die Aufgabe, da bei dieser Behandlung die Einbettungssubstanz nicht mehr zugegen ist, daß die Lauge die Faser unmittelbar angreifen soll, und zwar indem sie die Fasern hartnlachende Inkrusten, wie Kieselsäure u. dgl., herauslöst. Diese Wirkung kann nur durch alkalische Lauge, nicht aber, wie bei dem bekannten Verfahren, durch Seifenwasser oder abgestumpfte (von Alkali befreite) Lauge erzielt werden, da dabei die Lauge bzw. der wirksame Bestandteil, das Ätznatron, durch die saugfähige Einbettungssubstanz aufgenommen und gebunden wird.
  • Die auf Grund der Erfindung hergestellten Sohlen zeichnen sich durch große Elastizität und gleichzeitig auch durch eine beträchtliche Festigkeit aus. Sie sind sehr widerstandsfähig gegen den Einfluß der Feuchtigkeit iund ferner auch praktisch unempfindlich
    _ en Einwirkungen hoher oder tiefer Tem-
    -aturen. Infolge dieser wertvollen Eigen-
    after besitzen sie deshalb eine außerordent-
    h lange Lebensdauer. Der Träger von
    Schuhwerk mit Sohlen der erfindungsgemäßen Art ist also infolge der vorstehend angegebenen Eigenschaften des Fasermaterials sowohl gegen Kaltwerden als auch Zuheißwerden und Feuchtwerden der Füße weitgehend geschützt.
  • Für besondere Fälle kann man dem Fasermaterial bzw: den daraus hergestellten Erzeugnissen noch Sondereigenschaften, wie z. B. wasserabweisende Eigenschaften oder die Eigenschaft besonderer Hitzbeständigkeit, gegebenenfalls Feuerfestigkeit, verleihen. Um das Fasermaterial wasserabweisend zu machen, kann man dasselbe vor, während oder auch nach der Verarbeitung mit diese Eigenschaft verleihenden bekannten Mitteln behandeln. Um den Sohlen besondere Hitzebeständigkeit, gegebenenfalls Feuerfestigkeit zu verleihen und sie hierdurch für Sonderzwecke, z. B. für das Arbeiten in Gießereien u. dgl., geeignet zu machen, kann man sich der hierfür bekannten Behandlungs- bzw. Imprägnierungsmittel bedienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Aus Kokosfasern bzw. daraus hergestellten Garnen geflochtene Schuhsohlen, dadurch gekennzeichnet, daß sie ganz oder vorwiegend aus von ihrer Einbettungssubstanz befreiten und lediglich durch Behandeln mit heißen, alkalischen Flüssigkeiten, vorzugsweise verdünnten alkalischen Laugen, spinnfähig gemachten Kokosfasern bestehen.
DEL90575D 1936-06-16 1936-06-16 Aus Kokosfasern bzw. daraus hergestellten Garnen geflochtene Schuhsohlen Expired DE667732C (de)

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